Petersburg, 30. August. Der Kaiser ist gestern Abend 7 Uhr von Zarskoe-Selo nach Livadia abgereist.
Berlin, 30. August. Die „Nordd. Allg. Ztq." hört, die in Malta stationtrte Corvette „Victoria" sei deutsch'-rseits zur Thetlnahme an der Flor- tendemonstration bestimmt und habe Befehl erhalten, sich in diesen Tagen nach Brindisi zu begeben.
— Der König von Griechenland und der Großherzog von Hessen werden am 9. September zum Manöver hier erwartet.
Stuttgart, 30. August. Eduard v. Hallberger, der Chef der be. kannten Buchhandlung, ist auf seinem Schloßgute Tutzing bei Starnberg gestorben.
— Gestern starb der Regterungs. Präsident des Schwarzwaldkreises, v- Schwandncr, Vtccprästdent der Kainmer der Abgeordneten-
Ragufa, 30. August. Das russische Kriegsschiff „St. Anna" mit dem russischen Admiral an Lord ist hier angekommen. Es heißt, Riza Pascha habe sechs Führer der albanesischen Liga verhaften lasten wollen, dieselben seien aber geflohen. Die Einwohner von Dulcigno lagerten in Gemeinschaft mit albanesischen Streitkräften bei Mazur, um Widerstand zu leisten gegen die Uebergabe von Dulcigno; reguläre türkische Truppen sraternisiren angeblich mit ^""' Berlin, 30. August. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge richtet- der Kaiser anläßlich des Wtttelsbachjubiläums folgendes Telegramn an den König von Bayern: Ew. Majestät feiern heute einen zweifachen Ecinnerungstag, den Ihrer Geburt und den 7OOjährigen Jubiläumstag der Wittelsbacher Dynastie. Die Vorsehung, welche Ew. Majestät noch fernere Jahre gnädig segnen und schützen wolle, begnadigt Sie sichtlich, Sie den hohen, fast einzig tu der Geschichte dastehenden JubiläumStag erleben zu lasten. Die Geschicke Deutschlands, so wechselvoll ste in dem so langen Zeitraum auch sein mußten, sind immer mit der Geschichte der Wittclsbachec verbunden, wie in neuester Zeit durch Ew. Majestät erneuert in den Vordergrund getreten und in herzlicher Dankbarkeit erkennt Ew. Majestät treu ergebener Vetter, Bruder und Freund Wilhelm. — Der König von Bayern antwortete hierauf: Ew. Majestät spreche Ich für Ihr so freundschaftliches und gütiges Glückwunschtelegramm aus Anlaß Meines heutigen Doppelfestes und des 7OOjährigen Jubiläumsfestes Meines Hauses Meinen tiefinnigsten Dank aus dem Grund Meines Herzens aus. Ew. Majestät treu ergebener Vetter, Bruder und Freund Ludwig.
Paris, 30. August, Abends. Die Abendblätter melden: Polizei-Eom- 'mistäre würden in ganz Frankreich sich in den Jesuitenschulen einfinden, um die Märzdecrete zur Ausführung zu bringen. Man glaubt, überall werde dastelbe geschehen, wie heute in Dijon, wo der Polizet-Commistar bei seinem Erscheinen nur einen Ordensgeistlichen, den neuen Director der Anstalt, und einen Jesuiten als Repräsentanten der Civilgcsellschaft, weiche Besitzerin der Immobilien ist, vorfand; die übrigen 22 Jesuiten waren abgereist. Dem Vernehmen nach würde in ganz Frankreich in Folge gemeinsamen Ueberein- kommens die Räumung der Jesuiien-Niederlaffungen in ähnlicher Weise erfolgen.
London, 30. August. Der „Standard" meldet aus Chaman von gestern: General Roberts hat Khelati-Ghilzai am 25. d. verlassen und die ganze britische Garnison mitgenommen, welche das Fort räumte und es an Beamte des Emirs übergab. General Roberts hofft am 30. d. in Kandahar einzutreffen und am Tage darauf Ajub Khan anzugreifen.__
Vermischtes.
Mainz, 27. August. Vor einigen Tagen kam ein fremder Arbeiter auf das städtische Neinigungsbureau mit der Bitte, man möge ihm doch Arbeit verschaffen, er wohne schon 2 Jahre in Mainz, seine Frau sei vor 14 Tagen gestorben und er habe 2 Kinder zu ernähren. Auf die Frage des Vorstehers des Reinigungsburcaus, wie alt die Kinder seien, gab der Arbeiter zur Antwort, daß er dies nicht wiffe, er müsse erst seine Braut fragen, er wolle dem^ nächst wieder heirathen und die beiden Kinder bringe seine Braut mit in die Ehe. Daß diese, seine Verlobte, auch ke'nen Pfennig Geld besitze, gab der Arbeiter vollständig zu. Dieser Vorfall characterisirt so recht den grenzenlosen Leichtsinn gewlffer Menschen. Die Frau des Arbeiters ist kaum 14 Tagen gestorben und schon steht der Wittwer wieder im Begriff, sich eine andere Frau zu nehmen, die ihm noch obendrein 2 Kinder mitbnngt. Der Mann ist arm wie eine Kirchenmaus und ohne feste Beschäftigung, will sich aber doch verheirathen, um einem vielleicht noch glänzenderen Elende entgegen zu gehen. Ganz unverblümt pocht auch noch der Arbeiter, da er schon 2 Jahre hier wohne, auf das,Untrrstützungswohnsitzgcsetz, dem die Stadt Mainz ohnedies schon so enorme Ausgaben für Armenunrerstützung zu verdanken hat. Daß der Arbeitsuchende unter diesen Umständen abgewtesen wurde, brauchen wir wohl nicht zu erwähnen. _
Butzbach, 28. August. Gestern Abend wurde unsere Stadt in Aufregung versetzt. Das ca. 4 Jahre alte Kind einer in der Roßbrunnengasse wohnenden Wittwe wurde, nachdem es noch nach 7 Uhr auf der Straße spielend gesehen worden war, vermißt. Eifrige Nachsuchungen in der Stadt und der Umgebungen blieben bis Nachts 11 Uhr fruchtlos, bis endlich einer Frau der glückliche Gedanke kam, man möge doch einmal in der früher von einer befreundeten Familie am Marktplatz innegehabten Wohnung Nachforschungen anstellen, möglicherweise könne sich das frührer öfters daselbst verkehrende Kind in seiner Unschuld dahin begeben haben und da die Nacht'hereingebrochen, eingeschlafen sein. Dieser Vorschlag, welchem sofort Folge gegeben wurde, war ein glücklicher, denn man fand alsbald in einem unbewohnten Zimmer daselbst das betreffende Kind tiefschlafend auf dem Fußboden liegend. Unter dem Triumph des zahlreich auf den Straßen befindlichen Publikums wurde das Kind seiner in größter Verzweiflung gewesenen Mutter überbracht. Die Freude des Wiedersehens war groß.
Essen, 23. August. Eine Maffendenuneiation erregt in hiesigen Lehrerkreisen großes Aufsehen. Ein hier erst seit einigen Jahren angestellter evangelischer Lehrer, Namens Fuchs, hat dos ganze Lehrercollegium der evangelischen Gemeinde mit dem Rector an der Spitze, mit Umgehung der Local- und Kreisschulinspection, direct bei der königlichen Regierung in Düffel dorf denuncirt und zwar wegen unerlaubten „Handels", „Schachers" und „schmählichen Wuchers" mit den in den Schulen zum Gebrauch kommenden Schulbüchern. Die Veranlaffung zu diesem fast unglaublichen Schritt findet die Denunciation darin, daß die Lehrer aus dem Verkauf der von ihnen herausgegebenen oder in den hiesigen Schulen eingeführten Schreibhefte und Schulbücher einen kleinen Vortheil zu Gunsten der hier bestehenden Lehrer-Wittwenkasse ziehen. Die Anklageschrift liegt den Lehrern gegenwärtig zur Beantwortung vor. Uebrigens ist man sich hier sehr klar darüber, daß der als Streber^ bekannt Denunciant mit seinem fflor gehen noch einen ganz anderen Zweck verfolgt-
Kissingen, 21. August Vorgestern kam es, wie wir in der „Fränk. Ztg." lesen, in den beiden Cursälen zu einem Tumulte. Schon seit längerer Zeit herrschte unter dem Badepublikum eine gewiffe Animosität gegen einander, und zwar zwischen dem Adel und dem Bürger- thum, welche hauptsächlich durch die Einrichtung separater Reunionen für den Adel hervorgerufen wurde. Vorgestern nun war wieder eine solche adelige Reunion, bei welcher es diesmal sehr laut zuging, wodurch sich die im unteren Cursaale befindlichen Bürgerlichen gestört fanden und demnach um „Ruhe" ersuchten. Darauf entstand ein fürchterlicher Tumult, es schallten Stockhiebe auf den Tischen, Gebrüll, Gejohl und Stampfen füllte die Zwischenpausen aus; vergebens suchte der Bavecommiffär Ruhe zu stiften. Zuletzt gingen bcibe Theile erbittert auseinander.
Bern, 26. August. Wie bereits gemeldet, ist gestern das am 25. Juli im Bieler See gesunkene Dampfschiff Neptun mit einem Zangenapparat aus einer Tiefe von 246 Fuß gehoben und an den Strand bei Tüscherz geschleppt worden. Schrecklich war der Anblick der Tobten; acht Leichen lagen in der Kajüte, drei außerhalb derselben, alle noch kenntlich, nur etwas aufgedunsen ; vier liegen noch auf dem Grunde des Sees. Die Uhren zeigten auf 7 Uhr 40 Minuten. Das Schiff selbst scheint wenig gelitten zu haben.
Köln, 28. August. Nachdem der gestrige Morgen uns gleich mehreren seiner Vorgänger eine fast tropische Hitze gebracht, zog am Nachmittag ein heftiges Gewitter Über unsere Stadt bin Auf dem Neumarkt traf ein sogenannter kalter Schlag einen Baum, in der Frank-, straße fuhr ein zweiter nieder und beschädigte den Dachstubl eines Hauses. Der Dom, bfff en Steine und Gerüstbalken durch die Sonnenstrahlen erhitzt waren, wurde bei dem plötzlich eintretenden Regen von einer Rauchwolke eingehüllt, wodurch sich bald das irrige Gerücht verbreitete, der Blitz, der in die Gerüste niedergcfahren sei, habe daselbst gezündet. Unglücke oder großen Schaden hat bas Gewitter nicht angerichtet.
Kassel, 27. August. In dem Abends kurz vor 10 Uhr von Hannover hier eintreffenden Zuge befand sich vorgestern auf dem Transporte von Bremen hierher der von Karlshafen flüchtig gewordene Kaufmann L, welcher in Bremen verhaftet worden war und nun in Begleitung eines Sicherheitsbeamten hierher gebracht werden sollte. Als der Zug die Kragen- höfer Brücke passtrt hatte, hinter welcher die Bahn eine gelinde Steigung zu überwinden hat und in Folge dessen der Zug etwas langsamer suhr, sprang L., welchem das langsamere Tempo des Zuges an dieser Stelle wohl bekannt sein mochte, plötzlich aus dem Coupe, um zu entfliehen. Er hatte aber die tolle Rechnung ohne den Wirth gemacht, denn wie der Blitz sprang der ihn begleitende Sicherheitsbeamte hinter dem Flüchtlinge her. Beide stürzten auf Den Bahnkörper und blieben hier schwer, namentlich am Kopfe, verletzt, bewußtlos liegen. Der Vorfall war von den übrigen Insassen des betreffenden Waggons zwar bemerkt worden, allein man konnte, da der Zug inzwischen schon eine weite Strecke entfernt war, nicht mehr anhalten. Die beiden auf dem Bahnkörper Liegenden wurden bald danach von einem Bahnwärter auf» gefunden. Da der verletzce Sicherheitsbeamte inzwischen die nöthigen Angaben machen konnte, so wurde der in der Nähe stattonirte Gensdarm benachrichtigt und sodann die Ueberführung der Verletzten in das hiesige Landkrankenhaus veranlaßt. (Kass. Tagbl.)
— (Ein Fürst gepfändet.^ Man schreibt aus Prag, 25. ds.: Belm Fürsten von Hanau wurde gestern in dessen Wohnung in Smichow unbeglichener Schulden wegen die Pfändung vorgenommen. Die reiche fürstliche Einrichtung, die werthvollen Gemälde, Cabinets- stücke, Antiquitäten, Alles, selbst die Ordensabzeichcn kamen unter Sperre.
— (Arger Verstoß.) Eine junge Verwandte, ein Mädchen von 18 Jahren, ist zum Besuche bet der Familie. Beim Schlafengehen ruft das siebenjährige Töchterchen der Mama zu: „Steh' nur, Mama, Tante Mariechen legt sich mit den Zöpfen zu Bett."
— [®er die Wahrheit hören toitt] Eine sehr nervöse, ewig kränkelnde Dame sollte Bad Ems besuchen, verlangte aber von ihrem Hausarzte, daß derselbe den Emser Badearzt auf's Genaueste Über ihre Krankheit instruire. Der Hausarzt gehorchte und händigte der Dame bet ihrer Abreise einen Brief an den Kurarzt ein. Unterwegs konnte die Kranke der Versuchung nicht widerstehen, den wirklichen Grund ihrer Leiden zu erfahren und erbrach dm Brief. Derselbe enthielt Folgendes: „Lieber Herr College! Ich schicke Ihnen hier einen weiblichen verschrobenen Pavian mit allen Untugenden seiner Race ausgestattet. Nehmen Sie diesen Quälgeist tüchtig in's Gebet. Sie hat eine Gesundheit wie ein Rhinoceros und einen enormen Geldbeutel." Die Gesellschafterin der Dame, welche das Gesicht derselben wahrend des Lesens beobachtete, fiel in Ohnmacht.
— Friedrich August III. von Sachsen durchreiste bei seinem Regierungsantritte seine Lande, und wurde von Bauern häufig mit Bittschriften bestürmt, in welchen sie ausführlich schilderten, wie nachthcilig drs Wild ihrem Ackerbetriebe sei. Bei einer Jagd in der Nähe von — näherte sich ihm auch ein Bauer und übereichte ihm eine Supplik. Der Kurfürst hält sie für eine Beschwerde über erlittenen Wildschaden, wirft einen flüchtigen Blick auf den mit großen Lettern geschriebenen Titel, und entgegnete kurz: Schon gut, Alles soll tobt geschossen werden. Bei diesen Worten sinkt der Bauer todtenbleich mit dem Schrei: Jesus Maria! zusammen. Ein anwesender Kammerherr bittet den Kurfürsten auf französisch, gnädigst das Pro- memoria noch einmal zu lesen, weil hier wahrscheinlich ein Mißverständniß obwalte und da findet sich denn daß der Bauer den Kurfürsten zu einem neugeborenen Zwillingspaar zu Gevattern bittet. Lächelnd macht derselbe fein Versehen gut, und entläßt den entzückten Gevatter mit einem reichen Pathengeschenk.
— [@in Abenteuer des Professors Jäger ] Ein seltsames Abenteuer erlebte dieser Tage der berühmte Erfinder der Seelen-Riechtbeorie, Professor Jäger. Herr Jäger wurde auf einer Fußparthie, die er über die Alp zu machen beabsichtigte, von irgend einem scharfsinnigen Polizisten — der Ort, wo dies geschah, heißt nicht etwa Schilda oder Schöppenstedt, sonvern Münsingen im Schwabenland — weil wahrscheinlich seine Kleidung in Folge der längeren Fußparthie, für welche sie nicht berechnet war, in ziemlich desolatem Zustande sich befand, für einen Vagabunden gehalten und als solcher aufgegriffen und in das Gefängniß des Ortes gesteckt, wo er als Landstreicher behandelt wurde. Wie lange seine Gefangenschaft währte, wird uns nickt gemeldet, wohl aber, daß es großer Anstrengungen und der Intervention eines Freunoes des Verhafteten bedurfte, um demselben die Freiheit wieder zu verschaffen. Vielleicht hat Herr Jäger bet dieser Gelegenheit neue Belege für seine Riechtheorie gefunden. Der Polizist des Städtchens scheint aber freilich kein großer Seelenriecher vor dem Herrn zu fein, sonst härte er allenfalls einen Stuttgarter Professor von einem vagirenden Landstreicher auch schon durch den Geruch unterscheiden können.
— sBienenrache.) Vor einigen Tagen fuhren zwei Handelsleute in einem Gefährt von Hardheim nach Wertheim in Baden. Unterwegs stieß das Gefährt beim Passiren eines Ortes an einen Bienenstand, einige Bienenkörbe fielen herant-, unv die hierüber wütbenden Dienen machten sich nun über die Insassen des Gefährtes wie über das Gefä'.>rt her. Die Fahrgäste konnten sich in ein benachbartes Gebäude retten, das Pferd jaber wurde von den Bienen so zerstochen, daß es nach einer halben Stunde verendete.
Handel und Verkehr.
Gießen, 31 August. Auf dem heutigen Wochenmarktc kostete: Butter per Pkd. X 1 05 x 120, Hühnereier 1 Stück 5—6 2 St. 00 H, Enteneier 1 Stück 6—0 H. Käse per Stück
4—8 H, Kasematte per Stück 3—0 Erb'en 1 Liter 00 Linien 1 Liter 00 Tauben bas
Paar 40—60 H, Hühner p. St. X 0.90—1.20, Hahnen p. St. X 0.40—0.70, Wälsche X 0.00—0 00, Enten per Stuck X 1.20—1.80, Ocksenllrilck 66-68 H ver Pfd-, Kuh. und Rindfleisch 50—00 Kalbfleisch 46—50 H, Hammelfleisch 60—70 H Schweinefleisch 68—00 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00- 5 Zwiebeln p. Etr. X 6—7.00, Milch per Liter 16 und 18 H.
Frankfurt. 30. August. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 41, Nr. 2 X 39, Nr .3 X 33, Nr. 4 29, Nr 5 X 23, Roggenmehl ^Berliner Marke) X 28 50—29, do.
I (Berliner Mark") X 27.00—27.50, do. II (Berliner Marke) X 22.50—00.00. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 21.50 21.75, ab unserer Umgegend 20.75—2t.00,
bo. fremder je nach Qualität X 00.00—00 00, Roggen, je nach Qualität X 20.00—20.25, Gerste X 17.75 — 19, Hafer X 13—13.50, Kohlsamen X 27 25 — 50, Erbsen X 19—27, Wicken X 16—18, Linsen X 20-40, Bohnen, weiße, X 23—25, Roggenkleie X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Nüböl, detail, X 63. Stimmung ruhig. Hauptsächlich gefragt war: —- Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo )
Frankfurt, 30. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 300 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 250 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 68—69, 2. Qual. X 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. X- 58—60, 2. Qual. X 50 -52, Kälber 1. Qual. X 50-55, 2. Qual. 40 -50, Hämmel 1 Qual. X 58—60, 2. Qual. X 48 52 per 100 Pfd. Schlacht gewickt. Schweine je nach Qualität das Pfund —
Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGiehen.
Gottesdienst
zur Feier des Sedunsfestes.
Donnerstag, den 2. September-
Vormittags 91/3 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Die zu erhebende Collecte ist zum Besten des Vereins für Unterstützung der Invaliden und der Hinterbliebenen gefallener Soldaten bestimmt.


