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Vermischtes.
— In Stuttgart hatte dieser Tage die Frau des bekannten HofschauspielerS Junkermann in einem Modewaarenladen einen Einkauf besorgt und dabei eine Rechnung bezahlt. Als sie in einem anderen Geschäfte gleichfalls einen Einkauf machen wollte, vermißte sie ihr Portemonnaie, das trotz allen Nachforschens auf der Straße und in den beiden Laden nicht mehr zu finden war. Schon wollte sie den Heimweg antreten, als ein gallonirter Bedienter in dem
Moewaarengeschaft erschien, das vermißte „Juchtenlederne" in der Hand tragend Es stellte sich heraus, daß Telo, der Hühnerhund der in demselben Hause wohnenden Freifrau Cotta von Cotendorf das Portemonnaie auf dem Trottoir entdeckt, ausgenommen und seiner Herrin im erstn Stocke des Hauses mit größter Sorgfalt apportirt hatte. Die in dem Portemonnaie befndliche Rechnung, auf den Namen lautend, führte sehr bald auf die Spur der Eigenthümerin, dern Gatte am anderen Morgen nichts Eiligeres zu thun hatte, als sich in einen Fleischerladen zu begeben und ein paar Prachtwürste auszusuchen und sie, zierlich eingewickelt, in das Haus bei Königsstraße zu senden mit einem Geldstücke und folgendem Verse:
Für Telo, den redlichen Finder, Uebersende beifolgend die Wurst, Dem Diener gebühret nicht minder
Ein Trinkgeld für etwaigen Durst. August Junkcrmann.
— [6in sehr gehorsamer Wachtpostens In oer kleinen Garnisonsstadt S herrscht olgemeine Heiterkeit seit einigen Tagen. Vor dem Hause des Obersten steht ein Posten und btfem rief der Oberst zu, indem er eine zudringliche, häßliche Bettelfrau scheltend abwies: Solche Frauenzimmer lasten Sie mir nicht wieder ein! — Bald darauf kommt die Putzmacherin dr Frau Oberst. Halt! ruft die Schilowache, mustert sie streng und ruft: Fort, ich darf ,ur schöne Frauenzimmer einlassen! Wieder eine Stunde nachher kommt eine hochadeUge Freundin der Frau Oberst. Die Schildwache ist aber auf dem Zuge. Halt! ruft sie, hält vieder strenge Musterung und erklärt: Madame, ich darf nur schöne Frauenzimmer hinein- dsten! — Ja, sogar die Frau Oberst läßt der brave Soldat wohl hinaus, aber nicht hinein. - Leider endete Die heitere Geschichte mit 3 Tagen Arrest.
— [Neue Form einer Geburts-Anzeiges In der „K. Z." vom 3. d. M. lesen wir folgendes: „Geburts-Anzeige. Nürnberg, 30. December 1879. Als Neugeborene empfiehlt sch Freunden und Bekannten Clara, Tochter des Kgl. Prosestors Walther und Anna Walther ;eb. Schrimpff.
zur Unterstützung der landwirthschaftlichen Bezirksvereine 1958 JL, für die Bureaukosten 985 zur Hebung der Vlehzucht (durch eine Prämiirung und durch Einfuhr von Zuchtbullen) 800 J4, zur Unterstützung des Obstbaumwärter-Cursus in Friedberg 686 «X., zur Unterstützung eines daselbst abzuhaltenden Lehrcursus für Wiesenbau und Wiesenwärter 600 JL, als Beitrag zur landwirthschaftlichen Versuchsstation 525 X und zu den Kosten des deutschen Landwrrthschasts- rathes 511 sowie eines Unternehmens auf Verwerfung städtischer Facalien 300 JL und endlich für das Kaste- und Rechnungswesen 204 JL ,
Hierauf entspann sich eine lebhafte Debatte über die Verwendung der dem Vere.ne vorn Staate zur Verfügung gestellten Mittel zur Hebung des Molkereiwesens. Es ging daraus hervor, daß man sowohl im Kreise Friedberg als auch Büdmgen ^e Err.chtung einer Molkerei in's Auge gefaßt hat, und daß man zur Förderung die,er Sache Mittel beanspruchte. Anderer- feitg wünschte man aus dem Kreise Alsfeld, daß durch Derwilligung von Reisegeld einem Lebrer Gelegenheit zur Ausbildung im Molkereiwesen gegeben werde, welcher bann bei Errichtung von Molkereien als Jnstructor dienen sollte. Die Sache wurde schließlich einer Commission überwiesen. „ , t o
Der noch weiter auf der Tagesordnung stehende Gegenstand, Berathung des Comml,sions- gutachtcns wegen des Ausstellungs- und Prämttrungswesens im Großherzogthum, konnte wegen vorgerückter Zeit nicht mehr erledigt werden.
Arbeitsversteigemng
Steinfahren,
n
83
Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim.
947)
Jung.
2°/ld0, 181 U-
182
19In, 93 u
94
2
Secretair,
1
1
1
432
64
Goldspiegel, runder Tisch, Standuhr.
120
408
Steinsetzen, -Schlagen und
Decken, veranschlagt zu
versteigert werden: Steinbrechen, veranschl. zu
Sand- und Erdkauterweg,
4987 Acker auf der Weißerde,
3769 Acker zwischen dem Grüninger Pfad u. Erdkauterweg,
8225 Acker vor dem Gans winkel am Mittelweg
meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 11. Februar 1880.
Großherzogliches Qrtsgericht Gießen.
891)_____Müller.__
1 Spiegelschrank, 1 Sopha,
Donnerstag den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Karl Iughardt II. dahier, als:
Flur. Meter.
5350 Acker zwischen dem
Eekanntmachung.
Montag den 16. dS. Mts.,
Mittags 1 Uhr, sollen auf meinem Büreau — Asterweg 125 — folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden:
2 Nähmaschinen,
Schlosserarbeit, „ Heuchelheim, den 12. Febr. 1880.
Freitag den 20. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Rathhaussaale zu Heuchel- heim nachverzeichnete Arbeiten und Lieferungen an den Wenigstfordernden
Gießen, den 8. Februar 1880. 948)Bühner, Gerichtsvollzieher.
Versteigerung von Schlosserwerkzeug
Dienstag den IT Februar 6. I., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in der Wohnung des Schlossers Herd. Werner die zum Nachlasse desselben gehörigen Werkzeuge, sowie die noch vorhandenen Materialien, öffentlich meistbietend versteigern. Gleichzeitig kommen noch eine Partie sonstige Gegenstände, Kleider, ein fast neuer Kinderwagen, ein sehr solid gearbetteter feuerfester Kaffenschrank, eine Decimalwage u. s. w. mit zum Ausgcbot.
Sämmtliche Werkzeuge sind noch fast neu und in sehr gutem Zustande.
919) In Auftrag: H. Werner.
Montag den 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen aus meinem Büreau meistbietend folgende Gegenstände öffentlich versteigert werden:
2 Kommoden,
1 Schrank.
Gießen, den 2. Februar 1880.
944) Bauer, Gerichtsvollzieher.
Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung.
739) Umzugshalber findet oom 16. Februar d. I., von Morgens 9 Uhr ab, auf dem Lahnstein (Restauration) eine Versteigerung statt, bestehend in einem erst 2*/2 Jihr gespielten Billard von Fürstwe >er L Söhne in Mainz, ferner 300 Stühle, 50 Tische, Rouleaux, 200 Fuß laufende Kleider - leiste mit Haken, ein Bierapparat, 2 Büffet mit doppelter Leitung, Waschtische, einige Betten, ein großer Glasschrank mit sechs Flügeln (für ein Putzgeschäft sich eignend) und sonstiges H^usgeräthe.
W. Hofmann, Restaurateur.
Möbel-Lager.
Kirchenplatz Lit. B. Hr. 6, 2. Stock.
Unterzeichneter empfiehlt sein reichhaltiges Lager in completten Salon-, Eß-, Schlaf- und Wohnzimmer-Einrichtungen in schwarzem, Nußbaum- und Eichenholz, sowie Polster-Arbeiten.
Durch Verbindung mit den renommirt sten Fabriken Deutschlands in der Lage, zu außergewöhnlichen Preisen zu verkaufen, sehe ich gefälligem Besuche entgegen.
Hochachtungsvoll
8q31 O. Stitcltrath.
Montag den 16. d. Mts,
Vormittags 11 Uhr,
sollen auf meinem Bureau folgende Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert werden:
2 Sopha,
1 ovaler Tisch,
2 Spiegel,
Vr Dutzend Stühle.
Gießen, den 2. Februar 1880.
941) Bauer, Gerichtsvollzieher.
Montag den 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Büreau folgende Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert werden •
1 Schrank, 1 Sopha, 1 Sp egel, 1 Schrank mit Glasscheiben. Gießen, den 2 Februar 1880.
942) Bauer, Gerichtsvollzieher.
Montag den 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Büreau meistbietend folgende Gegenstände öffentlich versteigert werden:
1 Kleiderschrank,
1 Küchenschrank.
Gießen, den 2. Februar 1880.
943) Bauer, Gerichtsvollzieher.
Montag den 16. d.
Vormittags 11 Uhr, soll auf meinem Büreau ein Bett mit doppelter Matrazze öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 2 Februar 1880.
945) Bauer, Gerichtsvollzieher.
Montag den 16. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf meinem Büreau eine Kommode und ein Käsig mit Kanarienvogel öffent* lich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 2. Februar 1880.
946) Bauer, Gerichtsvollzieher.
Moras haarstärkendes Mittel
XOv1 erfunden 1832.
Seit 23 Jahren in der ganzen Welt eingeführt and als das feinste, angenehmste und für den Haarwuchs wirksamste Toi- letteroittel beliebt. Beseitigt in 3 Tagen die Schupponbihlung und das Ausfallen der Haare und fordert deren Waehsthum ohne Leberrefzung. Preis pr. Fl. 2 JC, Fl. 1,25 JC. Zn beziehen in Kistchen ä '/, Fl. ä 10 JC franco per Nachnahme oder gegen vorherige Einsendung des Betrages von den alleinigen Fabrikanten und Erfindern
Cöln. a'Rh. A. Moras &. C«®?,
Königl. Hoflieferanten.
Man bittet darauf zu achten, dass das Etiquett jeder Flasche und der Stöpsel 4ie beigedrackte Fabrikmarke in rother Farbe tragen muss.
Alleiniger Depositair r Georg Petri in Gießen.
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Bergmanns
Vaseline-Seife gegen rauhe Hande und Frostwunden ein vorzügliches Mittel ä Stück 50 H bei 499) Gustav Gerhardt.
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905) Sandftück, bester Lage, verkauft Chr. Jughardt II., Marburgerstraße.
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