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Gießen, 5. Februar. (Sin mitleidiger Mensch, welcher für die Glaser sehr besorgt sein scheint, zertrümmerte heute Nacht mehrere Laternen auf dem Seltersberg. Wenn er doch nur in die Lage käme, daß er auch die Glaserrechnung bezahlen müßte!
— In Wetzlar wurden am 31. v. Mts. von einem Menschen aus Marbach diverse Kleidungsstücke gestohlen und zum Thetl hier versetzt. Die Schutzmannschaft spürte gestern den Annektanten aus und verbrachte ihn nach No. Sicher.
- Bezugnehmend auf die in gestriger Nummer enthaltene Notiz, bett, die Tonnenanlage in der Neustadter Schule, wird uns heute die Mittheilung, daß es sich nur um drei ein Meter lange eingefrorene Zuleitungsrohre handelt, wie dies in diesem Winter an der Tagesordnung ist. Eine Gefahr für die Gesundheit ver Kinder liegt nicht vor, da bekanntlich zugefrorene Fäcalstoffe keine üble Wirkung besitzen. Die „Tonnenanlage" an sich kann also gar nicht in Betracht gezogen werden.
— Für die „Herberge zur Heimath" wurden weiter gezeichnet bezw. betgetragen:
a. Einmalige Beiträge: Aus Hungen: Von H. Brück 5 JL, Steuer Comm. Snell 3 Jt, Oberpfarrer Hofmann 10 JL, Amtsrichter Krauß 10 JL, W. Müller 5 ^M, von Sr. Excellenz dem Herrn Staatsminister von Starck zu Darmstadt 50 Jt, Frau Echternach Ww. dahier 5 JL, Secretar Wilker 3 JL, Prälat Dr. Simon 5 Oberpfarrer Dieffenbach ii Schlitz 5 JL, Louis Wallenfels dahier 20 Karl Volkmann in Heuchelheim 25 Jl, Dr. Winther dahier 5 Jt», Deean Pullmann in Grünberg 15 Jl, Pfarrvicar Weber in Watzenborn 50 Pfarrer Schlosser gesammelt 3 vom Wohlthätigkcrts-Eomits 100
b. Jahresbeiträge: Don Dr. Ab6c in Bad-Nauhetm 5 <X, Frau Echternach Wittwe dahier 5
c. Unkündbare Darlehu: Don Karl Volkmann in Heuchelheim 25 Jt, Pfarrvicar Weber in Watzenborn 50 JC.
Zusammen mit den in Nummer 27 des „Gießener Anzeigers" aufgeführten Beträgen 2551 Jt 3o Weitere Beiträge nimmt Kreisamts.Gehülfe Döring zu Gießen entgegen.
— Die „Volksküche" vertheilte heute 1134 halbe Portionen. Verkauft wurden hiervon 102, 1032 Portionen erhielten Arme, Kinder und Handwerksburschen.
nach S 1 erforderliche Geldbedarf von zusammen 18,850,000 JL ist durch Veräußerung «incS entsprechend«!, Betrags von Schuldverschreibungen aufzu- brtngeu. Wann, durch welche Stell« und in welchen Beträgen, zu welchem Zinsfüße, zu welchen Bedingungen der Kündigung und zu welchen Coursen die Schuldverschreibungen verausgabt weiden sollen, bestimmt der Finanz- Minister. Im Übrigen kommen wegen Verwaltung und Tilgung der An- leihe u. s. w. die Gesetzesvorschrtfien vom 19. Dccbr. 1869 zur Anwendung. S 3. Jede Verfügung der Staatsregierung über die tm $ 1 bezeichnete Eisenbahnstrecke bezw. Eisenbahn durch Veräußerung bedarf zu ihrer Rechts- gülttgkeit der Zustimmung beider Häuser des Landtags. Alle dieser Vorschrift entgegen «insetttg getroffenen Verfügungen sind rechtsungültig. § 4. Die Ausführung dieses Gesetzes wird, soweit solche nach den Bestimumngen dcö § 2 nicht durch den Ftnanzmintster «folgt, dem Minister der öffentlichen Arbeiten übertragen. __ .
Berlin, 3. F-br. Rach der preußischcholländtschen Greuze ist Militär abgegangen, uw dem durch den neuen Zolltarif vermehrten Schmuggel zu wehren, da die Kräfte der Grenzbeamteu hierzu nicht ausreichen. Namentlich wird Tabak eingeschmuggelt, wie dieses in jüngster Zeit Confiseatiouen in Viersen, Wesel, Calcar u. a. O. bewiesen haben. Man nimmt an, daß dort ca. 95 pCt. geschmuggelten Tabak consumtrt wird. Aus Wese! wird der „Kref. Ztg." geschrieben: Gestern wurden in der Gegend von Werthecbruch 200 Pfo. geschmuggelten Kaffee confisctrt- Es sollen in nächster Zeit die Grenzüädtchen und Ortschaften mit Militär belegt werden. Die Grenzbewachung wird schließlich mehr kosten, als der ganze Zoll einbringt, und die Berichte über Schmugglergefechte an der russischen Grenze werden bald traurige Settcnstücke von der holländischen Grenze erhalten.
Gieße», 5. Februar. fHerberge zur Heimath.) Die Zeichnungen für die Herberge zur Heimath haben einen befriedigenden Anfang genommen. Da die meisten aus Ungewißheit über die rechte Art und Weise ihre Betheiiigung bisher noch damit zurückgehalten haben, so steht nach dem gemachten Anfang zu hoffen, daß die erforderliche Summe zur rechten Zett zusammenkommen werde. Erwünscht wäre es dem Cornits allerdings, wenn die Zeichnungen nun möglichst beschleunigt würden. Es bedarf dazu nur der Einsendung der den Circularen betligenden Zeichnungsbogen oder sonstiger Anmeldung an Herrn Kretsamtsgehilfen Döring, während das Geld selbst demnächst durch einen Sammler erhoben werden wird. Am meisten zur Förderung der Sache dienen einmalige Beiträge und unkündbare Darlehen in größeren Beträgen, da die Herberge, wenn sie richtig geleitet wird, in wenigen Jahrn rentiren muß. Die Verwirklichung dieser Hoffnung wird in erster Linie von der Person des Hausvaters abhängig sein, und wird das Comitö in der Auswahl desselben daher mit der äußersten Vorsicht ver-- fahren. Die Stelle wird in diesen Tagen in einer größeren Anzahl von Blättern, besonders Fachblättern, ausgeschrieben werden, und wird das Comitä darauf sehen, einen schon in ähn ltchen Anstalten thätig gewesenen Mann zu gewinnen- Auch die Lieferung der Betten, des Bettwerks und sonstigen Mobiliars wird demnächst tm Anzeiger und in anderen Blättern zur ,
Telegraphische Depeschen.
Wagner'- telegr. Correfpondenr ■ Bureau.
Dresden, 4. Februar. Kronprinz Rudolf von Oesterreich ist heute Morgen um 8 Uhr hier etngetroffen und wurde von dem König und dem Prinzen Georg herzlich begrüßt.
Bukarest, 4. Februar. Fürst Alexander von Bulgarien trifft auf seiner Reise nach Petersburg incognito in Bukarest ein, nimmt hier jedoch nur einen Aufenthalt von zwei Tagen.
Paris-, 4. Februar. Bet Argenteuil, in der Nähe von Parts, hat tn Folge Zusammenstoßes ein Eisenbahnunfall stattgefunden, durch welchen 7 Menschen getödtet und 20 verwundet wurden.
Petersburg, 4. Februar. Die Kaiserin ist heute Nachmittag 4 Uhr bei heiterem, mildem Wetter wohlbehalten eingetroffen. Der Kaiser und die kaiserliche Familie empfingen die Kaiserin am Bahnhofe und geleiteten sie nach dem Winterpalats. Die Kaiserin fuhr im geschloffenen zweispännigen Wagen und wurde auf dem Wege durch die mit Flaggen geschmückte Stadt von der dichtgedrängten Menge, welche Spalier bildete, mit begeisterten Zurufen
begrüßt.
San Francisco, 3. Februar. Nachrichten aus Unter-Calisornien zufolge berief der Gouverneur der Provinz Frontera die Miliz unter die Waffen und proklamirte den Belagerungszustand im ganzen Distrtcte. Folge des Aufstandes in La Paz unter Marguez ist letzterer aus La Paz ver, trieben und mit einigen Anhängern nordwärts geflohen.
Vermischtes.
Darmstadt, 2. Februar. sPostpersonalnachrichten.) Angestellt ist: der Postpraktikant Garthe tn Gießen als Postsekrelär. ' Entlasten ist: der Postverwaller Heyn in Mombach.
Mainz, 2. Febr. Am Samstag Vormittag begab sich ein junger Mann nebst seiner Braut und den nöthigen Zeugen auf die Bürgermeisterei, um durch den Standesbeamten die Civiltrauung vornehmen zu lasten. Als dieser Act gerade vorgenommen werden sollte, erklärte plötzlich der Standesbeamte, daß er dte Trauung heule gar nicht vornehmen dürfe, da die gesetzliche Frist der Publikation, durch öffentlichen Anschlag am Stadthausgebäude noch nicht verstrichen sei; diese Frist sei erst in 8 Tagen abgelaufen. Man denke sich den Schrecken der Brautleute, die auf diese Nachricht wie „aus den Wolken gefallen" tonten, denn schon waren alle Vorbereitungen zu einem großartigen Hochzettsfeste getroffen, und die Gäste harrten auf ein lukullisches Mahl. Der Standesbeamte erklärte den Brautleuten, daß er wohl das Unangenehme der Lage einsehe, allein gegen die gesetzlichen Bestimmungen nicht handeln dürfe, er könne die Trauung demgemäß nur vollziehen, wenn er dazu Die Ermächtigung der Oberbehörde in Darmstadt erhalte. Da gab's kein langes Besinnen. Ein naher Verwandter des Bräutigams eilte zur Bahn, um in Darmstadt die Erlaubnis zur sofortigen Trauung zu erwirken. Mittlerweile begaben sich die Brautleute wieder nach Hause und das Hochzeitsfest nahm ungestört seinen Verlauf Endlich am Abend traf der sehnsüchtig erwartete Bote mit der erhaltenen Erlaubniß von Darmstadt ein. Nun begaben sich die Brautleute 6 Uhr Abends nach ver Bürgermeisterei und von da zur Kirche, da nunmehr der Verbindung nichts mehr im Wege stand. (M. A.)
— („Preuß" hat er gesagt.) Vor einem hannoverschen Schöffengericht spielte sich vor einigen Tagen die nachstehende drollige Scene ab. Ein Bauer hat einen anderen wegen Beleidigung verklagt und beide sind vor dem Schöffengericht erschienen. Vorsitzender (zum Kläger): Nun sagen Sie ein Mal, wollen Sie sich nicht lieber vertragen? Kläger schüttelt heftig den Kopf. Vorsitzender: Sie wissen, Friede ernährt, Unfriede verzehrt. Kläger (erregt): Ich kann's nicht verzeihen. Vorsitzender: Na, erzählen Sie, was hat er denn so Schweres zu Ihnen gesagt? Kläger: Ja sehen Sie, Herr Richter, daß er mir acht Mal schon den Brunnen verschmutzt hat, das verzeihe ich ihm, aber eins, das - nein, das ist zu arg — (kleine Pause, in der Richter und Zuhörer mit gespannter Aufmerksamkeit warten) „Preuß" hat er zu mir gesagt — und das werden Sie einsehen, Herr Rich'er, kann ich mir doch nicht gefallen lasten! Es entsteht allgemeine Heiterkeit und der Vorsitzende muß Ruhe gebieten- Nach erfolgter Abweisung der Klage verläßt der Kläger kopfschülielno den Saal und murmelt: „Preuß" hat er gesagt — bin ich denn ein Preuß?
Paris, 31. Januar. In Folge des starken Eisganges auf der Seine stellten die Localboote (Pateaux-Mouches) ihre Fahrten ein. — Aus Angers wird gemeldet: „Die Gefahr bei Ponts de-Cs ist so groß tote bet Saumur. Der Loiret ist vollständig mit dicken Eisschollen verstopft. Auf diesem Punkte sind die Bogen der Brücke sehr eng und die Strömung stark. Wenn keine Vorsichtsmaßregeln getroffen toeroen, toirb der Eisgang schrecklich werden; Tausende von Neugierigen gehen nach den Pontß-de Cs "
— Die Kohlcngrubcnbefitzer zu Newstraitsvtlle in Ohio waren vor einiger Zeit dahin übereingekommen, in Zukunft nur veiheirathete Arbeiter tn ihren Kohlengruben zu beschäftigen. So hatte vor einiger Zeit die „Consolidated Mining Co." 4U ledige Arbeiter entlassen. Die anderen daselbst beschäftigten Arbeiter stellten darauf hin die Arbeit ein und machten ihre Rückkehr von der Bedingung abhängig, daß die ledigen Leute wieder angestellt würden. Dieses Verfahren veranlaßte die übrigen Kohlengrubenbesitzer, vorläufig von einem gleichen Verfahren abzustehen. Das sonderbar erscheinende Vorgehen ist Darauf zurückzuführen, daß die Gesellschaft das Drucksystem, nach welchem die Arbeiter gezwungen werden, einen Theil ihres Lohnes in schlechten Maaren zu hohen Preisen zu nehmen, bei Den verheiratheten Arbeitern bester ausbeuten zu können glaubte, als bei den ledigen.
— [Ueber die Verwendung der Stctnkohlenasche.) Bei der Ausdehnung der Industrie ist der Verbrauch der Steinkohlen sehr gestiegen, daher die großen Rückstände von Asche, welche bisher noch wenig verwendet, ja oft verschleudert wurden; und dennoch hat diese einen bedeutenden Werth. In nasten und schweren Gartenböden bringt die durch ein Drahtgitter geworfene Steinkohlenasche einen unberechenbaren Vortheil. Ein Aufträgen von 6—7 Zentimeter Steinkohlenasche im Herbste und gehörige Unterbringung mit dem Spaten lockert die Erde bedeutend, bewirkt ein besseres Eindringen der äußeren Athmojphäre und befördert die darauf gebauten Gewächse in ihrem Wachsthume. Alle Gattungen gedeihen in dieser Erve vortrefflich, besonders die Hülsenfrüchte. Ein zweiter Nutzen ist die Vertilgung der nackten Gartenschnecke und der Regenwürmer durch das Aufstreuen Der Asche auf die Beete. In der Oeconomte bietet die Steinkohlenasche gleichfalls große Dortheile. Nicht nur als Beimischung zur Komposterde, sondern jeder tiefe und undurchlässige saure Boden wird beim Aufträgen von 8 — 10 Zentimeter Höhe gelockert und culturfähiger gemacht und je nach Beschaffenheit des Ackers kann man dieS 2 3 Jahre nacheinander wiederholen. Ein gleiches gilt bet nasten und sauren Wiesen, welche 5 Zentimeter hoch mit Steinkohlenasche überzogen werden. Schon im ersten Jahre sind die schönen Resultate wahrnedmbar, das Moos und die sauren Gräser verschwinven nach und nach, und an ihre Stelle tritt der weiße Wiesenklee, welcher eine dichte Narbe bildet und ein gutes und reichliches Futter giebt.
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New-York, 4. Februar. „New-Aork Herald" zeigt an, daß er eine Subscriplton für Unterstützung der nothleidenden Irländer eröffnete und feine eigene Beisteuer 100,000 Dollars betrage.
Berlin, 4. Februar. Dte Abendblätter melden die Beförderung des ContreAdmlrals Bätsch zum Bice-Admiral. — Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge ist dem General v. Kirchbach, welcher den erbetenen Abschied erhielt, der Grafentttel verliehen worden.
— General-Lieutenant v. Pape ist zum General der Infanterie und commandirenden General des 5. Armeecorps ernannt und heute vom Kaiser empfangen worden.
Dresden, 4. Februar. Die erste Kammer hat den Antrag der zweiten Kammer, daß bet dem Bundesrathe auf Abänderung des Gertchtskosten-Gesktzes hingewirkt werde, abgelehnt, nachdem der Justizminister denselben als verfrüht bezeichnet hatte.
Bern, 4. Februar. In dem Proceffe Hellwag gegen die Gott- hard-Bahn wurde letztere vom Schiedsgerichte einstimmig zur Zahlung von 174,000 Francs Entschädigung, sowie zur Tragung sämmtlicher Gertchtskosten verurtbetlt.
Wien, 4. Februar. Meldungen der „Polit. Corresp." Aus Konstantinopel, 4. ds. Die der montenegrinischen Grenzregultrungs Commission angehörigen türkischen Osstctere sind einberufen zur Bestimmung einer ausreichenden Comvensation an Montenegro für Berzichtleistunq auf Gussinje und Plawa. Italien setzt seine energischen Bemühung-» zur Ordnung dieser Angelegenheit fort. — Aus Sofia, 4. ds. Die zweite Abthetlung der Wahlen ist beendet. Die Mehrzahl der Gewählten ist tn politischer Beziehung unbekannt.
Mainz, 4. Febr., Abends. Die Stadtverordneten genehmigten tn geheimer Sitzung gegen 4 Stimmen den neuen Vertrag mit der Hessischen Ludwtgsbahn, betr. die Bahnumsührung. — Wegen Eisstellens wurde der Verkehr des Trajectbootes mit Castel eingestellt.
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Wetzlar, 2. Februar. Auf das seiner Zeit an Seine Majestät den Kaiser gerichtete Jrnrnediat-Gesuch um Erlangung einer Garnison ist nunmehr aus dem Kriegsministerium folgender Bescheid an einen hiesigen Unterzeichner des Gesuchs gelangt:
„Seine Majestät der Kaiser und König haben das von Ihnen in Gemeinschaft mit vielen anderen Bewohnern der Stadt und Des Kreises Wetzlar eingereichte Jrnrnediat-Gesuch vom 6. v. Mts. um Wiederbelegung dieser Stadt mit einer Garnison einer Prüfung unter* ziehen und Allerhöchst sich darüber Vortrag erstatten lassen. Auf Befehl Seiner Majestät werden Sie unter dem Anheimstellen Der weiteren Mittheilung hierdurch benachrichtigt, wie auch nach erneuter eingehender Erwägung aller tn Betracht kommenden Verhältnisse dem gedachten Anträge nicht entsprochen werden kann". (W. A)
— Die Zelluloid-Maaren, die jetzt maffenhaft auf den Markt geworfen und von Damen vorzugsweise getragen werden, sind, tote bekannt, sehr gefährlich. So hat sich dieser Tage in Berlin ein Unfall in Folge der leichten Brennbarkeit der Zellulose ereignet. Ein junges Mädchen trug einen rothen Cellnloidpfeil in den Haaren, kam einer Flamme mit dem Pfeile zu nahe und Pfeil und Haare brannten lichterloh. Die arme „Abgebrannte" hat beinahe alle Haare eingebüßt und schwere Kopfwunden davongetragen.
Berlin, 31. Januar. Seit einigen Tagen wird im hiesigen mikroskopischen Aquarium Edison's neue electrische Lampe der staunenden Men.chheit gezeigt. Auf einem Holztische erhebt sich ein mehrere Fuß hoher Ständer, der von einer kleinen Glaskuppe, die ungefähr die Große eines Eies hat, gekrönt wird. Inmitten der Glaßkuppe befindet sich der verkohlte Papierstift, der, tn Form eines Hufeisens, von k einen Platinastäbchen geyalten wird, weich' letztere wieder mit dem Electro-Magneten in Vrebindung stehen. Das ganze Instrument macht einen höchst unscheinbaren Eindruck. Das Licht, das der kleine Paprerstift ausstromt, ist ein höchst ruhiges, gleichmäßiges und den Augen wohlthuendes. Jntereffant ist das Experimen^ das mit dieser 's Metrischen Lampe tm Wasser gemacht wird. Wie bekannt, brennt das electrische Licht in einem


