hctmgesucht. Um sie zu besänftigen, eifläikn bie Astrologen die Opferung von 700 Menschenleben für notwendig — Männer, Frauen, Knaben, Mäd« chen, Pounhas, Priester und Ausländer. Von Allen wurden je 100, allen Klaffen angehö-tg, unter den Thürmen der Stadtmauern lebendig begraben. Ein auf das römisch-katholische Convent ausgeführter Angriff schlug fehl. In Mandalay herrscht eine schreckliche Panik; die Leute verlaffen den Oct zu Hunderten. Heute beginnt das Wasserfest. Es wird dementirt, daß der König die Blattern habe. Es heißt, er fei aussätzig. Die Opferung wurde auf seinen Befehl ausgesührt. — Der Najah von Munipur bereitet sich zur Wie- dervergeltung für den jüngsten birmanischen Einfall vor."
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Lokales.
, , IS. StyTil. Am Cbarfrettag geriethen auf dem Weae von dem Forffaarten
nach der Sradt diverse junge Leute in einen etwas starken Meinungsaustausch uno erhielt ein junger Mann von hur. Soldat des hiesigen Regiments, derart einen Schlag auf den Kopf daß er heute nock m, Lazareth liegt. Der Thäter ist nun ermittelt und zur Anzeige aebrackt worben
- Die Tage der Musterung können nun einmal nicht tooTübeYpe^en,9 ohne ba6 eTfieile* fid’ »*'" in M M«t“ bi« Rekruten von'Daub ng n und Alt-Bu,eck, wobei cm Daubringer etwas bos weg kam. Die Sckukrnannscktitt
unb verhütete weiter- 6$cefie. - Weniger gefährlich sah es Im „Löwen" auf bem ®euen- tteg au«. H'« g-rletü ein R-krnt von Annerod mit einem Arbeiter von ebendaher in Streit Im Laut- desselben hieb oet Letztere bvm Rekruten mit einem tchweren Stoch woran ein eiserner «Ä Uber bas Gesicht bah Munb unb Male augenblicklich anichwollen Kür viele
^ntwolten babem Körperverletzung unb Berübung von grobem Unfug sich zu ve!°
e,rflnf..7 '?tlc6cr tincm E°llegen ein g-sirickt-s Camisol gestohlen, würbe gestern
D-sgterch-n heute Morgen „»Mann von bi-r, welcher erst vor Sunem E Sohlen hab'e?'^ ®efal,Snl6 «galten. In bi-sem Falle soll oer B-treffenb- -in Stück Zchk er I, ®ij1BUTs ^On i1"11 OefhTC" bemerkt, baß bei Zwangsversteigerungen in l-trter-r Zeit, b welchen Spe-.r-rwaoren zum Ausgebot kamen, zwei Frauenzimmer "sich beikommen ließen, kleine Quantitäten Maaren wcgzusttbitzen unb im Henkelkörbchen verschwinden ,u lassen
® T7’"' der Verdächtigen, eine schon bejahte Frau, bet einem solchen ^e st hl- erwischt. Sw h-tttc -m Stück Seife, i Packet deutschen Kaffee und ein Pack Zündhölzchen wegescomotirt. Wegen dieser Lapalie kommt die Frau nun wegen Diebstahls zur Anzeige.
Vermischtes.
O Lebenöversicherungs- und Ersparntß-Gank in Stuttgart. — Der dem- nächst erscheinende Rechenjchafts-Bencht dieser Bank wird gleich günstige Eraeb- war flÄeiP'fAie dies bei allen ftltherigen 24 Jahres-Berichten conslant9der Fall wüq 18. ^s?^Erungsftand hat sich darnach über 151 Millionen (bis Ende März scknü nro %7UQ1Ühne?^ derBanksonds über 30 Millionen Mark erhoben. Der Ueber- ^^9 betragt über 11/2 Millionen und die in den nächsten 4 Fahren an die Die ^im^FaKr^l^o^^llung kommenden Ueberschüsse bei .ufen sich über 6 Millionen.
f Ct, 18-8r^ zur Vertheilung gelangende Dividende beträgt 37 Procent der ae- wohnlichen lebenslänglichen Prämie. Dadurch, daß die Brutto- (in den ersten 5 Fabien zu zahlcndeN) Prämien, besonders in den jüngeren Alterstufen wo am meisten ver- Le6r ui-drig sind, stellen sich die'Pi-mwn nach Ad üg L Dividende (die bei der Stuttgarter Bank auch aus den Prämien der ersten 5 Fabre gewählt wird) unübertroffen billig. Noch ganz besondecs günstig gestaltet sick^ das b« den abgekürzten (alternativen) Lebensversicherung n h er wird neben Dividende für die Lebensversicherungsprämie extra noch bie Hälfte diese? lb b.aUt lie aIleviJatI°e Zuschlagsprämie den Versicherten einaeräumt unb er- W M ^CI den aufs 60. Lebensjahr alternativ Versicherten 'oblae Di
vidende von 37 Prozent, wenn nur auf d.e Prämie der
berechnet, aus durchschnittlich über 49 Procent. ' ^evcnsverstcherung
e . Dorfall hat sich in Riga zugetragen: Ein achtjähriger Knabe ermordete
sein kleines Schwesterchern Ueber die Beweggrünoe und Einzelheiten der frauenhaften That machte der achtjährige Mörder die folgenden Angaben: „Von meiner Mutter bin ich eintae Male wegen Unsolgsamkeit bestraft worden, und auch dafür, daß meine kleine Schweister^ welche ich wahrend der Abwesenheit der Eltern beaufsichtigen und warten mußte, häufig geschrteen hat
L mein Stiefvater dafür geschlagen, daß er mich beim Nachhausekommen an b« ffiiege elngeschlafen angetroff-n, sonst bin ich von meinen Ellern nicht sehr streng behandelt worden und habe besonders meine Mutter und die einzige kleine Schwester aeliebt 9 2ln i<-nem M°rg°n (den 5 b »i« , hat.« mich m-in° Mutier bafür g-scholt-m daß ii^ g'n -tnem k'-.nen Äajtcben, mit welchem ich gespielt, das Gold abgekratzt; sie drohte mir mit Schlägen und sagte qp^ct' »,Hol der Teufel es ist em Unglück, solche Kinder auf dem Halse zu haben." Als die Mutter darauf fortgrng, stieg in mir der Gedanke auf, zu sterben und mir das Leben zu nehmen. Um diesen Vorsatz auszuführen, entfernte ich mich von der Wiege der Schwester; letztere fina W Z fd)?eiCnrA Tb ld) bQd)tC nui daran, sie erst st.ll zu machen Ich nahm darauf oen Strick, welchen der Vater zum Holztragen benutzt, warf denselben, nachdem ich auf einen Stuhl gestiegen, über den Querbalken im Zimmer, machte eine Schlinge fertig, nahm darauf das Schwesterchen aus der Wiege, beruhigte es auf meinem Schooß, stieg dann auf eine kleine Bank und steckte Schwesterchens Kopf durch bie Schlinge, worauf ich letztere festzog. Da die Kleine ^.en Spelte, nahm ich einen von Papas Stiefeln, schlug mit dem Absatz die Schwester zweimal auf den Kopf, worauf dieselbe ruhig wuroe Hiernach ergriff ich em Tiick- .v^uchte mir den Hals zu durchschneiden; oa das Meffer aber stumpf war so m- fwebte ich es erst an der Schwester, indem ich dieselbe zweimal in den Nacken und Kopf schnitt. Es fiel mir nun ein, daß Mama mir einmal verboten hatte, Zünvhölzchen zu nehmen weil dieselben giftig seien, unt> tooflte ich mich nun vergiften. Deshalb schüttete ich ein Päckchen Zündhölzchen m einen Biechtopf, legte etwas Zucker hinzu und goß Wasser auf, doch konnte ich nur einen Schluck davon nehmen, da es mir sehr widerlich war. Ich nahm nun eine Schnur welche zu Lampendocht benutzt wird, machte eine Schlinge, legte mir diese um den H^^und wollte mich neben dem Schwesterchen aufhängen, doch war die Schnur zu kurz so b<? ld)fifo ?,d)t "b" den Balken werfen oder sonst befestigen konnte. Da nun alle Versuche mit das Leben zu nehmen, mißlangen, so lief ich auf den Corrivor hinaus, rief di- daselbst wohnende alte Frau heraus und bat sie, mir zu sagen, wie man sich das Leben nehmen könne da ich durchaus sterben muffe. Die alte Frau versuchte, mich zu beruhigen (Thatsache) ich ledoch von ihr los, lief in daö Zimmer zurück und in die Dachkammer wo ich durch das Dachfenster mich hinabstürzen wollte; schon war ich mit dem Oberköcper durch das Fenster gekrochen, als der Vater hinzukam und mich an den Füßen zurückzoa. Ich war febr tTaurig darüber, daß ich nicht sterben gekonnt, und that mir mein Schwesterchen sehr leiv dak ich sie unnutz umgebracht" 1 w x 1 ' u p
— (Das Edelweiß im R i e s e n g e b i r g e.j Im Frühjahr des veraanaene« Jahres wuroe bekanntlich zum ersten Male der Versuch unternommen, daS Edelweiß, j?ne rnrte Kranze, auf unse.em RiesenZebirge einzubürgern. Der Versuch gelang, die Blumen kamen trefflich fort, nur stieg im Herbst die Besorgniß auf, ob sie auch den Winter Überstehen würben Wie setzt aus Warmbrunn geschrieben wirb, ist dieses erfreulicher Weise der Fall gewesen und Seht man nun von Neuem an die Bepflanzung der verschiedensten Stellen auf dem Gebirge mit Edelweiß Ferner will man dort in diesem Jahre auch die Alpenrose zu kulnviren versuchen, beziehen^ m°n $U ^lc <m frhon nächstens größere Posten dieser Pflanze aus Dresden
9Q lenkbares Luftschiff lollte einer zahlreichen Zuschauerschaft in Leipzig am
togT^"' ^er Ballon hat eine sackförmige Gestalt, an demselben hängen
3 Äorbe von Rohrgeflecht, von denen ein jeder 10 oder 11 Flügel besitzt, welche durch eine Kurbel in Bewegung gesetzt werben. Der Erfinder deS Luftschiffes, Herr Baumgarten, hatte alle Anordnungen zur Auffahrt getroffen, das Luftschiff wurde an Seilen gehalten und sollte so über Plagwitz bin nach dem Rennplatz geführt werden. Herr Baumgarten hatte in dem mittleren Korbe Platz genommen, in den beiden anderen Körben waren die zur Bewegung der Flugelapparate . erangezogenen Leute postirt. Diese hielten, als das Schiff über den Häusern hinstretfte, für gut, auszusteigen, und bald darauf konnten auch die Leute, welche Mn Ballon an geilen hielten, der Gewalt nicht widerstehen unK ließen los. Nunmehr stieg, zum Entsetzen der Zuschauer, das Luftschiff rapid und bis ^u ca 4UO0 Fuß Höhe. Baumgarten selbst arbeitete mit ^übermenschlicher Anstrengung und man konnte auch wahrnehmen, daß bas Luftschiff aeaen die östliche Luftströmung hinfuhr; aber plötzlich fiel der defeet gewordene Koloß mit rasender Geschwindigkeit und legte sich glücklicher Weise auf einer Wiese unweit des Kuhthurmes nieder ohne daß der Jnsaffe, Herr Baumgarten, Verletzungen davontrug.
Telegraphische Depeschen.
Waguer's telegr. ^orrespOnbeur-««rea».
Petersburg, 14. April. Der „Regterungsbole" meldet, daß der Chef der Oberpreßverwaltunq, Grigorteff, die aus Gesundheitsrücksichlen erbetene Entlaffung erhalten habe. Der Kaffer hat Grigorieff eine goldene Taba- tiere mit seinem Bildniß in Brillanten verliehen.
London, 14. April. „Standard" und „Daily Telegraph" erfahren, das Cabtnet werde bald nach der Rückkehr der Königin seine Demission nehmen. Die Berathung der Führer der Liberalen sei vertagt. — Die „Times" meldet aus Kabul von gestern: General Roberts erklärte den versammilten Afghanen-Chefs, die britischen Truppen würden zurückgezogen, sobald die Chefs über die Ernennung eines Emirs einig seien, dessen Regierung von Dauer und England freundlich gesinnt sei.
Berlin, 14. April. Die Wuchergesetz-Commission des Reichstages nahm die Wucheroorlage nach den Anträgen der Regierung mit ganz unwesentlichen Modificationen an. Ein heute beantragter auf Beschränkung der allgemeinen Wechselfähigkeit abzielender Zusatz-Paragraph gelangt in der nächsten Sitzung zur Berathung.
Madrid, 14. April. Otero ist heute früh 9 Uhr hingerichtet, ohne zuvor ein Geständniß gemacht zu haben. Der Oberstkämmerer des Königs hatte eine 20 Minuten dauernde Unterredung ohne Zeugen mit Otero gehabt. Eine beträchtliche Menschenmaffe wohnte der Execution bei. Die Ordnung bleb ungestört.
Wie«, 14. April. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel. Die Mehrzahl der Botschafter der Mächte ist bereits ermächtigt, das türkisch-montenegrinische Abkommen zu ratisiciren.
i “ Die von einem hiesigen Blatte gebrachte Meldung von der Demission des Ministeriums findet keine Bestätigung. Das Ministerium hat über die weiteren Schritte noch keine Beschlüsse gefaßt.
Rph i Z4- 2(prlL Der Reichstag erklärte mehrere militärische Angelegenheiten bett essende Petitionen bezüglich des Dresdener Cadettenhauses und der Verlegung durch die Eiatsberathung für erledigt. - Zur Petition von ff>Snb k ?«b nc/ Rheinprovinz, betr. das Verbot der Einfuhr von
en ber Einschleppung der Reblaus, beantragt die
Kt^nc*Onrnn-!-lOn' ble Petition dein Reichskanzler zu überweisen mit dem Ersuchen, huv ahnliche Bessimmungen rote im preußischen Gesetz vom 27. Februar 1878 für das ganze Reich erlassen worden.
Sc^öder (Friedberg) beantragt, statt „für das ganze Reich" zu setzen „in den $unbe3ftaaten''. -- An der Debatte bethciligen sich Buhl, Ackermann, Schulze- ^bittnlus und v. L^chenseld. Die Commissions-Anträge werden angenommen nebst einem Amendement Schulze s, daß eine Strafbestimmung für Contraventionen Sprüngen einzelner Landestheile etnsühren will. — Nächste Sitzung Donnerstag. Tagesordnung: Mtlttarge,etz, Flachszoll. B
den heutigen Reichstagsverhandlungen. Der -'lÄU Wege der Reichsgesetzgebung den Verkehr von Reben und Nebthnlen, ausschließlich der Trauben, in den Gegenden des deutschen Reiches, wo Weinbau getrieben ro.rb, zu verbieten und das Zuwiderhandeln mit an- aemessener Geldsttase zu belegen. Unter dem Weinbau wird die Cultur von Reben behufs Weinbere.tung verstattden. Die bezirksweise Abgrenzung der dem Verbote bestimmt^^^euden Welnbau-Dlstricte wird durch die betreffenden Landesregierungen
Paris, 14. April. Minister Freycinet wird, der „Aqcnce Haoas" zufolge, demnächst an sämmtliche Vertreter Frankreich« im Auslande ein sehr ausführliches Rundschreiben richten, welches eine rückschauend- Darlequna der französischen Politik in allen auswärtigen Fragen seit Einsetzung des Ministeriums Freycinet enthält. - Der Erzbischof von Paris hat bezüglich der Decrete vom 29. März ein Schreiben an die Regierung erlasien, welches mit der Sitte, um Zurückziehung der Decrete schließt, weil zu befürchten sei, ^Muhrung der darin angedrohten Maßregeln schmerzliche Conflicte zwischen Gesetz und Gewiffen herbeiführen würden. Frankreich werde alsdann in eine Periode innerer Unruhen eintreten, deren Ende Niemand zu be- stimmen vermöchte. 8
5861 ber heutigen Ersatzwahl im zweiten Berliner Reichstagswahlkreise wurden für Virchow 8150, Duncker 1852 und Körner (L-ocialdemokrat) 2725 Stimmen abgegeben; zersplittert 70. Somit ist Atrchow gewählt. 1
April. Das Kriegsgericht veröffentlichte heute das Urtheil "sch Angeklagte, von denen zwei sreigesprochen, die übrigen zu ^veijahriger "^"^nglicher Zwangsarbeit verurtheilt wurden. Das Kricgsgerrcht beschloß, den Generalgouverneur um Milderung der Strafen zu ersuchen; dieser bestätigte das Urtheil und genehmigte die Strafmilderung.
Soße»
5*^ i» »ffffll i's F-eikg
MÖtn »erben.0 Nabt, b,n W "r
_ t [® in o t i ß i n c 11 et Re > senb - r.s Am Donnerstag traf in einem B-rltn-r @a(ll)ofe em ziemlich bejahrter Herr auS Stockholm ein, ber ben seh-nsw-rthest-n Th-il Eurovaü aaf Ieinem eigenen Gefährt, von drei isländischen Hunden gezogen, zu burchr-ts-n beabsichtigt Die R-ts- von Stockholm über Hamburg bi8 Berlin ist ohne Zwischenfall von Statten ae- gangen; von dort g-hts über Breslau nach Men, Tyrol, bie Schweiz, Italien, Frankreich England nach seiner Heimath Schweden zurück; eine Zeitdauer von sechs Monaten ist für da« 8Tm.ul' ™ Aussicht genommen. Der Tourist ist zu tiefem Unternehmen in der
erdenklich praktischsten Weise ausgerüstet. Der Wagen ist nur für einen Passagier uno Geväck zc eingerichtet, mit Hemmvorrichtung und L-deraufschlag zum Schutze gegen bas Wetter °eri-h-n' Dl- Hunde graues struppiges Haar, langbeinig wie Windhunde, aber mit breiter Brust - fmb von der ausdauerndsten Raffe. Für den Fall, daß einer der Hund- unt-rw-g« fällt oder baBACt ffl,=liety,t unbrauchbar wird, sind In Hamburg ein R-f-roewag-n und u°K drei Hunde derselben Rare oeponirt. Im G-päck des Alten befinden sich voizüglich- Schußwaffen zu etwa nothwendtg werdender V-rth-tdigung, überdies bieten die kräftigen Gebtüe d» drei wohldressirten Hunde jede weitere Garantie. Der Reisende spricht fertig beut ck> italienifch, französisch unb englisch und hofft so ausgerüstet allen Eventualitäten gewachsen zu fein' m — M-s Leben einer Katze.s Während des Umbaues einer Hütte der Tramwa» in RuoolfShetm kroch eine Katze in die offene Traverse und wurde, unbemerkt von ben Arbeitern bort -ing-mau-rt. ^rzlich würbe von der Decke herab ein klägl.ck-s Miauen vernommen. Kein Atensch konnte sich das erklären; endlich wurde die Decke aufgebrochen und bie Kaue tn e nem «barmUchen, abgemag-rt-n Zustande entdeckt. Man befreite das Thier aus blefem förcbterltAen ©efangntne, m dem es nahezu vierzehn Tage zugebrachi hatie, und labte es zuerst mit Milch. Nach zwei Tagen sprang dl- Katze wieder auf den Dächern herum. ’
“ [®,le ma" "ut El0Ien derkehrt.s Von Loris-Melikoff wird folgende charakter- lstisch- Anekdote erzählt: „Gleich nach dem Attentat- Mladetzky^s wollte der Dietator die traurige Botschaft selbst dem Czaren überbringen, und zwar in einer nickt alarmirenden Art Zu diesem B-Hufe begab sich Loris-Melikoff, sobald nur Mladetzkp In Gewahrsam gebracht luorom war, zum Wmterpalals und ließ sich beim Czaren zur Audienz melden. Der Kiat über bie,°n Besuch nicht wenig erstaunt, weil der Di-tgtor kaum zwei Stunden vorher den Winterpalast derlaffen hatte, wo er längere Zett mit dem Sjaten konferirte. „Was über. bl'7 .Du m.r Neues?» rüg der C,ar - „Ich komm-, mich ,-lbst anzuklag-n, Eure Masestat, und gleichzeitig dafür um Vergebung zu bitten " — „Was ist gescheben»" — -tck habe eme ehr unanständige Handlung begangen, ich habe nämlich öffentlich auf der Sttaße einen Menschen g-ohr e.gt.» - Ist denn das jo strafwürdig?" - „Wie man’» nimmt . . Mein dieser Mensch Hal auf mich geschossen, Eure Masestät, und dies wollte ich auch melden “ 3n der That konnte man kaum geschickter eine derart sensationelle Meldung einem so auf; ««egten Manne wie der Czar eS ist zu Ohren bringen, einem Manne, dem es seit einigen Monaten sehemt daß um ihn rings herum ein Wald von Dolchen sich bewegt, daß lim ein Hug von Revolverkugeln bedroht und daß unter dem Fußboden eines jeden Zimmers Dhna- mit-Mmcn gelegt sind. y


