Ausgabe 
30.11.1879 Erstes Blatt
 
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Die

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von

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Indem wir uns erlauben hierauf aufmerksam machen und ju recht zahlreichem Besuch desselben freunvlichst einzulaven, bemerkew wir zugleich, vaß die Stände für die betreffenden Gcwerbtreibendew Morgens um 8 Uhr verloost werden.

Allendorf a. d. Lumda, am 28. November 1879.

Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda.

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Aufruf.

Die wachsende Noth des Lebens, mit der immer größere Schichten unserer Bevölkerung zu kämpfen haben, fordert dringend baldige Abhilfe. In unserer Stadt, die sich der allgemeinen Erwerbsstockung lange Zeit mit Erfolg zu erwehren versucht hat, tritt Armuth und Elend mannigfach hervor. Es gesellt sich hierzu der Jammer der durchziehenden Bevölkerung, auf den traurige Vorkommnisse der jüngsten Zeit uns mehr als je aufmerksam gemacht haben.

Mancherlei Mittel zur Besserung sind gegeben. Als die dringendste jedoch erscheint die Stillung des Hungers der täglich in Menge hier durchziehenden sowohl, als der ansässigen Armen. Dem nach Kräften abzuhelfen, haben die Unterzeichneten beschlossen, nach dem Beispiele anderer Städte unverzüglich eine Suppenanstalt zu gründen.

Sie fordern ihre Mitbürger auf, sich möglichst zahlreich zu einer Versammlung im grossen Saale des Cafe Leib Mon­tag den 1. Dezember d. I., Abends 8 Uhr zur Schaffung und Organisation dieser Anstalt zusammen zu finden und geben sich der Hoffnung hin, daß dieser Aufruf im Herzen Aller, Denen das Volkswohl anliegt, lebhaften Widerball ^finve. Sollten bereits von anderer Seite Veranstaltungen ähnlicher Art geplant sein, so wolle man sich uns anschließen. Möglichst rasche Hilfe thut Noth, und darf daher mit äußerlichen Nebenfragen keine Zeit verloren werden.

Gießen, 28. November 1879.

W. Demuth. Andr. Euler. Dr. Gut- sieisch. I Haustein. Ehr. Leo. Adolph Noll. Aug. Noll. Aut. Petri. Louis Petri II. Ehr. Schopbach. A Schepda. Carl Schmidt. Emil Steinberger. Pb. Uhl. PH. Walther. Chr. Wallen- Hrcb. Wagner. Carl Wenzel.

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Aufruf.

3m Angesicht des gegenwärtigen außerordentlichen Nothstandee sind die Unterzeichneten zusammengetreten, um eine Supp en an fitalt in's Leben zu rufen. In derselben soll den Bedürftigen die Mög­lichkeit geboten werden, gegen einen ganz geringen Preis ein Mittag­essen zu erhalten; zugleich soll allen mildthätigen Leuten Gelegenheit gegeben werden, solchen Armen, welche zahlungsunfähig sind, eine wirkliche Wohlthat zu erzeigen. Die Anwalt wird in's Leben treten, sobald die unumgänglich nothwendigen Vorbereitungen getroffen sind. Voraussichtlich wird das bald, hoffentlich schon in den nächsten Tagen geschehen sein. Jedenfalls bedarf es zu der projectirten Einrichtung nicht unbeträchtlicher Mittel. Wir zweifeln indessen nicht daran, da^' Jedermann zu dem wohlthätigchi Zweck nach seinen Kräften beisteuern wird. Die Unterzeichneten erklären sich bereit, Gaben an Geld und Naturalien entgegenzunehmen. Ebenso erbietet sich dazu die Erped. dieses Blattes.

Dr. Baur, praet. Arzt. A. Bramm, Bürgermeister. L. Bücking.

Döring, Kreisamtsgehülfe. D. Harnack, Professor. E. Kauff­mann. B. Lenz. J. Noll. Schlosser, Pfarrer. Stamm, Gymnasiallehrer Dr. Thaer, Professor. Vigelius, Schul- inspector. G. Wortmann.

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Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ebr. Pietsch) in Gießen.

Hierzu ein zweites Blatt und eine Beilage.

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