Ausgabe 
18.1.1880 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

*?

N

d

Vergeßt das Füttern der hungernden Böget nicht!

Joh. Schlitz, kömgl- holl. Hoflieferant in Mai nz.

99)

Pueinte Reine per Flasche

A. Eulenstein, Frankfurt a. M.

n

tf

Piuninos

IsländisMoosM

n

v

L. Frohnh&user.

20

30

60

90

50

60

80

80

1

1

1

1

1 2

2

2

2

3

aus Jo Mai

Priorato secco Priorato dulce Badalono Garnacho Sherry Malaga Madeira Oporto Vino Rancio

u d h

4

d o h d d

Fabrik : Frankfurta/M.

(100

werden voi

Kuar ab

Kaiserstrasse 9, Entresol.

Flügel Harmoniums

Billigst und in jedem Quantum bei: Ludwig Herbert, Mäusburg, - - Ph. Schulz .....

Ferd. Sttchtenroth ..... .

Heinr. Glöckner.......

6atl Geißler ........ Bürgermeister Jager.....

Posthalter Hickmann Posthalter Weinberger.....

Weitere Niederlagen errichtet:

Hon in großer bet 398)

nicht zu erreichen war. Die Mittel hierzu liegen bei der Abhängigkeit Hessens in der Verwaltung der Main-Weser Bahn bei den in der Hand Preußens liegenden Concur- renzbahnen sehr nahe und es ist keine müßige Sorge, anzunehmen, daß davon Gebrauch gemacht werde, nicht etwa in gehässiger unfreundlicher Absicht, nein, roie wir denken, zur Erstrebung eines Zieles, welches als gut und heilsam für die Gesammtheit er­kannt ist. . _ . . , ..

Bei solchen Erwägungen kann die Möglichkeit und sogar die Wahrscheinlichkeit nicht ausgeschlossen sein, daß die Rente der Main-Weser-Bahn sich demnächst nicht nur nicht heben, sondern weiter sinken und daß ein vielleicht später in Hessen gewünschter Berkaus sich hierdurch nur auf wesentlich ungünstigerer Basis realisiren lassen wird. Es bleibt stets ein ungünstiges Verhältniß, bei einem Unternehmen mit namhaften Summen betheiligt und von der Leitung desselben so zu sagen ausgeschlossen zu fein; noch viel ungünstiger gestaltet sich diese Lage, wenn unser Partner unseren Antheil zu erwerben wünscht und gleichzeitig die M'.ttel besitzt, ohne fühlbare eigene Schädigung (der theilweise abgelenkte Verkehr kommt ihm anderweit ganz wieder zu gute) unseren Antheil zu entwerthen.

Es mag der vereinbarte Verkaufspreis vielleicht nicht voll dem Werthe und der Rentabilitätsfähigkeit der ganzen Bahn entsprechen; wir dürfen in Hessen aber nicht die Stellung vergessen, welche wir nach Lage der Dinge zur Sache einnehmen. Das Ganze oder der größere Theil mit dem überwiegenden bestimmenden Einflüsse ist stets werthooller, als der kleinere abhängige Theil mit diesem Factum ist zu rechnen.

Erscheint hiernach der Verkauf auf Grund des vereinbarten Vertrages einerseits nicht als em Act politischer Bedeutung für Hessen, so ist er andererseits in wirthschaft- licher und finanzieller Beziehung, wenn auch nicht als eine glänzende, so doch unter den gegebenen Verhältnissen als eine für Hessen vortheilhafte Transaction zu bezeichnen. Es werden mit Realisirung derselben wirkliche Landesrechte nicht aufgegeben, es werden bedeutende Summen, welche-sich in ihrer Anlage unserem Einflüsse entziehen, frei; die­selben gewähren, im Sinne der Vorlage Großherzoglicher Staatsregierung verwendet, für die Hauptstaatskasse eine gesicherte Erhöhung der Einnahmen, welche dazu ver­wendet werden können, der Wohlfahrt des Landes durch geeignete Bahnanlagen weiter zu dienen.

Zudem, und das ist sicher nicht die letzte Aufgabe einer Eisenbahn, bleibt das Land auch ferner im Genüsse aller der Vortheile, welche die Main-Weser-Bahn, als Verkehrsmittel der hessischen Bodencultur, seinem Handel- und Gewerbefleiß seither gewährt hat-

Es gilt hier, wie in allen derartigen Fragen, das Eisen zu schmieden, so lange es heiß ist; dieser Augenblick scheint gekommen und wir halten es recht eigentlich für eine patriotische Pflicht, denselben nicht ungenützt zu lassen.

. in Gießen.

. Hungen.

Lauterbach.

. Lich.

. Lollar.

. Münzenberg.

. Schlitz-

. Stockhausen.

d H

O

woll'

N in *

2 Ellen ] zmpn1^ iäJ mitiit« Jl 3,50 im

6i. 39») juttt

* 6in!au , , lernet 'Mhm8 Mältttt.'

hat die Genugthuuag uachweisen zu köuncn, daß die Angelegenheit auch ohne diese Bestimmung zu seiner vollen Zufriedenheit geregelt worden ist. Daß ihm dabei die Unterstützung Deutschlands und Oesterreichs geholfen hat, mag Rußland allerdings nicht sehr angenehm sein.

In der Botschaft, welche der Präsident der Vererntgten Staa­ten, Hayes, bei der Eröffnung des Congreffes übersandte, erklärte er die Bereitwilligkeit der Union, die Eonfltcte zwischen Peru, Chili und Bolt- via zu vermitteln. Auch Deutschland und England s-ll-n sich an die Union gewandt und ihre Unterstützung bet einem Ausgleich in Aussicht gestellt haben, aber man war in Washington auch gegen diesen neuen Versuch Euro­pas, sich in Südamerika einzumischen, eifersüchtig und empfindlich.

Cap weine

aus den Districten Paart und Constantia* Als Krankenweine ärztlich empfohlen. Direct von Producenten bezogen. Bolle Garantie für Aechtheit!

Ä

Großes Lager in Instrumenten von:

Steinway (echte Newyorker) Schiedmayer, Blüthner, Sech­stem, Biese, Rosenkranz, Clemens Müller, Nagel, Berdux, Heyl, Selinke & Sponnagel, Dörner, Liedoke, Harmonie-Genossenschaft etc. etc.

Theilzahlnngen gestattet! 5jährige Garantie!

Gebrauchte Dianinas, Ä^LUCU' roetbcn $u biW

1k Hi

I. Heqer'scher Hanitäts-Weink:

btt

R etfic. "M

WnW

W

Wirtlischafts-Verkauf.

283) Ich beabsichtige, mein unmittelbar | bei Büdingen, an lebhafter Straße belege- 9 nes Etablissement

Zur Klippe, worin seit circa 30 Jahren eine sehr be» ;s suchte Gastwüthschaft betrieben wird, aus |l freier Hand mit oder ohne Inventar zu f verkaufen.

Zu demselben gehören zwei Wohnhäuser, V Scheune, Stallung, ein sehr guter Felsen- [ keller, ein großer Garten und einige Morgen guter Acker.

Seiner schönen und günstigen Lage nack würde sich mein Etablissement auch be­sonders zur Einrichtung eines Landsitzes oder zur Anlage einer Brauerei eignen

Reflectanteu belieben sich direct an mich zu wenden.

W. Schön sen. Wittwk,

Klippe bei Büdingen.

In den Apotheken.

Main-Weser-Bahn.

Aus Qberhessen erhält dieN. Frkf. Pr." folgende 60^6^0^^: Die Wichtigkeit guter Verkehrsmittel erkennend, wendet sich die Aufmerkiamteit Vieler dis setzt noch nicht dem Eisenbahnverkehr näher gerückter Gegenden dem Baue von Secun- däreisenbahnen zu. Mit -recht finden dieselben nachgerade biejenige Würdigung m der Bevölkerung, welche ihnen gebührt, und sie werden dazu berufen sein, mancher Gegend, welche nie von einer Vollbahn berührt werden dürfte, die Segnungen erleichterter, billigerer Transporte zu schaffen und vielen heute unrentadelen Vollbahnen erhöhten Verkehr und bessere Rentabilität zu gewährleisten. Auch in Oberhefi en werden zur Seit einige Projecte in eingehende Erwägungen gezogen und gewinnen, unterstützt von dem Jntereffe der Bevölkerung, mehr und mehr an Realität. Kann denselben theil- weisc bei sachgemäßer, den localen Bedürfnissen angepaßter Ausführung an sich schon ein günstiges Prognosticon gestellt werden, so dürften fie außerdem voraussichtlich von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die weitere Entwickelung des Verkehrs der Oberhessischen Bahnen und speciell der Linie Gießen-Gelnhauien «erden. Gerade dieser Strecke, wenig geeignet zur Vermittelung des größeren durchgehenden Verkehrs, dürste vorzugsweise durch bessere Aufschließung des Vogelsberges und der benachbarten Wetterau durch Secundärbahnen aufzuhelfen sein und besteht, wie aus gut unter­richteter Quelle verlautet, bei Großherzoglicher Staatsregierung die Geneigtheit, hierauf bezügliche Bestrebungen nach Möglichkeit zu fördern. s

Es wird diese Frage indessen m Zusammenhang gebracht nut bei Abtretung des Großherzoglich Hessischen Theiles der Main-Weser-Bahn an Preußen wodurch be­deutende Mittel an Hessen in baar zurückfiießen und hierdurch die Möglichkeit geboten würde, sachgemäße Projecte durch staatliche Subventionen zu fordern. Einem den Verkauf ablehnenden Votum der zweiten hessischen Kammer der Stande ist bekanntlich die erste Kammer nicht beigetreten, dieselbe hat vielmehr mit großer Majorität ihre Zustimmung zu der Vorlage der Regierung erklärt und muß die Annahme, die zweite Kammer werde nochmals demnächst über den gleichen Gegenstand zu beschließen haben,

Angesichts dieser Tatsachen liegt cs bet der Wichtigkeit der Frage tut das ganze Land, besonders aber für Oberhessen nahe, dieselbe in Verbindung mit den schweben­den Secundärbahnprojecten nochmals zum Gegenstände der Erörterung zu machen.

Es wird hierbei nicht beabsichtigt, die vielen für und gegen entwickelten Grunde zu kritisiren; es besteht lediglich der Wunsch, vom practischen Standpunkte die beiden Hauptfragen zu beleuchten:

1) Bestehen vom politischen

2) Bestehen vom wirthschaftlichen und finanziellen Standpunkte schwerwiegendere Gründe für oder gegen die Annahme der bezüglichen Regierungsvorlage?

Wäre das Jahr 1866 und der darauf bezüglich des Betriebes der Mam-Weser- Bahn folgende Vertrag des Jahres 1868 nicht vorausgegangen, so würde heute wohl noch kein dringender Grund vorliegen, zu einer Veräußerung zu schreiten. Die Wichtig­keit der Eisenbahnen in den Händen des Landes anerkennend, darf man sich nicht der Ueberzeugung verschließen, daß sie ihre politische Bedeutung verlieren, wenn sie dem Einflüsse desselben in Bezug auf Betriebsleitung so gut rote ganz entzogen sind Dieser Fall liegt unzweideutig hier vor; ein politischer Werth wird deßhalb schwerlich der Veräußerung beizulegen, eine Ausgabe wichtiger Landesrechte nach Lage der Verhältnisse hieraus nicht herzuleiten sein. r

Bezüglich der wirthschaftlichen Seite enthalt der Verkaussvertrag etwa dieselben Garantien, welche auch in dem Vertrage von 1868 dem Lande gewährleistet sind; eine Verschiebung zum Nachtheile desselben wird also durch Verkauf nicht stattstnden.

Die finanzielle Seite der Frage dürste hiernach für das Land die wichtigste fein. Die Gründe, welche für und gegen die Veräußerung in dieser Richtung geltend gemacht sind, stützen sich vielseitig am Annahmen, deren Richtigkeit .zweifelhaft bleibt. Vieles spricht für, manches auch gegen den Verkauf eines aber steht fest, und das ist das Factum, daß wir auf die Verwaltung der Bahn thatsächlich keinen Einfluß besitzen und ferner, daß die preußische Reg erung wünscht, tu den ganzen Besitz der Main-Weser- Bahn zu treten. Es läßt sich dieser Wunsch mit den anderweiten Bestrebungen der­selben, die hauptsächlichsten Bahnen Norddeutschlands in ihre Hände zu bekommen, leicht verbinden und dürften diese Erwerbungen nur als ein Zwischenstadium zur Ver­wirklichung des Reichseisenbahngedankens zu betrachten fein.

Mit diesem Ziele vor Augen müssen Schwierigkeiten bezüglich der Realisirung den Effect haben, auf anderem Wege durchzuführen, was durch gütliche Verständigung

345) la. melirte Steinkohlen, Stück- und Nußkohlen, Cokes, Braunkohlen, klein- gemachtes Holz bet Gmil Ptstor.

Aufforderung, Cigarrenspitzen re. zu sammeln, deren Grlos für Arme ver­wendet werden soll.

Durch einen Bericht desSonntags-Blattes zur Eisenacher Zeitung", Ausgabe Nr. 12, Sonntag, den 23. März 1879, veranlaßt, ist Endesunterzeichneter mit mehreren hiesigen Herren übereingefommen, auch hier einen Verein zu gründen, Cigarrenspitzen, beschädigte Cigarren, Cigarrenabschnitte, Cigarrenbänder, Cigarrenkistchen rc. rc. zu sammeln und den Erlös zum Besten bedürftiger Armen zu verwenden.

Um einen Beweis zu liefern, daß Dinge, die im Kleinen als werthlos roegge- worfen werden, in Massen gesammelt, Werth erhalten, erlauben wir uns mitzutheilen, daß laut Bericht derEisenacher Zeitung" in einem Jahre vorn 17. März 1878 bis 16. März 1879 in Eisenach aus den Sammlungen JL 702.76 H eingegangen sind, die zur Bekleidung für 16 Knaben und 24 Mädchen verwendet wurden.

Es steht uns schon eine ziemliche Masse von Cigarrenspitzen und Cigarrenabfall zur Verfügung und können wir bald an einen ersten Verkauf denken. Für ein Pfund igarrenspltzen wurde in Frankfurt 55 H, für ein gut erhaltenes Cigarrenkästchen 3 aefare-i.. Welchen Werth Clgarrenbänder (gut und miaufaeschnitten) haben, ist noch nicht festgestellt; daß dieselben aber Werth haben, ergeht aus dem Eisenacher Bericht, indem aus 6960 Gramm Cigarrenbändern, enthaltend 22,308 Stück J4 122.3 H erlöst wurden. - , . .

Das Geld werden wir auf einer hiesigen Kasse vor der Hand anlegen, und sollten uns baarc Beträge eingehen, auch damit ebenso verfahren-

Wir hegen die Hoffnung, daß sich alle unsere Mitbürger recht mitbetheiligen mögen, auf daß wir zu Ende dieses Jahres einen günstigen Rechenschaftsbericht über die Sammlung, sowie über Verwendung, öffentlich ablegen können, und um allgemeine Theilnahme zur Sache zu erwecken, beabsichtigen wir, in vielen öffentlichen Lokalen der Stadt Sammelbüchsen aufzustellen, die dem Wirthe anoertraut und dem Publikum herzlichst anempfohlen werden.

II. Schnell, Uestaurateur.

Aeilgevotenes.

Dr. Pattisons

Gichtwatte, bestes Heilmittel gegen [H. 62250.] Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts-, Brust-, Hals- unb Zahnschmerzen, Kopf-, Hand- und Dußgicht, Gliederreißen, Rücken- und Lendenweh.

In Packeten zu 1 J4. und halben zu 60 bei (429

________Heinrich Wallach.

Niederlage s