— In Rotherham fanden gestern Abend nach Beschluß der Abstimmung erhebliche Ruhestörungen statt. Der Bürgermeister verlas die Ausruh cacte, ließ die Truppen ausrücken und berief telegraphisch eine Abteilung Polrzetmann- schaft aus Sheffield. Zweihundert Polizisten drängten den Volkshaufen zurück, während Husaren mit blanker W^ffe die Straßen durchritten. Das Gasthaus Zum Schrff, das Hauptquartier der Conservativen, wurde zerstört. Mehrere Personen wurden verwundet; 36 verhaftet. Gegen 11 Uhr war die Ruhe wieder hergestellt.
Telegraphische Depeschen.
Waguer's telegr. Correspoudenz • Brrrearr.
Berlin, 12. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht einen am 17. März gefaßten und dem Cardinal Jacobini durch die Wiener Botschaft mitgetheilten Mrnistertalbeschluß: Die preußische Regierung erblickt in dem päpstlichen Breve vom 24. Februar um so bereitwilliger ein neues Zeichen friedlicher Gesinnung, wovon der päpstliche Stuhl beseelt, als diese Gesinnung damit zum ersten Mal einen auch nach Außen hin erkennbaren concreten Ausdruck gefunden hat. Jndeß kann die Regierung jener Kundgebung, so lange Zweifel über deren Congruenz mit den bezüglichen staatsgcsetzlichen Vorschriften bestehen, sowie wegen des in ihr zu Tage tretenden Mangels an einer bestimmten die Erfüllung der gesetzlichen Änzetgepflicht sichernden Anordnung, nur einen theoretischen Werth betmeffen.
Demgemäß hofft die Regierung zunächst erwarten zu dürfen, daß der erneuten Erklärung über die versöhnlichen Absichten des Papstes auch pracrische Folge gegeben wird. Sobald die Regierung den sichtlichen in Thatsachen ausgedrückten Beweis hierfür in Händen hat, wird sie sich bemühen, von der Landesvertretung Vollmachten zu gewinnen, welche ihr bet Anwendung und Hand- habung der etnschlagenden Gesetzgebung freiere Hand gewähren und damit die Möglichkeit bieten, solche Vorschriften und Anordnungen, welche von der römischen Kirche als Härten empfunden werden, zu mildern oder zu beseitigen und so ein dem Verhalten der katholischen Geistlichkeit entsprechendes Entgegenkommen auch von Setten des Staates zu betbättgen.
Berlin, 12. April. Reichstag. Erste und zweite Berathung des Antrages Windthorst, betr. die Zollfreiheit von Flachs. Nachdem Windthorst den Antrag begründet hat, erklärt im Laufe der Debatte BundesrathsbevoUmächtigter Burchardt, die verbündeten Regierungen hätten noch nicht definitiv zu dem Antrag Stellung genommen, seien indeß der Meinung, daß der neue Zolltarif noch nicht so weit der Prüfung habe unterliegen können, um heute schon über Mängel discutuen zu können. Jedenfalls aber würden die Regierungen den Antrag gewissenhaft prüfen. Namentlich angesichts der Entstehung des Flachszolles lasse sich dem Anträge eine gewisse Berechtigung nicht absprechen.
Für die dritte Berathung bcs Windthorst'schen Antrages kündigt Richter (Hagen) eine Resolution an, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage noch in dieser Session einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher Nummer 1 und 3 des § 7 des Zoll- tarlfgesetzes vom 15. Juli 1879 mi Interesse des Handels und der Landwirthschaft entsprechend abändert, insbesondere den Nachweis der Jdentitäl bei der mit Rücksicht auf die Ausfuhr gestatteten zollfreien Einfuhr von Getreide insoweit erläßt, daß es gestattet wird, so viel ausländisches Getreide auf Transitlager bezüglich in Mühlen zollfrei ein- zuführen, wie von denselben Stellen aus Getreide und Mehl zur Ausfuhr in's Ausland gelangt. Die Abstimmung über den Antrag Windthorst ist namentlich und ergibt die Annahme desselben mit 146 gegen 79 Stimmen. Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfes über die Küstenfrachtschifffahrt Staatssecrctär Hofmann befürwortet den Entwurf und betont, cs sei besonders dessen Absicht, nicht sowohl alle fremden Schiffe von der Küstenschifffahrt auszuschließen, als vielmehr an die Stelle der verschiedenen jetzt geltenden Partikuiarrechte ein einheitliches Reichsrecht zu setzen. Schlu- tow erklärt sich gegen den Gesetzentwurf, der nicht die Seestädte allein, sondern gleichmäßig auch den deutschen Binnenhandel schädige. Redner empfiehlt die commissarische Vorberathung. Mosle ist für eine unveränderte Annahme des Gesetzentwurfes, dessen Einfachheit die commissarische Lorberathung entbehrlich mache.
Graf Udo Stolberg erklärt sich für die Vorlage, Witte gegen dieselbe. Windthorst erklärt sich für die Berathung m einer Commission. Das Haus beschließt darauf, die Vorlage einer Commission von 14 Mitgliedern zu überweisen. — Nächste Sitzung Mittwoch.
Petersburg, 12. April. Bulletin von 10 Uhr Vormittags über das Befinden des Reichskanzlers. Fürst Gortschakoff verbrachte die Nacht ruhig, aber schlaflos. Kopf frei. Schwäche unverändert. Herzthätigkeit nachgelaffen.
London, 12. April. Am Mittwoch findet Cabinetsrath statt. — Gladstone hat einen öffentlichen Empfang bet seiner Ankunft in London abgelehnt.
Berlin, 12. April. Der Bundesrath hat heute auf Antrag Bayerns die Berathung des Gesetzentwurfes, betr. die Reichsstempelabgaben wieder ausgenommen und denselben nach den Beschlüffen der ersten Berathung angenommen mit der Maßgabe, daß auch Quittungen über Auszahlungen aus Postanweisungen stempelpflichtig sein sollen.
Stuttgart, 12. April. Der „Staats-Anz." meldet: Der König ist an der Grippe erkrankt.
Paris, 12. April, Abds. Der „Union" zufolge übermittelte Cardinal- Staatssecretär Nina der französischen Regierung einen Protest des heiligen Stuhles gegen die Decrete vom 29. März.
London, 12. April, Abds. Der Vtcekönig von Indien, Lytton, ist zum Earl ernannt unter dem Titel Earl Lytton. — Der „Globe" meldet: Nach einer heute in Liverpool eingetroffenen Privatdepesche sei der König von Birma gestorben. — (Sm Telegramm des „Globe" aus Valparaiso vom 10. ds. bestätigt, daß die Chilenen Callao blokiren.
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Gießen, 13. April. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 15. April 1880, Nachmittags 4 Uhr, im alten Nealschul grbäube r
1. Die Ernennung des Schul Inspectors Karl Vigelius zum Director der höheren Mädchenschule.
2 Die Ernennung des Lehrers Dr. August Buchhold zum Lehrer an derselben Schule.
3. Desgleichen des Lehrers Dr. Eduard Molly.
4. Die Trinkwafserleitung betr.
5. Klage gegen den Orisarmci.vcrband Probback
6. Die Veraceordirung des Fahrens der Gießfässer für das Jahr 18-0.
7. Die Ortstafeln betr.
8. Gesuch des Heinrich Becker von Gießen um Bauerlaubniß.
9. Gesuch drS Georg Stichler von Gießen um Bauerlaubniß.
10. Desgleichen des Philipp Wilhelm von Gießen.
11. (Se Ud) des Fabrikanten Wilhelm Wallenfels von Gießen um Erlaubniß zur Erbauung eines Pferd, stalls und zur Anlegung eines Hofthors.
12. Gesuch des Metzgers Wilhelin Vogt um Erlaubniß zur Erbauung eines Nebengebäudes.
13. Dcsgleicken des Zimmermanns Heinrich Ruckftuhl II.
14. Gesuch des Karl Plank II. um Erlaubniß zur Errichtung eines Anbaues.
15. Gesuch des Philipp Strack um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung.
16. Gesuch deS Kaufmanns Friedrich Emil 8ooS um Erlaubniß zur Anlegung eines tssteins.
17. Gesuch der Firma R. Oppenheimer Sohn um Erlaubnis zur Anlegung einer Treppe nach dem Schoorgraben.
18 Gesuch des Friseurs Georg Petri um Anlegung einer Goffe.
19. Gesuch des Maurermeisters Christian Haubach von Gießen um Erlaubniß zur Verlegung eines Kalkofens.
20. Die Verwendung des früheren Pfandhauses.
21. Gesuch deS Gemüsehändlers Johannes Buch um Ueberlassung eines Platzes zur Aufstellung einer Verkaufsbude.
22. Gesuch des Philipp Wilhelm zu Gießen um Erlaubniß zur Anlegung einer Ueber- brückung.
23. Gesuch des Bierbrauers Eduard Pöschel um Erlaubniß zur Anlegung eines Hühnerstalls.
24. Gesuch des Weißbinders Heinrich Repp um Ueberlassung eines Lagerplatzes für Kies.
13- April. Vom 5. bis 10. April I- I. ist in dem hiesigen Recurrens- hospital ein Kranker zugegangen, als genesen entlassen wurden 4 und es veroliel) em ?™anö ÜOn 12» von den dort aufgenommenen insgesammt 196 Kranken (174 M. u. 2 W.) sind bei Kr rnkheit erlegen 17 (15 M. und 2 W.) Im Recurrenshospital zu Friedberg sind vom 5. bis 10. April Kranke nicht zugegangen, geheilt entlassen wurden 4 und es verblieben in Behandlung 11 (M.); von den dort behandelten Kranken, insgesammt 79, (75 M., 2 W.), sind verstorben 4 (M.). Außer in den genannten Hospitälern sind zur Zeit nur noch einzelne Rückfallfieberkranke in Behandlung in dem städtischen Hospital zu Darmstadt, im Bürgerhospital zu Worms und neuerdinas auch im St. Rochusspital zu Mainz. (D. Z.
Vermischte-.
•---Friedberg, 11. April. Heute fand im Saale des Hotel Trapp der
6. Delegirtentag der Kriegerkameradschaft Hassia statt. Nach Uebergabe des Lokals durch den Vorsitzenden des Friedberger Verelns, Dr. Becker, wurde die Versammlung durch den I. Verbandspräsidenten, Major Becker, Hungen, mit einem „Hurrah für Seine Majestät den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großherzog" eröffnet worauf Herr Bürgermeister Scriba die Delegirtcn im Namen der Stadt begrüßte. Dem von dem 1. Schriftführer verlesenen Geschäftsbericht entnehmen wir, daß die Hassia z. Z. 165 Vereine mit über 7000 Mitgliedern zählt. Erwähnung verdient es ferner, daß von ungefähr 100 Vereinen, deren Rapporte für 1880 schon vorliegen, in der Zeit von 1874 dis Ende 1879 im Ganzen 15539 Mark (darunter von Gießen 522 Mark) zu Unterftützungszwecken verausgabt worden sind, während die Verbandkaffe selbst in dem gleichen Zeitraum zu ebendemselben Zwecke 2400 Mark verbraucht hat. Im Weiteren theilt der Bericht mit, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog in der am verflossenen Samstag huldvollst gewählten Audienz sich wiederholt dahin ausgesprochen habe, daß die Bestrebungen der Kriegerocreine seinen vollsten Beifall fänden. Die ferneren Punkte der Tagesordnung betrafen innere Verbandsangelegenheiten, von denen noch hervorgehoben zu werden verdient, daß aus dem Vertragsverhältniß mit der Versicherungsgesellschaft Providentia, dem Verbände für 1879 eine Einnahme von über 500 Mark zugeflossen ist Das seitherige Präsidium wurde durch Stimmzettel in geheimer Abstimmung wiedergewühlt und als Ort des nächsten Delegirtentags: Darmstadt bestimmt.
□ Wetzlar, 12. April. Die hiesige Gewcrbeausstellung ist im Wesentlichen als fertiggestellt zu betrachten. In den ichönen Räumen des Schützengartens und einer eigens dazu erbauten Halle, welche letztere vorzuglick die Maschinen bergen wirb, untergebracht, bietet sie ein umfassendes Bud der Gewerbelhätigkeit und Industrie b.s Kreises Wetzlar. Daß es da Neues, Interessantes genug zu sehen geben wird, braucht wohl kaum bc,anders erwähnt zu werben, ivenn man weiß, baß wir hier Industrien haben, deren Fabrikate in allen Thülen der Welt geschätzt werben. Wir erinnern nur an unsere Eisenindustrie, die Fabrikation optisch» Instrumente, unsere Haarfabriken u. s. w. Den Angehörigen des Bergbaues wird eine von dem hiesigen Verein für die bergbaulichen Jntlessm ausgestellte Sammlung der in dem Reviere Wetzlar gewonnenen Mineralien einen willkommenen Einblick in die Verhältnisie dieses Industriezweiges, welcher bekanntlich hier in einem hohem Grabe cullivirt wird, gewähren. — Der Besuch der Ausstellung verspricht sonach ein recht lohnender zu iveiden, umsomehr, als täglich in den Ausstellungsräumen Concerte stattfindcn und eine vortreffliche Restauration auch den leiblichen Bedürfnissen der Besucher in ausgiebigstem Maße Rechnung tragen wird.
Die Eröffnung der Ausstellung, welche bis zum I.Mai dauern wird, findet am Sonntag den 18. April, Vormittags 11 l/z Uhr statt.
— (Eine Familiennachricht.] In dem „Halberstädter Jntcll. - Bl." findet sich folgende kurrose, mit voller Namens - Unterschrift versehene Familiennachricht: „Ich zeige hiermit auf diesem Wege meinen vielen Bekannten bez. Freunden ganz erg.benst an, daß ich mich mit Fräulein Marie F . . . verlobt habe. Arm wie eine Kirchenmaus, aber vcn seelenvollem Gemüthe,
wird sie meinen verwaisten Kindern eine liebevolle Mutter fein. Halberstadt, zu Ostern 1880. Adolf v. L . . ."
— München hat wieder seine Scandal-Chronik seit Samstag um ein schauderhaftes Blatt bereichert. Gegen Ende der vorigen Woche brachte eine Frau Baronin, die Frau eines, höheren bayerischen Offieicrs, der in München steht, selbst die Leiche eines neugeborenen Kindes in die Wohnung der Leichenfrau des zweiten Bezirkes mit dem Auftrage, für die Beerdigung zu sorgen. - Auf die Vorstellung der Frau, daß dies nicht ohne Weiteres gehe, erwiderte die Frau Baronin, der Leichenbeschauer habe ausdrücklich die Beschleunigung gestaltet. Kaum hatte sich die „Frau Baronin" jedoch entfernt, als cm Polizei Beamter eintrat und die nochmalige Besichtigung und gerichtliche Section.der Kinbesleiche anordnete. Das Resultat derselben war die Verhaftung der Frau Baronin, deren unverheirathete Tochter das Kind geboren hat
Theater.
M. (Gräfin Lea von Paul Lindau.j Es rächt sich Alles auf Erden! Paul Lindau ist wieder einmal unter die Schriftsteller gegangen und die kritische Feber, mit welcher er so oft Anderen unangenehm wurde, wird nun in der Hand dieser für und wider ihn in Bewegung gesetzt. Gewiß eine heikle Situation für Paul Lindau, Den rücksichtslosen Kriuker, aber er muß sich eine Kritik gefallen taffen und diese ist ihm auch in hinreichendem Maße geworden. Wenn man nun von gewisser Seite auch eine dem Stücke zu Grunde liegende Tendenz zum Borwurf macht, so ist dieser Vorwurf zum Mindesten nichts weniger als ebenfalls tendenziös und wir könnten denselben Vorwurf ziirückgebcn, dieses hieße ober, sich im Cireel bewegen und eine solche Procedur macht bekanntlich toll.
Gräfin Lea, geb. Brändel, Tochter des Kaufmanns Moses Brändel aus Frankfurt, streitet mit dem jüngeren Bruder ihres verstorbenen Gatten um den Besitz eines sehr bedeutenden Senioratfibeicommiffes, welches jener als Bevollmächtigter des Grafen Lothar Fregge angetreten hat und auch nicht mehr herausgeben will, sich stützend auf einen Paragraphen der Slistungs- ilrkunde, wonach Unwürdige die Erbschaft nicht erlangen sollten. Man betrachtete die Tochter des Trödlers und Pfandleihers Moses als Unwürdige, wenngleich sie ihrem Gatten rechtmäßig angetraut und ihm eine treue Gattin geworden war. Lea klagt ihrer Ehre, nicht bes Besitzes willen. Die Tochter des Geldwechslers giebt den Armen und Hülfsbcdürftigen mit vollen
Händen. Sie verwirft den ihr vorgeschlagenen Vergleich, Der sie oemüthtgen sollte, die Trödlerstochter war stolz auf ihre plebejische Abkunft, eben so stolz wie Graf Erich Fregge und dessen Schwester auf ihr adeliges Blut. Dies ist der Pricinpienstreit und die Lösung desselben Die Tendenz von Paul Llndau's neuestem Proouct. Lindau wählte mit einer gewißen Originalität zum Austrage dieses Principienslreitts Die Form einer Gerichtsverhandlung, welche Wahl um deßwtllen eine gute zu nennen ist, als die Vertreter beider Parteien in ihren Meinungsäußerungen freier als alle anderen Personen nur durch die Schranken, welche ihnen das Gesetz auflegt, gebunden sind. Der Justizrath Lcndheim, der Anwalt des Grafen Fregge, ist ein ächter Vertreter jener socialen und religiösen Finsterlinge, welche das hcrvoibrechende Licht der Aufklärung fürchten und mit dem verrosteten Rüstzeug des Mittelalters bekämpfen und bannen möchten, dieses aber ebensowenig vermögen, wie Den Hellen lichten Tag hindern, baß er der schwarzen dunklen Nachc folge Lindau hat nicht ohne Absicht einem getauften Juden diese Rolle zugebacht, denn bekanntlich haben immer die Converliten am blindesten und fanatischsten gegen den Glauben ihrer Väter gewüthet. Ihm gegenüber steht Dr. juris Freiherr von Decker, der Repräsentant derjenigen Gedanken, welche Lessing in seinem Nathan, in der Erzählung von den drei Ringen niedergelegt hat. Ihm ist der sittliche Adelsbrief, Den sich Gräfin Lea durch ihren Cyaracter und ihre Thaten erworben, gerade io viel Werth, als der auf Pergament geschriebene Er bekämpft die Grundsätze von bir Erblichkeit der väterlichen Verdienste und Schuld: Gräfin Lca ist unantastbar, die Tochter von Moses Brändel nicht weniger. Er bekämpft das Herein- tragen der Religion m das sociale Gebiet, wohin sie nicht gehört, ebensowenig wie in das der Aesthetik, er weist darauf hin, wie man die Frage nach Dem Glauben in alle Lebensgebiete einzuschmuggeln gesucht, während sie doch nur in das religiöse Gebiet gehöre, da vor dem Gesetze Alle gleich sind. Die Gräfin Lea, welche sich die Liebe und Achtung ihres Gatten erworben, ist großherzig genug, nach dem für sie günstigen Urtheile in erster Instanz einen Vergleich dahin einzugehen, daß das Fideicomtß auf sie selbst übergehe, bezüglich der Einkünfte aber eine Theilung
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