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30,000 und der Versicherungswerth der darin ausgestellten Gegenstände beträgt über drei Millionen Mark. — Daran schon möge man die Bedeutung dieses Theiles der Aus- siellung erkennen.
Lebensversicherung. Nach dem in diesen Tagen zur Veröffentlichung gelangten .ausführlichen Rechenschaftsbericht der Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha für 1879 hat diese älteste und größte deutsche Lebensversicherungsanstalt im vorigen Jahre 4090 neue Versicherungen über 27,467,800 «M. abgeschlossen und dadurch, nach Abzug der Sterbefälle und des sonstigen Abgangs, wieder einen reinen Zuwachs Don 1816 Versicherten und 16,895,100 Versicherungssumme erzielt. Ihr Versicherungs- destand erhöhte sich in Folge dessen bis Ende 1879 ouf 54,484 Personen mit 364,014,400 Jt. Versicherungssumme.
Ganz besonders günstig waren, da das Geschäftsgebiet der Bank auch im vorigen Jahre von Epidemieen verschont blieb, wieder die Sterblichkeits Ergebnisse; denn es wurden im Ganzen nur 5,842 000 JL für 1094 Gestorbene zahlbar, während nach den Iiechnungsgrundlagen der Bank eine Sterbefall - Ausgabe von 7,417,314 JL für 1229 Personen zu erwarten war. Es ergab sich mithin eine Minder-Ausgabe von 1,575,314 JL für 135 Fälle.
Der zum größten Theil (Ende 1879 mit 80,152,159 JL) gegen hypothekarische Sicherheit ausgeliehene Bankfonds erhöhte sich um 6,094,593 «X und wuchs dadurch auf 90,040,073 Jt. an, wovon 68,812,060 die erforderlichen Prämien-Reserven und -Ueberträge begreifen und 1,473,031 zur Deckung sonstiger Verpflichtungen dienen, die übrigen 19,754,982 aber reine Ueberschüfse bilden, welche in den nächsten fünf Jahren an die Versicherten zur Vertheilung kommen und für diese Jahre eine durchschnittliche Dividende von 41% der Jahresprämie erwarten lassen.
Im laufenden Jahre beträgt die Dividende 38%; dieselbe wird sich aber im nächsten Jahre auf 39 % belaufen und, wie sich ebenfalls bereits mit ziemlicher Zu- Derlässigkeit feststellen läßt, im Jahr 1882 voraussichtlich auf 42 % und im Jahre 1883 sogar aus 43% erhöhen.
Im Ganzen hat die Bank während ihrer nun 51jährigen Wirksamkeit bereits gegen 120 Millionen Mark an fällig gewordenen Versicherungssummen ausgezahlt und -mehr als 52 Millionen Mark als Dividenden an ihre Versicherten zurückgewährt.
Handel und Verkehr.
Hießen, <5 Juni Auf Dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,80 biö^L 0.85, Hühnereier 1 Stück 5 H, 2 Stück 9 Enteneier 1 Stück 5—6 H. Gänseeier 1 St. 10 Käse per Stück 5—10 Käsematte per Stück 2—3 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 24 -$>, Tauben das Paar 70—80 H, Hühner p. St. JL 1.20—1.50, alte Hahnen p. St. »♦L 1.30—1.70, junge Hahnen 1.00 — 1.70 Wälsche 8.00—9.00, alte Enten per Stück ■JL 1.40—2.00, junge Enten 1.20—1.40, Kartoffeln per 100 Kilo JL 7.50—8, Zwiebeln p. Ctr. JL 25—00, Milch per Liter 16 und 18 Ochsenfleisch 68—00 $ per Pfd., Kuh» und
Rindfleisch 50—56 Kalbfleisch 40—46 Hammelfleisch 60—70 Schweinefleisch 60 Kirschen per Pfund 20—30
Frankfurt, 14. Juni. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 42, Nr. 2 40, Nr. 3
JL. 34, Nr. 4 30, Nr 5 JL 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) X 29 50—00, do.
I (Berliner Mark-) JL 28.50—00.00, do. II (Berliner Marke) 23.00—00.00. Wetzen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 25.25 - 25.50 , ab unserer Umgegend Jü 25.25—25.50, do. fremder je nach Qualität Jt 25.25—25.50, Roggen, je nach Qualität JL 21 25—22.75, Gerste JL 19-21.00, Hafer JL 13.50—16.50, Kohlsamen JL 00—00, Erbsen JL 19—27, Wicken vH. 16—18, Linsen 20—40, Bohnen, weiße, JL 23—25, Roggenkleie , Weizenkleie, grobe und feine J4 —, Rüböl, detail, 63. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend off erbet: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Frankfurt, 14. Juni. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 370 Ochsen und Stiere, 280 Kühe und Rinder, 260 Kalber und 300 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 67—69, 2. Qual. Jt 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 56—58, 2. Qual. 46—52, Kälber 1. Qual. 52—54, 2. Qual. 46 -50, Hämmel 1. Qual. JC. 58—60, 2. Qual. JL. 42-50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — H.
Gießen, 14. Juni. fHerberge zur Heimath.) Der Herberge zur Heimath -mürben geschenkt:
Von Frau I. M. Jughardl: 3 Tischtücher, 2 Bettüberzüge, 3 Kissenüberzüge, 1 Bratkroppen mit Deckel, 1 Kohlenkroppen und 1 Schüreisen.
Von Herrn Wilhelm Klöpper: 1 Betttuch, 1 Tischtuch und 1 Handtuch.
Von Herrn Pfarrer Schlosser: 1 Dutzend Servietten, % Dtzd. Handtücher, 1 Dtzd. Eßlöffel, 1 Vorleglöffel.
Von Herrn Schreiner Lenz: 1 Küchenschrank.
Von Herrn Dr. Baur: 1 Tisch.
Von Herrn Dr. Weiffenbach: Diverses Küchengeschirr.
Von Herrn Prof. Harnack; 1 Dtzd. neue Messern und Gabeln.
Von Fräulein Windecker: 8 Servietten, 1 Tischtuch, diverses Porzellan, %Dtzd. neusilberne Löffel.
Von Frau Dr. Brüel: 3 Kiffenüberzüge, 3 Bettüberzüge, 3 Tischtücher.
Von Fräulein Stamm: 1 Wiegemesser, % Dtzd. Löffel.
Von Fräulein Vigelius: Diverses Porzellan, l/2 Dtzd. Messern und Gabeln, Vz Dtzd. Tassen.
Von Frau Wilhelm Faber: % Dtzd. neue blecherne Waschschüsseln.
Von Herrn Kaufmann Plank: 1 Stempel zum Wäschezeichnen.
Von Frau Klöpper zu Glaubzahl: 2'/? Dtzd. Kaffeelöffel.
Den freundlichen Gebern herzlichsten Dank.
Der Vorstand.
Allgemeiner Anzeiger.
Holzverftcigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 21. Juni 1880, von Vormittags 9 Uhr an, soll tm Gießener Stadtwalde in den Dtstricten Neuhege nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Brennhotz:
Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen.
Nadel 45 380 201 6300
B. Bau-, Merk- und Nuhhols:
542 Fichten- und Kiefern » Stämme 132 Fstm.,
753 Fichten-Stangen mit 23,29 Fstm.
Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Lich an der 1. Schneise. Gießen, den 15. Juni 1880. Großh. Bürgermeisterei Gießen.
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