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Nr 208.
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AedactionS bureau t svxpedition-bureau:
A^cize- M Amtshiait für irn Kreis Kietzes.
Schulstraße 1^. 19. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn,
rnn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart M P5.
Amtlicher HHeil.
Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 10. September 1878 über den Schutz ^^ßen, am 4. September 1880. der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren.
„„.. „ .. Das Großhcrzoglichc Kmsamt Gießen
an Die Großherrogltchen Bürgermeistereien deS Kreises (mit Ausnahme von Gießen), sowie an die Großberwalicke Volirei verwaltung Gießen und den Großherzoglichen Polizeicommiffär zu Arnsburg. $ 6 $
bfn ffirn6^rinr,H2.n8n@^^U®r Sx?1““ ? bom 151 3uni L 3- beauftragen wir Sie, nunmehr längstens bis Ende dieses Monats den betreffen,
ob« ^^aW6Un0eI betnffs der in Ihren Gemeinden in fremder Pflege befindlichen Kinder unter 6 Jahren zugehen zu lassen
oder aber Mittheilung, daß .eine solche Kinder vorhanden sind, damit von d^en Kreisärzten die vorgeschriebenen Revisionen vorgenommen werden können.
Dr. Hoffmann, Reqterungsrath.
Deutschland.
Darmstadt, 4. Septbr. Nach den neuesten Reisedisposittonen des deutschen Kronprinzen wird derselbe morgen früh um 5 Uhr eintreffen und am Montag um 2 Uhr nach Mainz Weiterreisen, um sich von da mittelst Dawpfboot rach St. Goarshausen zu begeben.
Berlin, 4. Skvtbr. Der Kaiser hat in Erlaß der von dem Kronprinzen abgehaltknen Jnspicirnng des Panzer-Geschwaders folget be Cabinets- oibre erlaffen: „Eurer kaiserlichen ur.b königlichen Hoheit Bericht vom 30. v- Mts. über den Verlauf der stattgehobtm Besichtigung und über den Zustand der Marine im Allgemeinen hat Mich sehr erfreut und Mir zur lebhaften Befriedigung gerecht. Ich wünsche dies auch der Marine gegenüber zum Aus- druck zu bringen und ersuche Eure-kaiserliche und königliche Hoheit, demzufolge diese Ordre zur Kenntniß des Chefs der Admiralität mit dem Ersuchen der weiteren Bekanntmachung bringen zu wollen. Bad Gastein, 9. August' 1880. gkz- Wilhelm. An den Kronprinzen des deutschen Reiches und Kronprinzen von Preußen, kaiserliche und königliche Hoheit."
— Ueber den Socialisten-Congreß in der Schweiz bringt der „Baseler Grenzbote" folgenden Bericht: „Eine Viertelstunde vor dem ansehnlichen, rcbenumsäumien Torfe Ossingen, bei Andelfingen, liegt abseits der Heerstraße in romantischer Lage ob der Thur, zwischen düsteren Bäumen versteckt, daö uralte Schloß Wyden. Ehemals der Sitz gewaltthätiger Raubritter und später die Behausung der Amtleute des Bezirkes, ist eS seit vielen Jahren gänzlich uubewchnt und eine halbe Ruine- Kaum ein Vorüberreisender erfährt von der Existenz dieses verwitterten, weltvergeflenen Gemäuers und auch die Umwohner echten seiner kaum. Um so größeres Aufsehen erregte es in Ossingen urb in den. naheliegenden Häusern, als man vor etwa acht Tagen plötzlich Am in dem Schlöffe bemerkte. Freitag und die folgenden Tage kamen gegen 70 Männer mit fremdländischem Aeußeren von verschiedenen Seiten angereist und begaben sich ohne jede Anfrage und mit der Ocrtlichkeit anscheinend wohl vertraut, nach dem Schlöffe, diffen alterihümliches Thor sich hinter jedem An- n110 a ®6alb toie^er schloß. Dort trieben die Fremdlinge bis vergangenen Dienstag ein geheimnißvolles, der ganzen Umwohnerschaft rätselhaftes Wesen. Außer einigen von ihnen, die sich des Abends nach Ossingen begaben, bekam man während dieser Tage keinen der Schloßbewohner außerhalb der Thore zu Gesicht, mit Ausnahme der Wachen, welche die Wege zum Schloß absperrten und, von einem Posten auf dim Thurme benachrichtigt, Niemanden nahekom- men ließen. In der Nacht dagegen konnte man aus dem hell erleuchteten Gebäude bis weit gegen Morgen weithin schallende Stimmen vernehmen. Als sich nun am Sonnabend in Ossingen verschiedene Gerüchte über das seltsame Treiben auf Schloß Wyden verbreiteten, beschloß die Gemeindebehörde, über die unbekannten Bewohner des Cchloffes und ihre Absichten Erkundigungen Unznzichen, und begab sich deshalb am nächstfolgenden Tage der Gemeinde- Amman nach Wyden. Seine Ankunft rief offenbar Aufsehen hervor: denn während bis dahin im oberen Stockwerke lebhafte D-batt-n gepflogen worden waren, verstummten dieselben mit Einlastung des Gemeinde-Ammans sofort. Letzterer wurde hierauf von einigen Herren empfangen, die sich als ein Central- Comitä der Kranken-, Wander- und Alterskoflen deutscher Vereine der Schweiz" bezeichneten und angaben, daß die gedachten Corporationen eine Generalver- sammlung abhielten. Ein Ersuchen des Gemeinde-Ammanns um Zutritt zu den Verhandlungen wurde jedoch von den Herren ebenso höflich als bestimmt abgelehnt, worauf der Gemeindc-Ammann das Schloß wieder verließ. Da indeffen die sichtbar gewordenen Schloßbewohner keineswegs den Eindruck von einfachen Arbeitern, vielmehr von gebildeten unv zum großen Theile höherge- stellten Männern machten, welche der Rede sehr gewandt waren und überaus sicher auftraten, und da weiter in der Nacht verschiedene Nabewohnende und herbeigekommene Neugierige durch die geöffneten Fenster politische Reden gehört haben wollten, so wurde über alle diese Wahrnehmungen nach Andelfingen berichtet. Noch bevor aber die von dort angekündigten Beamten eintrafen, verschwand am Dienstag bei Morgengrauen die ganze Besatzung des Schlaffes, und man fand nichts als die leeren Räume; die unbekannten Gäste waren ebenso geheimnißvoll wieder abgezogen, wie ste erschienen waren. Seitdem aber ip der Schleier des Geheimniffes gelüftet worden und man weiß jetzt, wer die
vorübergehenden Bewohner des einsamen Schlostes waren und was in besten Mauern getrieben und verhandelt wurde. Die unbekannten Männer waren nämlich die Häupter der deutschen Soctaldemokratie, die auf Wyden einen geheimen Congreß abhielten."
Berlin, 4. Septbr. Die „Rordd. Allg. Ztg." berichtigt eine Anzahl von Zeitungsnachrichten, zunächst die Nachricht von beabsichtigten Unterhand, lungen mit Rom, welche bald in Kissingen, bald in Gastein, bald in Wien und jetzt gar durch den Erzbischof Melchers von Köln geführt werden sollten. Seit dem Aufhören der Verhandlungen, welche der jüngsten Kirchenvorlage vorher- gegangen seien, sei weder von der Curie noch von Preußen eine Anregung zu Unterhandlungen ausgegangen. Gewiß sei, daß Preußen keinen Augenblick die Absicht gehabt habe, solche Verhandlungen anzuregen. Die Behauptung von der Auflösung des Reichsamtes des Innern sei eine Erfindung wunderlicher Art und nicht die germgste Aussicht zu einer solchen Maßregel oder nur zur Umgestaltung der bisherigen Verfaffung dieses Reichsamtes vorhanden. Un- w,.hrheiten, wie die bevorstehende Aufhebung der gesetzlich bestehenden Kornzölle und das Verbot der Kartoffelausfuhr entsprangen der Speculation der Aufkäufer wie tendenziöser Agitation.
— Die Reichsbank hat den Wechseldisconto auf 5V2 und den Lombarv- zinsfuß auf 6 pCt. erhöht.
— Die Londoner Zeitungsnachricht, daß die deutsche Reichsbank Silber- thaler anstatt verlangten Goldes auszahlen wollte, entbehrt jeder thatsächlich-n Unterlage. Sicherem Vernehmen nach wird die Bank wie bisher unbeschränkt Gold auszahlen. Größerem Goldabfluste gegenüber steht lediglich entsprechende Erhöhung des Zinsfußes.
Dow Neckar, 4. Septbr. Das „Hetdelb. Amtsbl.", welches theoretisch die allgemeine Wechselfähigkeit verteidigt, gibt trotzdem die folgenden höchst praktischen Winke. Bauersleute, Handwerker, Arbeiter! Unterschreibt nie einen Wechsel I Warum nicht? 1) Ihr könnt euere einmal gegebene Unterschrift nicht wieder zurücknehmen, so gern ihr es vielleicht thätet. 2) Der Wechsel muß am Verfalltage ohne Weigerung bezahlt werden, und zwar an den, welcher denselben in Händen hat. Dieser hat gar nicht zu fragen, ob ibr die Schuld wirklich gemacht habt oder nicht. 3) Seid ihr nicht im Stande, zu bezahlen, so folgt sofort der Protest, Wechselklage und Beitreibung, Alles mit vielen Kosten verbunden. In wenigen Tagen habt ihr den Gerichts- Vollzieher im Hause, und was das zu bedeuten hat, braucht wohl nicht erklärt zu werden. 4) Einreden können euch vor dem Bezahlen nicht retten. Es kann auch nichts helfen, daß ihr sagt, ihr wäret gar nichts oder ihr wäret nicht so viel schuldig; auch nicht einmal, daß ihr sagt, ihr hättet nicht so viel unterschrieben. Ihr habt eueren Namen unter den Wechsel geschrieben und müßt zahlen, so viel darauf steht. Und wenn euch auch versprochen wäre, der Wechsel solle nicht in Umlauf gesetzt oder er solle am Verfalltage prolon- gilt werden, so nützt es euch nichts, auf dieses Versprechen euch zu berufen. 5) Wenn ihr eine Schuld habt, versuchet alles Mögliche, sie zu tilgen; ver- kaufet oder entzieht euch lieber etwas, sollte es euch auch hart ankommen — aber unterschreibt keinen Wechsel dafür. Ihr übergebt euch in den meisten Fällen einem wildfremden Mcnfchen auf Gnade oder Ungnade. 6) Sprecht euch über euere Lage aus und fragt ehrliche Leute um Rath; Schnlven schänden nicht, wenn sie nicht auf schlechte Weise gemacht sind. Wenn der Wechsel- Eigenthümer auch Wort hält und nicht über euere Geldverlegenheit spricht, am Ende, wenn euch Haus und Hof verkauft wird, wird euere Lage doch aller Welt offenbar. 7) Bei Allem, was ihr thnt, bedenket das Ende. Mein seliger Großvater war ein kluger Mann, und golden war der Rath, den er immer wiederholte: „Thu', was du thuest, aber keinen Wechsel unterschreibe 1" 8) Schneide dir diese Warnung aus dem Blatt heraus, klebe sie an die Innenseite deiner Schlaskammerthüre, und lies sie wenigstens alle Sonntage einmal aufmerksam durch I Du und die Deinen fahren wohl dabei.
Hesterreich.
Przemsyi, 4. Septbr. Der Kaiser von Oesterreich ist 11 Uhr Vor- mittags hier eingetroffen und von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt worden. Auch auf der ganzen Fahrt von Krakau hierher wurde dem Kaiser von der Bevölkerung ohne Unterschied des Standes und der Consesston ein begei-


