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Köln, 1. November. In der Recht vom Samstag auf Sonntag ist der Rhein hier» selbst bis zu 23 Fuß, gleich 7,53 Meter gesttegen. Im Laufe De8 gestrigen Tagrs biS Nachmittags 5 Uhr wuchs der Strom nur noch um 0,03 Meter. Um oiese Zett beöeJie .baS Wasser die ganze Uferstrecke von der Nhemgasse bis zur festen Brücke, auch am Thürmchenstyor war es über bas Werft getreten. Die Hafengasse und ein großer Theil der Mauthgass- standen ebenfalls unter Wasser; durch das Rdeingassenthor reichte dasselbe bis in die Rhetngasse hinein ; in der Friedrtch-Wilhelmstraße stanv cs über den Eingang des Rheinbergs hinaus. Der Steg, welcher hier über das Wasser bis auf die Schiffbrücke gelegt war, erwies sich bet dem großen Andrange des Publikums, das von der Brücke aus den Anblick des mächl g angeschwollenen Stromes genießen wollte, als viel zu schmal, so daß zeitweise arges Gevränge entstand. Es wurde erwartet, daß der Strom im Laufe der Nacht wieder fallen werde.
München. Am 26. v. M. hat sich hinter der Pinakothek ein sunger Student aus Smyrna erschossen. Derselbe kam von der Universität in Athen und wollte sich auch auf der hiesigen einschreiben lassen. Man vermuthet, daß der Unglückliche als Opfer eines amertkansschen Duells fiel.
Thal bei Eisenach, 29. October Emil Palleske, in den wertesten Kreisen als Shake speare Vorleser und Biograph Schlller's bekannt, ist nach mehrmonatlichcm schmerzvollem Krankenlager am 28. Oktober in seiner Billa zu Thal bei Eisenach entschlafen. Sein erst vor Kurzem erschienenes Buch über „die Kunst des Vortrags" hat zahlreichen Gebildeten Belehrung und Anregung gebracht und darf als literarisches Vermachtniß des in rüstigem Mannesaller dahin gerafften Vertreters seiner Kunst betrachtet werden. Palleske war als Sohn unbcmitt.lter tzltern am 5. Januar 1x23 in Tempelburg (Pommern) geboren.
- Adeline Patti, die „Königin der Nachtigallen", will definitiv dem Kunstleben entiagen. Sie hat soeben Paris verlassen, um eine Kunstreise durch Deutschland anzutreten, nach deren Beendigung sie nach Paris zurückkehrt, wo sie während der Wintermonate am „Thöä.re deS Nations" noch eine Reihe von Gastrollen geben wird. Im künftigen Frühjahr schifft sie sich nach Amerika ein, um dort, wo sie ihre Künstlerlaufbahn begonnen, dieselbe für immer abzuschließen. Im Vollbesitze ihrer Mittel, im Zenith ihres Ruhmes entsagt sie einem Wirken, wie die Annalen der Kunst es erfolgreicher selten verzeichnet haben.
Rußland.
Petersburg, 1. Novbr. Es scheint, daß der jetzige Cbes des Finanzministeriums , Greigh, In kur.er Frist aus dieser Stellung scheide» und an seinerstatt Abaza als Finanzminister treten wird.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau.
Berlin, 2. Novbr. Fürst Hohenlohe begibt sich morgen zum Besuche des Herzogs von Ratibor nach R '.nden in Schlesien und kehrt, sobald es seine Gesundheit gestattet, nach Paris zurück, um die Leitung der Botschaft zu übernehmen. .
— Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Meldung eines Wiener Blattes,
Lokales.
Gießen, 3. November. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 24. bis 30. October belief sich im Ganzen auf 10 und wurden hiervon 7 Kinder und 3 Erwachsene betroffen. Bei 2 Kindern im ersten Lebensjahre konnte eine de stimmte Todesursache nicht angegeben werden, 2 andere starben, erst wenige Wochen alt, an allgemeiner Schwache Von älteren Kindern starb eins an häutiger Bräune, eins an Dypthe-, r.tis, eins an Lungenentzündung. Bei den erwachsenen Personen war organische Herzkrankheit. Lungenschwindsucht, Tuberkulose des Bauchfells je einmal Todesursache. G.
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daß der Reichkanzler seine Entlassung gefordert habe oder zu fordern gedenke, als jeglicher Begründung entbehrend.
Kassel, 2. Novbr. Der vormalige Oberpräfident v. Möller ist heute an einer Lungenentzündung gestorben.
London, 2. Novbr. Das Gerichtsverfahren gegen Healy und Walsh wegen der Einschüchterung des Pächters Maaning wurde gestern in Bantry eröffnet. Die Verhandlung endete mit der Verweisung der Angeklagten vor die Assisen. Die Angeklagten wurden gegen Caution fretgelassen.
Gent, 2. Novbr. Der „Bien Public" veröffentlicht ein längere« aus Rom dalirtetz und von dem Papste unterzeichnetes Document, wodurch dem früheren Bischof von Tournai, Dumont, jede kirchliche und weltliche Jurisdiction in der Diöcese Tournai entzogen wird.
Neapel, 2. Novbr. Der Vesuv ist in libhafter Bewegurg. Die Ausströmung der Lava dauert fort und dürfte wahrscheinlich noch zunehmen.
Nom, 2. Novbr. Garibaldi ist gest-rn in Mailand eingetroffen und mit Ovationen empfangen worden. Später trafen Rochefort, Blanqui, Pair und Äsfi ein.
Berlin, 2. Novbr. Zu der Bekanntmachung der englischen Regierung, betc. die Beobachtung der deutschen Fischereigrenzen, wird der „Nordo. Allg. Ztg." antgetheilt, dieselbe sei durch die neutscherseits nach London gerichtete M ttheilung über die in diesem Frühjahre stattgehabten Gewallthätigkeiten englischer Fischer gegen deutsche Fischer an der deutschen Nocdseeküste veranlaßt. Anläßlich der jüngsten Vorfälle, die den Charakter eines kleinen Krieges zwischen den numerisch überlegenen englischen Fischerflolillen und den deutschen Fischern anzunehmen drohten, habe sich daS Auswärtige Amt auch mit der Admiralität über einen wirksameren maritimen Schutz der deutschen Fischerei i in Verbindung gesetzt und sei in Folge besten schon in dem neuen Erat Be° dachr genommen, hierfür während dec Fischsaison ein Kanonenboot 1. Klaffe zu verwenden.
Pari-, 2. November. Die Ausführung der Drcrete wird morgen irt einigen zehn Departements wieder ausgenommen. — „La Commune", das Journal Frlix Pyat'S, wird wegen Beleidigung der Armee enthaltender Artikel verfolgt werden. — Ein Schreiben des Papstes an den Erzbischof Guibert beglückwünscht die Bischöfe zu der Vecthridigung der religiösen Orden, deren Verfolgung schwere Ucbelstände voraussehen laffe. Dec Papst bedauert darin, daß der Chef der Regierung nicht die Erklärung der Congregationen accept.rte, deren Anerbieten überall die Institutionen und Rechte der Kirche retten sollte und hofft, daß durch das Zusammenwirken der Buchöse unter dem Beistände Gottes eö gelingen werd^, die Einheit z vi-cheu der christlichen Bevölkerung, den Bischöfen und dem Haupte der Kirche aufrecht zu halten.
New - Nork, 2. November. Nach bis zum Abend 9 Uhr eingelaufenen Berichten betrug die Majorität für den republikanischen Cmdidaten Garfield in New Ijork 40,000 Stimmen, was mit der Hinzunahme der entschiedenen republikanischen Gewinne in Connecticut und Maine seine Wahl nahezu sichert. Die Berichte aus den westlichen Staaten sind lückenhaft, erge- I ben aber ebenfalls republikanische Gewinne.
New-Aork, 3. November. Den Nachrichten bis Mitternacht zufolge ist die Wahl Garfield's zum Präsidenten, sowie Arthur's zum Vicepräsidenten als entschieden anzuschen.
Petersburg, 2. November. Bei dem hiesigen Mil>tär-Kreisgericht ist auf nächsten Samstag ein politischer Proceß anberaumt. Die meisten der Angeklagten gehören dem revolutionären Executw-ComUä an.
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7 339 651 unbesteuert geblieben sind- Im vorigen Jahre belief sich die Zahl der gesctz- i \ lich von der Klassensteuer befreiten Personen nur auf 6,9o4,38o, wir haben also m ( diesem Jahre an 370,000 Personen mehr, deren Einkommen aus weniger als 420 X geschätzt ist. Zur Klassensteuer trugen 1,161,402 Personen als Einzelnfteuernde und 1914 432 als Haushaltungsvorstände mit 13,338,362 Angehörigen bei. Von den I Steuerfreien sind 1,267,908 Haushaltungsoorstände mit.^,028,713 Angehörigen und 2,493,030 Einzelnpersonen. Auf die undesteuerten Haushaltungen entfallen somit 3,81, auf die besteuerten im Durchschnitt 4,41 Personen. - I
Die beiden Höchstbesteuerten in der ganzen Monarchie wohnen im ^glerungs- I bezirk Wiesbaden, vermuthlich die beiden Rothschild's, welche von einem auf 2,400,000 bis 2,600,000 ji, bezw. auf 2,340,000-2>00,000 geschätzten^ Jahreseinkommen
72,000 resp. 70,200 Einkommensteuer zahlen. Diese beiden Haushaltungen sind im laufenden Jahre um je eine Stufe höher eingeschatzt worden als im vorigen Jahre. I Ebenso ist ein Insasse des Regierungsbezirks Düsseldorf (wohl der ^nonerckonig ÄruDp in Essen) aus der §9. in die 61. Stufe vorgerückt. Er Zahlt vori einem auf I runb 2 Mill. JL eingeschätzten Einkommen »9,400 JL Steuer. Auch ein Berliner I Geldfürst hat die Schraube verspürt — dem Glücklichen kann e6 md)t faucr geworden I sein — er muß statt 12,400 jetzt 45,000 Jk. zahlen, was einem Jahreseinkommen von I mehr als anderthalb Millionen entspricht, Bon anderen Hochbesteuerten -rwahnen wir noch, daß ein Oppelner 27,000, ein Berliner und ein Kölner ie 2d,200, ein Münsterer 23 400 ein Kölner 21 600, ein Breslauer 19,800, cm Breslauer und ein Codlenzer je 18 000' Einkommensteuer entrichten. — Betrachten wir alle diejenigen, welche ein I bezahlen als Millionäre so. zählen wir beren in der preußischen Monarchie 119». Wer hartnäckig an der Thalerwahrung fest- bält und erst in der Thalerwährung den Millionär erkennen laßt, stndet deren nur I iS. ©amen finb nämlich nur 149 mit mehr als 168,000 ^ jährlich em- aeÄäüt - Don diesen echten Millionären wohnt der kleinste tn Komgsberg wo er MLmal gL schwere Gesellschaft hat; Berlin.zählt 64 ThaleEillionare; da benachbarte Potsdam deren 2; ebenw viele wohnen in Frankfurt a. M., 3 n Stettin, - in Posen, 20 in Breslau, 3 in Liegnitz, 9 m Oppeln, 7 in Wiesbaden 1 ^ Magdeburg 2 in Merseburg, 3 in Schleswig, 1 in Lüneburg, 4 >n Munster, 2 in Arnsberg, 2 in Coblenz, 4 in Düsseldorf, 12 in Köln, 1 in Trier und 3 m Aachen.
Kassel, 31. Octbr. Die Regierung hat unterrn 27. bsS. Mts. nne Polizeiverordnung erlaffen in Betreff des Besuchs von Wirthshäusern Seitens der Schüler höherer UnterrichtS-Anstaltm. Hiernach ist es allen Gasi^ und Sckankwirthen in Städten, in welchen höhere Unterrichts-Anstalten (Gymnasien, Realschulen rc.) sich befinden, oder an Orten im Umkreise von einer Stunde untersagt, Schüler dieser Anstalten, welche sich nicht iw Begleitung I ihrer Eltern, Vormünder oder Lehrer befinden, bei sich aufzunehmen und ihnen Wein, Bier oder Spirituosen zu verabfolgen. Ebenso ist es verboten, Schulern dieser Unterrichts-Anstalten Locale zu geselligen Zusammenkünften einzu- räumen. Dieses Verbot findet jedoch auf solche Locale, deren Besuch überhaupt oder für bestimmte Tage und Stunden Schülern von dem Vorstand der betr. Unterrichts-Anstalten gestattet worden ist. insoweit keine Anwendung. Uebertretung dieser Vorschriften Seitens der Wirthe und Localoermiether sollen mit 10 bis 50 JL bestraft werden. Außerdem macht noch die Regierung die Betr. Gewerbetreibenden darauf aufmerksam, daß sie im Contraventionsfalle I neben der gerichtlichen Bestrafung die Einleitung des Concesstons-Entziehungs- VerfahrenS wegen Mißbrauchs des Gewerbebetriebes aus Grund der Gewerbeordnung zu gewärtigen haben.
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Pari-, 31. October. In Paris wurden, wie man heute erfährt, im I Ganzen 12 Studenten vor dem Kloster der Dominikaner in der Rue St. Ho- nore verhaftet, weil sie gerufen hatten: „Die Dominikaner sollen leben I" Nachdem ein Polizeicommiffar die Verhafteten vernommen, wurden sie aus freien Fuß gesetzt. Ueber eine Anzahl Studenten, die denselben Ruf um halb 6 Uhr in der Nähe des Dominikanerklosters der Rue Jean de Beauvais erhoben, fiel eine Schaar Gegner des MönchsthumS her, und es kam zu einem Stoßen und Drängen, das mit der Verhaftung von 6 Studenten der klerikalen Partei endete. Als die Studenten zwischen zwei Stadtsergeanten am Aloster vorüberkamen, riesen sie: „Die Dominikaner hoch!" Zwei Patres, t)ie mit dem Kreuze der Ehrenlegion decorirt waren, erschienen an den Fenstern pes Klosters; es entstand augenblicklich eine deftige Bewegung und die Studenten machten den Versuch, auszureißen. Jndeß gelang es schließlich der Polizei, sie abzuführen.
Paris, 31. Octbr. Die Mitglieder des internationalen Postcongreffes unterzeichneten gestern den endgültigen Wortlaut der Convention, die sich auf den Austausch von Postpaketen ohne Angabe des Werthes bezieht und zwischen Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Egypten, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Luxemburg, Mo ntenegro, Norwegen, den Niederlanden, Persien, Portugal, Rumänien, Serbien, Schweden, der Schweiz und der Türkei abgeschloffen worden ist. Gestern Abend vereinigte ein großes Diner die Mitglieder des Congreffes im Elysee. Grevy tränt aus die Gesundheit der Mitglieder des Kongresses, Cochery folgte mit einer Darlegung der technischen Arbeiten des Congr.ffcs. Schließlich brachte der Delegirte der Schweiz einen Toast auf Vie französische Republik und ihren Präsidenten aus.
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