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Samstag den 13. Mürz

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Amtlicher Tßeit. .

Gießen, am März 1880.

Betreffend: Die Vertilgung der Raupenmster- , ~

Das Großherzoglichc Kmsamt Gießen

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien beziehungsweise die Localpol,ze»beamte«.

1 Dr. Ro elmarin. --

Vermählung des unglücklichen Maximilian, deS Kaisers von Mexico, mit der Prtnzesftn Charlotte stattgesunden. Kronprinz Rudolph lernte seine Braut au. läßlich der Vermählung der ältesten Tochter des Königs der Belgier. Luise, mit dem Prinzen Philipp von Sachsen. Coburg kennen. Die Eheschließung soll /zunächst per procurationem durch einen österrtichischen Erzherzog, wie es beiß/, einen Bruder de« Kaiser« von Oesterreich, in Brüssel erfolgen, worauf fich die Braut nach Wien begibt und die Eheschließung in Person erfolgt).

England.

London. 10. Mär,. Aus Petersburg meldet der Londoner Mobe", daß fünf Liudenten unter dem Verdacht, die Petrowski> Akademie tn B^nd aepeckdM-haben, von einem Kriegsgericht -summarisch zur lebenslänglichen V«. bannung nach Sibirien verurtheilt wurden. Der General-Gouotrneur »on Moskau, Fürst Dolgorukow, habe da« Urtheil unterzeichnet und werde da«, selbe unverzüglich in Kraft treten.

ItaNen.

Rom, 11. März. DieItalia milttarc" ist in der Lage, die Nach- richt desP-sth-r Lloyd" von Verstärkungen der italienischen Brenztruppen in Pieve di Cadorc und Tolmezzo sür vollständig Unbegründet zu erklären. Es fei notorisch und Jedermann könne sich leicht davon überzeugen, daß die ita- lienischen Alpenjäger an der Nordostgrenze noch immer in den im October bezogenen Winterquartieren in Conegltano, Bassano, Verona, Desenzona und Chiari cantoniren. - In Genua ist die Gedächtnißfeier am Sterbetage Mazzint's sehr ruhig verlaufen.

Keutschland.

Berlin, 10. März. Das Januarheft de« kaiserlichen statistischen Amts bringt Mittheilungen über die Vorbereitungen zur Volkszählung, die im deut- scheu Reiche am 1. December 1880 stattfinden soll. Zum Zweck derselben hat im October v. I«. eine Confercnz der Vorstände deutscher statistischer Central­stellen in Berlin getagt, welche Vorschläge zu Volkszählungs-Vorschriften für den Bundesrath ausgearbeitet hat, die im Wesentlichen auf Folgende« hinaus­lau,en: Di- nächste deutsche Volkszählung soll am 1. December 1880 statt- finden, urd mittelst Zählkarten oder Haushaltungsltsten die ortsanwesende Be- rölkerung im ganzen Reich (nebst den vorübergehend aus der Haushaltung Lbweftrdrn) nach Geschirr, Aller, Geburtsort, Religion Familienstand Beruf, Staatsangehörigkeit, unter Anwendung eines gleichmäßigen Verfahrens seststellen. Den einzelnen Staaten bleibt es unbenommen, da« Frageschema zu erweitern. Mit der Volkszählung wird eine Ermittelung der Größe der von den einzelnen Haushaltungen aus bewirthschastlichen Flächen und eine Vieh- ifibluna verbunden. Zum Zwecke der gleichmäßigen Zusammenstellung und Be» arbeitung der Ergebntsie für das Reich sind in bestimmten Terminen dem kaiserlichen statistischen Amte au« den einzelnen Staaten Uebersichten zuzu- stellen, die sich auf den größten Theil der genannten Fragen in bestimmten Combinationen erstrecken- Eine Beschlußfasiung de« Bundesrathe« über diese Vorschläge ist noch nicht erfolgt, doch steht zu erwarten daß dieselbe bald geschehen wird, damit die nolhwendigen umfaflenden Vorbereitungen für die Volkszählung rechtzeitig getroffen werden können.

Au- Bayern, 10. März. Mit Rücksicht auf den Nothstand im Svesiart und um den Bewohnern deffelben genügend« Gelegenheit zu Arbeit und Verdienst zu bieten, hat die G-neraldireclion der Verkehrsanstalten ang«. ordnet, daß die Erdarbeiters des 5. und 7. Arbeitslooses der Bahn Lohr- Wertheim bei Marktheidenfeld, sowie die Voreinschnitte der beiden Tunnele bei Kreuzwertheim in Regie ausgesührt werden.

München, 9. März. Der König hat die Bewilligung von Samm­lungen im ganzen Königreich- zur Gründung einer den Namen Wittelsbacher tragenden Landeististung -rth-ilt und als Zweck dieser Stiftung dieFörde- run« des bayerischen Handwerks in Stadt unv Land" bezeichnet. Dem Coriesp. v. u. f Deutsch!." wird geschrieben: Um Mißhandlungen Unter- «ebener Se'ten« ihrer Vorgesetzten zeitig auf die Spur zu kommen und selbe sicher zur Kenntniß der höheren Vorgesetzten zu bringen, ist angeordnet und dienstlich bekannt gegeben worden, daß jeder Soldat, der eine Mißhandlung litten hat und hiervon nicht sosort dienstliche Anzeige erstattet, wegen Ver­schweigung und Verheimlichung von Zuwiderhandlungen gegen die allerhöchsten Vorschriften disciplinar bestraft werden wird. In Nürnberg hat sich ein deutsch - konservativer Verein gebildet.

Hefterrcich.

Wien 8. März. Die Verlobung des Kronprinzen wird dem Abge- »rdneterchause morgen osficiell mitgetheilt werden. Die erste sichere Mitthei- luna machte g-st-'n bei einem Diner im Auswärtigen Ministerium, Baron Ämerle seinen Gästen- Auch die diesseitigen Minister waren bi« dahin nicht Unterrichtet und Baron Haymerle, au« dem Munde des Kaisers, erst seit aestern Früh- Die The'lnahme aller Kreise ist eine ungewöhnliche.

9 U (Kronprinz Rudolph, einziger Sohn des Kaisers Franz Joseph und der Kaiserin Elisabeth, geborenen Prinzessin von Bayern, ist geboren am 21. Au- auft 1858 gegenwärtig also 31/, Jahre alt. Prinzessin Stephanie, die zweite von den drei Töchtern des König« Leopold und der Königin Marie Henriette, aeborenen Erzherzogin von Oesterreich, ist am 21 Mai 1864 geboren, hat also das 1«. Lebensjahr noch nicht vollendet. Der Großvater der »raut war der Erzherzog Joseph, Palatinus von Ungarn, der jüngere Bruder des Kaisers SA8 der Großvater des Kaisers Fran, Joseph. In dem Kaffer Leo- SV.''tat da« Brautpaar einen gemeinsame,. Stammvater, welchem die B.aut um ehe Generation näher steht als der Bräu gam. Eine Verschwä- üng des Kaff-ihauses mit der belgischen Königsfamll.e hatte auch durch die

Telegraphische Depeschen.

Wagner'» telegr. Correspoudeur -

9>,rnn 11 Märr Reickstaa Präsident Graf Arnim macht Mittheilung von dem gest"nMe"b ^?gle?Äb! besm'georbneten Kotz l9.«abifd,en Wahlkreis) Das j5au§ chft baß Andenken des Verstorbenen in üblicher^^bise.

Auswäl tiaen ° Die Commission empfiehlt überall unveränderte Annahme. Autz Anlafi der letzten Rate sür die Ausgrabungen zu Olympia weist v- Bunsen auf d>e arotze Bedeutung der dort gemachten Funde hin, die kunst-hfitor>sch nicht nur für bic Veraanaenheit Wei th baden, sondern auch in Zukunft Werth erhalten sollen durch Be­lebung des Kunstsinnes und Kunstgewerbes, ^eidjvnfpeirflev (Grefelb) "llru^aenerös^ae^ ;ans nn und bedauert nur, daß Deutschland bei dieser Gelegenheit allzu generös ge- wesen m Gm.stin Griechenlands. Es erhalte darum auch nicht den Lohn, der seiner Arbeit ^und seinen Ovfe7n eigentlich gebühre. - Für die

suiais in Apia werben 23,000 X sefoibert. ^are.s consta t als OTtjUeb bet Sw» sns

«Otbwenbigtot heg Consulales längst erwieien gewesen fei, ehe Ne®U bOTg ber lederen »WKK « sSg

Haus, die in zwei Fällen oom Staatsanwalt. ?wcht zu etthellen

folgung von zwei Personen wegen Beleibigungbbe^R^^ch * J

leitet befürwortet ben'w unt-r Bezugnahme auf btejfc

Handlungen früherer Sessionen, da die Vorlage beicbrad)t f0 würde das eine hinzusügt, hätte die Reglenmg d.e Vo lage n.cht wieder^ein^r ch ,1

Sennye legtslatorfiche Son nnitat bihmjen. ^^loire. Auch aus ethischen Gründen ?l-r JlUsiF l?btU d) ln Änn die Vertheuerung des Bieres werde die Vermehrung sei die Vorlage zu ^kämt fen, d Hatzfeld spricht seine Verwunderung

des ^^ntwemae»UMs> zm F g h ^rttDUr| vorgelcgt sei über eine wesentliche Sr- aus, datz nicht ß1 c 1 Jiö 3 bcantvaat die commissarische Vorberathung der ?°(,ini0^CV^VaÄe^ £ Te«n U Bovtafle und bemerkt, v. Bennigsen habe im Bor- obre erklärt'nu "in Verbindung mit einer Branntweinsteuer für eine Biersteuer stimmen n Crtn. I 1 ipmpr'SMift habe sich Namens des Centrums gegen die Biersteuer aus-

Lvr ck n ^ hos^ daß dieselben ihre Ansichten nicht geändert Hütten. Bundes-

gesprochtn. tsr yosse, o ys v entgegen, dah Bier dem Branntwein Con-

dn?eln?nU^e6aU8p?«n6e6ber Vorredner zu entkräften.