Paris, 2. Juli. Senat. Der Bericht der Commission für die Amnestievorlage wird verlesen; dieselbe verwirft die Amnestie mit 6 gegen 3 Stimmen • die Majorität besteht aus 5 Republikanern und einem Mttgltede der Rechten. In dem Berichte heißt es : das Luid wünsche keineswegs die Amnestie. Der Augenblick, in welchem man die religiösen Congregattonen austreibe, sei nicht dazu geeignet, die Mörder wieder heimkehren zu lasten. Es sei nur zuzulasten, daß die Regierung zahlreiche Begnadigungen ertheile. Die Discusston des Berichts wird auf morgen festgesetzt. Jules Simon wird gegen die Amnestie sprechen. Victor Hugo und Freycinet werden dieselbe befürworten.
Delegirte der republikanischen Clubs in Veziers begaben sich gestern zum Unterpräsekten, um von demselben die Ausweisung der Franziskaner zu ver- langen. Etwa 1000 Personen drangen am Abend in das Franziskanerkloster ein. Es wurden Truppen requirirt, welche die Theilnehmer der Manifestation auseinander trieben.
Wien, 2. Juli. Die „Poltt. Corresp." bestätigt in einem Schreiben von der serbisch-bosnischen Grenze, daß Ejub Bey, Mitglied der albanestschen Liga, mit mehreren Arnauten am 27. Juni den Gouverneur von Novtbazar, Haffan Pascha, überfiel und tödtete. Haffan hatte wegen der zunehmenden Gährung unter den Arnauten des dortigen Distrtctes und wegen der damit verbundenen Gefahr für die christlichen Bewohner eine allgemeine Entwaffnung angeordnet.
Lille, 2. Juli. Der Präsident des hiesigen Tribunals erklärte sich trotz des Widerspruches des Präfekten zur Annahme der von den Jesuiten wider den Präsekten wegen Verletzung des Hausrechtes ausgebrachten gerichtlichen Vorladung competent und setzte die Verhandlung der Sache auf heute fest.
Brüssel, 2. Juli. In dem Erlaffe des Ministers des Auswärtigen an den belgischen Gesandten beim Vatikan, betr. den Abbruch der diplomatischen Beziehungen heißt es: Die Aufrechterhaltung der Gesandtschaft war möglich, sogar nützlich, so lange der Papst den Kämpfen der belgischen Bischöfe gegen Gesetze und nationale Institutionen fernblieb und die Feindseligkeiten zu mildern suchte. Die Aufrechterhaltung der Gesandtschaft wurde aber unmöglich von dem Augenblicke an, wo der Papst den Widerstand gegen die Staats- gejetze ermuthigte. Obwohl der Papst gesehen, wie excessto und inopportun die Maßregeln der Bischöfe bezüglich des Schulgesetzes erscheinen, billigt er jetzt dennoch in Folge einer unbegreiflichen Aenderung seiner Haltung die In- structionen der Bischöfe. Unter diesen Umständen glaubte die Regierung die Gesandtschaft abberufen zu müssen.
— Abends. Das Journal „Etotle Belge" erfährt, der seitherige Nuntius Vanuntelli verlasse am Donnerstag Brüssel.
Antwerpen, 2. Juli, Abends. Die Communalverwaltung verbot für Sonntag, wo die Katholiken ihren Wahlsieg vom 8. Juni feiern wollten, jede Manifestation und untersagte jede Ansammlung von mehr als fünf Personen auf der Straße.
Pari-, 2. Juli. Das Journal „Aventr diplomatiqe" bringt einen Artikel des Deputaten Proust gegen die Versuche, die französische Demokratie gegenüber dem Auslande zu verdächtigen. Dasselbe Journal meldet: Der seitherige französische Geschäftsträger in Tunis, Roustan, ist zum Gesandten in Athen defignirt. — Der Gerichtshof in Lille hat die Entscheidung der.-pon den Jesuiten erhobenen Klage verschoben. — Bei der Vereidigung neuer Mitglieder des Parquets und der Einsührung neuer richterlicher Beamten in Lyon verließ heute die Mehrzahl dec Advokaten demonstrativ den Sitzungssaal.
Am Abend des zweiten Pfingstfeiertages gingen Heinrich Ludwig Kraft von Angersbach und Marie Hamel von Bieben, welche schon seit längerer Zeit in intimen Beziehungen stehen, in Lauterbach auf den Mirus'schen Felsenkeller und setzten sich dort an einen Tisch, an dem schon verschiedene andere Personen, darunter der Friedrich Hasenauer von Lauterbach Platz genommen hatten. Als sich Kraft setzen wollte, äußerte Hasenauer zu dem neben ihm sitzenden Konrad Stein von Lauterbach: „Du, der Kraft hat mir eben wider den Wanst treten wollen," worauf ihm Stein erwiderte, da fürchtet man sich nicht, da schmeißt man ihm auf den Backen. Hasenauer erwiderte hierauf Nichts, entfernte sich aber bald und kam nach einer Weile mit mehreren anderen Burschen wieder; er setzte sich jetzt in Kraft's Nähe und nannte ihn AngetS- bacher „Flabch". Kraft verhielt sich diesen und ähnlichen Redensarten gegenüber ruhig und ließ sich von seiner Geliebten bewegen, den Felsenkeller, um weiteren Streit zu vermeiden, gegen 10 Uhr zu verlassen Als Kraft und die Hamel die Wirthschaft verließen, ging ihnen Hasenauer bis zu dem Hofe des Dr. Eise, welcher dem Mirus'schen Felsenkeller gegenüber liegt, nach und zwar trat er dabei dem Kraft, nach desien Angabe, öfter auf die Fersen. Da die Hamel befürchtete, Hasenauer lauere dem Kraft auf, so hielt sie letzteren bis gegen 12 Uhr in derHofroithe ihres Dienstherrn zurück, als aber Kraft um diese Zeit aus der Eise'schen Hofraithe heraustrat, kam Hasenauer mit den Worten auf ihn zu: „Jetzt kriegst Du auf den Wanst", Kraft entgegnete ihm darauf, was er denn wolle, er habe ja gar nichts mit ihm vor, und darauf bemerkte die Hamel noch, daß Hasenauer dem davonsprtngenden Kraft nachetlte und schrie: „Ihr Jungen herbei." — Kraft will nun von Hasenauer vor der Eise'schen Hofraithe ,u Boven geworfen sein und habe derselbe mit einem zugelegten Taschenmeffer ihm auf den Kopf und überall hingeschlagen und ihn auch getreten; es sei ihm (Kraft) gelungen, sich aufzuraffen, Hasenauer habe ihn aber weiter verfolgt, ihn an dem Hause des Buchdruckers Mat etngeholt, mit dem Angesicht auf den Boden geworfen, ihm in den Rücken getreten und ihn überhaupt auf s Heftigste mißhandelt. Auch bet dieser Gelegenheit habe er sich, so erzählt Kraft weiter, endlich doch aufgerafft, er sei dann mit Hasenauer in eine Rauferei gekommen, während derselben habe Hasenauer sein Taschenmeffer geöffnet und ihm unter dem Kinn her gestochen. Da habe er, Kraft, auf's Aergste bedrängt, in der Verzweiflung ebenfalls sein Meffer geöffnet und damit dem Hasenauer in die linke Brust gestochen. — In Folge dieses Stiches stürzte Hasenauer sofort zusammen, wenige Minuten später fand ihn Johannes Maireiß von Storndorf und diesem erklärte er noch auf Befragen, der Kraft habe ihn durch die Brust gestochen. Etwas Weiteres hat Hasenauer Nicht mehr gesprochen und gab derselbe kurze Zeit darauf seinen Geist auf. — Die Sektion ergab, daß der Stich, welchen der Getödtete erhalten, das Herz schwer verletzt und dadurch den Tod herbeigeführt hatte.
Kraft behauptet nun, er habe sich in Nothwehr befunden, indem Hasenauer ihm viele Sckläge mit einem zugelegten Taschenmesser auf den Kopf und wo er überhaupt hingekommen^ gegeben, ihn verschiedentlich heftig, namentlich in den Rücken, getreten. — Die Spuren dieser Verletzungen hätten aber unbedingt Tags darauf noch sichtbar sein müssen, allein eine ärztliche Untersuchung an diesem Tage ergab auch nicht die geringsten Anhaltspunkte solcher Mißhandlungen, und gaben die Aerzte ihr Gutachten dahin ab, daß sich bei Krast keine Spur einer Mißhandlung vorgefunden habe.
Die Geschworenen erkannten den rc. Kraft unter Annahme mildernder Umstände für schuldig, worauf der Gerichtshof denselben in eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr, unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft, verurtheilt.
Gießen, 3. Juli. Im Monat Juni wurden von der Schutzmannschaft Anzeigen erstattet: Wegen schädlicher Ausdünstung 10, bösartiger Thiere 5, Bettler 70, Trunkenheit 7, Ruhestörung 149, Diebstahl 18, Betrug und Unterschlagung 4, schwerer Körperverletzung 2, Verstoß gegen das Meldewesen 21, sonstige Sicherheitspolizei 23. Ferner im Interesse der Sittenpolizei wegen Thierquälerei 7, gegen Prostitutrte 14, wegen Uebertretung der Feierabendstunde 2, sonstige Sittenpolizei 2. Gewerbepolizei: wegen falscher Maaße und Gewichte 4, Droschkenordnung 1, sonstige Gewerbepolizei 2. Straßeupolizei: wegen unterlassener Straßenreinigung 7, Fahrordnung 9, sonstige Straßenpolizei 25. Feuerpolizei 16, Feldpolizei 3, Steuerdefraudation 10, Octroi 4. Arretirt wurden: 68 Bettler. 10 Obdachlose, 6 Scandal- süchtige, 8 Betrunkene, 13 Prostitutrte, wegen Diebstahl 5, Betrug und Unterschlagung 3, sonstige Verhaftungen 2, auf Requisition 5, Schulkinder 10. Ferner hatte die Scbutzmannschaft nachfolgende Besorgungen auszuführen: Sie hatte 76 Ladungen zu bestellen, 309 Briefe auszutragen, 19 Steuerzettel zu befördern, ferner noch 83 Anforderungszettel zu besorgen 8 Militär-Ordres zu insinuiren. An Jmpfpflichtige wurden 1 und außerdem noch sonstige 18 Meldungen besorgt. Umfragen bei sämmtlichen Goldarbeitern, Uhrmachern und Händlern wurden 6 gehalten; außerdem hatten 26 Vernehmungen bet Gericht zu erfolgen. Nachdem noch 104 Verfügungen, 22 Ermittelungen, 56 Ausschretben und Transportpaptere zu besorgen waren, schließt der Bericht mit 7 Vorführungen tm verflossenen Monat.
—1 Ein Bürschchen von 16 Jahren aus Offenbach, welcher des Vaters Geldbeutel um 69 JL heimlich erleichterte sowie auch eines sonstigen Gelddiedstahls verdächtig ist, ferner eine Donna sowie ein Mensch von 29 Jahren, welche alle 3 gemeinsam reisten, hatten ihr Absteigequartier gestern Abend auf die Neue Anlage verlegt. Die Schutzmannschaft war ungalant genug das Trifolium aufzuheben und nach der Bachgasse zu verbringen.
— Ein Mädchen aus einem benachbart n Dorfe, welches hier in der Stadt diente, machte die Bekanntschaft eines hiesigen Schuhmachergesellen und beide beschlossen baldigst in den Hafen der Ehe einzulaufen. Zu diesem Zwecke gab das Mädchen seine hiesige Dienststelle auf und begab sich nach Hause um die Einrichtungen für den häuslichen Herd zu treffen. Unter anderem übergab sie hier ihrem Liebhaber diverses Weißzeug, Bettwerk u. dgl. mehr. Als sie im Laufe der Woche hier in Gießen eintraf mußte sie die bittere Erfahrung machen, daß der Geliebte „verduftet" und von ihren sauer angeschafften Sachen keine Spur mehr aufzufinden war.
— — Auf Grund des Preßgesetzes, ersuchen wir Sie unter Berua- nahme auf Ihre Mittheilung unter „Lokales" des Anzeigers No. 152 vom 3 ds die ausgeführte Brunnenreparatur eines hiesigen Pumpenmachers rc. betreffend" rur Vermeidung von Mißverständnissen, binnen 24 Stunden (hört! hört!) öffentlich /u erklären ^daß wir mit dieser Sache durchaus nichts gemein habend Nicht zweifelnd daß Sie dies gerne thun, zeichnen mit Hochachtung R. B. Lang Söhne, Pumpenmacher.
(Anm. d. Red. Wir kommen vorstehender dilatorischen Aufforderung rwar nickt auf Grund des PreßgesetzeS (der Bezug darauf ist lächerlich) sondern nur a?s gutem Willen nach, beinerken den Herrn Unterzeichnern aber, daß ein entsprechendes Gesuch auf höflicherem Wege ganz gewiß schöner gestanden hätte).
Vermischte-.
Darmstadt, 24. Juni Auf der heutigen Tagesordnung der Stadtverordneten- Vetsammlung stand u. A. auch der Antrag des Ober-Consistotiums, die Anstellung eines Pfarramts-Candldaten für Ertheilung des Religionsunterrichts in den städtischen Schulen Herr Ober-Bürgermeister Ohly leitete die Verhandlung damit ein, daß er darauf hinwtes, wie d eser Antrag nicht durch die betr. Schulbehörde, sondern durch das Großh. Kreisamt an die Versammlung gelange. derselbe darum schon aus formellen, so noch mehr aus sachlichen Gründen einfach abzulehnen. In dem Schreiben des Ober-Consistoriums beziehe sich dasselbe zur Motivirung deS Antrages darauf, daß von Seiten der Geistlichkeit und des Schulvorstandes über die Mange Hastigkeit beg Religionsunterrichtes in den städtischen Schulen Klage geführt werde und derselbe sachgemäß auch nur ein ungenügender sein könne. Diesem Uebelstande werde nur durch Anstellung emes Pfarramtscandidaten als Religtonslehrer abgeholfen Dem aeaen. über müsse er constaiiren. daß die Herren Geistlichen, denen die Aufsicht über den Religionsunterricht in den stadt. Schulen übertragen, nichts davon wissen wollten, daß sie Klage geführt ä1’ 0®?! r/i n*,t bci” Schulvorstande. Ebenso könne er aus den Protokollen amt-
Schulvisitationen, denen die betr. Geistlichen beigewohnt, constattren, daß gerade in der Religion die meisten Klassen die Note „sehr gut" und „recht gut" nur wenige die Note gut" und keme einzige nne geringere Note erhalten hatte. Unbegreiflich sei es daher, wie das Ober- Consistorium eine solche Anklage erheben und darauf hin einen solchen Antrag stellen könne. Wenn das Ober-Consistortum meine, der Religionsunterricht sei sachgemäß nur dann ein guter Q C?n Er von einem Pfarramtscandidaten crtheilt werde, ,o behaupte er, daß wohl ein ällerer ffierfQrnmVunatoTb bn "mn guten Religionsunterricht zu erthe.len. Die Staotvcrordnettn- fUr ?Cn *>Er Stave Darmstadt zugedachten Pfarramtscandlbaten batte da? Stav verordneter Diehl in gleichem Sinne ausgesprochen unb constatirt
& ? Prüfungen ber stabtischen Schulen noch nie ein Mitglied bes Ober-
b7rnnF Akn' ^sikllte Antrag einstimmig abgelehnt, zu unserer Freube UN-
S n. ?btT Einstimmigkeit einer Anzahl Lehrer ein höherer ®e$a!t, als bas
w "" (^aEhbem bcr geneigte Leser ben voistehenben Artikel gelesen
Snt Ü 7 der Zunge haben: „Wie (lebt es benn mit bem ReUgions-
UJd)en ®cf)ulcn ru Gießen? Wir können auf bas Bestimmteste ver- ÄL 9.Ut ^nn als vor etwa zwei Jahren Herr Superintenbent Habicht bie hiesigen SS? ö,!? '' Ä/J: Unheil ab: „Ich habe mich überzeugt, daß die
^"rschen Schulen recht befriedigend in der Religion und der bost-n und daß beide Unterrichtsgegenstände sich in den
esten Händen befinden. Auch übet ben Choral- unb Kirchengesang hat sich bieser erfahrene
Lokales.
Gießen, 3. Juli. (Sitzung bet Stabtverorbneten am 1. Juli.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, die Herren Beigeorbneten Keller unb Heß, von Seiten ber Stadt- verorbneten bic Herren Diery, Gail, Grünebcrg, Hanstein, Hoch, Homberger, Kauf, Lübeking, Ab. Roll, Aug. Noll, Petri, Scheel, Schopbach unb Wortmann. — Die Angelegenheit in Betreff ber Klage gegen den Ortsarmenvetband Trohe ist erlebigt, ba Zahlung geleistet würbe, bagegen wirb beschlossen, gegen ben Ortsarmenvetband Allendotf a. b. Lba., welcher für bie Verpflegung des Heinrich Otterbein aus Lauterbach den Betrag von JL 21.90 schulbet, Klage anzustrengen. — Infolge einer an Gr. Bürgermeisterei Darmstabt gerichteten Bejchwetbe wegen der Höhe ber Gerichtskosten, die nach ber neuen Ge- richtsorganisatton noch neben ber niedrigsten Polizetstrafe zu entrichten seien, hat Großh. Bürgermeisterei Darmstabt an mehrere Bürgermeistereien, so auch an die hiesige, bas Ersuchen gerichtet, mit dahin zu wirken, daß in Zukunft Kosten nut dann zu entrichten sind, wenn die Zahlung der von ber Polizei verhängten Strafen verweigert werben sollte. — Durch Trennung zweier Klaffen ber Mäbchenschule ist die Anschaffung verschiedener Geräthe, Tafelgestelle, Schrank, Tafeln, Kartengestelle, Kathedern rc. nothwendig geworden, zu welcher bie erforderlichen Kosten bewilligt werden. — Das eingereichte Gesuch des Karl Kling zu Wteseck um Entlastung aus der Stelle als Wiesenwärtet wurde genehmigt und soll die Stelle ausgeschrieben werben. — Dem Kaiserlichen Postamt hier wirb die Anbringung von Briefkasten an stabtischen Gebäuben gestattet. — Dem Gesuch eines Forstwarts um Gewährung einet Vergütung für bie Beaufsichtigung ber Wiesen am sogen, alten Tisch wirb nicht stattgegeben, da dem Gesuchsteller mit ber Bewilligung von Gehaltszulagen in früheren Iahten diese Beaufsichtigung obliegt. — Die durch den Abhub bet Bahnhofs- unb Liebigsstraße unb Herstellung betreiben nöthig werbenden Ausgaben beziffern sich nach bem votliegenben Voranschläge auf 28870 Jl, für beten Genehmigung sich bie Versammlung ausspricht. — Maurermeister Wagner, welcher bie Maurerarbeiten an bet Uebetwölbung bes Schootgrabens an bet Pipp scheu Schanze übernommen hat, hat sich erboten, gegen ein Abgebot von 23/4 o/o auch die übrigen daselbst noch nöthigen Maurerarbeiten herzustellcn. Die Versammlung ging auf dieses Angebot ein. — Ein Gesuch um Herstellung des Trottoirs und Anlegung von Abflußrinnen an der Ludwigsstraße wirb bahin beantwortet daß der Weiterbau ber Straße an bieser Stelle beschlosten sei, aber erst bann in Angriff ge« nommtn werden könne, wenn die Straße vor dem Hause des Ferdinand Bücking nicht mehr mit Baumaterial belegt sei. — Die zur Auffüllung der Schilletstraße veranschlagten Kosten im Betrage von 232 werden ebenfalls genehmigt. — Betreffs Der Verpachtung von Lagerplätzen in Oswalds Gatten spricht sich die Versammlung in Folge gegebener Anregung für die Kündigung der Pachtverträge mit Karl Wirth und Karl Stahr auf 1. Oktober b. I. aus. — Auf erstattete Anzeige ber Feuervisitatoren sollen bie Kamine an ben Thorhäusern am Wallthor ver- änbert werben, wozu Genehmigung erfolgt; besgl wirb auf erstattete Anzeige hin die Aus- befferung des an verschiedenen Stellen der Stadtbach schadhaften Mauerwerks befürwortet — Durch Vereinigung der beiden hiesigen confessionellen Schulen ist der Stadt ein Kapital' von 1000 fl., bestehend in 2 nassauischen Obligationen ä 500 fl. zugefallen, für deren Verwerthuna sich die Versammlung ausspricht. - Die Bauerlaubnißgesuche des Johannes Mobs unb Voöö Hormann (Neubau zweier Häuser auf ber Mäusburg) werden genehmigt, besgl bie folaenben Gesuche von Ferdinand Hoffmann (Errichtung eines Anbaues), Friedrich Juki (Anleauna eines Hofthots - auf Widerruf -), Reallehter Dr. Buchner (Anlegung einer Einfriedigung/ Louis Pein III. (Neubau in der Schillerstraße), Karl Steller (Neubau daselbst), Karl Noll (Neubau daselbst), Dachdeckermeister Ruckstuhl (Neubau an der Ludwigsstraße), Photograph Louis Orth ^Bauveränderung am Hinterbau des ehemals v. Grolmann'schen Hauses) bindet Georg Mohl (Errichtung eines Ladens), Ehr. Löber I. Wittwe (Errichtung eines Anbaues — auf Widerruf -). Das Gesuch des Graveurs Jul. Bach um Erlaubniß zur Nn- m8?nLbn,Ci ®tnffUld,acCb(te toor f(tnem H^e in der Plockftraße wird nach bcr Erklärung bcs Gesuchstellers, baß berselde die Einfallichächte nicht zum Zwecke ber Einfüllung von Kohlen fonbern nut zur Einführung von Luft unb Licht Herstellen will, genehmigt. - ®?e UeberlnS befünoTff00108 im <S^aU?C auf bcm Dswalbsberge zur Abhaltung von Singstunben wirb
Gießen, 3. Juli. Schwurgerichtsverhanblung am 2. Juli bs J8 gegen Heinrich Ludwig Kraft von Angersbach wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolgs
AllWMdkll,
Hm Braun< Neroenltidtn mit außc H. Juli in Gießen, Ho Heiller Patimienausc
Hießen, 3.
M-L0.SO, Hühner^ DO 4 M p-r ftück 1 Liier 26 4 TauLen d * 0.70-1.20, junge f
2.00-0 00, junge
RinW-i- 50-56 4- 60-644, alt« «anoffe
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Juni. 25. Dr Ferdinand Gehlrr von manns Wilhelm Diese Dutinhosin mit Kathl Christian Dietzel von
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Vergcf von Schreine
Die Liesnung der des 6otani|ditn In Univechätr-Wliothi HoüegqMde dahii MoMr-Gegenständ.
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