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8.6.1880
 
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1880

Dienstag den 8. Juni

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Kicßener Anzeiger

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Stafien.

Deutschland.

Darmstadt, 5. Juni. «Seine Königliche Hoheit der Großherzvg haben allergnädtgst geruht: _ _ .,

Am 31. Mai den Kreisarzt zu Ober-Ingelheim Dr.August Scrtba von der ihm übertragenen Stelle eines Kreisarztes des Krets-Gesundheitsamtes Lau­terbach, auf fein Nachiuchen, zu entheben und denselben tu seiner Stelle als Kreisarzt zu Ober-Ingelheim mit dem von dieser Stelle abhängenden Gehalt * um 1. Juni den Kreisarzt zu Ober-Ingelheim Dr. August S c r i b a auf sein Nachsuchen, wegen geschwächter Geiundheit, in den Ruhestand zu versetzen.

Am 31. Mai wurde der Hülfsgerichisschreiber bet dem AmtSgerickie Gießen Konrad Koch zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Friedberg 'rna'"Darwstadt, 5. Juni. Das Großherzogi. Regierungsblatt (Beilage

2 Uebersicht über dir Einnahmen und Ausgaben des Kirchen- und Schul- baufonds sür die Provinz Rheinhesien für das Jahr 1875.

2. Uebersicht über die Einnabmen und Ausgaben des Kirchen- und Schul» bausonds für die Provinz Rheinhissen für das Jahr 1876.

3. Uebersicht der für das Jahr 1880 von Großherzogüchem Ministerium des Innern und der Justiz vorgesehenen Umlagen zur Bestreitung von Com- munal - Bedürfnisten in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises

kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Nieder-Rodrn mit einem Gehalt von 900 «X

Berlin, 5. Juni. In der heutigen Sitzung der Kirchengesetz-Com- misston wurde Art. 5 der Vorlage in der Fassung derselben nach Ablehnung der Anträge Bruel mit 15 gegen 6 Stimmen angenommen, ebenso wurde der Art. 6 genehmigt. Die Art. 7 und 8 wurden hierauf mit 12 gegen 9 Stim- mtT1 Berathung des § 5 erklärte sich derGermania" zufolge v. Zedlitz- Neukirch für den Paragraphen. Uebrigens würden er und ferne Freunve dem Gesetze nicht zustimmen, wenn die §§ 4 und 9 unverändert blieben. Seine Anträge zu § 4 seien nicht von Mißtrauen gegen die Regierung dietirt, son- dern aus Jnteresie für die Majestät des Gesetzes. - ». Bennigsen kann für alle vorgeschlagenen Dispensationen keinen rechten Grund finden. Auf pro­mistorische Eide lege er kein Gewicht. Falls der Erd dem Frieden hinderlich sein sollte, wolle er die Dispensations-Vollmmbt der Regierung nicht verwei- aern Mit den 4 und 9 sei das Gesetz ober unannebmbar. Der Eultus- minister erklärte, er bedürfe der Dispensation des § 2. Der W* beruhe auf dem Verordnungsrecht der Krone. Bruet wünscht unbedingten Wegfall des Eides aus Besolgung her Gesetze; er stellt einen darauf bezüg­lichen Antrag. Windthorst erklärt, er wolle überhaupt keinen politischen Eid. Der Friede sei nur im Einverständnisie mit Rom erreichbar. Nur die Ruck­berufung der Bischöfe sei ohne eine Vereinbarung mit dem Papste möglich.

' v. Bennigsen hält den § 5 sür annebmbar und für den Frieden dienlich, weil voraussichtlich auch bei Annahme des § 4 nicht alle Bischöfe zuruckkehren würden. DaS Wichtigste sei die Anzeige, die man durch eine Klausel zu $ 1

London, 4. Juni. Ueber den Verbleib des unglücklichen Schulschiffes Atalanta" soll endlich ein Anzeichen entdeckt worden sein. Der Capitän des Schiffes, Scotia Queen, will auf der Fahrt von Demerara nach QueenStown am 30. April etwa im 30° n. Br. und im 60° w. L. ein Floß entdeckt haben, welches allem Anschein nach auS Stücken eines englischen Kriegsschiffes zusam- mengezimmert war, und ,wei Tage darauf Leichen in weißenJumperS («ne Corruption vonJupe") gekleidet -nge.roffen haben. Derarnge Kleidungs­stücke werden nur in der englischen Marine geführt; auch muß dieAtalanta durch jene Gewässer hindurchgekomm-n sein. .

London, 5. Juni. Lord Ruffel und General Simmons wurden zu Vertretern Englands auf der Berliner Conseren, ernannt.

Ilrankreich.

Pari», 5. Juni. Auf morgen sind die Präfekten von 35 Departe­ments hierher berufen worden, um von dem Minister deS Innern mündliche Instructionen bezüglich der Ausführung der Decrete vom 29. März entgegen- »«nehmen. Von den männlichen Cougregationen hat nicht eine, von den weib­lichen eine einzige die Genehmigung nachgesucht. General Chanzy reist beute Abend als außerordentlicher Gesandter und Vertreter Frankreichs bei den Leichenfeierlichkeiten der Kaiserin von Rußland nach Petersburg ab. Es befinden sich in seiner Begleitung einige höhere Osficiere.

England.

Ron», 5. Juni. DerOssavatore" constatirt, daß ein großer Theil der Katholiken, welche bisher sür ein gänzliches Feinhalten »on den Angelegen­heiten Italien« waren, ihre Haltung zu ändern beginnen, und ist Überzeugt, daß, um der Autorität der Kirche angemessenen Gehorsam zu leisten, man sich in den Stand setzen müsse, unverzüglich und mit allen Kräften den eventuellen Befehlen des Papstes »achzukommeu. Der Papst sei nicht in der Lage, eine ersprießlichere Action sür das öffentliche Wohl anzuordnen, so lange er blv« unersabrene waffenlose Soldaten besitze. Er werde erst bann sich vollkommen freihalten können, wenn er in der Lage fei, ohne eine andere Sorge al» jene der Wohlfahrt der Kirche und Italiens, weise erwägend eine Entschließung in einem oder dem anderen Sinne und mit der Gewißheit werde fassen können, daß irr allen Fällen die italienischen Katholiken zur nachdrücklichen Ausführung

Mainz-

4. Namensveränderungen.

5. Dienstnackmchten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- anädiast geruht: am 8. April den von dem Frhrn. Wambolt von Umstadt auf die evang. Pfarrstelle zu Birkenau präsemirten Pfarramts - Eandidaten Karl Strack von Darmstadt sür diese Stelle zu bestätigen; am 20. April dem zweiten evang. Pfarrer Peter Schneider zu Wimpfen a. B. die evang. Pfarr- Kelle au Groß-Rohrheim zu übertragen.

Am 6. Avril wurde dem Schullehrer Karl Otto zu Treis a. d. Lda. die I Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kesselbach Übertragen; am 8. April wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die eUedigle zweite Diaconatsstelle zu Erbach präsentirte Schullehrer Georg Ludw. Grenz daselbst Kit diele Stelle bestätigt; am 11. April wurde dem Schullehrer Johanne« Rückert »u Massenheim eine erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Großen-Buseck, dem Schulamtsaspiranten Georg Heberer aus R'chen eine erle- btate Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mörfelden, dem Schullehrer Lud- wig Leonhard Martin zu Spiesheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule ,u Pfungstadt übertragen; am 13. April wurde der Gerichtsvollzieher-Aspirant Friedrich August Möbus aus Worm« zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Pfeddersheim ernannt; an dems. Tage wurde dem Finanzaspiranteni geti i- nanb Eckstorm zu Darmstadt das Patent als Geometer der 1. Klasse für den Kreis Darmstadt, am 15. April wurde dem Heinrich Gröninger auch Ockstadt das^Patent als Geometer der 2. Klaffe sür den Kreis Friedberg erthe ; am 16 Avril wurde der von dem Herrn Grasen zu Erbach-Erbach auf die erle- I dtg'te Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Laudenau präsentirte Schulamts- asvirar t Philipp Arras aus Erzbach für diese Stelle bestätigt; am 19. April wurde dem Schullehrer Philipp Geil zu Schwanheim eine Lehrerstelle au der Gemetndeschule zu Groß-Gerau übertragen; am 22. April wurde dem Karl Kolb aus Düdelsheim das Patent als Geometer der 1. Klaffe für den »reis Büdingen ertheilt; am 25. April wurde der Schulamtsaspirantin Charitas Leinberger aus Büdesheim eine Lehrerinnenstelle au der Gemeindelchule zu Weisenau übertragen; am 1. Mai wurden der Viceseldwebel im 1. Snfant.- Reaimeut Nr. 115 Johann Jacob Schäfer auS Reimenrod und der Bauauf- seber Johann Schneider zu Wendelsheim zu Steueraufsehern ernannt; am 2 Mat wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die Lehrer- ftklle an der Gemeindeschule zu Gersprenz präsentirte Schulamtsaspirant Karl Rocke» aus Wörrstadt sür diese Stelle bestätigt; am 4. Mat wurde dem Schullehrer Adolf Lutz zu Weinheim die Lehrerstelle an der evang. Schule zu ArmSheim übertragen; am 7. Mai wurde der von den fämmtlichen Siebefd Seiten zu Eifenbach auf eine erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule ?u Stockh-usen präsentirte Schullehrer Karl Altstadt zu Hadershausen sur rn-fe Stelle bestätigt; am 17. Mai wurden dem Schullehrer Heinrich Glitsch >u Grebenau die Lehrerstelle an der Gemeindeschule iu Ruttershausen und dem Schulamtsaspiranten Johann Georg Philipp Lehr aus Ernsthofen bte Lehrer- ßeUe an der Gemeindeschule zu Daubringen Übertragen.

c Dienstentlaffung. Am 5. Mai wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Am.sL?u Kedberg J-h-nn-» «eil mit Wirkung vom 1- Mai auf Nach- suchen ^setmsn^DiensteSö entlasten. Rnb; @lne mit einem evang. Lehrer

»u besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschuie zu Numpenheirn mit einem Gehalt von 900 Jl. Zwei mit seminaristisch gebildeten Lehrern zu besitzende Lehrer stellen an der Volksschule zu Gießen mit einem Gehalt von 1200 IW dsiser Stellet (a7de^S?ad7mädch2u?e "besitzt der Stadtvorst'and zu Gießen LjLWkL K 5»-1 !«=

--------------------- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

ftd?ern üfl 7 der Cultusminister dem Abg. Franz gegenüber, die

Staatspfarrer" seien im rechtlichen Besitze ihrer Pfründen und mußten dann geschützt werden. Für Beseitigung der betr. Bestimmungen sei die Situation noch nicht reif. 3u § 8 erklärte der Minister, die vom Abg. Windthorst aeforderte Aufhebung des Sperrgesetzes sei unmöglich.

Das Resultat der Abstimmung über die §§ 5 bis 8 ist bereits gemeldet.

Heute Nachmittag 1 Uhr fand der Trauergottesdienst für die ver­storbene Kaiserin von Rußland in der russischen Botschafts-Capelle statt, welchem der Kaiser und sämmtliche Prinzen in tiefer Trauer, in russischer Uniform mit russischen Orden beiwohnten. Anwesend waren ferner Fürst Hohenlohe tn Vertretung des Reichskanzlers und alle Minister, die Generalität, die Bot­schafter und Gesandten, die Fürstin Bismarck und viele andere Damen, sowie alle hier anwesenden Rusten. Der Kronprinz hat gestern Abend nach seiner Rückkehr von Magdeburg dem Fürsten Bismarck einen Besuch abgestattet.