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Nr. 90» Erstes Blatt. Sonntag den 18. April 188«.
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Amtlicher Hheil. Bekanntmachung.
Betreffend: Den Nemonte-Ankauf pro 1880, ’ Berlin, den 1. März 1880.
Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier Jahren find im Bereiche des Großherzogthums Hessen für dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden, und zwar:
den 16. Juli in Alsfeld,
, 21. „ „ Nidda,
„ 22. „ „ Nieder-Wöllstadt,
„ 23. „ Groß Bieberau,
„ 24. „ „ Bickenbach,
„ 26. „ „ Groß-Gerau,
„ 27. „ „ Goddelau,
„ 28. „ „ Gernsheim.
Die von der Remonte-Ankaufs-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt.
Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung^des Kaufpreises und der Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vom Ankauf ausgeschlosien.
Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und eine Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit 2 mindestens zwei Meter langen starken hänfenen Stricken ohne besondere Vergütung mttzugeben.
Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können, ist es erwünscht, daß die Dockscheine möglichst mitgebracht werden. Kriegs-Ministerin m.
Abtheilung für das Remonte- Wesen.
__von Rauch, von Uslar.
Bekanntma ch u n g.
Es wird wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß zu ordentlichen Gerichtstagen Dienstag und Donnerstag in jeder Woche bestimmt find, und daß alle Diejenigen, welche, ohne besonders vorgeladen worden zu sein, den unterzeichneten Oberamtsrichter persönlich zu sprechen wünschen, an diesen ordentlichen Gerichtstagen zu erscheinen haben. — Eine Ausnahme kann nur in besonders eiligen Angelegenheiten gemacht werden. — Die Gerichtsschreiberei dagegen ist täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage von Vormittags 8—11 Uhr — für die Rechtsuchenden geöffnet.
Lich, den 9. April 1880. Großherzogliches Amtsgericht.
Sanger mann.
Deutschland.
Aus Berlin, 14. April, wird dem „Franks. Journ." vom Schriftführer des Vereins deutscher Tabaksabrikanten und Händler über die am 12. d. M. in Braunschweig stattgehabte Sitzung des Vorstandes mitgethetlt, daß die Zusammenberufung geschah, um gegenüber den in der Presse vielfach aufgetauchten Monopolgerüchten, welche die Tabak-Jndustrle in ganz ungewöhnlicher Weise schädigen, Stellung zu nehmen. Die Mittheilungen der aus allen Theilen Deutschlands eingetroffenen Mitglieder bestätigen in vollem Umfange den nachtheiligen Einfluß, welchen die Nachrichten über die angeblich geplante Einführung des Monopols auf die gejammte Tabak-Industrie und alle ihre Hülss-Jndustrieen haben, sowie daß das späte Erscheinen der den Tabakbau betreffenden Ausführungsbestimmungen die Tabakbauer in empfindlicher Wejse geschädigt hat, da die Vorbereitungen für den Tabakbau auf dem Felde schon im März getroffen werden müffen. Der Vorstand sprach sich dringend ein« müthtg dahin aus, daß es nothwendig sei, den bestehenden Beunruhigungen itn Ende zu machen, und wurde eine in diesem Sinne abgefaßte Resolution, welche dem Reichstag übergeben werden soll, beschlossen. Die an das Prä- fidtum des Reichstags und außerdem jämmtltchen Mitgliedern defselbm zugesandte Resolution lautet:
Der am 12. April 1880 zu Braunschweig versammelte Vorstand des Vereins deutscher Tabakfabrikanten und Händler erklärt: „Daß für die gesummte Tabakbranche die Schwierigkeiten des Ueberganges zu den jetzigen Steuerverhältnissen durch die neuerdings umlaufenden Monopolgerüchte und die dadurch im Geschäftsverkehr herbeigesührte Unsicherheit auf das Empfindlichste verschärft werden." Der ergebenst unterzeichnete Vorstand richtet deßhalb an einen hohen Reichstag das dringende Gesuch, durch einen unzweideutigen Ausspruch die ernsten Besorgniffe zerstreuen und die tiefe Mißstimmung der betheiltgten wetten Kreisen beseitigen zu wollen.
Berlin, 15. April. Ueber die vermehrte Auswanderung liegen heute noch folgende Nachrichten vor: Hamburg, den 11. April. Die Auswanderung nach Amerika nimmt einen immer größeren Umfang an. Am 7. ds. Mts. gingen mit einem New-Aorker Dampfer wieder 1293 Passagiere ab. Die meisten Emigranten sind Handwerker oder brodlose Cigarren-Arbeiter aus Altona, Wandsbeck und Ottensen. Vor Einführung des neuen Zolltarifs hat sich nämlich das Inland stark mit Vorräkhen versorgt, so daß die Tabaks- Fabrikanten augenblicklich wenig zu thun haben. Auch liegt die Furcht vor der Einführung deö Tabaks-Monopols wie ein drückender Alp auf diesem Industriezweige. — Köln, den 10. April. Von Dienstag bis gestern trafen allein 400 Auswanderer, meistens auS der Gegend St. Wendel und Aschaffenburg, hier ein, welche die Reise mit der Rheinischen Bahn fortsetzen. Viele Europa
müde fahren auch mit den Dampsbooten und auf der Köln-Mtndener Bahn weiter.
Berlin, 15. April. Der Bundesrath beschloß, den Antrag Preußens auf Revifiou der Geschäftsordnung des Bundesraths im Plenum und zwar :n doppelter Lesung zu berathen.
England.
London, 15. April. Bis gestern sind 349 Liberale, 235 Conseroative und 63 Homeruler incl. 25 Parteigenossen Parnell's gewählt worden. D:e Liberalen gewannen 57 Sitze in den Städten und 49 in den Grafschaften. Die Homerulers entrißen den Conservativen 7 Sitze. Die liberale Mehrheit über die vereinigten Conservativen und Homerulers beträgt 57 Sitze.
Die „Times" schreibt, es unterliege keinem Zweifel, daß das Cabinet beschlossen habe, sofort zurückzutreten. Die Regierung werde in wenigen Tagen einem neuen Ministerium übertragen werden. Es werde ein sehr großer Druck auf Gladstone ausgeübt, die Führcrschast zu übernehmen. Am Dienstag finde ein Ministerrath in Windsor unter dem Vorsitz der Königin statt.
Nußland.
Charkow, 14. April. Das Militärkreisgericht verurthetlte den ehemaligen Lehrer Winogradoff wegen Verbreitung verbotener Schriften zum Zwecke des Umsturzes der bestehenden Regierungsform zu dreimonatlicher <Sc* sängnißstrafe und Stellung unter polizeiliche Aufsicht auf 8 Jahre.____________
Telegraphische Depeschen.
Wagner - telegr. Eorrespsndenz - B«rear-
Berlin, 16. April. Reichstag. Der Antrag Liebknechts auf Sistlrung des gegen den Reichstags-Abgeordneten Wiemer beim Amtsgerichte Chemnitz anhängigen Strafverfahrens während der Dauer der Session wird angenommen. — Bei Fortsetzung der dritten Lesung der Militärvorlage begründet Windthorst zu 8 3 nochmals den Antrag des Centrums auf Befreiung der Geistlichen von der Verpflichtung der Theilnahme an den Uebungen der Ersatzreserve. Boretius spricht gegen v. Heeremann für den Antrag. KriegSminifter v. Kameke hält es für unthunlich, die Befreiung der Geistlichen von der Ersatzreservepflicht gesetzlich auszusprechen. Thatsächltch werde bei den geltenden Bestimmungen in den seltensten Fällen ein Geistlicher zur Ersatzreserve- Uebung herangezogen. — v. Kleist-Retzow erklärt sich für den Antrag des Centrums, aber gegen den Windthorst'schen Zusatzantrag, auch die jüdischen Religionslehrer von der Ersatzreservepflicht zu befreien; ebenso äußert sich Marcard. Hinschius tritt dem Anträge des Cetrums entgegen; werde derselbe aber angenommen, so dürfe man auch die jüdischen Religionslehrer nicht ausnebrnen.
Der Zusatzantrag Windthorst's, die jüdischen Religionslehrer von der Ersatz- resevepflicht zu befreien, wird mit 185 gegen 116 Stimmen abgelehnt; dafür stimmen das Centrum, einige Conseroative und die meisten Nationalliberalen: dagegen u. a. Lasker. Der Antrag des Centrums auf Befreiung der Geistlichen von der Ersatzrcserve- pfltcht wird in namentlicher Abstimmung mit 161 gegen 151 Stimmen angenommen.


