möglichst bald, jedenfalls vor dem 1. März 1880, an unfern Rechner, den
Kre^samtsgehilfen Döring in Gießen, einsenden, lieber einmalige und jährliche Beitrage werden wir in öffentlichen Blättern quittiren. Für Darlehen werden ?ir' J°&?. dieselben bei dem Rechner eingezahlt sind, Schuldscheine ausstellen und den Darleihern zustellen.
1?oUe die Herzen vieler Menschen zur Barmherzigkeit erwecken, damit dieses Werk, das wir in seinem Namen wagen, gedeihen möge.
Das Comite.
Infolge dieses Aufrufs haben bis jetzt gezeichnet bezw. bereits beigetragen:
1) Einmalige Beiträge: Seine Königliche Hoheit der Großherzog 500 A Se. Durchlaucht der Fürst zu Solms Lich 200 A Se. Durchlaucht Prinz Hermann zu Solms Lich 200 A Ihre Durchlaucht die Gräfin Reinhard zu Solms Laubach 20 at Ihre Durchlaucht die Prinzessin Marie zu Solms Lich 10 at, Ihre Durchlaucht die Fürstin zu Solms Braunfels zu Hungen 50 A Se. Durchlaucht der Fürst zu 9)fen= burg-Birstem 50 at, Frl. v. Jossa 20 at Aus Gießen: Prof. Clemm 10 A Jacob Gortzham 2 A Balth. Lenz 50 A Pfr. Schlosser 50 A Bankoorstand Wortmann 100 at, Anton Petri 10 A W St. 50 A Dr. Buchner 10 A Ludwig Bücking 100 at AuS Lich: Stiftsdechant Clemm 20 A Stiftspfarrer Klingelhöffer 3 A Bürgermeister Walz 1 A Christian Merle 2 A Weber 2 A Kreutzer 1 A Kr. 1 A H- Rimmer 2 A H- Jhring 5A PH- Chr. Fischer 5 A C. Bogt III. W'ttwe 5 A H. Glöckner 2 A Lanaennann 3 A Köhler 10 A Kämmerer 1 A Rühling 1 at, I. Schneider 1 «A R- Rau 1 A Erb 2 A Wimmenauer 2 A Rehe 1 A Lehrer Walz 1 at W- Jäger 1 A Pfr Walz 3 A F- Clemm, Pfr., 1 A Decan Koch Wittwe 2 at Dr. med. Weckerling in Friedberg 5 A Oberconsistorial - Präsident Dr. Goldmann in Darmstadt 10 A Frhr. v. Stein zu Staven 10 A Pfr. Schuster in Glauberg 3 A Pfr- v. Warendorf m Dorlar 15,50 A Bürgermeister Raab in Rodheim 1,80 at
2) Jährliche Beiträge: Pfr. Heberer zu Allendors a. d. Lda. 3 at, Decan Trautwein in Lauterbach 5 A Oberamtsrichter Hempel das. 5 A Pfr. Kullmann 5 A Professor Pichler dahier 20 A Balth. Lenz 5 A Director Gg- Noll 10 at Stiftsdechant Clemm in Lich 10 A Carl Bogt IV. das. 3 at
3) Unkündbare Darlehu: Gg. Waldeck in Lauterbach 25 A Ihre Durchlaucht Prinzessin Marie zu SolmS Lich 50 A Commerzienrath Gg. Carl Gail 100 at Eugen Kaufmann 50 A Schulinspector Bigelius 50 A Pfr. Briegleb in Heuchelheim 25 A Ludwig Jung II. das. 25 A Stabsquartiermeister Kalbfleisch 100 A Prof. Dr. Thaer 25 A Decan Strack in Lang-Göns 50 A Kreisamts Geh. Döring 25 at
Fernere Zeichnungen nimmt entgegen: Döring, Rechner zu Gießen.
Vermischte-.
Mainz, 27. Januar. Heute Nacht gegen 1 Uhr ertönten die Sturmglocken und ver- kündeten einen Brand auf der Umbach. In den Fabrikräumlichketten der Möbelfabrik von I. Fischer Nachfolger war Feuer ausgebrochen und verbreitete sich mit rapider Schnelligkeit über den Hinter^ und Seitenbau des Hauses, in welchem sich die Werkstätten und Möbelmaga- zine dieser Firma befinden. Die Feuerwehr war sehr rasch zur Stelle, aber leider mangelte es in Folge der strengen Kälte sehr an Wasser, da alle Hydranten zugefroren waren und diese erst mit vieler Mühe aufgebrochen werden mußten, um zu dem Wasser zu gelangen. Auch die Arbeiten an den Spritzen waren in Folge der Kälte sehr erschwert, nicht minder gefährlich war es für die Feuerwehr, auf die Dächer der Nachbarhäuser zu gelangen, da dieselben sehr glatt waren und ein Fehltritt sehr leicht hätte Verderben bringen können. Drei Stockwerke des hinteren Seitenbaues find nicdergebrannt. Die vorhandenen Möbel wurden gerettet, dagegen verbrannte eine bedeutende Quantität Nutzholz. — Ein zweites Feuer entstand heute Vormittag um 11 Uhr in dem Hause Augustinerstraße Nr. 49. Hier brach das Feuer in der Waaren- ntederlage eines Wollen- und Manufacturwaarenhändlers aus und richtete ziemliche Zerstörungen an. Zum Glück kam aber rasch Hülfe, auch die Feuerwehr kam mit einer Spritze herbei, so daß kein großer Schaden entstanden ist. — Hierher gelangten Nachrichten zufolge hat sich in der verflosienen Nacht das Rheineis schon bis unterhalb Bingen festgeschoben. Die Bruckenverwaltung hat daher die Absicht, um einer Kalamität wie ver verflosienen vorzubeugen, die Brücke schleunigst abzudecken und die Brückenschiffe noch rechtzeitig zu bergen.
~ Das Denkmal des Gründers der freiwilligen Feuerwehren Deutschlands des um da« Feuerwehrwesen hochverdienten tfarl Metz in Heidelberg wird Ende August d. I. bei Gelegenheit des daselbst abzuhaltenden badischen Feuerwehrtages enthüllt werden. Ausgcsührt wird dasielbe von Prosesior der Kunstakademie Roth in München.
. - 77.Aus St. Goar, 25 Januar, wird der „Cobl. Zrg." geschrieben: Obwohl wir k 4. tauben Tagen manchmal Hoffnung auf einen Umschlag ver Witterung hatten, so qt voch bis fitzt noch kein Temperaturwechsel zu verzeichnen. Das Eis, welches in ver ver- flosienenen Woche an der Loreley mehrmals in's Treiben kam, hat sich, unterbrochen von soae- nannten Lotten, nach und nach festgesetzt und steht jetzt oberhalb Bacharack an der sogenannten Bombach. Es ist lobend anzuerkennen, daß auch diesesmal auf Anordnung der Strombau- verwaltung Sprengungen des Eises an der Loreley vorgenommen werden, damit bei etntretender Eisfahrt das Wasser einen rascheren Abfluß erhält und dadurch plötzliche Stauungen desselben verhütet werden Trotzdem auf der linken Rheinseite gestern und heute ein ungefähr 120m hngeu und vielleicht 10rn breiter Canal losgeschossen wurde, so versprechen wir uns von den Sprengungen doch fehlen durchgreifenden Erfolg; denn die zugefrorenen Strecken sind zu be- deutend, als daß durch Sprengungen dem Eise und zurückgestauten Wasser der nöthige Durchgang verschafft werden könnte. Gern werden wir aber bereit sein, uns eines Besseren belehren
Eschwege, 22. Januar. Der Standesbeamte eines Amtsortes unseres Kreises erhielt fo gende ergötzliche Geburtsanzeige, die wir mit Hinweglasiung der betreffenden Namen zur Erheiterung unserer Leser hiermit wortgetreu veröffentlichen:
."$!’ aTm !$■ Januar 1880. Lieber Freund X. Sie werden entschuldigen und es mir nicht vor übel nehmen, daß ich diese anmeldung zu spät machen thut denn ich hatte es gänzlich vergessen wegen der vielen arbeit denn ich bin ganz allein diese Tochter wurde gebohren den 10. Januar des Morgens um 9 Uhr in der cngegasse in Haus Nr. 37 seine aeaenwärttae Mutter heißt Elisabeth N. N. eine geborene N. N. und gegenwärtiger Baler Georg N N Gruß von Georg N. N. aus R." ö (W. «j
“ Nach ^"1 Hochstabler, welcher unter dem Namen Joly und Schmidt in Berlin wahrend der letzten Woche den Studenten in Geldverlegenheit gespielt und dabei sebr reussirt hat, ohne daß es der Kriminalpolizei bisher gelungen wäre, den gefährlichen Jndustrieritter zu fassen, wird seit zwei Wochen auch Seitens der Staatsanwaltschaft in Pforzheim gefahndet fceldje über denselben folgende Thatsachen ermittelt hat: Im August oder September 1879 vereiste dieser sehr gewandte jugendliche Gauner das badische Oberland, erschien in Karlsruhe und Pforzheim, tauchte spater in Augsburg und Dresden, zuletzt in Düsseldorf und Bremen auf, spielte allenthalben in gewandter Weise den Studenten in Geldverlegenheit, der entweder von „Universitatsfreunden" den Namen des Anzuschwindelnden zu kennen behauptete, oder mit Vorliebe bei Eltern von Studirenden sich als Freund des abwesenden Sohnes ausqab und so ct»c Menge von „Darlehen zur Fortsetzung seiner Reise" sich verschaffte. Er verstand es sehr gut, bet Dienstmädchen, Hausgenossen, Nachbarn re., die näheren Verhältnisse des zu Prellenden vorher zu ermitteln. Abwechselnd nannte er sich: Max v. Ringheim, v. Wieser, v. Wiede, Schramm, Joly, Oscar Schmidt re. Er wird folgendermaßen geschildert: Etwa 24 Jahre über mittelgroß, schlank hellblonde, etwas krause Haare, Anflug von Schnurbärtchen, trägt abwechselnd Brille oder Zwicker, ziemlich anständige Kleidung, gewandt im Ausdruck; seinen Dialekt bezeichnen die in Baden von ihm Geprellten als „rheinisch-westfälisch", die in Bremen toon ihm Geprellten als „oberländisch". Heimath und Name dieses Schwindlers waren bis jetzt nicht festzustellen; wahrscheinlich ist er entweder ein verkommener Student, oder er hatte -nm Beruf, der ihn mit Studenten in Berührung brachte. Er scheint namentlich Heidelberger Verhältnisse und Persönlichkeiten zu kennen. (Es ist offenbar derselbe Schwindler, der auch in Wiesbaden die Eltern in München studirender junger Leute angeschwindelt hat.)
c-Zie alle Artikel, die sich der Gunst des Publikums erfreuen, der Nachahmung ^-MEr fallen so auch das in vr. Airy s Naturheilmethode besprochene vielfach bewahrte Hausmittel Pain-Expeller. Leider treten die Nachahmer mit solcher Un- »erfrorenM auf und statten ihre Falsifikate in so täuschend ähnlicher Weise aus, daß man slch nur durch äußerste Vorsicht vor Schaden bewahren kann. Den sichersten lahvl* ber ^brikmark- „Anker". Nu?dieser
AeilgeSoteues.
658) Ein sehr wachsamer Hund, 2Vr Jahr alt, (Dogg-Race) zu verkaufen.
____Neue Bäue B. 86.
Sauerkraut
Pec Pfund 10 H empfiehlt (662 ____________G. Kainbach.
625) Auf dem Hof Colnhaufen bet Lich wird nächsten Dienstag den 3. Februar öffentlich meistbietend versteigert: eine große Quantität Stroh, Spreu, Mist, Wiesendünger und Dtck- wurz. Auch wird von diesen (Segen» ständen stets aus der Hand abgegeben.
JDomino’s, nur neue, werden billigst verliehen bei 420) Bal. Reuter, Friseur.
WWWyMM
AUTOGRAPH
V ervioli-iltigung-3-Apparat S Inseitig 8ti, 4°, Folio Mk.4. 6. 9. weiseitiff » . » » L ». IL. 8ZÜ
Imballage 35 Pf. Ttafce 50 Pf. pr. Glas,g lasse lurSelbetanfert-od. Kaobfeu. m.3Jt । lu
Apfelsinen empfiehlt (639
Gg. Wilh. Weidig.
Vaseline^ bestes Mittel gegen aufgerissene Hände, Frost-, Brand- u. sonstige Wunden, per Fl. 1 Mk, und lose. Vaseline Cokl-Cream, übertrifft alle Cosmetiques.
Lorräthta bei (500
Emil Fischbach.
Allgemeiner Anzeiger.
Cokes.
Gegenwärtig Preis in der Gasanstalt Mk- 1.- per Centner.
" » an's Haus geliefert „ 1.05 „
Der Transport an das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Ab- nähme von mindestens 5 Centnern, von Herrn Emil Pi stör auch in kleineren Quantitäten.
Wird das Zerkleinern der Cokes gewünscht, so wird hierfür 10 per Centner berechnet. ^26
Ileisch-Ilittermehl aus Iray Bentos von der Licbig'H Fleisch - Kxtract - Gesellschaft in London, «rr k ®,e^tcS Futtermehl zur Aufzucht und Mästung von Schweinen und
1 ; vorzügliches Hühnerfutter zur Vermehrung der Eierproduction wie
m 7Uols nahrhafte Beigabe bei Hundefütterung rc. rc. auf das Vortreffuchsie bewahrt.
19 iwaSäbc e^^Uc7PT73O/o stickstoffhaltige Nährstoffe mit ll-120/o Stickstoff und 12—14/o Fett nebst Zusatz der entsprechenden Menge von Nährsalzen (Phosphorsaures Natron und Chlorkalmm)
... 5®lge des stets wachsenden Consums dieses beliebten und bewährten Futtermittels und der dadurch möglich gewordenen billigeren Production, hat die Äebig's Company m London mich ermächtigt, eine u
Freisermäs sigung
eintreten zu lassen und das Fleisch-Futtermehl auS Fray-BentoS (98
von letzt ab wie folgt zu verkaufen:
15.— per Zentner (50 Kilo) bei Parthien unter 20 Zentner,
" " n ff „ M Entnahme von mindestens .20 Zentner,
Preise ö-rstch-n sich indufioe Sack, frei ab Mannheim. 8er°fanbt"t>on Provesacken ca^80 Kilo wiegend, nur gegen Nachnahme des Betrags.
Berichte über erzielte Erfolge der Fleischmehl-Fütterung stehen zu Diensten. - Aufträge, Anfragen rc sind zu richten an das
Haupt-Depot für Baden, Bayern, Helfen, Württemberg, Elsatt-Lothringen und die Schweiz:
Georg Carl Zimmer in SPtannbetm (Kunstdünger-Fabrik).
Pianino’s
un^ na(^ neuesten Construction von A. 450, 480, ru ' r Höher, auch gegen Umtausch gebrauchter mit mehrjähriger Garantie und Stimmung, sind stets ju haben in der
Pianinofabrik von
G. D. Gebauer, Alsfeld.
krtheilt die Papier- und Schreibmaterialien-Handlung I » Spier, Gießen, Asterweg 100. (108 I
Eiserne Träger, Säulen und sonstige Dauartikel zu haben bei
August Kröll, 435) Seltersweg.
Prima Steinkohlen
bei I. Gg. Unverzagt, 686) Gartfeld.
Blühende Hyazinthen etc.
Ferner empfehle mich den wohllöblichen Gesellschaften im Anfectigen von
Stall- und Coltillons-Bouguelts
Bon frischen und künstlich getwckneten Blumen. (572
Berger, Handklsgärt-k>.
Feinsten
Mcinal-Lebertbran
in Vi und Va Flaschen, sowie im Abbruch emvfieblt (402
__G-g Wilh. Weidig. Ballhandschuhe empfiehlt zu billigen Preisen Wilh. Wirfig, Handschuhmacher, ________ Schulstriße Nr. 17. (634
650) Hasen und Rehbraten sind stets auf Bestellung zu haben bei __Wildhändler Ebel, Marktstraße. Ia7 Hanfeouverts mit Firmedruck per 1000 Stück zu at 3,50 und at 4,— empfiehlt (87
Louis Wenzel Extra große
wollene Hemden, Unterjacken u. -Hosen
in allen Größen,
Unterhofen von 80 H an, 2 Ellen breite JLamas von
80 H an per Elle empfiehlt (H
A. Haubach, Mäusburg.


