16. Juli. Osficiell. Einem Berichte des General
Wahrheit seien. Auf wisse nicht, daß den worden sei, in Aden zunehmen.
wurs einer Antwort dem Sultan unterbreitet werden soll. Die Uebcrzabe der Antwort dürfte frühestens Anfangs August erfolgen können. — Den persönlichen Wünschen des Sultans, ihm deutsche Offictere, deutsche Fmanzverwal- tungs- und Justizbeamten zur Förderung der administrativen Reformen in der Türkei zu überlassen, wie dies bezüglich der Offictere schon früher geschehen, wurde deutscherseits aus das Entgegenkommendste entsprochen. Von Beamten ist bereits der Regierungsrath Wettendors von Koblenz hier eingetroffen.
London, 16. Juli. Unterhaus. UnterstaatSsecretär Dilke antwortet auf eine Anfrage Wolffs, er glaube, daß die Mitthetlungen der Pforte/'ber das Treffen zwischen Albanesen und Montenegrinern das Gegentheil von der
eine weitere Frage Wolffs antwortet Gladstone, er nach China gehenden russischen Kriegsschiffen gestattet oder in anderen britischen Besitzungen Vorräthe ein-
Die mustergültigste, vollständigste und genaueste Zusammenstellung aller Zeitungen der ganzen Welt bietet der soeben ausgegebene Insertions- Tarif (Original-Zettungspreise) der ältesten und ersten Annoncen-Expedition von Haasenstein <$? Vogler in Frankfurt a. M. (4077
Petersburg _
Skobeleff zufolge wurde der am 3. Juli aus Bami nach Bendeffen comman- dirte Arzt Studitzky mit einer Escorte von 12 Kosaken von 300 Tekktnzen überfallen. Die Kosaken vertheidigten sich acht Stunden hindurch, bis endlich eine herbeigeeilte Compagnie Infanterie die Tekkinzen zerstreute. Der Arzt
Vermischtes.
Darmstadt, 15. Juli. Dem „Mainzer Journal" wird von hier geschrieben: Unsere Staatsanwaltschaft geht mit der Absicht um, für Darmstadt eine eigene Guillotine auzuschaffen und wurde bereits ein Mainzer Schlofferrneister, welchem Die Unterhaltung der Mainzer Guillotine anvcrtraut ist, damit betraut, einen Kostenüberschlag über eine für Darmstadt anzufertigende Guillotine, resp. über die Eisenarbett an derselben vorzulegen. Auch für Gießen soll ein solches Instrument angeschafft werden.
Frankfurt, 16. Juli. Der Central-Ausschuß des Turnfestes hat gestern folgenden vom Fest-Ausschuß und der Commission des Preß-Ausschuffes ihm vorgelegten Aufruf festgestellt: „Mitbürger! Nur noch wenige Tage und aus allen Gauen des großen deutschen Vaterlandes und des dcutschbrüderlichen Oesterreich, von den letzten Firnen Tyrols bis zu den Wogen des Katcgat strömt begeistert herbei die Jugend nach Frankfurt zum fünften deutschen Turnfest, der alten Kür und Kaiserstadt der Deutschen. — Weit her über das Meer kommen die Söhne der freien Union, die in der neuen Heimath im Herzen unsere Brüder geblieben, die Glätten ihrer K'.ndheit und die Erinnerung an Deutschland hochhalten, um Thetl zu nehmen am deutschen Feste. Aus ihren Alpenthälern, von den Ufern ihrer grünen Seen kommen die freien Söhne der Schweiz; aus seinen sonnigen blühenden Gefilden schickt uns Italien seine Turner zum fünften deutschen Turnfest, und des meerumgürtetcn Albions Söhne wollen den Wettkampf aufnehmen mit der deutschen Jugend. Mitbürger! es gibt ein Fest ächt volksthüm- licher Art und Frankfurt hat die Ehre, in seinen Mauern es zu feiern. Zeigt Euch dieser Ehre würdig. Reiht an die unvergeßliche Schillerfeier, reiht an die Feier des großen ersten deutschen Bundesschießens, reiht an alle die großen Feste, die ihr zum Ruhme des Vaterlandes gefeiert, auch zu Ehre des deutschen Namens das fünfte deutsche Turnfest! Schmücket Eure Häuser mit Kränzen und Fahnen zum Empfang der Turner, zum Empfange der Gäste, daß die Feststadt in vollem Glanze prange, Deutschland soll sehen und die Völker sollen schauen, daß der alte deutsche Geist, daß die Lieve zu Freiheit und Vaterland noch so lebendig in Euch ist, wie cs immer war! Im Namen des Gesarnrnt - Festausschusses: Ober.Bürgermeister Miquel, Vorsitzender; Adam Wolff, Stellvertreter; Jonas Dörr jun., Vorsitzender des Bau- ausschusses; Friedrich Drexel, Vorsitzender des Wirthschaftsausschuffes; Director Dr. Fr. Eiselcn, Vorsitzender des Empfangsausschuffes; Franz Fabricius, Vorsitzender des Feftausschuffes; C. L. Funk, Vorsitzender des Finanzausschusses; Dr. Berth. Geiger, Vorsitzender des Preß- ausschuffes; Julius Giessen, Vorsitzender des Turnausschusses; Dr. mev. Ferd. Aug. Marx, Vorsitzender des Ordnungsausschusses; Sam. R- Dr. A. Spieß, Vorsitzender des Wohnungs- Ausschusses.
— Der Central-Ausschuß hatte bekanntlich zum Besuch des Turnfestes Einladungen an den Kaiser, den Kronprinzen, den Reichskanzler, an die Minister des Innern und Kriegs ergehen lassen. In den letzten Tagen sind die Antwortschreiben eingegangen. Aus dem kaiserlichen Civilkabinet wird geantwortet, daß der Kaffer mit großem Interesse von der Mtttheilung Kenntniß genommen, für die Einladung bestens danke, jedoch bedauere, derselben keine Folge geben zu können, da das Fest in die Zeit der Badekur in Gastein falle. Der Reichskanzler hat in folgendem eigenhändigen Schreiben geantwortet: „Fnedrichsruh, den 12. Jul, ISrtü. Eure Hochwohlgeboren bitte ich dem Central-Ausschuß meinen verbindlichen Dank übermitteln zu wollen für die Einladung, die er mir hat zugehen laffen. Ich würde derselben um so lieber folgen, als ich den Festort, in welchem ich acht glückliche Jahre verlebt habe, seit einer langen Reihe von Jahren nicht wieder besuchen konnte und bedauere lebhaft, daß mein Gejundhetts- zustand mir diese Freude versagt, v. Bismarck. An den ersten Präsidenten des Central-Ausschusses für das fünfte allgemeine deutsche Turnfest, Herrn Ober-Bürgermeister Dr. Miquel Hochwohlgeboren, Frankfurt a. M. — Auch die anderen Minister haben unter Danksagung abgelehnt. Von dem Kronprinzen ist eine Antwort noch nicht eingetroffen.
— Aus dem Kreise Lauban, Anfangs Juli. Nach einer vorläufigen Berechnung find durch das Hochwaffer am 14. Juni im Laubaner Kreise 436 Gebäude beschädigt worden: "Hiervon sind a. 128 Gebäude ganz weggertffen oder nicht mehr reparaturfähig, b. 209 Gebäude stark beschädigt (mit einem Schaden von mehr wie 100 pro Gebäude), c. 99 leicht beschädigt (mit einem Schaden unter 100 pro Gebäude). Unter den beschädigten Personen sind 44 von der Klassensteuer befreit. 261 zur 1. Stufe, 103 zur 2. Stufe und 59 zur 3. Stufe der Klaffensteuer veranlagt. Es sind also 864 Personen verunglückt. Nur mit kurzen Worten sei darauf hingedeutet, daß, wenn eine nachhaltige Hülfe geschaffen werden soll, diese Personen ihren Schaden werden voll ersetzt erbalten müssen. Die hierzu unumgänglich noth- wendige Summe hat sich noch nicht festftellen lassen, wird sich jedoch schwerlich unter \ Mill. beziffern. Unterstützungsbeiträge werden ja von nah und fern täglich eingesandt, haben aber bisher erst die Höhe von ca. 20,000 JL erreicht; dies ist ein sehr kleiner Theil des Noth- wendtgsten und es bleibt somit noch außerordentlich viel zu thun übrig. Wir können deßhalb nicht umhin, immer und immer wieder das Mitgefühl für das vom Hochwaffer tn unserem Kreise geschaffene große Elend wachzurufen und an alle bester situirten Mitmenschen die dringende Bitte zu wiederholen, doch recht reichlich Beiträge an die Kreis-Communalkaste zu Lauban, die Zahlstelle des Central Unterstützungscornite's etnsenden zu wollen.
” (Rothhäutige Schultnspectoren j Seltenen Besuch hat Ende des letzten Monats die Schule für Jndianerkinder zu Carlisle in Pennsylvanien erhalten. Dreißig Häuptlinge von den verschiedensten Sioux-Agenturen in Dakota fanden sich daselbst ein, um ihre unter Den 175 Zöglingen befindlichen Kinder zu besuchen. Die berühmtesten der Gäste sind: „Bunt- schwänz", „Rothwolke" und der „Weiße Donner". Man zeigte ihnen Alles, auch den ganzen Lehrgang, und das Meiste gefiel ihnen. Buntschwanz hielt darauf eine Rede in der Dakota- spräche, worin er der Anstalt warmes Lob zollte. Nur eins tadelte er, die Einsperrung wider- spanstiger Zöglinge in den Carcer; er meinte, Jndianerkinder seien es nicht gewohnt, daß man sie wie schlechte Soldaten behandle dazu seien sie zu jung und sie seien auch keine Sklaven Kürzlich war der Sohn von Buntschwanz selbst, weil er einen Mitschüler geprügelt hatte im Carcer einquartiert worden und das hat der alte Häuptling offenbar übel genommen. Von Carlisle begaben sich die hohen rothen Herren nach Fort Monroe, um auch die dortiae Jndianerschule zu besichtigen. ö
Handel und Verkehr.
Gießen, 17. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd je 0 80 biö^/L 0.90, Hübnereier 1 Stück 5—6 H, 2 St. 0 Enteneier 1 Stück 6 —7 Gänsee'ter 1 St. 12—13 Käse per Stück 4—9 Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Viter 22 A Linsen 1 Liter 24 H, Tauben das Paar 65—100 H, Hübner p. St. JL 0.80—1.10, alte Hahnen p. St. JL 0.80—1.00, junge Hahnen 0.65— l.Oli^, Wälsche JL 11.0—12 0, alte Enten per Stück' JL. 1.50—2.00, junge Enten JL 1.20—1.70, Ochscnfletsch 68-00 H per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 50-56 Kalbfleisch 10-44 H, Hammelfleisch 64-68 Schweinefleisch 64-00 alte Kartoffeln per 100 Kilo ..#.8.00—9,00, neue Kartoffeln 100 Kilo JL 15—18 Zwiebeln p. Ctr. 15—00, Milch per Liter 16 und 18 Kirschen per Pfund I 7—20
Studitzky und 2 Kosaken find tobt, 5 Kosaken verwundet. Die Tekkinzen ließen 5 Todte und eine bedeutende Anzahl Waffen zurück. Dieselben waren von einer unbekannten europäisch gekleideten Persönlichkeit befehligt. — Der Kaiser verlieh sämmtlichen Kosaken den Militär-Verdienstorden.
Bukarest, 16. Juli. Gegen die Forderung eines Schadenersatzes von 14 Mill. Frcs. Seitens Rumäniens wider die russische Regierung wegen der Beschädigung rumänischer Straßen durch die russische Armee, machte der russische Commisiär Fürst Obolensky geltend, daß die rumänische Regierung den bezüglichen Anspruch vor zwei Jahren auf nur eine Million Francs bezifferte.
Loudon, 16. Juli. „Daily News" meldet aus Kabul vom 15. ds.: Abdurrahman hat den Hindukusch mit einem kleinen Gefolge überschritten und ist heute in Tudundarrah angekommen.
Nom, 16. Juli. In der Kammer der Deputirten erklärte Cairoli auf die Interpellation Capelles und Bonghi'S in Betreff der Berliner Con- ferenz, er müffe diese Fragen mit großer Reserve beantworten. Die Collecttv- nvte sei gestern der Pforte übergeben worden. DaS Emverständniß der aus der Conferenz vertretenen Mächte sei ein vollständiges gewesen. Er glaube, die Türkei werde ihren einstimmigen Beschluß annehmen. Diese Etmnüthig- keit zeige auch den allgemeinen Wunsch, den Frieden zu erhalten. Italien werde übrigens seine Rechte und Interessen zu wahren wissen.
Bremerhafen, 16. Juli, Abends. Während eines heftigen Gewitters, das heute Abend über Bremerhafen sich entlud, schlug zwischen 6 und 7 Uhr der Blitz in einen Güterschuppen auf der Westseite des alten Hafens. Dieser, zwei andere Güterschuppen und die hannoversche Wasserstatton stehen in Flammen. Der Wmd kommt von Osten, die Schiffe scheinen daher nicht gefährdet zu sein.
London, 16. Juli. „Reuter's Bureau" meldet aus Simla: Die Truppen Shir Ali's in Cadhar erhielten Befehl, sich von Geriskh zurückzuziehen. Die Infanterie des Truppencorps desertirte aber mit Kanonen und Munition. Die bei Geriskh stehende britische Brigade verfolgte die Deser- teurs, tödtete deren 200 und nabm ibnen die Kanonen und das Gepäck wieder ab.
Die Ernteaussichten in preusien.
Ein Berliner Telegramm in Nr. 163 ds Bl. brachte einen kurzen Auszug eines Artikels der „Prov.-Corresp." über die Ernteaussichten in Preußen, welchen wir nun- mehr, da uns inzwischen der betr. Artikel in seinem Wortlaute vorliegt, in Folgendem ergänzen: „Die ungünstigen Witterungsverhältnisse bei Beginn des Frühjahrs namentlich die noch so spät, erst in der zweiten Hälfte des Monats Mai, emgetretenen starken Nachtfröste — schreibt das Blatt — hatten in wetten Kreisen der Bevölkerung die Befürchtung hervorgerufen, daß in diesem Jahre eine allgemeine Mißernte ein treten werd/ Nachdem jedoch der Monat Juni eine den Saaten äußerst günstige Witterung mit sich gebracht, hat jene Befürchtung allgemein der Hoffnung Platz gemacht, daß die (Ernte keineswegs zu den schlechteren zählen, sondern sich in mehreren wichtigen Fruchtarten sogar über eine Durchschntttsernte nicht unwesentlich erheben werde. Diese Erwartunaen finden volle Bestätigung tii den zahlreichen, fast aus allen Theilen der Monarchie em- aegangenen, von den landwirthschaften Centralverbänden auf Grund der Meldungen der Zweigvereine aufgestellten Berichten, welche in den jüngsten Tagen im Staatsanzeiger" zum Abdruck gelangt sind. Dieselben conftatiren fast ausnahmslos" daß die allgemeinen Ernteaussichten durchaus nicht unbefriedigend sind, und in mehreren Berichten wird ausdrücklich erklärt, daß an einen Nothstand, von welchem sogar schon in einem Theil der Presse die Rede war, nicht entfernt gedacht werden könne ja daß Nicht einmal em Mangel an irgend einer Fruchtart zu erwarten stehe. Nicht unerheblich hat der Roggen durch die späten Nachtfröste gelitten und aus einigen Kreisen lauten allerdings die Berichte über den Stand dieser Frucht wenig günstig. Aber v el- fach bezieht sich dies nur auf den Zustand, in welchem die Roggenäcker sich unmittelbar nach den Maffrösten befanden, während in verschiedenen Berichten herooraeboben wird, daß sich der Stand des Roggens in den letzten Wochen gehoben habe und daß namentlich die Gegenden von besserem Boden und mit guten Culturverhältnissen menin gelitten hatten. So ist z. B- in verschiedenen Diftricten Schleswig-Holsteins der Stan6 des Roggens em recht guter, ebenfalls in der Landdrostei Lüneburg, wo die Nachtfröste nicht überall gewirkt haben. Aus dem Regierungsbezirk Stralsund und den westlichen Kreisen des Regierungsbezirks Stettin wird ausdeücklich auch hinsichtlich des Roggens hervorgehoben, daß em Mangel daran m Folge ungünstigen Ertrages in keiner Wette befürchtet werde. Nächst dem Roggen hat die Ungunst der^^Witterung imtarnen- lich auf die Futterkrauter und das Wiesenheu nachtheilig eingewirkt, da besonders d e längere Zett anhaltende Dürre das Wachsthum aufgehoben hat, so daß der erste Schnitt in den meisten Gegenden nicht als gut bezeichnet werden kann. Jedoch hofft man - gemein auf einen ertragreichen zweiten Schnitt, wozu der gegenwärtige Stand der Wiesen in Folge der feuchten und warmen Juniwltterung vollauf berechtigt Es icMto aber keineswegs an Meldungen, welche selbst in Betreff des ersten Schnitts keine Kp erheben, sondern überhaupt günstig lauten. Sv wird u. A. aus dem Reaierunasberttk Gumbinnen berichtet, daß die Futterkräuter in den meisten Kreisen gut steh n und hnfc in dem Kreise Gumbinnen sogar eine reiche Futterernte in Aussicht zu nehmen ift Lassen nun aber immerhin die Aussichten der Roggen- und Futterernte zu wünschen übrig, so sind dagegen die Meldungen über den Stand von Weizen, Sommerirücksttn und Kartoffeln fast allgemein sehr erfreuliche. Eine eigentlich schlechte ja selbst nur mittelmäßige Ernte m diesen wichtigen Fruchtarten wird kaum irgendwo befürrh sondern beinahe überall werden reiche oder wenigstens gute Erträge erwartet S. werden u. A. m dem Berichte aus Schleswig-Holstein die Ernteaussichten für WettTn Sommerfrüchte und Kartoffeln, sowie für die sonstigen Feldfrüchte als recht gute tbeil' weise sogar ganz vorzügliche bezeichnet. Im Regierungsbezirk Gumbinnen stebt d/r Weizen m allen Kreisen gut und verspricht eine gute Ernte. Ebenso steht im Landdrnsttf- bezirk Luneburg der Weizen überall recht gut, der Stand der Sommerfrüchte ist nie cki- salls ein recht guter und von den Kartoffeln wird eine gute Ernte erwartet Än Regierungsbez rk Münster stehen die Sommerfrüchte an den meisten Orten fehr iinni? ebenso die Kartoffeln. In den Regierungsbezirken Magdeburg, Merseburg und Erst steht der Weizen mindestens gut, überwiegend vorzüglich, die Gerste durchwea ans- gizeichnet, der Hafer im Durchschnilt 0ut, der Stand der Karwff-ln kann als -°r-
trefflich angesehen werden und die Rüben gewähren gute Aussichten. In gleicher Weste lauten die Berichte über die genannten Fruchtarten aus fast allen übrigen Regierungsbezirken mehr ober weniger günstig; m einem derselben befindet sich sogar die Aeuße- rung, daß der sruchtbare Ium reichlich geheilt habe, was der Mai geschädigt, und einer „gesegneten Ernte" in saft allen Fruchtarten eittgegengesehen werden könne. Zu so weitgehenden Befürchtungen, wie sie hie und da verbreit t worden, wird in keinem Berichte ein Anlaß gegeben, man erwartet vielmehr mit Zuversicht das schließliche Resultat der Ernte, vorausgesetzt natürlich, daß nicht noch jetzt besonders ungünstige Witterungsverhältnisse eintreten, welche die gegenwärtig voll berechtigten Hoffnungen wieder zu Schanden machen."
Lokales.
Gießen, 17. Juli. Die gestrige Wohlthätigkeits-Vorstellung, welche sich eines so großen Zuspruches erfreute, daß schon vorher die Nachfrage nach Billets nicht befriedigt werden konnte, verlief in allen ihren Theilen recht befriedigend. Was das Spiel der Mitwirkenden selbst betrifft, so wurden die meisten Nollen recht brav gespielt, ja es zeigten einige der Dilettanten eine gewiße Meisterschaft, die denn auch durch laute Beifallsbezeugungen entsprechend belohnt wurde. Allgemeine Bewunderung erzeugte die Vorführung lebender Bilder und war es hier namentlich vas „H a i d e r ö s l e t n", welches rauschenden, nicht enden wollenden Beifall erntete. Sollie sich die Nachricht, daß in den nächsten Tagen eine Wiederholung dieser Vorstellung veranstaltet wird, bestätigen, so wäre Denjenigen, die Billets nicht mehr erhalten konnten, Gelegen hett geboten, sich von den vortrefflichen Leistungen der Mitwirkenden zu überzeugen, denen man in Anbetracht des edlen Zweckes die Anerkennung für die aufgewenbcte Mühe ganz und voll zollen muß.
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