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1880*
Samstag den 4. December
Nr. 284.
Avieizk- m AMMtt fik dm Kreis Gichn.
RedaelionSbureaur ) Schulstraße L. is.
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Erscheint «»glich mit Ausnahme des Montags.
Gießen, am 1. December 1880.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark SO Pst
Betreffend: Die Wahl der Schulvorstandsmitglieder in dem Kreise Gießen. e
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
».... ... *•*. •* protocolle in rubr. Betreff innerhalb 3 Tagen. .
Dr. Boekmann.________ __
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Ler niedrigen Stände liegen, und diese werden dadurch nicht günstiger, daß die Waarenpreise in die Höhe getrieben werden und einige wenige Großpro- ducenten große Unternehmungsgewtnne einstretchen. — Es wird sicher für die Landwirthschaft und für das ganze allgemeine Volk von großem Segen sein, wenn die Jntereffenten der Landwirthschaft das Vorurthetl fallen taffen , daß sie von Lebensmittelzöllen einen Nutzen haben, und wenn sie , wenn diese ge- fallen sein werden, mit in die Bewegung eintreten zur Unschädlichmachung des Zolltarifs von 1878. ■ .
St^Und"*wenn nun durch bie betr. Getreidezölle einer größeren Zahl von Reichsbürgern ein erheblicher Nutzen geschaffen würde I Aber das ist durchaus nicht der Fall. — Die Steigerung der Getreidepreise resultirt zumeist aus dem Ausfall der Ernten, und in Rücksicht auf düse Steigerung der Preise verwögen die Zölle den Import durchaus nicht abzuhalten, sondern nur ihn auf Kosten der Consumrnten zu vertheuern. Der Vortheil der Preissteigerung kommt nur wenigen Großgrundbesitzern zu Gute, wie düs schon häufig ausgeführt worden ist, da die erdrückende Mehrzahl der in der Landwirthschaft erwerbenden Personen Getreide und Brod kaufen müffen, ein anderer kleinerer Theil aber wenigstens nicht oder nicht erheblich verkauft. Und was etwa von den Großgrundbesitzern in Folge der Zölle an höheren Preisen gewonnen wird, das müffen sie reichlich wieder verausgaben in den steigenden Preisen der Jn- dustrüwaaren in Folge der Zölle auf diese, die ja nur durch den Compromtß der Agrarier mit den Industrie-Schutzzöllnern durchgesetzt worden sind. — Mögen es die schutzzöllnertschen Vertreter der Landwirthschaft doch nur endlich einsehen, daß sie bet den Compromiß-Mantpulattonen bei Gelegenheit der Tarifvrrhandlungen die Dupirtrn gewesen sind. Die Zölle auf Jndustriepro» ducle repräsentirten erheblich höhere Verhältntffe zum Werthe der Maaren als alle landwtrthschaftlichen Zölle, sodaß, wenn die Producenten von Wetzen, Roggen und anderen lundwirthschaftlichen Produkten 2 biS 3 pCt. durch den Zoll verdient haben, sie 15 bis 30 pCt. und mehr für ihren Bedarf an In« dustrtewaaren mehr zu bezahlen haben. Und Wetter muß ihnen doch nun endlich klar werden, daß die Zölle auf Lebensmittel auf die Dauer nicht zu halten sind, daß sie über kurz oder lang fallen müffen, und daß die Industrie, »öüe sie vielleicht lange überdauern werden. Die liberale Partei im deutschen Reiche hat es ja ausdrücklich erklärt, daß sie die Jndustrtezölle vorläufig nicht angreifen wolle, dagegen sich verpflichtet halte, die Lebensmittelzölle sobald als möglich zum Falle zu bringen. Mas haben dann die Agrarier für einen Nutzen von ihrem Compromiß mit den Jndustriezöllnern? — Der vermeint- Uche Vortheil, den sie sich aus den Lebensmittelzöllen versprachen, ist ihnen entrtffrn, der Nachthetl in den höheren Preisen der Jndvstltewaaren, den sie durch die Bewilligung der Jndustrtezölle sich und dem Volke geschafft, der aber bleibt ihnen vorerst sicher. .
Es ist kein Zweifel, das Jntereffe der Landwirthschaft fällt mit dem Jntereffe der Eonsumenten zusammen; denn erstens ist die überwiegende große Zahl der landwirthschaftlichen Grundbesitzer nur als Producenten für den eigenen Bedarf, im Uebrtgen aber als Consumenten zu betrachten und zweitens ist eine günstige Absatzmöglichkeit für die zum Verkauf producirenden Land, wirthe um so eher wahrscheinlich, je bester die Verhältnisse der Arbeiter und
Die landwirthschaftlichen Schutzzölle.
Weizen 209, Roggen 211, so lautet nüchtern und trocken die Schilderung, welche der Berliner Waarenbericht In diesen Tagen von einem Rothstande ent- wirft, der in dem unmittelbar bevorstehenden Winter erst zu seiner schlimmsten Ausdehnung gelangen muß. Es ist kaum Aussicht vorhanden, daß die Preise für Roggen im Laufe der nächsten Monate erheblich heruntergehen werden, denn, angereizt durch den hohen Werth der Waare, ist die einheimische Production sicher schon zum größten Therl verschlosten, und ein stärkerer Import, als er bisher stattgefunden hat, ist in keinem Falle zu erwarten. Es wird also wohl zunächst dabei bleiben, daß der Roggen höher im Preise steht, als der Weizen, das Brod der Armen theurer ist, als das Backwerk der Reichen — und doch zeigt sich noch immer keine Geneigtheit, den verkehrtesten und ungerechtesten aller Zölle, den Getreidezoll, aufzuheben, ja, im Gegentheil, es ist von einer Sette die Angesichts des Nothpandes unerhörte Forderung erhoben worden, den Kornzoll noch erheblich zu erhöhen. .
Mau hatte früher auch Getreidezöüe, aber trotz aller Begünstigung der Großlandwirthfchaft, die dem junkerlichen Regtmente immer eigenthümlich war, hatte man es doch stets für nothwendig gehalten, den Zoll zu suspendiren, sobald die Preise für Weizen und Roggen nahe kamen, ja es bestano sogar eine Bestimmung in früheren zollpolitffchen Abmachungen zwischen den zollver- bündelt n deutschen Staaten, wonach jeder einzelne Staat für sich berechtigt rrar, die Kornzölle zu suspendiren, wenn der Roggenprets 187 pro
1000 Kilogr. erreichte. Es liegt auf der Hand, daß eine Erleichterung der traurigen Lage des Volkes, die aus der Höhe der Roggenpreise resultirt, gegen- wärtig schlechterdings nur durch die Aufhebung der Zölle auf Getreide geschafft werden kann, weil ein Niedergang der Preise der Zerealien vorläufig eben «icht zu erreichen ist, und weil die ErwerbsauSstchten keineswegs im
befte16en„i18 einem Techniker, der zur Vorsehung der Stelle eines KreisbauousseherS
m Narmftadt. 1- December. sZweite Kammer der Stände ,65. Sitzung. Säiluß I Nachdem Abg Schröder seinen Antrag bttailirt begrünbet, erflart ©täatf^ min er Frh? v S t a r ck Excl., ber Antrag Wolfskehl sei für d,e Regierung anuehm- darin eine Stärkung der Selbstverwaltung in ber Hand der Provinz erblicke- der Antrag des Abg. Schröder dagegen erscheine unannehmbar, da.dasAtereste des Staates an Verbindungswegen zweiter Slaffe nicht so weit gehe, daß der,elbe b.e
SMeumÄ Wer Art, 12 verbunden.
‘ÄS'Äof'en “baue, hierdurch nicht gedeckt sind, werden dieselben der Welle ^gebracht, dab^ Straße berührt werden, ein Vierthell
der in ihrer Gemarkung außerhalb des Ortes entstehenden Baukosten und außerdembie fTmSen Kosten der Ortsdurchfahrt zu bestreiten haben,
Ab^M^ö l U n g"e ^un? Ge^chstn^be^ntra^en, pos. 2 zu fassen: „von dem Rest *^.8 6,amr„8en roinfdinüuna b0ei' Absatzes' Auch können Gemarkungsinhaber, für welche eine Straße ® mit einem entsprechenden Beitrag zu-
S Allen sähe 'm Kalle Ar Nichtvereinbarung auf Antrag des Kreis- ?g Hs von dem Pr°°in,chlau,schub"ngch evntradietvrischer Verhandlung festgesetzt wird. Ein Reeurs an das tberste Verwaltungsgerrcht findet nur aus den >u Art. 67 des ^^rr^eL ü^^S^urÄ^Higen sich nach die Abgg Frei- hprr D N ordeck zu r Rabenau, der für den Antrag Schroder eintritt, B u ebner, h STro8iftm M-tz° lÄ'te Sta @t“e“V«?(Ä- ZU Kl ^d L^er^tre Schrader und Gen-llsen mit^ge^n 2° StiNU £Äl>lÄ Lnpätimmmder von° d°em Ausschuß sür be.de A.llkel Weiter filmmi ow -r > » » .. in ben Motiven zu der Gesetzesvorlage von d:r
W“??"SSef stufaae3 der Dotation der Provinzen in Erfüllung geht.
Regierung gemachtt Z , von Eilend er g er und Genossen beantragten Zusatz . 7k, „L smniiinaer und Genossen beantragten Modistcation der pos. 2
Äen"m.nen "Ebenso^ gelanget^hier^ der von M ö l l i n g e r ,u Art. 9 beantragte Zu-
6'«™ m" 146"8 @nlrourf e8, zu welchem von den Abgg. Seubert
und Schröder Abänderungsanträge eingebracht werden, muß der vorgerückten Zeit wegen abgebrochen werden. - Nächste SsAnh m 66. Sitzuug.s
Di, K°mm?r sÄ in der »erÄn" de« Gllchesen.wurses, de» Bau und die Unt«; l)a,tunMuÄ b
Art-/? ^eis ist aehalten spätestens zu dem Termin der Uebernahme der KreisstSn Mt 6) das ersorderl.che technische Personal anzustelleu. Dasselbe hat
2. »ZUoßenworten, deren Minimal,ahl das Ministerium des Inner» und der Justiz bestimmen kann- Ansatz - Rur Ueberwachung des unter
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SS tragen den Zusatz. „Auf Antrag eines £ ' ber Krcisstratzen an stelle des Ueberwachung des Neubaues und der Unüiha tung^ o beauft GQt werden." - Abg. unter 1 genannten ^echnikers von> der Staatsr g e^ung Artikels Strich
Osann beantragt wr. Jutereste der Selbsw rwaltu g^ Schröder, Schönberger, ber Worte : ..d«en M'n.malzahl m s. w. ^-^in beantragen für Art. 14 folgenbe Ellenberger Wadsack, PUtban und Ha^nl Termin der Uebernahme der Fassung: „Jeder c‘0^?,Vxiid)er on5t an Straßenwarten anzustellen, deren Kreisstraßen (Art- 6) das ersvlderlicye P i ber Justiz bestimmen kann. Die Minimalzahl das Ministerium ^ 3 ßj führt die locale Staatsbüu-
Leitung der Neubauten wie der Unter^^"ung erklärt sich im Uebrigen
behörde." - Abg^ Sch r o Ä ler zieht seinen Antrag zu
mit dem Antrag Osann emverstanden. ^-?,herr v- Nord eck zur Rabenau L^uimmil^ä'bekwL'Ä Wort „kann" im


