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Tendenz im Einzelnen näher dargelegt war, während dem Schröder'schen An­trag bis jetzt eine solche nähere Begründung fehlt. Auch haben die seitdem im Reichstag zu Stande gekommenen, auf's Eingehendste begründeten Corn- misflonsbeschlüsse die Angelegenheit so erklärt, daß der Ausjchuß mindestens vorerst keinen Grund finden kann, noch weitere als die von der Commisfion beantragten Maßnahmen zu befürworten."

Der Antrag des Ausschusses geht dahin: die beiden Anträge durch die Erklärung der Regierung für erledtat zu erklären.

m Darmstadt, 7. Februar. In der gestrigen Sitzung der zweiten Kammer brachten die Abg Jost, Heldenreich, Hallwachs, Schönberger, Weyrauch, und Lautz den Antrag ein;Die Kammer wolle Großh. Staatsregierung ersuchen, die Erbauung einer Secundärbahn von Reinheim nach Weinheim auf Staatskosten einer eingehenden Prüfung zu unterwerfen und hierüber dem Landtage Vorlage zu machen." Dem Anträge sind folgende Motive beigegeben:Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß heutzutage der Wohlstand einer Gegend wesentlich davon abhängt, baß dleselve der nothwendigen Verkehlswege, Eisenbahnverbindungen, nicht entbehrt. Der südwestliche Theil des Odenwaldes entbehrt nun noch einer jeden Eisenbahnverbindung und kann ohne eine solche nicht länger bleiben, wenn er nicht in seinen materiellen Verhältnissen sehr geschädigt werden soll, wenn die daselbst befindlichen Etablissements concurrenzfähig bleiben und nicht nach und nach zu Grunde gehen sollen, wenn über­haupt der Wohlstand dieser Gegend nicht immer mehr und mehr schwinden soll- Da nun die Bewohner dieser Gegend nach ihrem Steuerkapital Beiträge zur Bestreitung der Kosten der von dem Staate in anderen Landestheilen erbauten oder garantirten Bahnlinien zu leisten haben, so entspricht es nur der Gerechtigkeit und Billigkeit, daß auch dem südwestlichen Theile des Odenwaldes zur Hebung der Steuerkräfte, des Wohl­standes feiner Bewohner, zur Förderung des Handels, der Industrie und der Land- wirthschaft die Vortheile einer Eisenbahnverbindung zugewendet werden. Es sind nun schon seit längerer Zeit von den Bewohnern, den Vertretern der Städte und Gemein­den dieser Gegend die größten Anstrengungen gemacht worden, um in den Besitz einer Eisenbahn zu gelangen In früherer Zeit hatte man jedoch die Erbauung von Mann­heim über Weinheim nach Reinheim projectirt, während unser Antrag nur auf Errich­tung einer Secundärbahn von Weinheim bis Reinheim mit Rücksicht darauf gerichtet ist, daß Weinheim bereits durch eine Bahn mit Mannheim verbunden ist. Die Hessische Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft beabsichtigte vor Jahren die gewünschte Vollbahn von Mannheim nach Reinheim zu erbauen und hatte die hierzu erforderlichen generellen Vorarbeiten ausführen, Plan und Voranschlag mit einem Kostenaufwand von 9245 fl. anfertigen lassen. Diese Gesellschaft hat sich jedoch später leider nicht um Ertheilung der Concession zur Erbauung dieser Bahn beworben, weil die Landstande in jener Zeit die Großh. Regierung ersucht hatten, die Bewerbungen der Hessischen Ludwigsbabn- Gesellschaft um weitere Concessionen auf möglichste Beseitigung der übernommenen Zinsgarantien und auf Milderung der von den betreffenden Gemeinden nach dem Ge­setze vom 14. August 1867 übernommenen Lasten hinzuwirken. Nach dem Project der Hessischen Ludwigsbahn- Gesellschaft sollten an den Orten Reinheim, Groß-Bieberau, Brensbach, Fränkisch - Crumbach, Pfaffen - Beerfurth, Reichelsheim, Fürth, Rimbach, Mörlenbach, Birkenau und Weinheim Stationen oder Haltestellen errichtet werden.

Tunnelbauten waren vorgesehen: 1) ein Tunnel an der Wasserscheide zwischen Gersprenz und Weschnitz (an dem sogenannten Gumpener Kreuze) in einer Länge von 400 Meter, 2) drei Tunnel in dem B.rkcnauer Thale, welche zusammen eine Länge von 400 Meter erhalten sollten. Außer diesen Tunnelbauten und an größeren Kunst­bauten nach dem Projecte der genannten Gesellschaft noch 4 Brücken über die Gersprenz, sowie 6 Brücken über die Weschnitz, sowie mehrere Straßen-Ueber- und Unterführungen auszuführen. Da unser Antrag nur auf Erbauung einer Secundärbahn von Rein­heim bis Weinheim und nicht bis Mannheim gerichtet ist, so wird voraussichtlich von Erbauung verschiedener Kunstbauten abgesehen werden können, und werden sich die Kosten dieses Bahubaues bedeutend geringer als von der Hessischen Ludwigsbahn-Ge- sellschaft veraiischlagt berechnen. Das Bahngebiet umfaßt über hundert Orte und circa 67000 Einwohner und über 200,000 Morgen Ackerfeld, Wiesen, Weinberge und Waldungen. Es befinden sich im Weschnitz- und Gersprenzthale bedeutende Rothsand- stein-, Schwerspathbrüche und Kalksteinlager, die eine ergiebige Ausbeute für lange Zeiträume liefern und der Bahn bedeutende Masfentransporte zuführen werden. Das Absatzgebiet für Blaukalk wird, wenn die Brüche durch die Bahn zugänglicher gemacht worden sind, sich rheinauf- und rheinabwärts colo ff al erweitern, reichlicher Pro­dukten- und Handelsgewächsebau, rationelle Viehzucht, große Holz- und Rindenproduction, Industrie, Fabrikwesen u. f. w. bedürfen nur der Transport- und Verkehrserleichterung, um eine bleibende reichhaltige Quelle des Wohlstandes dieser Gegend zu werden. Das Bahngebiet wird von einer fleißigen, gewerbthätigen und intellektuellen Bevölkerung bewohnt, 47 Fabriken und größere gewerbliche Etablissements beleben Handel und Ver­kehr; die Errichtung weiterer Fabriken steht, da noch viele unbenutzte Wasserkräfte der Weschnitz und Gersprenz vorhanden sind, nach Eröffnung der Bahn in sicherer Aus­sicht: 199 Mühlen verarbeiten einen Theil der landwirthschaftlichen Producte, 86 Jahr- und Viehmärkte werden in den verschiedenen Gemeinden der Gegend alljähr­lich sbgehalten Es kann wohl keinem Zweifel unterliegen, daß die hier in Frage stehende Eisenbahnlinie von der größten Wichtigkeit für alle Gemeinden des vorderen hessischen Odenwaldes ist. Dieselbe eröffnet einen Wechselverk.hr einerseits über Darm­stadt nach Mainz, andererseits über Weinheim nach Mannheim. Die projcctirte Bahn wirb der Main-Reckar-Bahn und der Odenwaldbahn keinen Verkehr entziehen, wohl aber auf deren Rentabilität von dem größten Einflüsse sein. Nachdem mir im Vor­stehenden die Nothwendigkeit der Erbauung einer Eisenbahn von Reinheim nach Wein­heim bargetban zu haben glauben, hoffen wir, von der Rentabilität bieser neuen Linie überzeugt daß hohe Kammer unseren Antrag auf Erbauung der fraglichen Secundär­bahn geneigtest befürworten werde.

Berlin, 8. Fevr. Die Präsidentenwahl tm Reichstage macht bereits viel von fich reden; die Coriservattven bieten Alles auf, um aus ihren Reihen die Stelle des ersten Präsidenten zu besetzen; sie schlagen dafür den Grafen Arnim-Boitzenburg vor, welcher bekanntlich der deutschen Reichspartet ange­hört, und haben in Folge dessen diese Fraktion für sich. Das Centrum hat erklärt, es münfd^nur seinen Besitzstand, d. h. die Stelle des Vicepräsidenten zu behalten und würde, sobald man dies zugestehe, jede andere Wahl unter­stützen. Auch der zweite Viceprästdent würde dann aus den Reihen der Reichs- Partei genommen werden. Die Liberalen werden den Abg. v. Brnntgsen auf­stellen, und zwar ohne jeden Erfolg, wenn die gesammte Rechte und das Zentrum dagegen stimmen. Die Conservativen scheinen die Einwilligung deS Grafen Adolf v. Arnim-Boitzenburg bereits eingeholt zu haben. Daß der frühere Präsident, Abg. v. Seydewitz, eine Wiederwahl auf den Präsidenten, stuhl entschieden abgelehnt habe, ist früher bereits mirgetheilt worden.

Arankrerch.

Pari-, 7. Februar. Die Gerüchte wegen der angeblichendeutschen Rüstungen", welche Furcht und Schrecken im Lande verbreiten sollen, werden hier allgemein für ein Manöver der reactionären Parteien gehalten: da die­selben sehen, daß ihre Vorherverkündtgungen von Unruhen durch die Comrnu- nards nach Waddington's Rücktritt nicht in Erfüllung gehen, so suchen sie durch andere Mittel und Wege die Republik zu schädigen und die »Prusso- Phobie" auszubeuten.

Telegraphische Depeschen.

Wnguer'- telegr. Correspondenr - Bureau.

Berlin, 9. F^br. DerReichs-Anz." publicirt eine Bekanntmachung des Reichskanzlers, wonach die Eröffnung dis Reichstages Donnerstag Nach­mittag 2 Uhr tm Weißen Saale des königl'chen Schlosses erfolgen wird.

Stuttgart, 9. Februar. Abgeordnetenkammer. Zu den Anträgen wegen Ermäßigung der Gerichtskosten erklärt der Departements-Chef der Justiz

v. Faber seine Zustimmung, falls der Zeitpunkt des Eintretens dafür der Re­gierung überlasten werde. Wenn sie schon jetzt dafür eintrete, würde die Re- gierung einen schweren Stand haben. Die Antragsteller vereinigen sich nunmehr auf den Antrag, die Regierung möge ersucht werden, auf baldige Abänderung des jetzigen Zustanves des Gerichskostenwesens htnzuwirken. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen.

Der Bodensee ist, demSchwäb. Merkur" zufolge, nunmehr fast gänz- lich überfroren und auch die Fahrten des Trajectschiffes sind gleich denen der Dampfboote eingestellt.

London, 9. Februar. Meldung desReuterffchen Bureaus" aus Kalkutta vom 9. ds.: Der Priester Mooshrialim, der gegenwärtig mit Ma» homed Jan in Glazne ist, forderte die afhantschen Stämme auf, die Feind­seligkeiten gegen die britischen Truppen zu erneuern. Die Kohistants und Ghtlzai-Stämme haben bis jetzt zugeftimmt.

Mailand, 9. Februar. Anläßlich des Jahrestages der aufständischen Bewegung tm Februar 1853 zogen gestern die Mitglieder des republikanischen Arbeitervereins auf den Friedhof, um auf das Grab der damals Gefallenen einen Kranz niederzulegen. Die Polizei verlangte die Herausgabe des Kranzes, welcher die InschriftRepublikanische Brüderlichkeit" trug, was die Theilneh. rner der Feier verweigerten. In Folge dessen sand ein Zusammenstoß mit der Polizei statt, wobei der Kranz zerrissen und der Kranzträger verhaftet wurde. Der Zug gelangte hiernach ohne wetteren Zwischenfall zum Friedhöfe. Der Verhaftete wurde nach einem Verhör wieder freigelaffen.

Lokales.

Gießen, 10. Februar. Wohlgemerkt in berDarmstädter Zeitung", nicht in benjenige» Blättern, deren Erscheinungsort eine Station der Main Weser Bahn ist, finden wir heute ein Inserat Der Königt. Dlrection der Moin-Weser-Bahn, welches lautet:

Die Benutzung der Retourbillets im Localverkehr ber Wain-Meser-Bahn wirb zunächst versuchsweise für die Monate März, April und Mai des laufenden Jahres auf alle fahr­planmäßigen Züge dieser Bahn ohne Lösung von Zuschlagsblllets ausgedehnt.

Cassel, den 6. Januar 1880.

Königliche Direction der Main-Weser-Bahn "

Da es für unsereFeser doch von Interesse ist, von vorstehender Bekanntmachung Kenntniß zu haben, so wollen wir die Bekanntmachung unter unseren lokalen Nachrichten aufnehmen, hoffend, daß uns dadurch kein Nachdrucksprozeß erwächst. Nach Schluß des Blattes geht uns nachfolgende Correspondenz eines Correspondenten in Cassel zu, welche vorstehende Bekannt- machung etwas näher ventilirt:

8 Cassel, 9. Februar. sOrig.-Corr.^ Die Königliche Direction der Main-Weser Bahn hat soeben verfügt, daß vom 1. k. M. ab, und zwar versuchsweise bis Ende Mai b. I., die Rctourbillete im Localverkehre zu allen Zügen Gültigkeit haben sollen, so daß es dann nicht mehr nöthtg ist, daß der mit einem Retourbillete versehene Passagier, welcher zur Hin- oder Rückfahrt einen Schnell- oder Courirzug benutzt, alsZusatz" noch ein Billet 4ter Classe löst. Die weitere Conscquenz dieses Beschlusses, wenn solche auch in der betreffenden Bekanntmachung nicht mitgetheilt wird, ist die, daß ein Passagier, der unter Benutzung eines Retourbillets die nächsthöhere Wagenklasse eines Schnell- oder Courierzuges besteigt, nicht mehr, wie bisher, ein Personenzugsbillet 3ter Classe, sondern nnr noch ein Billet 4ter Classe zukaufen muß. Wie unhaltbar übrigens die bisherige Praxis erscheint, gegen die unserseits nun schon feit Jahren angekämpft worden ist, beweist schon der Umstand, daß man jetzt bei Lösung eines Retourbillets und Benutzung eines Schnellzugs zur Hrn- und Rückfahrt in den meisten Fällen mehr bezahlen muß als zwei Schnellzugöbillete gekostet haben würden, wobei das Risiko, daS man beim Lösen eines nur zwei Tage gültigen Retourbillets übernimmt, noch als Extra-Zugabe erscheint. Diese Mehrkosten betragen beispielsweise für ein Retourbillet 3. Classe von hier nach Marburg 50 nach Treysa 60 H, nach Wabern 30 H u. s. w. Uebrigens glauben wir bestimmt, daß die anerkennenswerthe Neuerung sehr bald aus dem Provisorium in das Definitivum übergehen muß, da einerseits feit längerer Zeit auf allen übrigen hier einmündenden preußischen Staats­bahnen die hier eingeführte Bestimmung besteht, andererseits aber die Main-Weser-Bahn zweifel­los sehr bald dem Gebiete der Königl. Eisenbahndirection zu Hannover oder ber zu Frank­furt a. M. unterstellt werden wird, dort aber bereits die mildere Praxis für alle Linien besteht.

Gießen, 10. Februar. ^Herberge zur Heimath.) Für die Herberge wurden weiter bewilligt:

a. Einmalige Beiträge: Von Frau Pfr. Görtz Wittwe 5 3L von Sr. Erlaucht dem Grafen Friedrich zu Solms-Laubach 50 J4, Z. dabier 5 JL, Lehrer F 10 JL, Stifspfarrkr Klingelhöffer in Llch 2. Beitrag 12 JL, aus der Missionskasse zu Arnsburg 10 Jt, Professor Dr. Diegel in Friedberg 6 Fr. v. St. George 20 JL, Jul. Bach 5 J4, von Sr. Erlaucht dem Grafen zu Solms - Rödelheim 50 JL, von Ihrer Erlaucht der Gräfin Th. zu SolmS Rödelheim 2u M. Berna zu Büdesheim 20 JL, Dr. Geiger in Assenheim 10 JL, Trumper t 2 Fresenius 2 Abendgesellschaft bei Thomas 2 50 H, Pfarrer Hechler 1 <A, St

Graf 1 Jt, Gottfr. Knöpp 50 Tob. Wenzel 40 H. Faulstich 50 H, Frz. Messinger 50 Karl Sckmidt 50 Heinrich Willtheis 30 H, Karl Thomas 1 JL, sämmtlich zu Assenheim, Pfarrer Vogt in Langd 20

b. Unkündbare Darlehn: Don H. M. Jugharbt 10 jl, Frl. v. Mettingh 50 jl, Dr. Baur 50

e. Jahresbeiträge: Von Dr. Wafferschlcben, Canzler der Universität 10 JL, Professor Heinebach 5 Rechner C. Wittig 4 J4, Bürgermeister Bramm 20 JC, von Ihrer Erlaucht der Gräfin Agnes zu Solms-Rödelheim 10 jtL

Zusammen mit den früher veröffentlichten Beträgen 3210 JL 50 H.

Weitere Beiträge nimmt Kreisamts Gehülfe Döring zu Gießen entgegen.

DieVolksküche" vertheilte heute 1026 halbe Portionen. Verkauft wurden hiervon 74, 952 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksburschen.

Vermischtes.

Im Gewrrbeverein zu Meißen hat Amtsrichter Dr. Dämmig einen Vortrag über Mahnverfahren gehalten, welcher mit folgenden nützlichen Versen schloß:

Das Mahnverfabren, merke, hat Bei jedem Geldbeträge statt.

Doch fällt Dein Antrag in den Sand,

Nennst Namen Du nicht, Wohnort, Stand, Von D i r und von dem Schuldner Dein Bezeichne dann 's Gericht auch fein.

Betrag und Grund nenn' mit Geschick, Sonst weist man Dein Gesuch zurück.

Den Grund sagt oft ein'tchen schon: Kauf, Darlehn, Miethe, Eommlssion.

Lag Gegenleistung Dir zur Last, So schreib', daß Du erfüllet hast. Auch gieb die Zeit der Lief'rung an, Beim Kauf dies rathsam werden kann. Bei einem Zinsenanspruch sag' Worauf er fußt: Gesetz? Vertrag? Zum Schluffe aber nicht verhehl' Den Antrag auf Zahlungsbefehl.

lieber Erkennung einer künstlichen Färbung des RothweinS. Terreil hat in einer Sitzung ber chemischen Gesellschaft in Paris am 15. December vorigen Jahres ein Verfahren mitgetheilt, bessen er sich seit einiger Zeit mit Vortheil bebient, um eine künstliche Färbung des Rothweins zu erkennen. Er versetzt zu bem Ende den zu prüfenben Wein mit einer nerbünnten Lösung von schwefelsaurer Magnesia, fügt barauf eine Lösung von doppcltkohlensaurem Kali hinzu unb erwärmt geltnbe. Die nieberfatienbe kohlensaure Magnesia reißt bin Farbstoff bes Weins mit unb nimmt bei natürlichem Wein eine idrtfergraue Farbe an Je nachdem nun die Farbe bes Nieberschlagcs grünlich, bläulich, violett rc. ober bie barüberstehenbe Flüssigkeit ver­schiedenartig gefärbt ist, kann man auf bie Gegenwart dieses ober jenes fremden Farbstoffes schließen.