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Time is nioiiey.

Jeder, der nicht Zurückbleiben will in dieser Zeit der Eisenbahnen, Dampfschiffe, Telegraphen, Schnellsprechcr, Rohrposten rc-, siudirt genau, wie er am bett en Zeit Stunden, Minuten, ^ccunben spart- In gut geführten Geschäften fällt dies am meisten auf- Früher verlor der Detaillist viel von seiner Zeit und die seiner Kunden mit Auswiegen seiner Maare, j-tzt führt er vorzugsweise solche Artikel, die in Paketen verpackt fertig zum Berkaus sind. - Fabrikanten studiren den Geschmack und Bedarf des Publikums und bemühen sich, hauptsächlich sslche Artikel an den Markt zu bringen, die dem Publikum Zeit und Geld sparen. L>o ein Artikel ist z. B- Hudson's Seifen- Ertract, der, wie seit Jahren in England, auch bald hier den Platz der alten greife cinzunehmen verspricht, so bedeutende Ersparnisse bietet er den Hausfrauen an Zeit, Arbeit und Leinwand.

Derselbe ist eine fein pulverifirte Seife, in niedliche Packetchen verpackt, lost sich im Wasser leicht auf, reinigt d;e Wäsche, ohne ihr zu schaden, und bietet zum Ab­waschen des Anstrichs, der Tische, Küchengeschirre, Reinigen des Silberzeugs, der Hände rc- rc-, der Hausfrau so große Vortheile über die bisherigen Seifen und Wasch­mittel, daß wir .hm die schnellste Einführung versprechen können.

Die Drühl'sche Nmv.-Driukerei

(Verlag und Expedition desGiessener Anzeigers) hält sich zur Anfertigung von DrilCkft&bcitCU Jeder Art bestens empfohlen.

Stuttgart, 3. Novbr. [Allgemeiner deutscher Versicherung s- $ er ein.] Laut Monatsbericht des Vereins, der die Unfall-, Invalidität«-, Veriorgungs-, Kranken und Sterbeeasse in sich schließt, wurden im Monat Oetober 1X80 126 Schaomfälle angemelvet, und zwar 108 äußerliche Verletzungen und 18 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 4 den sofortigen Tod und 22 eine gänzliche oder teilweise Invalidität der verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbecaffe starben im Monat Dctober 13. Neu ausgenommen in den Verein wurden in diesem Monat 2392 Penonern Alle vor dem 1. September d. I. eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvaliditätsfülle sind bis auf die von 22 noch nicht genesenen Personen vollständig rcgulirt.

Amerika.

New-York, 16. November. Vergangene Nacht brannte das Irren­haus St. Peter tn Minnesota ab. Dceiß g bis vierzig Geisteskranke kamen durch das Feuer oder durch die hochgesttegene Hitze um.

Handel und Berkeyr.

Frankfurt, 17. November. -Marktbericht.! Der heurige Heu- und Stiolnnarkt war schleckt befahren. Heu kostete je nach Qualität der 6tr. X 3.004.30, Strob X 2.50 3 00 Butter das Pfd im Großen 1. Quäl. X 1.00 -00, 2. Qual X 0.90-00, im Detail oa» Pf. X 1.2025. 2. Qual. V*L 1.10-00. Eier das Hundert X 07. Ochienfietsch per Pfund 60 0 Kuh, Rind und Farrenflench 50- 60 H, Kalbfleisch 507o Hammeistoisch 3565 Schweinesteisck 65--80 -3}, ein Habn X 1.0" 1.50, ein Huhn

90 - 1 50, eine Ente X 3.50 4.00, eine Taube 50 - 00 H, Gons X 5.0.8 00, Hasen das Stück JL 3.004.00, Feldhuhn X 1.00-1.50, Nehbock das Pfd. 75- Kapaunen X 00 0i> Wälscher Halm X 56 Kartoffeln 10«! Ko X 4.005.50, Kohlrabi 7 9 H,

Blumenkohl' 1 St. 15-50 ^>, Wirsing 15-20 Gelberüben 1 Bund 0-0 Zwi.-ö-ln 1 Bund 0 ä Sellerie das Stück O-ÖO^. Meerrettig 1 Stück < 0-00 Spargel dad Pfund 0000^, Romain-Salat 00 00 Endivien 100 Rolhkrsut 15-20 Weiß­kraut 1520 H, Artischoken 50^, Erbsen das Pfd. 00

Limburg, 17. November (Fruchtmarkt.) Nother Weizen X 18.70, Weißer Weizen X 18.00, Saatkorn X 0*1.00, Korn X 16.60, Gerste X 10.65, Hafer X 6.65, Erbsen X 00.00, Kartoffeln X 0.00. (Durchschnittspreis pro Malter.)

7510) -einsten

Obst-Gelee

7528) ® ten Bolksz auf W l-®1 ^trautntc Arilin-- u> auf < Mittlvlllh 0k verlegt.

Wchlar, den Der M

Sonntag, den 2L November:

Altkathvlischer Gottesdienst

vormittags 9 Uhr in der Hospiialkirche.

Dich so lange beschützt hat, von welchem Du Dich aufgeschwungen hast, um gehen zu lernen, und Du thuft es, um Dich zu einem Manne zu verfüzm, den Du nicht kannst, an deffen Gesellschaft Du nicht gewöhnt bist. Ich rathe Dir, ihm eine Sclavin zu sein, wenn Du willst, daß er Dir ein Diener sei. Begnüge Dich mit Wenigem Achte beständig auf das, was seine Augen sehen können, und sorge, baß seine Augen niemals schlimme Handlungen sehen. Wache über seine Nahrung, wache über seinen Schlaf; der Hunger verursacht Aaffwallung, die

Schlaflosigkeit erzeugt böse Laune. Trage Sorge für sein E'genlhum, behandle seine Ange­hörigen mit Güte. Sei stumm für seine Geheimnisse; wenn er fröhlich ist, zeige Dich

nicht verdrießlich; wenn er verdrießlich ist, zeige Dich nicht fröhlich bann wird Allah Dich

segnen."

(Originell.f An eine Berliner Behörde wurde kürzlich ein Bericht eingereicht, der tatsächlich folgenden Wortlaut hatte: Die Leiche wurde in dem Waffer gefunden, worin sie allem Anscheine nach schon 14 Tag lag. Doch waren alle Wiederbelebungsversuche vergeblich. Thatsache!

Stuttgart, 16. November. sUnglücksfall im Hoftheater.) G-gen Schluß der gestrigen Vorstellung im hiesigen Hofiheater ereignete sich ein bedauernswerther Unfall. Man gab Robert und Bertram. Die beiden Titelhelden (die Herren Iur.kermann und Kaser) sollen der Polizei auf einem Volksfest entwischen, indem sie in einen gerade in der Nähe zum Auf­steigen parat.-n Luftballon einsteigen und so durch die Lüfte entfliehen. Ein Gensdarm soll nach dem Luftballon schießen und dieser dann langsam zur Erde fallen. AlS nun g-stern der Sckuß abgegeben wurde, fiel die Gondel mit ihren beiden Jnsaffen aus einer Höbe von etwa 10 Fuß plötzlich herab. Herr Kaser blutete heftig auS Mund und Nase, konnte jedoch selbst Weggehen, während Herr Junkermann auf den Hinterkopf fiel und bewußtlos weggetragen werden mußte. Das Stück konnte nicht zu Ende geipielc werden, der Vorhang fiel alsbald nach dem Sturz und in tiefer Erregung verließ das Publikum das Theater Glücklicherweise hat Herr Junkermann außer der Hirnerjchütterung, die ihm große Ruhe auferlegt, ferne Ver­letzung erlitten. Der Schuß trägt an dem Unfall jedenfalls keine birecte Schuld. Allem Anschein nach war die Gondel nicht sorgfältig genug an dem Ballon (ein bemaltes Brett) befestigt gewesen.

Aus die Deutschenhetze 'n Ungarn haben die Münchener und Düsseldorfer Maler eine würdige Antwort gegeben. Zur Kunstausstellung in Pesth hatten sie ihre schönsten Bilder zugesagt. Jetzt aber erklären sie, Bilder nach dorten nicht senden zu wollen.

sEm schlauer Lehrer) In einer Berliner Lehranstalt hatten kürzlich die gejammten Knaben einer Klaffe folgendes Dictat des LehrerS in ihr Heft emzutragen:Siebe Eltern! Ich bin jetzt in der dritten Klaffe; hier muß ich viel lernen. Unser Lehrer heißt (folgt der Name) Derselbe gibt alle Tage von drei biS vier in seiner Wohnung (folgt genaue Angabe derselben) Nachhilfestunden für sechs Mark rnonallick pränumerando. Diese Stunden sino von großem Nutzen. Darf ich auch Theii daran nehmen? Dein Sohn (folgt Unterschrift bcs auf diese eigentümliche Weise zu einer Correspondenz mit den Heben Eltern veranlaßten Knaben)". Das Heft hatten die Kinder den Eltern vorzulegen, damit sich dieselben schrfftlick unter dem Dictat bezüglich des so dringend geäußerten Wunsches ihrer Kinder äußern möchten. Viele Eltern bejahten denn auch

(Photographische Spielerei.j Auch die Spielern bat oft gewerblichen oder kauf­männischen Werth, so z. B. mag leicht eine Laune der Käufer sich den photographischen Bildern zuwenden, die mit den Augen zu winken scheinen. Dieselben werden einfach so hergestellt, daß man ein Negativ aufnimmt, so lange der Sitzende die Augen geschloffen hat und em zweites bei geöffneten Augen. Diese beiden Negative werden auf die zwei Seiten des Papiers so ge­klebt, daß sie genau decken. Hält man sie nun vor eine flackernde Lampe oder jonfbge beweg­liche Flamme oder Lichtquelle, so zeigt die combinirte Photographie rasche Abwechselungen von Oeffnen und Schließen der Augen, welcke einen merkwürdigen Effeet machen.

Lokales.

Kielen. 18. November. Am Montag miethete ein junger Mann, angeblich ein Studiosus der Medlcin mit adeligem Namen eine möblirte Wohnung mit dem Bemerken, daß er verschiedene Sachen in diversen Geschäften gekauft, welche der Hauseigenthumer nur in Em- bfana nehmen mßae Er wolle des Nachmittags einzrehen und dann die Sachen an sich nehmen. Ku». 3.U darauf schickt, benn auch .in Schuhmuch« ein Paar Waffe,sties.tn, eine Herren. Garderobehandlung einen Kaisermantel, ein Hutmacher einen Cyltnder u. s. f. Der Vermtecher, bem die Sacke einigermaßen verdächtig vorkam, lehnte jedock Wahren mit oem Hinweis ab daß sein Mirther noch nicht eingezogen sei und er hatte darin nicht Unrecht; denn bis beut bat sich derselbe noch nickt sehen laffen. Jedenfalls liegt hier eine große Fopperei ober ein Schwindel vor, auf welchen wir hiermit zur Warnung aufmertiam machen wollen.

_ Herr Pfarrer S t e i n w a ch s aus Offenbach wird am Samstag, den 20. November, tnteressiren, sind hierzu freundlichst eingeladen.

Gießen, 18. Novbr. Soeben, 4 Uhr, wird Groß-Feuer in Lang-Gons gemeldet.

Nürnberger Lebkuchen, Honig- kuchensignren, Anisgebackenes,Pseffer- nüsie und sonstiges Consect empfi hlt 7498) Georg Busch, Kreuz.

Vermischtes.

- Die Volkszählungen sind unstreitig die großartigste und wichtigste statistische Overation, welche überhaupt von einem Staate unternommen werden kann ; daß sie aber auch kostspieligste statistische Erhebung sind, davon dürften die nachfolgenden Angaben einen neuen Bro.ie ii.feVn. - Di. Herstellung der für d,e VeikSzähiung im

1 Deeember d. I. erforderlichen Forrnularien veriintaßte eine Ausgabe von 5446 X, die Ab- zählung, Verpackung und Versendung dieser Drucksachen, welche sich, wie beiläufig bemerkt sein mag auf 348 Packete mit einem Totalgewicht von 6100 Kilogramm vertheilten, eine solche von 760 X lo daß im Ganzen, auf etwa nöthige Nachsendungen, bezw. weitere Druckarbeiten Be^ baefat genommen, rund 6300 X für die wahrscheinliche Zahl von 92^,000 Bewohmr unseres Landes in Anschlag zu bringen sind. Vorausgesetzt nun, daß in fammtlidjen «Staaten des deutschen Reichs g'ldcbe, oder wenigstens annähernd dieselben Kosten für İ^ungömaterial rc. erforderlich wären, so ergibt sich, unter Annahme einer Bevölkerung von 44,5 Mill. Köpfen, für das Deutsche Reich ein Gesammtaufwand von mehr als 300,00.» X nUn

noA bie bedeutenden Kosten der Gemeinden - für Gießen z B sind 800 ^ vorgesehen - ferner der nickt zu unterschätzende, in Zahlen kaum darstcllbare Zeitverlust der Bewohner und endlich die gleickfalls sehr btträcktlichen Ausgaben für Prüfung, Concentnrung und ycioffents lichung ^r Z^lungSergebn sft^ geisteskranker Schriftsetzer den Versuch gemacht, im Zoo­logischen Garten 'n den Käfig zweier Tiger einzudringen; em Wärter hat ihn gerettet

Ein kräftiger Santmann wandert, auf seinen derben Stock gestutzt , gemuthlich dem Heimathsdorfe bei Pans zu. Er hat seine Frucht gut an den Mann gebrockt und tragt den ErlöS wohlverwahrt an der Brust. Da, fast hart an feinem Dorfe, eS munkelte bereits steht ein Mann vor ihm, der kurz und bündig:Das Geld ober das Leben! ruft; dabei blinkt ein lange« Messer in Der Faust des Strolches. Wortlos starrte der Bauer den Räuber an und dieser sagt:Na, wenn's nicht wenig ist, so theilen wir; aber nur beraus mit dem Mammon. Der so Bedrohte kratzte sich schwer athmend hinter den Ohren und meinte seufzend:Ware schon recht, wenn der Andere nicht wär."Weicker Andere", ruft der Gauner.Nun der hinter Euch steht." Blitzschncll roenbefe sich der Strolch um, und blitzschnell versetzte ihm der Bauer in diesem Momente einen so kraftvollen Hieb auf den Kopf, daß der Räuber bewußtlos niederstürzte Der Bauer geht, als ob nichts vorgefallen wäre, seines Weges.

__ sRkl-xpt für eine gute E^e.j Wenn eine arabische Mutter ihre Tochter verheirathet, albt Üe dieser im Augenblick der Abreise folgende Rathschläge mit auf den Weg:Du ver­läßt jetzt Diejenigen, von denen Du ausgegangen bist; Du entfernst^Dich^aus^dem^Neste, das

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Telegraphische Depeschen.

Wagner'- telegr. Correspondenz-Burean.

Darmstadt, 17. Novbr. Die deutsche Kronprinzessin ist mit ihren Töchtern zum Besuche am Gcoßh. Hose emgetroffen.

Berli«, 17. November. Der Gesetzentwurf über die Abänderung des Penstonsges.tzei füt bi. Hinterbliebenen der El-mentarlehrei ist dem Lmbtage .nn.ftnngen und enthLit ai« Hnuptb.st.mmnng, daß der Mmimalsatz für bie Pensionen bet Hinterbliebenen ber Elementarlrhrer vom 1. Spril ab von 150 auf 2<J0 nW ,wirb. Die gestern stattgefundene Versammlung

kiesiger Mitglieder ber b-utsch-n Partei hat bas durch den PrLstbenten der Abgeordnetenlammer, v. HSld-r, empfohlene neu- Parteiprogramm einstimmig angenommen. , ,,

«Dort, 17. Novbr. DieTimes" erfährt, es herrsche eine ernste Meinunasverschiedenheit im Labinet in Betreff der in Irland zu adoptirenden Volitik" Chamberlain und Bright seien entschloffen, die Anvendung des Zwan- g-s aufs äußerste zu bekämpfen. - H-»t- findet Cabin-tsrath statt.

u SQien 17. November, Abends. Mehrere Abendblätter melden aus Veffb der dortige «tadthauptmann habe dem Theaterdirector Müller auf die Dauer von drei Jahren die Concesston zu deutschen Theatervorstellungen in

Pari- 17. Novbr., Abends. Der Gerant des Journal«Commune" und Gnieral Ciuserer sind wegeu eines Artikels, worin vas Attentat B-re- rowskv's gegen den Kaiser von Rußland vertheidigt >st, m contumaciam jeder ,u 15 Monat Gesängniß und 2000 Frcs. Buße v-rurih-llt.

Rom, 17. Novbr., Abends. Die Deputirtenkammer genehmigte bie vroviivruche Jollconvention mit Serbien.

V London, 18. November. Die Seitens derTimes" mttgetheilten Gerüch.e vou Meinungsverschiedenheiten innerhalb d-S Cabinets scheinen wohl begründet. Man bestätigt, daß Chamberlain, Bright und ein anderer Minister sich im Labinet g-gen Zaxrngsmaßregeln tn Bezug auf Irland aussprachen. Mebrere andere Minister erklärten sich für Elnberufung des Parlaments im Deeember, um die G-u-hmigung zur Aushebung der Habeas-Cvrpus-Aete zu erlangen. Sin Beschluß wurde nicht gefaßt.

Tafetlumig., birect von einem Bi nenzüchtcr bezogen, per Pfund 80 W empfiehlt 7530) H F. Nassauer.

7511) Neue Dtctoria-Erbfcn, Linsen, Bohnen, gut kochend, empfiehlt

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