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Gießen, den 30. September 1880.

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Frau umarmt hat, die aber gar pid}

UHitigMehm ist <8, toenn ................. - - ... _ r . .

ist, den man qzrv vergiften, lyöchte, und dann im Eifer schreit -Herrgott, wann ich das awer gewußt eg, wenn man eine Dame aus dem Theater nach Hause begleitet

-und an der Ladenthüre angelangt, die Dame dieselbe öffnet unv ruft ihren - Mann, daß er sich fgU betanken bei,^ galanten Cavalter, der hat unversehrt nach Hause gebracht seine n Q n e c mn fetn<T| wenn man am runden Tisch im Wirthshause sich über ein Wurschtblatt" moqutrt und der Redacteur des betreffenden Blattes sitzt einem im Rücken. Unana enehm aber dürfte es werden, wenn dieser Redacteur die Bosheit hatte, den Lesern die Geschichte einer Entenjagd aufzutischen, wo 6 weiße zahme Enten einem Sonntagsjager als Wildenten zum Opfer fielen.__

Worms, 26. September. Ueber den bereits schon gemeldeten Mord berichtet die Wormser Zeitung" des Näheren: Heute Aacht halb durchrilt.^M Gchrecke.yMihe.

von einem Morde., unsere Stadt und setzte Alles tn die größte Aufregung. Die Kunde wlltss sich leider tn ihrem vollen Umfange bestätigen.^ In der Schrelher.'sLen Wixthschaft zstm.Gartkn^ feld wurde, wie alle 14 Tage, Tanzmusik avgehalten, b^t^welche/vie Mmeinheit und ZÜIel^. losigkeit schon ellitge Mal wahre ^Orgtrsi" gefeiert haben. Unsete Poltzef.hat dabei die wenig ' beneidenswerthe^ Aufgabe, dje^hser Versammelten, welche meist den unterste^ Schichten des Volkes angehören zu überwachen. . Die Poli^idtener.KMel und Horst"haklen nu^in der frag­lichen Nacht dem Handarbeiter Peter Schmitt von Weinheim, der wiederholt S'eandal ge­macht, Ruhe geboten, und. ihn, als er sich roh und,widerspenstig zeigte, vor die Thüre gesetzt. Dieser, b^r sich keineswegs in trunkenem Zustande befand^, stürzte hierauf wie rasend auf den Polsz'eidiener Keffel und stach ihm mit aller Wucht ein MeWtn die Halsgegend, so daß^def- selbe sofort zusammenstürzte und seinen Geist aufgab. Polizeshtener Horn,,der seinem'Kollegen zu Hilfe geeilt war, wurde nun von dem Rasenden mit sieben ^fichwunden bedacht, so daß auch an dem Aufkommen : diests pflichttreü^q Beamten gezweffelt wtrh/ (Derselbe ist bereits gestofven ) D'er Thäter wurde in' seiner Wohnung verhaftet* wohin 'er^stch vom Orte der That aus begeben hatte, außerdem rin anderer Burscke, deffen blutIefieckte Kleider Verdacht erweckten. Das hiesige Gericht nahm die Sache sofort in die Hand, ^unb wird, so viel wir erfuhttNj heute Mittag noch der Untersuchungsricht^c. hier eintrxffB- 'Man figgt fick unwtllk > kürlich, wohin es kommen soll, wenn unsere Beamte^ ' oj? fhr,I^»ye und Stchttz^tt z^i haben, in ihrem'Leben bedroht werden.

Ueber das Ende der Oberammergauer Passionsspiele erhält dasD. Mtgsbl." folgenden Bericht:Ende gut, alles gut. Ein herrliches.Wetter begünstigt die letzte Passions­vorstellung Das Dorf ist, wie immer, von Fremden upetfüllt. /Die Pajßonsspieldf, selbst sind zwar noch voll Begeisterung und Eiferj aber körperlich,?rMstet Dtzr,Mt^sttze Erfolg hat ihre kühnsten Erwartungen, übertroffen; der Ertrag übersteigt die Summe von 300,000 JL Ob der König Ludwig hierher kommt, ist gänz unbipiktitit'. ' AUßerörvintltH populär ist hier der deutsche Kronprinz geworden Er hat hefi ganzen'TäK^übei der Oör'stellung mit giößter Theilnahme beigewohnt. Beiry Speiden sagte er dem BÄrgermeister,-^r sei im Augenblicke nicht im Stande, den erhaltenen 'tiefen Eindruck' zu schildern.

beißt weil der Jung« merkwürdiger Weise gerade während der Schlacht von Sedan inmitten de« Kanonendonners von der Marketenderin des Bataillon« geboren wurde. Das ganze Offi- »ter-Corps stand damals bei der Taufe Pathe, desgleichen Se. königl. Hoheit der Kronprinz. Der Knabe erhielt dabet den NamenSedan". Alle größeren Feierlichkeiten macht der Knahe aus dem linken Flügel der ersten Compagnie des Bataillons militärisch ohne Gewehr mit Hirsch­fänger mit. Bet der am 22. September d. J8. abgehaltenen Parade der 5. Jäger zu Ehren des 50jährigen Garnisonsjubiläums in Görlitz standder kleine Sedan" ebenfalls auf deM linken Mgel der 1. Compagnie in seiner Uniform da. Der Junge hat auch etwas Polnisch aelernt und verständigt sich mit den Polen unter dem 5. Jägcrbataillon in ihrer heimischen Mundart' X- (Gsrl. Anz.)

Dortmund, 22. Septbr. Heute wurde hier in der Stadt die unheimliche Nachricht verbreitet, daß tn Querenburg, im Kreise Bochum, am Sonntage wiederum ein Mordversuch auf ein Dienstmädchen unter den bekannten, kaum zu beschreibenden Umstanden gemacht worden . 68 g-,ch°h di-8 am H.Ilm Tag., kur, nach 2 Ud, MA.

Opfer, welches er zu erdroffeln versuchte, nach vollbrachter That für tobt gehalten. Das Mädchen wurde jedoch bald aufgefunden und zum Bewußtsein zuruckgebracht Der Beschreibung des Opfers nach ist der Thäter rin kräftiger, großer Mann mit starkem schwarzem »dniun^ und Backenbart. Bekleidet war derselbe mit einer seidenen Mütze, grauer Joppe und ferne« Stiefeln. ' Hoffentlich geling es diesmal, den Unmenschen schnell zu ermitteln und Kur Be­strafung zu ziehen. ES herrscht natürlich in der Gegend große Aufregung.

Amsterdam, 26. Septbr. Die Residenz ist über eine »origen Donnerstag verübte Greuelthat in furchtbarer Aufregung. Ein Knabe von 13 Jabren wurde von einem fremden Herrn Mittags um 3 Uhr von der Schule in einem Wagen abgeholt, und trotz der eifrigsten Nachforschungen gelang es der Polizei nickt, eine Spur des Entführers und des Entführten aufzufinden Der Vqter des Knaben erhielt am Abend desselben Tages einen Brief, in welchem « aufgefordert wurde, 75,000 GuldssN §n einem gewissen Orte zu deponiren, wenn er das Leben seines Kindes erhalten wolle. Erst am Freitag fand man den mit sechs Dolchstichen durchbohrten Leichnam des Kjndes in den Dünen. Da das Signalement des Mörders bekannt ist, so wird es wohl gelingen, desselben bald habhaft zu werden.

fWas ist unangenehm?] Unangenehm ist es, wenn man im Wirthshaus über «ine gewisie Geschichte spricht und plötzlich durch einen sanften Rippenstoß belehrt wird, daß der Bruder des Betreffenden an demselben Tisch sitzt. .

Unangenehm ist es, wenn man zur Hochzeit eines guten Freundes eine Hausstcuer kauft und gar nicht zur Hochzeit eingeladen wird. r

Unangenehm ist es, wenn man oft in einer Wirtschaft zu Nacht ißt, bei allen Be­kannten das'Esten lobt und durch einen Zufall erfährt, daß der Pferdemetzger 300 JA an den

tm ist es, wenn man auf der dunklen Treppe Jcmand umarmt und sagt: ,und bei..sdem, Ton der Stimme gewahr wird, daß man feine eigene ' nichtLieschen", sondern A -nders heißt.

x man ein Gedicht lobt, später bört, daß der Verfaster Einer

Bekanntmachung.

Im Mitteldeutschen Eisenbahn-Ver« barfbc Mangen M, seither gültigen directen Tanssätze-sür fren Güter-Ver« kehr zwischen der Thüringischen Station Silberhausen-Dingelstedt und den unter pos. 3 der Bekanntmachung vom 18. August ds. JK. bezeichneten Sta- Honen der Main - Weser«Bahn auch nach dem 1. Oktober d. Is. Lis auf Weiteres zur Anwendung.

Hannover.- -den 28. Septbr. 1880. 416) Königliche Eisenb chn Direction.

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Morgens d'^Llhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser.

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Zusammenkunft ist auf meinem Büreau. Gießen, den 20. September 1880.

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