Herborn, 9. Januar. Seit einigen Tagen sind mehrere Verbreiter falscher Zehfl- Markstücke aus Fleisbach, Sinn und Greifenstein etngezogen worden und in das Landgerichts- Gefängniß nach Limburg abgeltefert. Wie man hört, so wäre die Staatsanwaltschaft auf der Spur, die Fabrik aufzufinden. Der Eine der Strafhaften soll ein umfasiendes Geständniß gemacht haben; ihm sei in der Neujahrsnacht im Fletsbacher Walde das falsche Geld übermittelt worden und derselbe hätte dem Gerichte die bethetligten Personen genannt. Man ist gespannt auf die Verhandlungen und das Ergebntß der Untersuchung.
Heidelberg. In der Brauerei zum „Reichsapfel" dahier, deren Braumeister sich kürzlich erschoß, hat sich am Dienstag Abend auch ein Braugehülfe erhängt. Auch sagt man, eine Kellnerin daselbst habe sich durch Gift den Tod geben wollen, sei aber an der Ausführung verhindert worden.
Eingesandt.
- Aus dem Kreise Wetzlar. Am 10. Januar feierte Herr Lehrer Weil zu Crof- dorf im Familien- und Freundeskreise in einfach schöner Weise seine silberne Hochzeit. Der verehrte Jubilar arbeitet seit 30 Jahren in bekanntem Fleiß, Tüchtigkeit und Segen an der Schule zu Krofdorf und steht neben seiner lieben Frau, die er vor 25 Jahren zum Traualtar führte, in jugendlicher Frische und voller Gesundheit an der Spitze eines wohgeordneten und reichgesegneten Familien- und Hauswesens. Es ist dem Jubilar die ganz besondere und gewiß sehr seltene Freude zu Theil geworden, seinen lieben, alten, schneeweißen, 87jährigen Vater an der Spike der geladenen Freunde sitzen zu sehen. Der liebe Alte war über 50 Jahre Lehrer und ist heute noch geistig und körperlich frisch und gesund. Wahrlich eine seltene Freude!
Liebe wohlerzogene Kinder und ein Enkel brachten dem Jubelpaare besten Dank, Glück- und Segenswunsch dar. Und wir als Kollegen schließen uns den Kindern an und rufen dem Jubilar zu: „Noch 25 Jahre, die Dir leicht werden und in denen Du viel Freude, viel Friede, titel Glück und viel Segen erleben mögest!"
Das schöne Jubelfest schloß mit einem Freuden- und Ehrentanz, den der liebe alte Greis mit seiner Schwiegertochter eröffnete. Mehrere Kollegen.
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HttndrL und Verkehr.
Frankfurt, 14. Januar. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 2.50—3.50, Stroh X. 2.50—3. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 0.90, 2. Qual. X 0.80, im Derail das Pfund X 1.15—20, 2. Qual. X 1.10 Eier das Hundert deutsche X 6.50—8.50, italienische X. Ganze Erbsen das Pfd. 28—32 geschälte Erbsen 32—37 Bohnen 27—29 H, Linsen 40—50 Weißkraut das Stück 10—20 H, Rothkraut, 1 St. 15—25 H, Kohlrabis—6
Kohlkraut — H.jBlumenkohl 1 St. 40—60 H, Wirsing 10—18H, Kartoffeln 100 Kilo 6.50 — 7X. Zwiebeln 25 Bund — X. Merrettige Stück — 1 Stück — H. Ochsenfl-nch per Pfund
65—70 Rindfleisch 45—60 Kuh fleisch 45—60 H, Kalbfleisch 44—55 H, Hammelfleisch 40—65 H, Schweinefleisch 65—70 ein Habn X 1.50—2.00, ein Huhn 1.50 —2, eine Ente X 2.o0—3, Gans X 4 — 9, eine Taube 40—50 H
Limburg, 14. Januar. (Frachtmarkt.) Roth er Weizen X 18.60, Weißer Wetzen X —, Korn X 14.00, Gerste X 10.60, Hafer, X 6.80, Erbsen X —, Kartoffeln X —, (Durchschnittspreis pro Malter.)
Freitag den 13. Februar,
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Wetzen, Korn, Gerste, Hafer, Samen, Kartoffeln,
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Retsh. Wellen 1590 1480 200
Mtr. 413
100
137
75 213
stamme von 25—90 cm Durchmesser und 2—14 m Länge mit 148 cbm,
Hainbuchenstämme mit 1% cbm Inhalt,
Rmtr. Eichen-Werkscheilholz, Ktefernstämme und 46 Fichtenstangen.
Kühe, Malter
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Rau Buchen- 34 Eichen- 120 Nadelholz —
Dienstag 79 meist
Der Bürgermeister: Ruth.
franco einzureichen und werden solche in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten geöffnet.
Fronhausen, am 11. Januar 1880.
Hofraithe und Hofraum am untersten Riegelpfad, Grabgarten daselbst, Hofraum daselbst, Grabgarten daselbst, Acker daselbst,
tzgesrtz
)mmentn endgültiger tlbtn:
und Handelsmarken läilssirmen, sowie dir den tu unterscheiden- tren Lervackung ange- ate des schwetzerischcr Erfüllung der für El- m Schutz des gegen- vcrden die bloßen iln-
nungen und Bedingungen rc. bet Unterzeichneten einsehen.
Offerten sind bis zum
24. Januar d. Js,
Vormittags 10 Uhr,
214) Ein gebrauchter zweispänniger Wagen (Mylord) mit Patentaxen und sehr gut erhalten zu verkaufen.
Ehr. Hoeyseck, Sattler.
Bekanntmachung.
Es sollen im Geschäftszimmer der Garnison-Verwaltung — Nahrungs- berg — die pro 1. April 1880 bis ailtimo März 1881 an der Wäsche der Zeughaus'Cajerne vorkommenden Rei- vtgungs- und Reparaturarbeiten vergeben werden.
Es ist hierzu auf Donnerstag -en 22. d. MtS., Vormittags 9 Uhr, für die Wäschereinigung, und um 10 Uhr für die Wäschereparatur, rin öffentlicher Submtssions - Termin angeseKt, zu welchem Lieferungsunter, nchmer ihre schnftlichen Offerten, mit der Bezeichnung der Lieferung versehen, versiegelt vor dem Termin einzvreichcn haben. Später eingehende Offerten -finden keine Berücksichtigung.
Die betreffenden Bedingungen, welche Dor Abgabe der Offerte von den Unternehmern zu unterschreiben sind, liegen im Garnison-Verwaltungs-Bureau zur Einsicht offen. (385
Gießen, den 13. Januar 1880.
ßrossh. Garnison - Verwaltung.
Briefkasten.
Herrn A. Z. Ihr „Eingesandt" dürste sich wohl durch die gestrige Nummer erledigt haben. Frdl. Gruß. — Dem Vater von mehreren Schulkindern zur gefl Notiz, daß wir anonyme Zuschriften nicht berücksichtigen können. Wir werden recht gerne dem Artikel Aufnahme gewahren, wenn er uns gegenüber nicht anonym ist. Diskretion selbstverständlich. — Auf Wunsch bestätigen wir hiermit, daß das in gestriger Nr. erwähnte Rcstaurationslokal das Caf6 Ebel nicht ist.
5) Montag den 26. d. M., Mittags 12 Uhr, zu Lollar im Gemeindehaus für die Straße von Gießen über Lollar bis zur Preuß. Grenze.
Die resp. Großherzogl. Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 12. Januar 1880. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen.
In Vertretung:
341) M. Wahl,
Großherzogl. Kreisbauaufseher-.
390) Weaen Aufgabe meines Geschäftes verkaufe von heute ab bis zum 30. d. M. sämmtliche iwd> vorräthigen Waaren zum Einkaufspreise, .
ferner: Tische, Stühle, 1 sehr guter Bierapparat mit Buffet, Ladeneinrichtung, mehrere Lampen, Waage und Gewichte, Oelkasten, Petroleumbehälter rc-, zu billigen Preisen.
H>. Linker, Irankfurterstrafie.
Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof-
Georg Völckner dahier, als-
üerfleigenmfl.
Montag den 19. d. Mts.,
Vormittags 10 Uhr tollen in der Wohnung des Johannes Launspach in Oppenrod:
Verding.
Die Erbauung eines Schulgebäudes für die hiesige Gemeinde, soll im Wege der Submission im Ganzen vergeben werden. Reflectanten können Zeich-
Auf dem
Hof Kolnhausen bei Lieh
werden von Dienstag den 20. Januar ab größere Quantitäten Spreu abgeaeben. (384
Steinlieferung
zur
Straßen - Unterhaltung.
Das Brechen, Anfahren und Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Gießen uöthigeu Steine soll an nachbenannten Tagen u. Orten wenigst- fordernd versteigert werden:
Ä l-ch 60a 5 einem °'Ut-Mazyn, auf, o"unzen vor bem die inbefi
[ iu haben schrinen. in und mußte das
größere Volks, ein. Militär »llchrn sollen ver« esp.-Bu:eru" mtlbet
statt. U hotte irt werden mußte, Rechte, und ein Sut. Hüffe, welche dtesel, abgefeuett wurden.
Zusammenkunft jedesmal
Morgens 10 Uhr
bei der Bank, unweit der Oberheff.
Eisenbahn.
Lich, am 10. Januar 1880.
316) Wimme nauer, Forstrath.
IeUgeöotenes.
375) Ein sehr gut erhaltener Schreib- secretair ist preiswürdig zu verkaufen.
Näh eres in der Exped. d. Bltts.
376) Eine frequente Nestau- ration ist zu verkaufen ev. zu verpachten und kann vow 1. April ab übernommen werden. Näheres bei
J. Blitz.
Holzversteigerung
in der
Fürstl. Bbersörsterei Ltch.
Im District Fuchsstrauch soll nachverzeichnetes Holz versteigeit werden:
Montag den 19. Januar
Ziehung 24. Fehr. 1880.
Lotterie
zum Neubau einer kath. Kirche in (22
Batt-Hiss in ff en.
Staatlich genehmigt.
Hauptgewinne: X 43,000, zweimal X 12,000, 3mal X 6000 rc. 11,800 Gewinne mit X 230 000 baar Geld. Loose zu 2 X versendet gegen vorherige Posteinzahlung die General-Agentur
A. L B. Schuler in Zweibrücken.
iblen, Luchslaben odri n 4). eomeit es fub: irßen, vorschriftsmäßig vklch: sich von bereits । nntn den Schutz nichi als oie, zu bereu Äe- -echligt sind fcümcher -lasiung haben, ferner । ifanttn und Kaufleute tgfeü üben (Art 7) llüLUNtz und w El' klarte tann nur m
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Freitag den 16. d. 9JL, Morgens 9 Uhr, zu Gießen im Bramm'schen Wirthsloeal für die Straßen von Gießen bis Groß-Linden, von Gießen gegen Rodheim, von Gießen bis Steinbach, von Gießen gegen Reiskirchen bis Abtheilungsnummer 20 und von Klein-Linden gegen Wetzlar.
Montag den 19. d. M., Morgens 10 Uhr, zu Lich im Glückner'schen Wirthslocal für die Straße von Steinbach über Lich gegen Langsdorf, von Lich nach dem Hessenbrücker Hammer und von Lich gegen Butzbach bis Abtheilungsnummer 72.
Mittwoch den 21. d M., Nachmittags 12y2 Uhr, zu Reiskirchen im Guntrum'schen Wirthslocal für die Straße nach Grünberg von Abtheilungsnummer 20 bis Lindenstruth.
Freitag den 23. d. M., Nachmittags 12Vr Uhr, zu Lang-Göns im Gasthaus „Zum grünen Baum" für die Straße von Groß - Linden bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar.
Lokale-.
Gießen, 15. Januar. Heute Morgen verhaftete die Schutzmannichaft zwei liederliche rauenzimmer von auswärts, welche sich schon mehrere Tage hier herumgetrieben hatten.
D unsere gestrige Notiz, betr. die im Eis eingefrorenen Briefe, müffen wir dahin ergänzen, daß solche nock keinen Poststempel trugen, sondern aus den Schreiben selbst der Ort ^^H^tunft^zu^ettehen ^ute 941 Portionen. Verkauft wurden hiervon 102,
die übrigen 839 Portionen erhielten Arme, Kinder unv Handwerksburschen.
— zz erwischte S.
Main, 12. Januar. (Stehende Brücke.) Don sehr zuverlässiger Seite geht dem Main» Am." die erfreuliche Nachricht zu, daß die Großh. Staatsregierung dem Project einer Verbindung von Mainz und Kastel mit einer stehenden Brücke nahe getreten ist und bereits die Dläne für eine solche Brücke von der competcnten Behörde eingefordert hat. Wie weiter mit- aetbeilt wird, habe die Regierung für die Erledigung ihres Auftrags möglichste Eile anbefohlen und können wir nur im Jntereffe von Mainz, der ersten Stadt des Großherzogthums, wünschen, paß die hohe Negierung und alle Behörden in Erledigung dieser Angelegenheit an Eifer, Fleiß -und Interesse wetteifern möchten, damit die Mißstände dieses Winters für immer zur Unmöglichkeit geworden sind.
Mainz, 12. Jan. Die Mainmündung soll, wie von fachmännischer Seite versichert wird die größte Aufmerksamkct verdienen, indem bei dem Eisgang und Dem damit verbundenen Lochwasser, die größte Gefahr zu Tage trat und ohne den, das linksmainische Gebiet unter Waffer setzenden Dammbruch unterhalb Bischofsheim die Orte Kostheim und Kastel wahrscheinlich von den Eismassen ganz hinweggerafft worden wären. Die ganze Abdämmung und Buhnenanlage zwischen Hochheim und Kostheim müßten ungesäumt abgeändert werden, da bet Wiederholung einer solchen Katastrophe das Schlimmste zu befürchten sei. — Die bekannte Schriftstellerin Frau Gräfin Ida Hahn-Hahn ist heute Nachmittag gestorben. Halb erblindet und auch sonst körperlich gebrochen, verbrachte Gräfin Hahn-Hahn Die letzten Tage ihres Lebens in dem von ihr gegründeten Kloster „zum guten Hirten". 1805 geboren, erreichte die Verdorbene ein Alter von 75 Jahren.
Marburg, 12. Januar. Wie sehr kleinere Kinder der Aufsicht bedürfen und wie noth- wmdig es ist, dieselben den Feuerungsstätten fern zu halten, beweist ein trauriger Fall, der in voriger Woche sich hier ereignete. Ein zweijähriges Mädchen folgte dem Vater in die Küche, unter dem Waschkeffel befindet sich Feuer, Dem das Kind mit seinem Kleidchen zu nahe gekommen sein muß, und als der Vater einen Schrei hörte, stand das Kind schon in Flammen. Der Tod erlöste es alsbald von seinen Schmerzen. (O. Ztg.)
— (Hohes Alter.) Kürzlich starb in Maidstone (England) eine Frau im Alter von 105 Jahren. Ihr Mann, oer vor 10 Jahren gestorben, war 1<iO Jahre alt geworden, ihr Vater 103 und ihr Großvater 105 Jahre. Die hundert Jahre scheinen demnach in der Familie erblich zu sein, und ihre sie überlebende Tochter, welche schon 80 Enkel und Urenkel hat, verspricht der Familientradition treu ou bleiben.
— Der Niagarafall ist jetzt zum ersten Male in den Dienst der Industrie gepreßt worden und zwar durch Anlage einer großen.^Mahlmühle. Wahrscheinlicherweise wird dies der Kern sein, um den sich nach und nach ein großer neuer Mahlmühlendistrtct, wenn nicht auch andere Jndustrieen, formtren werden. , , ,
— Aus Württemberg, 10. Jan. Vorgestern wurde in Spiegelberg, bei Backnang, rin 70jähriger gebrechlicher Greis erschlagen in seinem Bett gefunden. Am selben Tag wurde als der That dringend verdächtig der Schwiegersohn, und am darauffolgenden die eigene Tochter des Getödteten in Haft genommen. Das wäre nun in unserem kleinen Land binnen wenigen Wochen die fünfte in einer Reihe von Blutthaten, denen im Ganzen neun Menschenleben zum Opfer fielen, ungerechnet die beiden Kinder des Waibel in Stuttgart, die heute noch mit dem Lode ringen und wenn sie je mit dem Leben davon kommen, voraussichtlich einem dauernden und schweren Siechthum verfallen^
meistbietend versteigert werden. (190 ließen, den 6. Januar 1880.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
Müller.
60* Centner Heu und Grummet,
80 „ Stroh,
eine Partie Brennholz, dn Wagen mit Zubehör, Pflug M d Egge,
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Oppenrod, den 14. Januar 1880. Petri,
379) Ortsgericht »Vorsteher.


