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Aus Hessen, 26. Mai. In Betreff der diesjährigen Exercitien im Regiment unb in der Brigade, sowie der darauf folgenden Manöver der Trnppentheile der 25. Dwision ist folgendes bestimmt: Das Regiment Nr. 115 wird vom 27. August bis incl. 1. September bei Darmstadt, das Negi'.nent Nr. llti vom 21. bis incl. 26. August bei Gießen, das Regiment Nr. 117 vom 26. bis incl. 31. August bei Mainz, das Regi­ment Nr. 118 vom 27. August bis incl. 1. September in Rheinhessen, das Dragoner- Regiment Nr. 23 vom 17. bis incl. 28. August bei Babenhausen und das Dragoner- Regiment Nr. 24 vom 19. bis incl. 30. August bei Darmstadt exerciren. Die 49. Inf.- Bngade übt vom 3- bis incl. 10. September theils bei Darmstadt, theils im Terrain Lei Darmstadt, die 50. Infanterie-Brigade vom 2. bis incl. 8. September in Rhein- Hessen. Die 25 Cavallerie-Brigade hält vom 1. bis incl. 6. September Brigade Hebungen bei Darmstadt ab. Die Detachements-Uebungcn der combinirten 49. Jn- -santeriecBrigade finden in der Zeit vom 11. bis incl. 14. September mit 2 Biwaks der Vorposten südlich der Modau und im Odenwalde, die der combinirten 50. In­fanterie Brigade vom 10. bis incl. 13. September ebenfalls mit 2 Biwaks der Vor­posten in Rheinhessen, zwischen Bingen und Oppenheim statt- Am 16., 17. und 18. September werden Feldmanöver der Division in 2 Abtheilungeir gegeneinander, mit 1 Biwak des Ganzen und 2 Biwaks der Vorposten auf der Linie Gioß-Gerau-Darm­stadtGroß-Umstadt, und am 20., 21. und 22 September Manöver der vereinigten Division gegen einen markirten Feind in der Gegend Groß-UmstadtReinheim-Die­burgBabenhausen mit einem Biwak der gesammten Division abgehalten werden.

Aus Starkenburg, 25. Mai. Der letzte strenge Winter, welcher in der Pflanzenwelt unberechenbaren Schaden anrichtete, erwies sich auch für die Bienenzucht als sehr ungünstig. Man kann durchschnittlich annehmen, daß die Hälfte der Bienen­stöcke zu Grunde ging. Ein Bienenzüchter hatte sogar das Malheur, daß ihm von seinen 76 Stämmen nur noch 1 verblieb.

München, 26. Mai. Wie oem ,,Baier. Kur." mitgelheilt wird, sind um Die erledigte Stelle eines Scharfrichters nicht weniger als 280 Bewerber aufgetreten, darunter auch ein Friseur und em Schauspieler.

Rendsburg. In der Colonie Sophienhamm ereignete sich in der Nacht zum Donners­tag ein schreckliches Brandunglück. Das mit Stroh gedeckte Wohnhaus des Colonisten Johann Sievers gerieth in Flammen. Eine zwölfjährige Tochter fand ihren Tod unter der Gluth des herabstürzenoen Daches und der Vater, sowie zwei Söhne erstickten in der Schlafstube. Die Mutter, welche sich mit einem Sprunge durch's Fenster rettete, erhielt leider so erhebliche Brandwunden, daß an eine Genesung kaum 6u denken ist.

Ein seltsames Ansinnen stellte in Hamburg eineMadame" an die Polizei. Sie verlangte nicht mehr und nicht weniger als die Verhaftung ihres Dienstmädchens, weil dasselbe Äie Kaffeebohnen zu braun gebrannt haben sollte.

Sehlffabericlit. Mttgetheilt von dem Agenten des norddeutschen Lloyr, T. W. Dietz in Gießen.

Bremen, 29. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.j Der Postdampfer Neckar, "Tapt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. Mai von Bremen und am 18. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newuork angekommen

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 29. Mai. «Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 2.504.00, Stroh X 23.50 Butter das Pfd. im Großen 1. Qual. X 0.9095, 2. Qual. X 0.9000, im Detail das Pfd. X 1.2000, 2. Qual. X 1.1000. Eier das Hundert ital. X 5.00, deutsche Eier 3.90 X, Ochsenstench per Pfund 6570 Kuh, Rind und Farrenfleisch 4560 Kalbfleisch 4655 Hammelfleisch 5065 Schweinefleisch 6570 ein Hahn X 2.002.50, ein Hubn X 2.003.50, eine Ente X 2.703.20, eine Taube 6000 H, Kapaunen X 34.00. Wälscher Hahn X 512. Kartoffeln 100 Ko. X 00.00, Weißkraut das Stück 2530^, Rothkraut, 1 St. 3035 H, frische Kohlrabi 1000 H, neuer Blumenkohl 1 St. X 0.65, Wirsing 2025 H, Zwiebeln 1 Bund 6 Meerrettig 1 Stück 1220 Lattich per Portion 1015 Kopfsalat 1000 frische Spargel das Pfund 7090 H, Radieschen 35 Arttschoken 55 junge Erbsen das Pfund 40 H, Romain-Salat 4000 H, neue Bohnen 100 Stück 2.000 X, neue Gurken 3040 H.

Nützliche Mitthetlung. Wir möchten hiermit unsere verehrten Hausfrauen wie­derholt zu einem praktischen Versuch mit dem nun in bald zehnjähriger Anwendung bewahrten garantirt chlorfreienächten »r. Linkischen FettlaugenmeHN veran- lasten weil dieses für jeden Haushalt so bequeme Product von Staatsanstalten, Fabriken, Hotelbesitzern und Privaten des In- und Auslandes als das anerkannt billigste, kräftigste unb unschädlichste Wasch- und Reinigungsmittel auf Wärmste em­pfohlen wird Dasselbe dient nach der Gebrauchsanweisung für feinste, wie für grobe Wasche, Wollen-, Baumwollen- und Seidenstoffe, für Gläser, Porzellan, Steingut Fußböden, Lamperien rc. und wird überall angewandt, wo es sich um leichte Ent­fernung hartnäckiger, zumal fettiger Unreinigkeiten aus Stoffen und Materialen aller erdenklichen Art handelt." Vorräthig istDr. Link's Fettlaugenmehl" überall in den besseren Seifen-, Material- und Colonialwaaren-Handlungen.

Gießen, 31. Mai. An das Recurrenshospital wurden eingesandt:

1) von Darmstadt:

a. von Ihren Großherzogltchen Hoheiten den Prinzessinnen des Großherzoglichen Hauses ein Pack Kleidungsstücke;

b. aus dem Mauerspital des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege Kleidungsstücke;

c. von verschiedenen Wohlthäiern aus Darmstadt Kleidungsstücke;

d. von verschiedenen Wohlthätern an Geld 54 X 50

2i Von Gießen:

a. der Betrag des Concertes des Citherclubs, mit der Bestimmung, daß die Summe nicht genannt werden soll;

b. der Betrag einer Sammlung bei einem Diner 10 X 65

c. durch Fräulein Stumpf gesammelt 25 X 50 und zwar haben beigetraaen: B. 2 X, F. 1.50 X, Sp. 2.50 X, H. 2 X, R. 1 X. F. 50 H, H. 2 X, G. I X, K- 1 X, St 2 X. v. M. 3 X, S. 1 X, N 50^, H. Ix, g. 1 X, K. 3 X, W. 50^ und eine Flasche Wein;

d. durch Vermittelung der Vorstandsmitglieder Des Alice-Frauen-Vereins für Kranken­pflege gesammelt 16a 50 und zwar haben gespendet Bank. Reuilmger 5 X, Fabrik.

Bock 10 X, Fr. v. Titzenhofer 3 X, Fr. Geh.R- Völker 5 X, Weinbändler Mayer 10 X, Holzhandler Katzenstein 5 X, A. Katz 10 X, Ungen. 5 X, Fr. Landrichter Wiener 1 X, Fr- Schellenberg 5 X, Rechner Döring 1.50 H, Fr. £ 1 X, Frl. E. 2 X, Fr. A. 3 X, Fr- Burk 10 X, G. Wortmann 3 X, Frl. Sander 2 X, M. 4 X, Prof. Streng 6 X, Fr- Reichenbach 3 X, Pros. Pasch 3 X, Canzleir. Clemm 10 X, Pros. Clemm 5 X, Fr. Steuerrath Schuster 5 X, Prof. Baltzer 3 X, Prof. v. Hippel 10 X Pros. Seuffert 3 X, Rentier Fulda 5 X, Fr. Sch. 6 X, Fr. Fr. 6 X, Prof. Lembke 6 X, Fr. v. R. 3 X, Bäcker Noll 2 x. Fr. Provinzialdirector Boekmann 7 X\

e. durch Frau Kauf von der Wohlthättqkeits-Vorstellung 20 X\

f. Kleidungsstücke haben gespendet: Fr. Präsident Knorr, Frl. St., Frl. Bansa, Fr. Geh.-R. Dölcker, Dr. Scbwarz, Fr. Uhrmacher Schmidt, Fr. Kilbinger, Fr. Prof. Köllner, Fr. Burk, Fr. Sckildköter, H. Homberger, Fr. L. Heichelheim, Frl. Heichelheim, Fr. Justizrath Kltngelhöfer, Lieutenant Ebel, Fr. Oberförster Lang, Fr. Dr. Brühl, Fr. Steuercontr. Süffert, Pfarrer Sander, Fr. Thorwart, Fr. Dr. Rosenberg;

g. durch verschiedene Vorstandsmitglieder des Alice - Frauen - Vereins für Krankenpflege wurden außerdem noch mehrere Päcke Kleidungsstücke eingesammelt;

h. Sammlung des Gießener Anzeigers 51 X 10 H.

Die Angegangenen Kleidungsstücke sind sämmtlich an das Recurrenshospital abgegeben worden. Die eingegangenen Gelder sind bis auf 78 X 10 H, welche noch einen Reservefond bilden, sämmtlich für die Recurrenskranken zur Verwendung gekommen, von welchen, nachdem das selbstständige Reccurrenshospttal aufgehoben worben war, die beiden lctzt-n Kranken noch in dieser Woche im akademischen Hospitale verpflegt worden sind.

Im Namen des Vorstandes des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege: Die Präsidentin des Gießener Hweig-Vereins

A. Wtlbrand.

Berichtigung.

In dem Protocoll - Auszug der Stadtverordneten - Sitzung vom 27. Mai in Nr. 123 d. Bl. muß es in Betreff des Beschlussis über das Gesuch des Braumeisters Adolf Möller beißen:Die Versammlung hat beschlosien, bet ihrem früheren Beschlüße zu beharren, welcher lautet, daß die Abführung des Waffers auf den Leihgesterner Weg überhaupt nicht gestattet wird."

Vergebung von Pstafterarbeit.

Die bet dem Umbau des Vorder­gebäudes am Provtnzialarresthaus vor- ckommevde Pflasterarbeit, veranschlagt zu vtt. 747,75 soll im Submtssions- weg vergeben weiden. Voranschlag und Submissionsprotocoll liegen bei unS offen.

Offerten sind, verschlossen und mit der bezügl. Aufschrift vers hen, längstens

Freitag den 4. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, bet uns emzurelchen, in welchem Termine die Eröffnung derselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten statt- finden wird.

Gießen, den 31. Mat 1880. Großh. Kretsbanamt Gießen.

I. V.:

Klein, 3732) KreiSbauausseber-Aspirant.

Uersteigerung von Bauplätzen. Donnerstag den 3. n. Mts., um 2 Uhr Nachmittags, sollen an der Schiller-Straße, gegen­über dem neuen Mädchenschulhause wiederholt und mit Ausschluß von Nach- geboten öffentlich versteigert werden:

Straßen- Mittlere front- Tiefe.

Bauplatz Nr. II. mit 18 m u. 23 m

III. 22 m u. 19 m

IV. 28 m u. 15 m

Gießen, am 29. Mai 1880. Großb. Bürgermeisterei Gießen.

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