Ausgabe 
18.4.1880 Erstes Blatt
 
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Petersburg, 16. Apri!. (Officiell.) Auf Vortrag des Ministers des Innern hat der Kaiser angeordnet, daß dem Generalgouverneur von Ost- Sibirien dieselben Rechte bezüglich Ausweisung verdächtiger Personen aus administrativem Wege zu übertragen sind, wie solche durch kaiserlichen Ukas vom 15. April 1879 den zeitweiligen Generalgouverneuren verliehen wurden.

Berlin, 17. April. Gegenüber ungenauen Meldungen in Zeitungen über Verhandlungen mit der Hessischen Ludwigsbahn wegen des Baues der Westerwaldbahn schreibt dieNvrdd. Allg. Ztg." : Der Minister der öffent­lichen Arbeiten habe die Vorstände der Ludwigsbahn unter Vorbehalt weiterer Maßnahmen, namentlich hinsichtlich eoent. Entziehung der Concession zum Bal­der E.senbahn Main,-Wiesbaden, zur Beschlußfassung darüber aufgefordert in welchen kurz zu bemeffenden Fristen die Gesellschaft zum Beginne, bezw. Voll­endung der Westerwaidbahn sich verpflichten und welche Garantien für Er- 'ullung der Verpflichtung sie stellen wolle. Der Verwaltungsrath erklärte darauf, er könne im Augenblick keine bestimmte Verpflichtung übernehmen, binnen kurzer Frist eine Secundärbahn über den Westerwald hcrzustellen, wolle aber wenn der preußische Staat die Secundärbahn herstelle, bei der Geaeraloer- lnmnnnnV'nt" L^en Bedingungen einen Zuschuß zu den Baukosten von 5U,UUU M. pro Meile, in maximo eine Million befürworten. Der Minister fand die gestellten Bedingungen für unannehmbar, eröffnete dies dem Ver- waltungsrath und forderte t enfelben auf, kürzestens zu erklären, ob er der Generalversammlung die bedingunsglose Zahlung einer Abfindungssumme von einer Million Maik für die Entbindung der Ludwigsbahn von der Concession Vorschlägen wolle. Die Erklärung des Verwaltungsrathcs stehe noch aus

welche am Tage der Aufgabe erscheinen sollen

f bitten wir bis längstens Bormittags 10 Uhr

an uns gelangen zu lassen. Im Interesse der

rechtzeitigen Fertigstellung unseres Blattes sind wir zu dieser wiederholten Bekanntgabe genöthigt.

Die Expedition desGießener Anzeigers".

Getaufte.

Den 9. April. Dem Weißbinder Adam Prasch ein Sobn, Wilhelm, qcb den 5 Mär- D-n ", April. Dem Feldwebel W.lhelm Mitze eine Tochter, Lina geb ben 2L Denselben. Dem Gartner Ludwig Reh ein Sohn, Ludwig, geb. den 3 Märi °' Denselcen. Dem Schuhmacher Johann Karl Kühl Zwillinge, un Tochter, Karoltne, und

Sohn, Karl, geb. den 25. Februar. '

. D-N '2. April. Dem Tagiohmr J°ha»n Wilh-im Peppel ein Tochter, Margarethe Elisabeth, geb. den 23. Februar. ö y

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 8. April. Siegmund Heinrich Wilhelm Sixt von Armin, gen. von Siebeneicken Premierlieutenant a. D., ein Wittwer, und Therese Schlich, des verst. Kirchcnraths und Pfarrers zu Lang Gons Dämel Schlich ehel. Tochter.

Den 14. Avril. Georg Julius Euler II., des Oeconomen Philipp Euler cbei Sokm und Friederike Dorothea Leun, geb. Weißmüller, Wittwe des verst. Küfers Jean Leun '

Denselben. Christian Heinrich Lemp, Dienstmann dahier, des verst. Schäfers Lemp ehel. Sohn, und Katharine Magdalene Gräf aus Lauback.

Lokales.

^Eksien, 17. Apnl. Der Ausschuß des Armen-Bereins hat in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen daß 1. Januar d. I. an den sog. Bezirks ar men keine Unter stutzung mehr aus den Mitteln des Armcn-Vereins gewährt werden soll. Es ist diese Maß­regel gewiß nur zu begrüßen. ' 1

®cflei" A°g-N Ab-Nd wmd- im Rt-g-Ipfad -in junger Munn u°n 21 Jahren au8 dlll-ndo f a 0. L. besinnungslos aufg-funben. Man verbrachte d-ns-lbe aus di- Klinik wo zu haben 8 M ' ®8 scheint ihn ein Schlaganfall oder HiMiag b-!r°ffen

Der Schwindler und Dieb von Wismar, von welchem wrr neulich brrickteten dak mttte" unb t«Va"tetW!CflCn au6|dtoinbclte unb -m° Uhr gestohlen hatte,^wurde"

Handel und Verkehr.

f*14*.jM. 1 19. i Lf.a i r nniorftc kostete: Butter per Pfd 4L 1 05

1 12, Hühnereier 1 Stück 4 5 A, Gäm'eeier ver Stück in 11 q Te \ i . 1,0

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Vermischte s.

46. 2IpriI- Erkrankungen an Rückfallfieber (Typhus recurrens) wurden in letzterer Zeit auch hin und wieder in der Provinz Rheinhessen beobcicktet- der Regel, so betrafen auch diese fast ausschließlich arbL^'^

?f>T® 5>felfK in ber Richtung von Mannheim, woselbst bereits

seu längerer Zett Rucksallssieber in Herbergen verbreitet zu sei» scheint aber auch aus Starkenburg und Oberhessen, aus der Gegend von Hanau uub ft rauf- tu" a.M und weiter herzugereist waren. Im Bürgerhospitale zuWormsaelana e »4$ s»Ur C9! Paü" v-ICcev ^^^ukheit in Behandlung, im heilig - GeistSpitale 0-n Nund im St Rochus-Spitalo barmherzige» Schwtste,^ nnge-

vi r , Theater.

flut von statten. Fräule^Werner'^felw bi? 9n)*,Vba«$" ging, wie wir erwartet, unschuldige, naive Hedwig der Dichte?!»' d«s 'Ä(|1r ^un8e" ba§ war di- das natürliche Geplauder oes Kindes bn'a nrr» -^ai Statur. Man horte immer nur ernst oder weniger ernst sind mit bcS L-bens, gleichviel, ob fi:

König gab uns ein Bild der 'schon «°stwei Ernsten und behandelt. Fräulein war, dem Scheitern der Pläne ihres Dichtcrsrennves w-lche auch im Stande Spiel war der Rolle angemessen und lleblick Ä £^rar\e nachzuweinen, ihr gut. Ihre Freifrau von Cuhn war eins^st^ D^-^r spielte, wie immer, recht Kampf mit dem Drachen" ausnahmsweise ein 6?nbanWtar- ^her hier der

dem Schicksale kämpfenden Hans Waldau uaturm^hV'n >?err ^5 spielte den mit ob nicht der Darsteller, ber u^iiT« akn Mh. ^ns "snn,'afü:rIid) dachten wir, Schule verräth, schou ähnliche E^fah^ulw acmäckt -"-e gut-

Dichter. Sein Spiel war recht aineSenäwertT«Ä, i x" dargestellte Mgkeit bei seiner Brautwerbung nicht fo über feben fei? fier?C@;HllHbr1Uf uCV ®Q1,: feinem Baron Notteck das hübsche Bild eines Ösfillevs "l Schubert gab uns in ondern auch seiner Dame treu dienen kann b£r nJc5,t nuveiIIe'» Fürsten,

H°rr Müller als Freiherr von Cuhn und He'rr? ner°7l/^^ßla,t uJ'b b°h°r gut. gaben ihre, wenn auch kleine Rollen reckt brav mm,*r6 1,0,1 Gäben

lfft-n Strohberger zufriedenstellend wiederaab &e.rJ .^n^Icr den Journa-

Bestall des Publikums lohnte de Darstellenden.^ Gesammtspiel war gut und der ist -Z-i.?"'v°7?.nte^statt ,NsLLren7e Dis7uttre^^'!,L'°f "s Pirtwerden". zu lesen. ^uyicnuc ^isputtrcndas fortwährende Du-

Auszug aus den Standksamtsregistern des Standesamts Gießen

Vom 10. bis 16. April 1880.

Aufgebote.

P°ul.ne Frnderik- Emilie Marie K°th°.im Äisk Row st;b',' d-S Leimsieders Johannes Ronstadt von Bunbach. 12 Bautechnik.r Adols Munch von Idstein nut Marie Gertrude Rusina, Tochter des Wirtbs Anion ? Minden. 15. Der Hautboist tm II. Großh. Hess.^^Jns.-Reqt V/ 116^ff iee!Ä 2,6n JU Gießen mit Katharine Müller, Tochter des verst Helnrieb Müller von 15

®liobel6Wl«, r°ch'n duIst. Sulla,«. iSjwwe

Eheschließungen.

Avril. 14 Küfer Georg Julius Euler II. von Gießen mit ftriederikp q...

geb. ©d&niü(kr, Sffiittnie bcS Wirths und Küfers Johannes Leun von Gießen. 14 Dienst' mann Christian Heinrich Lemp von Gießen mit Katharine Magdalene Gräf von Laubach.

Geborene.

April. 8 Dcm Bremser Heinrich Preis ein Sohn. 1. Johann Martin außerebelick von auswärts. 7. Wilhttm Karl, Sohn des Bahnarbeiters Johannes Weber II. 6. Dem ^>chre,nermeister Heinrich.Sack ein Sohn. 12 Hermann, Sohn des Kutschers Jacob Stein- m»ao t 2e m®ln außerehelicher Sohn von auswärts. 11. Martin Adolf Ebrillian Sobr des Lackirers Philipp Eise. 10. Karl Louis Christian Friedrich, b^ Meß eem=m«6 oflk rx ? ®e.m ®raoeur Dugust Haßler ein Sohn. 16. Dem Küfermclster

ein Soh^^ 3°^nn ^°b°T Gmil ß0nV cin Sohn. 9. Dem Rechtsanwalt August^Metz

Geworbene.

April. 9. Heinemann Hermann, 93 Jahre alt. 10. Ludwia 3 ^abre alt (Snfin b.a LocomotivführerS August Scherer. 12 Katharine, 7 Jahre alt, Tochter öes Schneider^Peter

* A 2k^0OTenQ^-' Sohn des Dachveckermeistcrs Peter Ruckstubl * 12

Heinrich, 4 Jahre alt, Sohn des Post-Secretärs Karl Weber. 13. Lina 2 Jahre alt Tockt-r des Taglohners Friedrich Keßler. 16. Anna Hartmann, geb. Roienbecker, 26 Iah, 'all Ehe flau des Uhrmachers Robert Hartmann. 14. Georg Amend, 22 Jabre alt bon 15. Schreiner Karl Engelhardt, 19 Jahre alt, von Alt-Buseck. J ' ®Qrbfnt,i4*

Dafür stimmen das Centrum, die Mehrzahl der Conservativen und v. Bennigsen- da­gegen Fortschrittspartei, Nationalliberale, Socialdemokraten, von den Conservativen Graf Moltke, die Minister v. Puttkamer und Lucius. ^omervanven

Ein redactioneller Antrag v. Schlieckmann's wird im Einverständniß mit der Militärverwaltung angenommen, ebenso ohne Diskussion alle übrigen Paragraphen. Die Annahme des ganzen Gesetzes erfolgte hierauf in namentlicher Abstimmung mit 186 gegen 128 Stimmen; dagegen stimmen u. A- Lasker, Schröder Bamberger v. Forckenbeck und Jegel. '

Dritte Berathung des Antrages v Barnbüler-Windthorst betreffs Aufhebung des Flachszolles. In der Generaldiscussion befürwortet v. Barnbüler die Annahme des Antrages. An der weiteren Debatte betheiligen sich v. Staudy, Stellter v Lud­wig, Windthorst und v. Saucken.

In der Spec'aldiscussion über § 1 protestirt v. Ludwig im Interesse der Land- witthschaft gegen die Aufhebung des Flachszolles. Der Antrag Windthorst wird angenommen und im Anschluß daran noch ein Zusatz beschlossen, wonach Jute Manilla- Hanf und Kokosfasern zollfrei eingehen sollen. Es liegen ferner Anträge vor von Richter, Rickert und Graf Udo Stolberg, welche, enger ober weiter gefaßt, alle dahin gehen, daß gestattet werde, so viel ausländisches Getreide resp. Mehl auf Transitlager bez. in Mühlen zollfrei einzuführen, als wieder zur Ausführung gelangt, ohne daß der Nachweis der Identität erforderlich sein soll. Director im Reichsschatzamt Burchardt erklärt: Er verweise auf die vorjährigen langen Debatten und auf den Mangel an jeder Erfahrung darüber, ob sich S 7 des Tarifgesetzes schlecht oder gut bewährt habe Es fei deßhalb bedenklich, heute am 8 7 zu rütteln. Dafür werde die Negierung durch die Ausführungsbestimmungen sorgen, daß die Mühlenindustrie exportfähig bleibe. Eventuell werde der Bundesrath selbst eine Abänderung des § 7 beantragen wozu augenblicklich keine Veranlassung vorliege. - Die Abstimmung ergibt die An­nahme des Antrages Graf Stolberg mit dem Zusatzantrag Rickert. Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Socialistengesetz.

Wien, 16. April. Meldung derPolit. Corresp." aus Konstanti­nopel: Die Pforte erhielt Nachricht vom Erscheinen bewaffneter albanesischer Banden in der Nähe von Prizrend. Mukhtar Pascha brach von Prizrend be­hufs Zerstreuung derselben auf. Aus Belgrad. Es fand ein Einfall von Arnauten in serbisches Gebiet statt, wobei dieselben in Wutschttze das dortige Waffen- und Proviant-Depot erstürmten. Serbien richtete einen energischen Protest nach Konstantinopel.

Charkow, 16. April. Auf Vorstellung Loris-Melikoff's gewährte der Kaiser den drei wegen verbrecherischer Propaganda zur Verbannung nach Si> birien verurtheilten Studenten der hiesigen Universität Wantschakoff, Sndejkin und Tschugujewetz vollständige Begnadigung. Das MilitärkreiSgericht hatte Angesichts des von den Universitätsbehörden constattrten guten Verhaltens der Genannten während des Lehrcursus um Milderung der Strafe, bezw. Um­wandlung ber Verbannung in zweimonatliche Zuchthaushaft nachgesucht, was auch Seitens des Generalgouverneurs von Charkow unterstützt wurde. Die Begnadigten befinden sich bereits auf freiem Fuß.

Mainz, 16. April. Der Vertreter von Mainz in der hessischen Z Vei­ten Kammer, Landgerichtsrath Dr. Bockenheimer, hat sein Mandat nie­dergelegt.

Paris, 16. April. Das Rundschreiben Freycinetts an die auswärtigen diplomatischen Vertreter Frankreichs wird derFrance" zufolge morgen abgesendet werden. Der deutsche Botschafter, Fürst Hohenlohe, stellte dem Präsidenten Grevy heute seinen interimistischen Stellvertreter v. Radowitz vor. Der Erzbischof von Reims und der Bischof von Soiffons haben gegen die März­decrete der Oeffentlichkeit übergegebene Schreiben gerichtet. Die ausgewie­senen fremden Socialtsten verlassen heute Paris.

Kapstadt, 16. April. Die Kaiserin Eugenie ist heute hier ein- ' getroffen.

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