i naugurirten Bewegung. Bisher seien der Regierung keine Statuten eines antisemitischen Verein- zur Genehmigung vorgelegt worden. Falls nach der Fassung der Statuten der Zweck eines Vereines darin bestünde, zwischen den verschiedenen Klaffen, Nationalitäten und Confessionen Zwistigkeiten heroorzu- rufen oder mit den Landesgesetzen oder der Verfaffnng in Widerspruch stünde, würde die Regierung die Genehmigung versagen. Solange eine Bewegung auf dem theoretischen Gebiete bleibe, reiche die Preffe selbst als Gegenwaffe aus event. das Preßgesetz. Sobald aber die gesetzlichen Schranken verletzt werden sollten, werde die Regierung von ihrem gesetzlichen Rechte, solche Agt- tationen zu verhindern, Gebrauch machen. — Die Antwort des Ministers wurde zur Kenntntß genommen.
England.
London, 27. Septbr. Ueber die Ermordung des Lord Mountmorris wird gemeldet: „Während der Lord in eigenem Wagen seiner Besitzung Clanbur (Grafschaft Galway) zufuhr, wurde er von sechs Kugeln, deren Mehrzahl den Kopf traf, hingestreckt. Der Verstorbene stand schon seit längerer Zett mit seinen Pächtern in Proceß und wurde bis ganz vor Kurzem beständig von einer Abthetlung Polizei bewacht. Er hatte unmittelbar vor seiner Ermordung einer Versammlung von Friedensrichtern betgewohnt und einen Beschluß unterstützt, der die Regierung zur Anwendung von Zwangsmaßregeln auffordert.
— Ein großer Dampfer, dessen Name unbekannt ist, wurde am 23. ds., Abends, von dem auf der Reise von Hartlepool nach Odessa befindlichen Dampfer „Magdeburg" auf der Höhe von Portland in den Grund gebohrt. Man fürchtet, daß die ganze Mannschaft des verunglückten Schiffes dabet ihren Tod fand. Der Dampfer „Magdeburg" ist mit eingestoßenem Bug In Southampton angelangt.
— In Sanger's Circus wurde am Samstag ein großer Wagen umgestürzt, auf dem sich Käfige mit wilden Thteren befanden. Das Unglück wollte es, daß ein Löwe dadurch seine Freiheit erlangte, der fetzt die Umgegend von Banstead unsicher machen soll. Meilenweit herrscht großer Schrecken und viele Dorfbewohner verlassen nicht ihre Häuser. Wie verlautet, hat die Bestie bereits eine Frau getödtet.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Correfpondenz-Brrreav.
Darmstadt, 29. Septbr. Der frühere hessische Ministerpräsident, Freiherr v. Dalwtgk, ist gestern gestorben.
London, 29. Septbr. Der Staatssecretär des Auswärtigen, Granville, welcher bet der Königin in Balmoral war und dort eine Woche bleiben sollte, ist nach London abzeretst, wohin er wegen dringender Staatsgeschäfte berufen wurde.
Berlin, 29. Septbr. Die „Prov.-Corrcsp." schließt einen Artikel, welcher den Titel trägt: Die Bewegung in der nationalltberalen Partei, und über die Versammlungen in Hannover, Leipzig, Mainz und Kassel berichtet, mit folgendem Satze: Der größte Theil der Partei in den Parlamenten wie im Volke hält daran fest, daß die Partei künftig gerade wie bisher dem Wohle des Vaterlandes am besten dient, indem sie fortfährt, die Weg; der Verständtguriq aufzusuchen.
Dresden, 29. September. Zuverlässiger Mitthetlung des „Dresd. Journals" zufolge begibt sich der König von Sachsen am 14. October nach Köln zur Domeinwethung.
Konstantinopel, 29. Septbr. Die Botschafter der Großmächte haben am 26. ds. gegen das Verhalten Riza Pascha's in Dulctgno Protest eingelegt. Der Sultan ersuchte darauf die Botschafter um Bewilligung einer kurzen Frist und gleichzeitig um Zurücknahme des Protestes. Soweit bekannt, wurde diesem Ersuchen bisher nicht entsprochen.
Paris, 29. Septbr. Das „Journal offictel" veröffentlicht die Decrete in Betreff der Ernennung deö Herzogs von Chotseul und Raynals zu Unter» Staatssecretären.
Kiel, 29. Septbr. Die Pacht „Hohenzollern" mit dem Kronprinzen- Paar und dem Prinzen Wilhelm Heinrich lief um 4 Uhr bet prachtvollem Wetter ein; nachdem die Corvette „Prinz Adalbert" eingetroffen, begaben sich die prinzlichen Herrschaften an Bord des „Prinzen Adalbert", wohin auch der Admtralitäts-Cbef, sowie die anwesenden Admiräle und Generäle sich begaben. Der Admiralitäts-Chef brachte ein Hoch auf den Kaiser aus. Abends 8 Uhr fand an Bord des „Prinz Adalbert" ein Diner statt. Die kronprinzlichen Herrschaften übernachten in Kiel und kehren morgen nach Berlin zurück. — Maclean wurde zum Admiral, Seckendorff zum Corvetten-Capttatn ernannt.
London, 30. Septbr. Einer Meldung der „Times" aus Ragusa vom 29. ds. zufolge wäre Dulctgno auf Befehl der Albanesen-Ltga ntederge- brannt worden.
Lokales.
Gießen, 30. September. Wie unseren'Lesern bereits mitgetheilt, feiert die freiw. stadt. Feuerwehr kommenden Samstag und Sonntag ibr 25jährige8 Stiftungsfest. Anläßlich besten geziemt es wohl, des Näheren auf das Fest, die Bedeutung 'desselben und auf den Werth einer guten Feuerwehr hinzuweisen. Im Jahre 1855 vereinigte sich eine Anzahl Männer zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr. Einer der Gründer, Herr Georg Stieb er hat bis zum heutigen Tage tapfer bet der Feuerwehr ausgehalten und 25 Jahre lang die oft schweren und mühseligen Lasten des Berufes getreulich getragen. Ihm soll nun auch am kommenden Samstag für seine Treue und Standhaftigkeit zur guten Sache cme entsprechende Auszeichnung zugedacht sein. Der erste Hauptmann der freiw. städt. Feuerwehr war Herr Heinrich Ferber; ihm folgte im Jahre 1866 Herr Fr. Chr. Pietsch, sodann im Jahre 1867 der jetzige Hauptmann, Herr Rechtsanwalt O. W e i b i g. Was In den verflossenen 25 Jahren unter Leitung dieser Hauptleute und ihrer Beistände für die Sache der Feuerwehr geschehen kann wohl nur der richtig beurthetlen, der der Sache näher steht, für das Publikum möge es genügen, auf die von der Feuerwehr, unterstützt von Kameraden der Gail'schen und theilweise auswärtigen Feuerwehren, bekämpften und regelmäßig mit glänzendem Erfolg bekämpften Brände in unserer Stadt und auch Umgebung hinzuweisen (Brand der S a u er b i er'schcn Mühle bei strengem Winter, Brand der Euler & Köhler'schen Holzschnetderei in der Löwengaste, Brand der App el'schen Hofraithe am Neuenweg, Brand der O ckel'schen Hofraithe in der Waq-n- gaste, die Brände bet Stoß, Noll, Schlesstnger, in Heuchelheim u. s. w.). Wir dürfen hier nicht vergessen, daß unsere bochlöbliche Stadtbebörde in liberaler Weise die Sache der Feuerwehr, die ja eine städtische Sache im eminentesten Sinne ist, dadurch förderte daß sie Geräthe und Ausrüstungsstücke zu jeder Zeit gern anschaffte und dadurch die Feuerwehr selbst aufmunterte, der Stadt aber damit einen sehr wesentlichen Dienst erwies. Was speciell die Verdienste des jetzigen Hauptmanns und Vorstandes anlangt, so dürfen sich diese das große Verdienst aneignen, die Gründungen vieler Feuerwehren in der Provinzen angeregt, sowie die Einexercirung der jungen Mannschaften mit Opfer an Zeit und Geld besorgt zu haben. Als solche Gründungen nennen wir u. A. die Feuerwehren zu Lollar,
Heuchelheim, Mendorf a. d. Lba., Hungen, Lich, Grünberg rc. Der Personalbestand unserer freiw. stävt. Feuerwehr beträgt gegenwärtig ea. 170 ordentliche Mitglieder in 3 Abteilungen getbeilt (Steiger, Pompiers und Lcitermannschoflen). Die Mannschaft dürfte für eine Stadt wie Gießen eine zahlreichere fein, wenn, und hier legen wir einen Schwerpunkt darauf, die Sache der Feuerwehr bei unseren jüngeren Bürgern mehr Anklang gefunden hätte. Trotz dieser kleinen Zahl bat die Feuerwehr indesten seit ihrem Bestehen ihren Zweck groß und reichlich erfüllt, ihre Mitglieder haben theilweise mit Todesverachtung beim Brande so zu sagen den Stier bei den Hörnern gepackt, immer aber erhebliche Opfer gebracht. Daß ihre Sache von Erfolg gewesen, haben wir oben gesagt. Für wen nun thut die Feuerwehr solches? Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr, ist ihr Wahlspruch, für den Nächsten im Nothfall etn,utreten, fein Hab und Gut, fein Leben zu retten, ist ihr schöner Beruf und darum dürfen wir auch die Bitte und Erwartung aussprechen, daß das 25jährige Stiftungsfest von unseren Mitbürgern, für deren Sicherheit die Feuerwehr bei Tag und Nacht bereit ist einzutreten, bereitwilligst mit- gefeiert wird. Wir sprechen die Bitte aus, daß kommenden Sonntag die Häuser der Sradt im Fahnenschmücke prangen möchten, damit unsere Feuerwehr sieht, daß ihr Wirken anerkannt und gewürdigt und sie dadurch weiter aufgemuntert wird, in ihren Bestrebungen fortzufahren und ebenso hoffen wir, daß die Einwohnerschaft beim Feste, insbesondere dem Commers am Abend des 3. October durch reiche Vertretung ihrer Anerkennung erwünschten Ausdruck geben wird.
— Die Zahl der während der Woche vom 19. bis 25. September in Gießen vorgekommenen Todesfälle belief sich im Ganzen auf 6. Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre starb das eine, nur einige Stunden alt, in Folge angeborener Schwäche, das andere erlag einem Darmcararrh. Ein vierjähriges Kind starb an Diphtheritis. Bei den 3 verstorbenen Erwachsenen war 2mal Altersschwäche und einmal Brightische Krankheit die Todesursache. G.
Gießen, 30. Sevtbr. Schwurgerichtsverhandlung am 29. Septbr. d. I. gegen Gregorius Conle von Ruhlkirchen wegen Körperverletzung mit tödtlichein Erfolge.
Am Nachmittage des 26. Mai d. I. geriethen Gregorius Conle und Joseph Simon von Ruhlkirchen in der Weber'schen Wirtdschaft daselbst in heftigen Wortwechsel. Um dem Streite ein Ende zu machen, wies schließlich der Wirth Weber den Joseph Simon vor die Thüre. Alsbald darauf, gegen 6 Uhr Abends, als Simon bei der Haushälterin des Pfarrers vor dem Pfarrhause auf der Straße stand, kam plötzlich der Angeschuldigte hinzu, faßte den Simon an der Kehle, warf ihn zu Boden und schlug ihm mehrmals mit der Faust auf den Kopf und in den Rücken, sodaß sofort eine starke Blutung eintrat. Am 1. Juni untersuchte der Großh. Kreisarzt Dr. Schlosser von Alsfeld den Verletzten und constatirte zwei Stichwunden, die eine auf dem Kopfe, die andere im Rücken, letztere 5 Zentimeter tief, aber lediglich Muskeln und Zellengewebe verletzend Vorn 1. Juni an blieb der Verwundete, obgleich sich sein Zustand verschlechterte, ohne ärztliche Hülfe und am 2. Juni trat der Tod ein.
Conle leugnete, daß er zum Schlagen ein Messer oder eine ähnliche Waffe gebraucht habe, auf dieses Leugnen kann indessen mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der Wunde keinerlei Gewicht gelegt werden.
Conle wurde für schuldig erachtet und unter Annahme mildernder Umstände in eine Gefängnißstrafe von 18 Monaten verurtheilt.__________________________
Vermischtes.
Worms, 28. Septbr. Auch der zweite Polizeidiener ist an den am Sonntag auf dem Tanzboden erhaltenen Messerstichen verstorben.
— Schon feit längerer Zeit konnten diejenigen, welche Petroleum zu dem einen oder anderen Zwecke brennen, die Wahrnehmung machen, daß die Anfangs ganz bescheiden klein gestellten Flammen in kürzester Zeit mit rothen Zungen aufloderten und schwarz qualmten, was srüher nicht Der Fall war. Daneben hörte und las man jeden Augenblick von einer explodirten Petroleumlampe oder Kochmaschine. Detaillisten, welche das Petroleum an das Publikum verkaufen, tragen an der Qualität keine Schuld. Es ist schon vor längerer Zeit von Seiten eines Vereins für Reinhaltung der Lebensmittel und sonstigen alltäglichen Gebrauchsartikel (DcS hannöverschen glauben wir) darauf hingewiesen, daß Deutschland keine Controle über eingeführtes Petroleum ausübe, wie dieses in anderen Ländern der Fall ist, wo gefährliche Qualitäten gar nicht eingeführt werden dürfen. Seit Einführung des Petroleumszolles sucht man fn Deutschland specisisch leichtere Qualitäten unterzubringen, die bei geringerem Gewichte größeres Volumen einnehmen und beim Ausmeffen daher sich vortheilhafter verkaufen. Derartiges Erdöl aber verwandelt sich rascher in Dampf und brennbaren Aether und das tst es, was wir haben. Vorläufig ist nun nichts anderes zu wollen, wenn das Reich nicht einschreitet, denn unsere Detaillisten würden mit dem besten Willen so bald kein anderes Petroleum beschaffen können. Man kanw indeffen die Gefahren, welche das Erdöl jetzt bietet, vermeiden, wenn man die Lampen möglichst voll Del hält und Kochmaschinen auf naffe Lumpen stellt, die man von Zeit zu Zeit noch anfeuchtet, und so zu starker Erhitzung des Oeles vorbeugt. Gründlichere Abhülfe kann nur von Reichswegen geschehen.
— Das Waffer läuft einem im verehrlichen M— zusammen, wenn man vorn Pfälzer Städtchen Freudenstadt liest, daß die 1420 Bürger keinen Heller Umlagen und Steuern bezahlen, sondern voriges Jahr sogar boote 80,000 JL unter sich geteilt haben. Das macht, das Städtchen besitzt durch uralte Schenkung einen prächtigen Wald von etwa 8000 Morgen unb saftige Wiesen und löst daraus 200—300,000 JL Reingewinn. Jeder Bürger bekommt Brenn- und Bauholz und Streu umsonst und 50—60 in Baarem.
— (Amerikanische Personenbeförderung.) Daß Kinder als Eilgut versendet werden, mag wohl auch nur in Amerika vorkommen. Ein elfjähriger Knabe, Namens Casey Pemmel, kam, mit einem Bagagezeichen versehen, als Eilgut in Philadelphia an, wohin ihn seine in Kansas wohnenden Eltern an Isaac Buzley geschickt hatten Der Bagagemeister gab Quittung für ihn, wie für eine Kiste. Ein kleine Tasche, in der Geld befindlich, war dem Knaben umgehängt, und wenn der Babnbeamte seinem ihm anvertrauten Gute etwas zu effcn kaufen wollte, nahm er das Geld aus dieser Tasche und schrieb in ein ebenfalls darin befindliches Buch, wie viel er verausgabt hatte. So reiste der Knabe 1800 englische Meilen ohne den geringsten Unfall.
— Es wird berichtet: Die Remscheider Feuerwehr hatte nach einer arbeitsvollen Brandnacht bei einer Versicherungs-Gesellschaft, für deren Interesse sie sich die ganze Nacht gequält hatte, die Erstattung von 10 JL für Erfrischungen beantragt. Die „coulante" Gesellschaft, der man vielleicht eben so viele Tausende gerettet hatte, sandte das betreffende Schreiben mit der höhnischen Bemerkung zurück- „Die Wehr hat wohl mit Branntwein gespritzt?" Leider ist der Name der Versicherungsgesellschaft nicht angegeben.
— (Auch eine „Danksagung".) Die „Weißeritz-Zeitung" enthält folgenden originellen Dank: „Dank, herzmnigen Dank sogen wir allen Denen, welche am Montag, den 16. August, als ein ganz unerwarteter Blitzstrahl uns zwei Kühe und eine Kalbin im Stalle erschlug, sofort zu Hise eilten. Dank besonders den Herrn Fleischhauermeistern Thomas, Reichel und Fischer, welche sofort die betäubten Thiere schlachteten. so daß wenigstens das Fleisch noch genießbar war. Dank aber auch allen Denen von Nah' und Fern, die alsbald kamen und uns das Fleisch abkauften, so daß am anderen Tage siegen 5 Ubr Nachmittags auch gar nichts mehr übrig war. Möge Sie und uns Alle der allmächtige Vater in Gnaden vor ähnlichem Schreck und Schaden behüten und für die uns so auffällig erwiesene Thellnahme sie tausendfach segnen! Cunersdorf, den 18. August 1880. C. Dreßler nebst Frau."
Die große gelbe Sonnenblume (Helianthus annulus), welche ihre Heimath in Mexiko hat, gilt bei uns gewöhnlich nur als ein bäuerlicher Zierrath der Gärten, ist aber in Wirklichkeit eine der reichsten und ergiebigsten Pflanzen für industrielle Zwecke. In England hat man dies bereits vor einem Jahrzehnt erkannt. Zuvörderst ernten die Bienen aus den unzähligen Sarnenbluthen der Sonnenblume eine bedeutende Menae Honig und Wachs, sodann geben die Samenkörner, wie Leinsamen behandelt, große Quantitäten des besten Oels, welches auch der Maler, besonders bei Blau und Grün, vortrefflich verwenden kann, außerdem ist Seife aus Sonnenblumen-Oel ein treffliches Schönheitsmittel für die Haut, indem sie dieselbe weich und zart macht; vornehmlich als Bartseife ist sie vorzüglich. Fasanen erhalten, mit dem Samen gefuttert, ein reicheres und farbenvolleres Gefieder; das Mehl aus den Samenkörnern gibt das feinste Kuchenwerk und dem Brod eine größere Nahrhaftigkeit und Verdaulichkeit; endlich gewinnt man aus der großen Staude die feinsten Fasern von seidenartigem Glanze. Man sollte es daher der Engländern in der Cultur der Sonnenblume nachmachen, denn der Ertrag ist bei größerer Anzahl der Pflanzen wirklich äußerst lohnend und nehmen die Stauden nicht viel Platz fort. Man kann sie sehr wohl zwischen Kartoffeln ziehen, indem man die Samen, nach dem letzten Behacken der Kartoffeln, zwischen die Furchen in einer Entfernung von je zwölf Fuß steckt.
Ein eigenartiger Unfall ist dem amerikanischen Postdampfer „Aliatia" zugestoßen, welcher am 18. d. von Newyork nach Liverpool in Sec ging. Derselbe ist nach Newyork zur Untersuchung zurückgekehrt, da er in seinem Kohlenbehälter eine Gasexplosion und in Folge desien ein Feuer an Bord gehabt hat. Nach Aussage der Beamten des Fahrzeuges wurden 75 Tonnen Kohlen vernichtet, ohne daß der Dampfer irgend welche Beschädigung erlitt. Er trat schon am nächsten Tage wiederum die Fahrt nach Liverpool an-
— (Kindlicher Wunsch.) Papa: „Wenn nun nächstens der Storch kommt, lieber Rudolph, was willst Du, ein Brüderchen oder ein Schwesterchen?" — Söhnchen: „Wenn's Dir egal ist, lieber Papa, so hätte ich doch am liebsten ein Schaukelpferd."
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