Einzelbild herunterladen

e),

bnenstelle ftir relheilten Be-

resp. die

Zahlung wer-

Co.

hee ankommm- Htrstelliing auf rser einen Linie 4r zur Gründ­en voraussicht kommen aber

m naifitich ein auch von r Ostbahn tbeils inzig, befördert auch in Eisen, rhin recht be- stetigen Ver­geh ' crbundeoeö' . rlffle begriffen m Verhaltniss zu j. so darf allein itlicbe Rente der en der Danziger en der Weichsel ml Anschlüssen letil sowohl für n dürfen neben ^falls-auf de- 5 würden auch ndiger und md uniri; ee msg Frequenz einer sslich sei noch mischen Danzig hn wegen i (isibabnhoie, . i rwi^ hen D«n- ^cheft gle^d'

Nv 133 Erstes 'Blatt. Sonntag den 4. Juli 1880

Kichener 'Anzeiger

Aülkize- uni AmtsM fnr itn Kreis Gießen.

Jrrjttir i Schulstraße B. 18. Erscheint tätlich mit Ausnahme des Montag-. Virrtelj^hrkich 2 Mark 20 Pf. mit Lringerlohn.

*t»<WnM>nT,<nn j » Durch die Poft b-,°gen «erteljfthrlich 2 Mark 50 P,.

' Amlticher Hßeiü

Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestüts beschä^er**"' "" * Das Großherrogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir erinnern Sie an die Einsendung der Verzeichnisse der von Ihnen ausgestellten Bedeckscheine.

______________________________________________________________Dr. Boekmann.__________________________________

Gefundene Gegensinn dH

1 goldenes Medaillon, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 silberne Haarnadel, 1 Knabenmütze, 1 Gummiball, 1 kleines Taschenmesser, mehrere Schlüssel. Die Gegenstände sind auf der Polizeiwache (Weidengasse 93) ausbewahrt.

®ie§en, den 3. Juli 1880. Großherzogliche Poltzeiverwaltung Gießen.

______________ Fresenius.

Neue Auswanderungs-Pläne.

Noch immer hält die Auswanderung nach den Vereinigten Staaten an, und nicht zufrieden damit, daß dadurch unserem Lande viel Arbeitskraft und (Kapital verloren geht, rufen sog. Volksfreunde zu neuen Auswanderungen auf. Es entstehen ColontsattonSprojecte für die Südsee-Jnseln, für Ostasrtka und Borneo, Dr. Strousberg plädtrt für eine Massenauswanderung noch Brasilien, andere Stimmen machen auf Ungarn, ja selbst auf Bosnien und Südrußland aufmerksam. Man fragt sich unwillkürlich, was geschehen sei, um die Deut­schen aufzurufen, ihre Heimath zu einer Zeit zu verlassen, welche allem An­schein nach eine Epoche der Erholung und hoffentlich etneö neuen wtrthschaft- lichen Aufschwunges einleitet.

Bleibe im Lande und nähre dich redlich! so klingt die echte deutsche Antwort auf alle verlockenden Zumuthungen, den heimischen Heerd zu verlassen und in der Ferne auf unsicherem Boden ein zweifelhaftes Glück zu suchen.

Das deutsche Reich bedarf der Kräfte des Volkes, zumal es in vielen Gegenden über Arbeitermangel klagt; wir empfinden neuerdings die Auswan­derung nicht mehr als eine Erleichterung, sondern als einen Verlust. Wir schwelgen keineswegs mehr in dem Hochgefühle, anderen Ländern durch unsere überschäumende Volkskraft Culturwohlthaten zu erweisen, sondern berechnen voll Mißbehagen die Dienste, welche uns für die Zwecke der inneren Kräfti­gung entgehen. Ein neuer Jnstinct sagt uns, daß das Heil für uns und Andere nicht mehr in der Zerstreuung, sondern in der Concentrtrung der deutschen Kräfte besteht, daß wir also die Auswanderung, wenigstens vorläufig, einstellen und inSgesammt im Lande bleiben müssen, bis die Aufgaben hier gelöst und die Quellen des Unterhalts in Deutschland erschöpft sind.

Deutschland ist neuerdings zur alten Quelle seiner Kraft, zum Landbau, zurückgekehrt, und es ist sehr erfreulich, daß die größere Entwickelung der In- dustrie nicht mehr die Ansiedlung und Seßhastmachung der ländlichen Bevöl­kerung befehden, sondern gewissermaßen versöhnt werden soll, indem man den Industriearbeitern Haus und Hof und etwas Land, den ländlichen Arbeitern eine Hausindustrie beschaffen will. Wenn diese Pläne von den Volksfreunden und vom Staate durchgeführt werden, so wird das bittereMüssen" für die Auswanderung aufhören, die meist erfolgt, wenn der karge Boden für den Bevölkerungsüberfluß keine Nahrung mehr darbietet. Es ist Zeit, daß die Wurzeln der nationalen Kraft nicht im beweglichen Börsensptel und im Zwi- schenhandel, sondern in den bleibenden Grundlagen gesucht werden, welche sich in der deutschen Geschichte als zuverlässig erwiesen haben.

Arankreich.

Paris, 1. Juli. DerTemps" glaubt, die Ausführung der Decrete gegen die anderen nicht autorisirten Congregattonen, welche sich sämmtltch auf den Boden des gemeinen Rechts stellen und es deshalb ablehnen, die Autori­sation nachzusuchen, werde fortgesetzt werden. Das Blatt sagt, die Congre- gatwnen müßten sich unterwerfen oder sich auflösen. Die Zahl der richter- "chen Beamten, welche ihre Entlassung eingereicht haben, ist auf 49 angewach­sen. Ravlgnan, Präsident der bürgerlichen EtgenthumSgesellschaft an dem Hause der Jesuiten in der Rue de Sevres, hat heute eine Klage dem Seine- Tribunal eingereicht mit dem Anträge auf Herausgabe des Hauses an die Eigentümer. Die legitimistische Rechte der Kammer will die Regierung über die Ausführung der Decrete interpelliren. Der Bericht der Senats- commtssion über die Amnestie Vorlage wird morgen im Senat verlesen werden. Der Bericht beantragt die Ablehnung der vollen Amnestie. Man glaubt die Kammer und die Regierung werden keine Amnestie mit Einschränkungen zu- lassen. Die DtScussion der Amnestie-Vorlage im Senat findet wahrscheinlich Samstag statt.

Der einzige Staat in Europa, welcher trotz der jährlich gesteigerten Ausgaben für die Landesverthetdigung, das Unterrichtswesen, öffentliche Bauten und Gehaltsaufbesserungen dennoch in der beneidenswerten Lage ist, constant seine Steuerlast herabzumindern, ist Frankreich. Nur 5 Jahre hat die Republik gebraucht, um das durch den Krieg von 1870/71 gestörte Gleichgewicht ihrer

Finanzen wieder herzustellen. Trotz einer verzinsbaren Mehrbelastung des Staatsschulden. Contos mit 14 Milliarden Francs, konnte bereit- in dem Budgetvoranschlog für 1877 mit der Streichung zweier tndirecten Steuern begonnen werden, deren Jahresertrag auf 7y2 Millionen berechnet war. Das Budget für 1878 erfuhr durch die Beseitigung oder Ermäßigung von wetteren fünf Abgaben eine Erleichterung von tnsgesammt 49 Millionen; tm Jahre 1879 traten abermals drei Steuernachlässe in Höhe von 35i/3 Millionen in Kraft, während vier andere tm Betrage von 28 Millionen für das diesjährige Budget beschlossen wurden. Seit Anfang dieses Jahres sind nun wiederum zwei Abgaben aufgehoben worden, welche mit mehr als 4 Millionen in Rech­nung treten. Die Gesammtsumme der seit dem 26. December 1876 durch- gesübrten Ermäßigungen beläuft sich auf 113,900,814 Frcs., welche den frau- zöstslyen Steuerzahlern alljährlich zu Gute kommen.

-nglaud.

London, 1. Juli. Im Unterhause antwortete Unterstaatssecretär Dilke auf mehrseitige Anfragen: Die Conferenz in Berlin habe einen einhelligen Beschluß des Übereinkommens über die vorgeschlagene Grenzlinie gefaßt. Wie dieser Beschluß zur Kenntntß der Pforte und Griechenlands gebracht werden solle, sei noch nicht beschlossen und dauerten die Unterhandlungen darüber fort. Odonoghue kündigt für morgen eine Anfrage dahin an, ob die Regierung gegen die Ausweisung der Jesuiten aus Frankreich als gegen eine Verletzung der bürgerlichen Freiheit remonstrirt habe ? Gladstone erklärt, die Rückkehr extltrter Deporttner nach England sei inopportun. Auf eine Anfrage Bart- lett's erwiderte Gladstone, er besitze weder die Macht noch die Absicht, ein Plebiscitum in den an Griechenland abzutretenden Provinzen anzuregen; die Mächte hätten die Wünsche der Einwohner nach Mözlichkcit berücksichtigt.

Gladstone beantragt die bekannte Resolution: Um die Würde des Hauses AU wahren und ähnlichen unziemlichen Auftritten wie den erlebten vorzubeugen, bestreitet man das Recht des Hauses, nach dem Glauben eines legal erwählten Mitgliedes zu fragen. Northcote beantragt sein bekanntes Amendement. Er tadelt das Verfahren der Regierung. Die Kammer lasse sich nicht durch die Drohung mit einer Wiederholung solcher Auftritte schrecken.

Nutzland.

Moskau. Die Ausweisung eines Ingenieurs Neumeister aus Moskau machte vor einiger Zett Aufsehen, weil man dieselbe als politische Maßregel betrachtete und der Ausgewtesene viel von erlittenen Drangsalen rc. erzählte. Jetzt erklärt der Vorstand des Vereins deutscher Retchsangehörtger zur Unter­stützung hilfsbedürftiger Landsleute zu Moskau, daß Richard Eugen Neumetster aus LetrSdorf nicht wegen angeblicher Ähnlichkeit mit dem Attentäter Hart­mann oder wegen Theilnahme an politischen Umtrieben, sondern wegen fortge­setzter Verübung äußerst frecher Schwindeleien und Betrügereien auf Verfügung des General-Gouverneurs per Schub über die Grenze befördert worden ist.

lelrgraphische Depeschen,

telegr. G-rresp-uderer - Vukea«.

Berlin, 2. Juli. In Conferenzkreisen herrscht die Annahme, die Türkei und Griechenland würden die Aufforderung der Mächte bezüglich der Grenzlinie accepttren. Die Absendung einer Local-Commission ist von der Rückantwort der Bctheiltgten abhängig. Mitteilungen über ein zu entsenden­des englisch - französisches Geschwader entsprechen nicht der jetzigen Sachlage, wenn es auch als spätere Eventualität nicht absolut ausgeschlossen sei.

Petersburg, 2. Juli. Heute wurde das Urthetl publictrt in dem Processe gegen die Kleinbürger Obnorsky und Peterson und den Bauer Smtrnoff, wovon der erstere der Zugehörigkeit zu einer gesetzwidrigen Gesell- schast zum Umsturz der Staatsordnung und der Verbreitung aufrührerischer Schriften, die letzteren wegen Nichtanmeldung des Aufenthalts Obnorsky's angeklagt waren. Obnorsky wurde zum Verluste aller Rechte und zu zehnjäh- rtger Festungshaft verurtheilt, Peterson erhielt 3 Monate und Smtrnoff 1 Monat Arrest. "