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Allgemeiner Anzeiger.
Versteigerung eines Wirthfchaftsinventars.
Mittwoch den 4. und Donnerstag den 5. August, Nachmittags 2 Uhr, wird in dem früher Reutlingerochen Local am Lindenplatz eine noch fast neue WüthschaftSetnrichtung, bestehend aus Tischen, Stühlen, Gläsern, ein Billard, Büffet rc. gegen Baarzahlung versteigert; die Gegenstände können an den betr. Tagen, Vormittags von 10 bis 12 Uhr eingesehen werden.
Gießen, den 1- August 1880.
5118)__Hoffmann, Ortsgerichtsmann.
Dienstag den 17. August,
Vormittags 11 Uhr,
Bekanntmachung.
5156) Es haben folgende Einträge stattgefunden:
A. im Firmenregister;
und zwar am 11. Juni:
Frau Christian Lang Wtttwe zu Gießen hat das von ihr seither zu Gießen unter der Firma Christian Lang Wtttwe betriebene kaufmännische Geschäft mit dem 1. Juni an Eberhard Dort von Alt - Buseck abgetreten, der eS unter der Firma:
„Eberhard Dort, vormals Christian Lang Wittwe" wettersühren wird.
Die Firma Christian Lang Wtttwe wurde gelöscht.
B. im GesellschaftSregtster;
1) unterm 17. Juni:
Henriette Holberg und Johanna Holberg. beide von Gießen, betreiben daselbst seit 1871 ein kaufmännisches Geschäft unter der Firma Geschwister Holberg.
2) unterm 29. Juni 1880 Procu- risten der offenen Handelsgesellschaft Gebrüder BuderuS zu Main-Weser- Hütte bei Lollar sind weiter der Ernst Müllen von Wetzlar und der Karl Buderus zu Main.Weser'Hütte.
3) unterm 8. Juli 1880:
Beamte der Actien - Gesellschaft: Hessisch - Rheinischer Berg-Bau-Verein zu Gießen find, und zwar:
a. Direktoren:
Wilhelm Dulheuer in Bonn und Wilh. Wildenhayn von da;
b. Mitglieder des Aussichtsraths sind: Kammerrath Weber zu Laubach, Ludwig Wilhelm Batst zu Frankfurt a. M. und Bankier August Sternberg zu Berlin.
Gießen, den 24. Jult 1880. Großherzogliches Amtsgericht Gießen.
Langsdorfs.
Arbeitsdersteigerung.
Mittwoch den August er.,
Vormittags 9 Uhr, sollen tn dem RathhauSztmmer zu Kletn-Ltnden nachstehende Arbeiten, als:
Maurerarbeit, veranschlagt zu 55,54 Schreinerarbett, „ „ 15,50
Wetßbtnderarbeit, „ „ 102,23
Schlosserarbett, „ „ 55,—
Spenglerarbett, „ „ 42,80
wentgstsordernd durch öffentliche Versteigerung tn Accord gegeben werden.
Kletn-Ltnden, am 31. Juli 1880. Großh. Bürgermeisterei Kletn-Linden.
I. A.:
5119) Seuling.
Arbeitsversteigerung.
Donnerstag den S. August,
Vormittags 11 Uhr, soll in dem RathhauSztmmer zu Groß- Linden auszuführende Erdarbett bet Verlegung deS Mühlgrabens am Ort, veranschlagt zu JC. 275, sowie Maurerarbeit beim 1. Psarrhause, veranschlagt zu 117,20, durch Versteigerung öffentlich in Accord vergeben werden.
Groß-Linden, am 31. Juli 1880. Großh. Bürgermeisterei Groß-Linden.
I. A.:
5094) Seuling.
soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Wilhelm Graf dahier, als: Flur. Nr. Mtr.
34 581 444 Hofraithe am Schießhaus, 34/395,3. 326 Grabgarten daselbst
meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 1. Juli 1880.
Großherzogl. Ortsgericht Gießen.
4552) Müller.
Arbeitsversteigerung.
Samstag den *1. d. MtS.,
Vormittags 10 Uhr, sollen tn dem Rathhaussaale zu Hausen folgende Arbeiten wenigstfordernd in
Accord vergeben werden: JL S\
Zimmerarbeit, veranschl. zu 40 48
Pflasterarbett, „ „ 97 —
Lieferung von Steinen, Sand,
und Letten, veranschl. zu 115 60 Hausen, am 2. August 1880.
Großherzogl. Bürgermeisterei Hausen.
I. A.:
__________Seuling._____(5145
Mittwoch, den 4. August l.A,
Nachmittags 2 Uhr, weiden in meinem Versteigerungslcoal bei Herrn Flett. Gasthaus „zum Schwanen" dahier, folgende Gegenstände öffentlich miestt bietend gegen Baarzahlung versteigert:
1 Sopha,
5 Bilder, 1 Barometer, 10 Flaschen Mousseuxwein, 1 Kleiderschrank,
3 Commoden, i Schrank, 1 Nähmaschine.
1 Standuhr, 1 Spiegel,
1 Marktstand.
Gießen, den 31. Juli 1880.
5150) Bühner, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch, den 4. August,
Vormittags 11 Uhr, sollen in der Hofraithe des Louis Flett dahier ein Sopha, ein ovaler Tisch, ein Secretär, ein Spiegel, eine Wanduhr, ein Kleiderschrank, eine Nähmaschine und zwei Commoden versteigert werden.
Gießen, den 2. August 1880.
5151) Geißler, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch, den 4 August,
Nachmittags V22 Uhr, sollen in der Hofraithe des Herrn Louis Flett (tm Schwanen) Eisenwaaren, als: Scheeren, Beiszangen, Riegel, Hämmer, Hobeleisen, Schuhmacherraspeln, Beile, sowie Bürsten und Kartätschen meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 2. August 1880.
5152)______Geißler, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch, den 4. August,
Vormittags 11 Uhr, sollen in der Hofraithe des Louis Flett dahier ein Sopha, eine Kommode, eine Nähmaschine und drei Schweine versteigert werden.
Gießen, den 2. August 1880.
5153) Geißler, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch den 4. August, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Fl etlichen Hofraithe (Gast- haus zum Schwanen) nachstehende Gegen- .meistbietend gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden:
2 Kisten, 1 Bank, 2 Betten, 3 Kommoden, 2Sopha, 3 Schränke, 1 Waschtisch, 1 Oeldruckbild, 1 Pult, 10Zim- mrrmanns-Aexte, sowie verschiedene Pack Feile, Stichäxte, Queräxte, Sargbeschläge, Kartätschen, Kleiderschlösser, Pultschlösser, messingene Thürgriffe mit Rosetten, Schlichteisen.
Gießen, 2. Agust 1880.
5158)Bauer, Gerichtsvorzieher.
Irische Butter und Eier
empfiehlt zu Marktpreisen (5141
Heinrich Arnold II., Schloßgasse, im Herbert'schen Hause.
Papicrkragen Alle Jahre im Sommer läuft, wie die berühmte- S eichlange, eine Notiz durch die Zellungen, in der vor Paoierwäsche gewarnt wird well sic angeblich arsenikhalt.g sei, was ein gewisser Dr. Adams in London gesunden haben soll. Diese Notch kehrt nunmehr seit ungefähr 10 Jahren immer wieder und wird von vielen Ze,tungen auf die gutmüthigste Weise nachgedruckt, ohne daß die Herren R-dacteur^ die sie aus einer anderen Zeitung herausschneiden, und die Herren Verleger, die den Raum in ihrer Zeitung für den Abdruck hergeben, die leiseste Ahnung davon haben daß sie einer Coalition, die ein Interesse daran hat, di- Papierkragen in den Augen des Publikums gefährlich und verhaßt zu machen, hilfreich, aber ohne Be- Zahlung ihre Dienste widmen. 7
Keiner der Redacteure, welcher den Abdruck dieser Notiz veranlaßt, wird selbst auf Grund chemischer gewissenhafter Untersuchungen behaupten fonneu, daß er irgend ernen Gift enthaltende Papierkragen gefunden hat. Er ahnt vielleicht auch gar nicht daß er einer großen Anzahl Menschen, die durch die Papierwäsche-Jndustrie rhr Brod verdienen, unendlichen Schaden zufügt, weil die Welt leicht alles glaubt, was schecht ist
Abgesehen davon, daß die Gesundheitsämter in Europa wohl überall da ein- ck^^n würden, wo ein Industrieller zum Schaden der Gesundheit seiner Mitmenschen tttfttge Kleidungsstücke fabriziren wollte, wollen wir doch constatiren, daß die Papier- wasche-Fabricate, welche aus unseren Fabriken in Parisl und Plägwitz-Leipzig hervorgehen, von dem chemischen Laboratorium der L k. Franz-Josefs-Akademie in Wien unter Leitung des Herrn Prof. Dr. Kratschmer, sowie von den vereidigten Chemikern des Gesundsheitsamtes der Stadt Leipzig und von noch vielen anderen Chemikern unter anderem dem berühmten englischen Chemiker Dr. Hill Hasall in London auf das strengste untersucht worden sind, und daß sämmtliche Zeugniffe bestätigen, daß absolut nichts Gesundheitsschädliches oder Giftiges bei- der Fabrication von Papierkragen zur Anwendung kommt.
Das Publikum kann also unsere Fabrikate mit Ruhe tragen, trotz des Aergers der Leinenkragenfabrikanten Wir versenden übrigens an Jedermann gratis und franco auf fein an die Herren Mey L Edlich, Leipzig, gerichtetes Ersuchen, unseren illu- stnrten Catalog, welcher 'ämmtliche Zeugnisse der chemischen Untersuchungen und viele Anerkennungsschreiben über die Vorzüglichkeit und den praktischen Werth unserer Fabrikate enthält.
Papierwäschefabrik Mey <fc Edlich, 5126) London, Paris «nd Plagwitz-Leipzig.
Ieitgeöotenes.
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