Ausgabe 
14.7.1880
 
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Mittwoch ben 14. Juli

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Amtlicher H y e i l.

Gießen, am 12. Juli 1880.

Betreffend: Die Ausstellung neuer Stundenpläne.

Die Großherzoalichc Kreis-Schul-Commiffion Gießen

an die Schulvorstände des Kreises.

Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Auflage in Nr. 121 des Gießener Anzeigers vom 26. Mai l. I.

Dr. Boekmann. ________________________________

^Das Großhcrzoglichc Steuer-Commiffariat Gießen

an die Großherroalichen Bürgermeistereien Burkhardsfelden, Daubringen, Garbenteich, Leihgestern, Lollar, Rutters­hausen, Staufenberg, Steinbach, Treis und Watzenborn.

Wir erinnern Sie an die Rücksendung der. Ihnen zugegangenen, Reclamationstabellen.

Gießen, 13. Juli 1880. Süfsert. __ __

Das Grvßhcrzvalichc Stcner-Commissanat Gießen

an die Großherzoglichen Ortsgerichtsvorsteher von Annerod. Burkhardsfelden. Daubringen. Garbente.ch. G^ß-Llnden. Heuchelheim. Klein-Linden. Lechgestern, Lollar, Oppenrod, Ruttershausen, Staufenberg, Steenbach, Trers, Watzenborn und Wikseck.

Wir erinnern Sie an die Einsendung der Bau, und CuItur.Veränderungsverzetchnisie nebst dazu gehörigen Meßbriefen.

Gießen, den 13. Juli 1880. Süfsert. ___________________________________

Bekanntm a ch u n g.

Betreffend: Ausstellung von Lehrlingsarbeiten zu Oppenheim im Herbst 1880.

In der 2. Hälfte des Monats September l. I. soll, gelegentlich der Generalversammlung der-Mitglieder deS Landesgewerbvereins zu Oppenheim und der üblichen Ausstellung von Schülerarbetten aus den inländischen Handwerkerschulen, der Versuch einer

Ausstellung von Lehrlingsarbeiten aus dem ganzen Großherzogthum gemacht werden. Das Programm dieser Ausstellung ist im Gewerbeblatt Ne. 28 abgedruckk, und es können Exemplare desselben, sowie Anmelder formutare von den Vorständen sämmtlicher Localgewerboereine, von den Vorständen der Handwerkerschulen und von uns bezogen werden.

Wir gestatten uns, Lehrmeister und Ellern zur thunlichsten Veranlassung einer recht regen und zahlreichen Betheiligung ihrer resp. Lehrlinge bei dieser Ausstellung ergebenst zu ersuchen. n . o , ,

Darmstadt, den 28. Juni 1880. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbveretn.

Fink. Busch.

Vom kranken Manne zu Stambul.

Die Türken verhehlen sich nicht, daß die Zett ihres Verweilens in Europa zu Ende geht, aber sie wollen anscheinend mit Anstand zu Grunde gehen. Man darf die Widerstandskraft des Islam nicht unterschätzen, denn die Entfaltung des grünen Banners des Propheten hat selbst im Kriege gegen das mächtige Rußland Wunder verrichtet. Durch Feder und Dinte läßt sich der Muselmann nicht vertreiben und aus Gebieten hinauSdecretiren, welche er seit Jahrhunderten besesien hat. Ein türkischer Diplomat hat in Berlin über den Beschluß der Nachconserenz geäußert:Wir haben die Balkanhalbinsel mit dem Schwert erobert, und nur mit dem Schwert wird man uns aus Europa hinaustretben können!"

Daß die- keine leere Redensart ist, zeigt die Geschichte der neuesten Zeit. Serbien hat mit dem Schwerte seine Grenze regulirt; Montenegro befand sich im ständigen Kriege mit dem türkischen Nachbar; die neueste kleine Grenzerweiterung mußte erkämpft werden; Rußland vermochte nur durch das Schwert mit Hülfe der Bulgaren und Rumänier die neuen Balkanstaaten Bulgarien und Rumelten zu schaffen; Oesterreich konnte nur mit blutigen Opfern seine Stellung in Bosnien erringen; und eS wäre höchst wunderbar, wenn die Griechen ohne Schwertstreich in den Besitz der ihnen zugesprochenen Ländereien gelangen sollten. Ein solcher Erfolg würde allen bisherigen Er- fahrungen widersprechen.

Jedermann weiß, daß die gegenwärtige Situation eine friedliche Lösung der grtechtsch'türktschen Grenzregulirung ausschlteßt. Der Krieg ist sicher, und es fragt sich nun, ob die Großmächte unbarmherzig genug sein werden, das kleine tapfere Griechenvolk allein seine gerechte Sache ausfechten zu lasten, ob es nicht dem europäischen Schutze abendländischer Cultur Hohn spräche, eine Möglichkeit der grausamen Besiegung Griechenlands überhaupt zu dulden, oder ob irgend eine Großmacht schleunigst deflgnirt werden soll, den Griechen zu Helsen. Rußland ist nicht abgeneigt, die Heldenrolle zu überneh­men, nur dürfte ein neuer russischer Versuch, das Testament Peters des Großen auszuführen, bet England und Oesterreich energischen Widerstand finden. Auch Italien dürfte gern acttv vorgehen wollen, doch liegen auch bet ihm eigennützige Motive vor. Die Flottendemonstration Englands und Frank­reichs ist allerdings möglich, kann aber den Landkrieg zwischen Griechenland und der Türket nicht beeinflussen. Eine rasche und sichere Hülfe für diesen Kriegsfall kann nur Oesterreich durch einen Vorstoß von Bosnien aus bringen. Zwar hofft man noch immer auf die Erhaltung des Friedens durch den Druck aller europäischen Mächte, aber die Truppensendungen der Türken, der Andrang der Freiwilligen zum Banner des Propheten zeigt, auf wie schwachen Füßen diese Hoffnung steht.

Deutschland.

Berlin, 11. Juli. In wie hohem Maße die Leistungen der auf der Ausstellung in Sidney vertretenen deutschen Industrie sich die Anerkennung der öffentlichen Meinung jenes fernen Erdthetls erworben haben, erhellt sowohl aus dem lobenden Urthetle der australischen Tagespreffe, als namentlich auch aus den in britischen Kreisen laut werdenden Concurrenzbesürchtungen, was die kommende Melbourner Ausstellung betrifft. Man fürchtet die Concurrenz Frankreichs, der Vereinigten Staaten, besonders aber die Deutschlands.Diese Länder", schreibt derSouth Australian Adverdtser" vom 21. Februar, erweisen sich bereits als mächtige Rivalen in fast jedem Theile der Welt, und es fehlen die Anzeichen keineswegs, welche darauf hmdeuten, daß die Zett nicht mehr fern liegt, wo das Capital Großbritanniens und ein beträchtlicher Thetl seiner industriellen Bevölkerung in anderen Branchen wird Verwendung suchen müssen." Von den Vereinigten Staaten sagt der Autor, daß ihre rasche Ent­wickelung in England schon seit Jahren ernstliche Bedenken wachgerufen hätte, aber dasselbe könne jetzt auch vom deutschen Reiche gesagt werden, wo in letzter Zettwundervolle Fortschritte" erzielt worden seien. Diese Erfolge werden den vielen Kunstgewerbe- und anderen Fachschulen, sowie den Lehrwerkstätten zugeschrieben und der vermehrten Aufmerksamkeit, welche die Regierungen der Industrie schenken. , ,

(Gerichts-Entscheidungen). Der Etnbruchsdiebstahl ist, nach einem Erkenntniß des Reichsgerichts, II. Strafsenat, vom 27. April d. IS., auch dann als schwerer Diebstahl mit Zuchthaus zu bestrafen, wenn das Gebäude, aus welchem mittelst Gewalt der Diebstahl verübt worden, nicht überall ver- schloffen und die Ausführung deS Diebstahls ohne Anwendung von Gewalt möglich gewesen war. Ein Bauunternehmer, welcher, ohne Bautechntker zu sein, einen Bau ausführt, ohne einen qualificirten Sachverständigen bei dem Bau zuzuzikhen, macht sich nach einem Erkenntniß des Reichsgerichts, II. Straf­senats, vom 25. April d. Js., einer einfachen Fahrlässigkeit, nicht aber einer solchen Fahrlässigkeit schuldig, zu deren Unterlassung er vermöge eines Ge- werbesbesonders" verpflichtet war. Wird durch die Fahrlässigkeit der ^od eines Menschen herbsigesührt, so ist der Unternehmer nur wegen einfacher fahr­lässiger Tödtung aus § 222, Absatz 1, des Str.-G-'B. zu bestrafen.

DerReichs-Anz." berichtet über die muthmaßlichen Ernte-Erträge aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden. Der Stand der Getreidesaaten im Allgemeinen ist mit Ausnahme einer beträchtlichen Anzahl Winleräcker im Unterwesterwaldbezirk und mehrerer spät bestellter Kornfelder im Rheingau, welche in Folge des durch den Frost erlittenen Schadens haben umgepflugt werden muffen, meist ein guter und wird größtentheils eine flute, hinsichtlich des Roggens aber nur eine mäßige Mittelervte erwartet. Der Wtuterwetzen