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Datum btr

Bekanntmachung

C§1878b°t§ Bezeichnung der Druckschrift.

Gewählten des nach Freiheit ringenden Volkes, welche im Kampfe für dasselbe von der Tribüne des deutschen Reichs­tags dessen Willen heldenmüthig bekun­deten. Reichstagskampf vom 9. 919.10. 1878."

187. Aus dem Socialdemokrat. Leitartikel u.

Aufsätze aus dem Organ der socialdemo­kratischen Arbeiterpartei. 1868. Selbst­verlag von W- Grüwel zu Berlin. Druck von R. Bergmann.

M 188. W. Grüwels deutscher Arbeiterkalender auf das Gemeinjahr 1873. Zweite Aufl- Druck von C. Jhring in Berlin.

15. Decbr. 189. Die freien religiösen Gemeinden und die Socialdemokratie. Ein Wort zum Frieden Von Carl Scholl. Heidel­berg 1877. Im Selbstverlag des Ver­fassers.

16. Decbr. 190. Apell an das Gewissen der Reichstags­wähler des Kreises Hanau - Gelnhausen- Orb. Selbstverlag von Mathias Daß- bach in Hanau. Druck von Rupert Baumbach in Frankfurt a. M-

m 191. Zu Trutz und Schutz. Festrede, gehalten zum Stiftungsfeste des Crimitschauer Volksvereins am 22. October 1871 von W Liebknecht. (Rach der stenographischen Niederschrift.) Vierte vermehrte AuL Leipzig 1874. Verlag der Genossenschafts­buchdruckerei

192. Ueber die politische Stellung der Social­

demokratie, insbesondere mit Bezug auf den Reichstag. Ein Vortrag, gehalten in einer öffentlichen Versammlung des deutschen Arbeitervereins zu Berlin am 31. Mai 1869, von W- Liebknecht. Dritte unveränderte Auflage. Leipzig 1874. Druck und Verlag der Genossen­schaftsbuchdruckerei.

Bezeichnung der Druckschrift.

17.

Decbr.

2t. Dcmbr. 197. Drei Jahre aus meinem Leben, oder: Mein Proceß wegen Erregung von Mißvergnügen und Unzufriedenheit, meine Suspension und Wiedereinführung ins Lehramt 18451847. Von K- F. W- Wander. Druck und Verlag der Genossenschaftsbilchdruckei in Leipzig.

23. Dcmbr. 198. Die im Verlag von I. H. Born in Elberfeld erschienene, von C. Klein ent­worfene Lithographie:Bundeslied der deutschen Socialdemokratie."

199. Ein Mahnruf an die landwirthschaft-

liche Bevölkerung. Von Johannes Most. Selbstverlag des Verfassers. Genossen­schaftsbuchdruckerei in Chemnitz.

200. Die im Verlag von A. Schierwater in

Hamburg erschienenen Lieder: Vorwärts heißt die Lösung" in 5 Vers en Eine feste Burg ist unser Bund" Freiheitslied"

Datum der Bekanntmachung des Verbots.

1878.

193. Wissen ist Macht Macht ist Wissen. Vortrag, gehalten zum Stiftungsfeste des Dresdener Arbeiterbildungsvereins am 5. Februar 1872 und zum Stiftungs­feste des Leipziger Arbeiterbildungsvereins am 24. Februar 1872 von Wilhelm L^bknecht. Zweite Auflage. Leipzig 1875. Verlag der Genossenschaftsbuch­druckerei.

194. Zur Grund- und Bodenfrage, von W- Liebknecht. Zweite vervollständigte Auf­lage 1. Leipzig 1876. Druck und Ver­lag der Genosfenschaftsbuchdruckerei.

195. Weiße Sclaven oder ein Opfer der Kirche. Social-politischer Roman von I. F Wartenberg. Verlag von Otto Freitag in Berlin. 3 Bände.

196. A. Eichhoff's deutscher Arbeiterkalender auf das Gemeinjahr 1869. Verlag von Albert Eichoff zu Berlin.

Datum der

Bekanntmachung

1878bOt§ Bezeichnung der Druckschrift.

Sieg und Freiheit"

Treu bis in den Tod"

Patriotenlied" Parteilied" Harfenmädchen".

24. Decbr. 201. D-e Arbeiter-Dichtung in Frankreich. Ausgemahlte Lieder französischer Prole- taiicr. Von Adolph Strodtman in Berlin. Verlag von Jean Paul Friedrich Eugen Richter in Berlm.

26. Decbr. 202. Die in der socialistischen Buchhandlung von Henri Kiftema -ckers zu Brüssel er­schienene nichtperiodische Druckschrift: Mon ami le Sergeant de ville Nazi- nevanche (Episode de la commune), non Leon Cladel.

27. Decbr. 203. Brutus! Schläfst Du? Leitgedicht non Adolph Strodtmann in Berlin. Verlag ^0" ^Ean Paul Friedrich Eugen Richter in Berlin.

30. Decbr. 204. Ein verunglückter Agitator oder:Die Grund- und Bodenfrage", Lustspiel in zwei Akten von A. Otto Walster, her­ausgegeben in St. Louis 1877 : Druck von der Volksstimme des Westens.

205. Religion und Socialismus. Eine nach-

gelassene Schrift aus dem Jahre 1869 von Dr. C. Boruttau. erschienen in Leipzig. Druck von R. E- Höhme in Leipzig.

206. Arbeiterprogramm über den besonderen

^llf?nTmcn^an9*^er gegenwärtigen Ge- schlchtsperiode mit der Idee des Arbeiter- standes, von Ferdinand Lassalle; im Verlage von Charles Ahrens in Chicago 1872.

31. Decbr. 207. Assisenrede, gehalten vor den Geschwo­renen zu Düsseldorf am 3. Mai 1849 von Ferdinand Lassalle Braunschweig, Druck und Verlag von W- Bracke jr. 1876.

beamten ober Professoren der juristischen, bezw. hiesigen staatswissenschaftlichen Fikultat und Mitgliedern des Oberla idesg-richtes. Neben den ihm nach der Kreisocdnung übertragnen Functionen entjch'idet der Gerichtshof üb>r Strei- tiflfeiten zwischen den Gerichten und Verwaltungsbehörden in Betreff der Zu- ständlgkeir des Rechtsweges im öffentlich-mündlichen Verfahren, und über die wichtige Frage, ob ein Beamter der wegen einer in Ausübung seines Amtes vorge-iommenen Handlung strafrechtlich oder cioilrechtlich verfolgt werden soll, sich dec U berschrettunq seiner Befugnisse oder Unterlaffung einer ihm obliegen­den Ämtsh mdlung schuldig gemacht hat. Das Ministerium hat darüber au ^schließen, ob zur strafrechtlichen Verfolgung oder C'cftklaqe im einzelnen Frlle jene Ettschftdung des Verwaltungs-Gerichtshofes einzuholen ist.

^erlitt, 26. Jmuar. In der gestern Abend stattqehabten außerordent­lich stack b suchten Sitzung derVolks oirthfchEtlichen Gesellschaft" hielt der Director des statistischen Bureaus, Geh. Oöerregierungsrath Engel, den Vor- trag über das Thema:Wer ist Cousunent?" Redner wies, wie die ,Nat.- Ztg." mittheilt, nach, daß mau die.Hülste der Bevölkerung als nicht produ- cirend und auch nicht von ihrem Consum profitirend aizusehen habe und daß- gerade für Getreide der größte Pcoceutsatz zu allen Zetten und zu allen Verhältnissen als Verzehrsbetrag angelegt worden. Wenn dieses nothwendige Lebensbedürfn ß werde vertheuert werden, so könne es nicht ausbleiben, daß die dadurch erzielte Einnahme durch die Schädigung der Ernährungsverhält- niffe werde üb.rstiegen werden. Die schon vielfach zur Anregung gekommene Frage ob ein Geschworener mosaischen Glrubens verpflichtet ist, am Sabbath an den Verhandlungen des Schwurgerichts sich zu beteiligen, wurde am Frei- tag wieder einmal bei dem hiesigen Kcelsschwurgericht ventilirt und erklärte der Gerichtshof sich nicht in der Lage, dem Gesuche aus Dispensation zu will» fahren. da weder in dem Gesetze vom 3. Juni 1849, noch in der Verordnung vom 3. Mn 18o2 eine hierauf bezügliche Bestimmung enthalten sei.

Während die Nichricht einiger Blätter, der Reichskanzler wolle den E itwurf des Oiöcipli-iargesetzes zurückziehen, sich mcht bestätigt hat, vielmehr officiös in Abrede gestellt wurde, ist die bekannte Angabe derPost" über die p.ivate Aeuß ru. g des Kanzlers mtt Bezug auf die Vorlage unbestritten ge­blieben. Es bleibt also dabei, daß Fürst Bismarck bei dieser Gelegenheit nicht die Cabinetsfcage stellen werde, auch keine Auflösung wegen der unausbleib­lichen Ablehnung zu gewärtigen ist. Hoff-ntlich wird das auch in der Steuer­frage nicht zu gewärtigen sein, zumal, wie bemerkt, eine Verständigung wegen der fiscalischen Zölle nicht ausgeschlossen ist. Man hat übrigens bemerkt, daß eine Auflösung zu gleicher Zett wegen politischer und volkswirthschaftlicher Fragen schon aus anderen Gründen nicht leicht eintreten werde. Die Lage wäre dann zu Gunsten der liberalen Parteien geklärt und die Aufgabe dersel- ben bei den Neuwahlen erleichtert. Im Uebrigen liegt das Alles zum Glück noch fern und wird voraussichtlich nicht so bald praktisch werden.

ES scheint sich zu bestätigen, daß im preußischen Staatsministerium neuerdmgs Erwägungen über die weitere Behandlung des Vermögens des vor­maligen Kömgs Georg von Hannover angeregt sind. Wenn nach dem Tobe des Königs vielfach die Hoffnung gehegt worden war, daß die Gründe, welche zur eequeüraton seines Vermögens geführt hatten, durch die Haltung des Herzogs vo> Cumberland beseitigt würden, so mußten dagegen die inzwischen gemcchien Erfahrungen über die Bestrebungen des Prätendenten und seiner Anhänger die Erwägung nahe legen, ob nicht dringender Anlaß vorhanden sei, statt der Aufhebung der Sequestration vielmehr den Vertrag von 1867 selbst als aufgehoben zu erklären und die bisher nur mit Beschlag belegten Gelder nunmehr den preußischen Staatseinnahmen zuzuführen.

Berlin, 27. Januar. Die bekannte Taktik des Ccntrums, die ultra­montane Pa-t.i als den Hort allerFreiheit" darzustellen, hat in dem An­träge Henemanu's bezüglich der Stellung des preußischen Abgeordnetenhauses zu dem Gesetzentwurf über die Strafgewalt des Reichstages wieder einen

Aerrtschland.

Darmstadt, 28. Janunr. Dec Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer w rd Freitag den 31. d. M zur Vorberathung der Vorlage Großh. Gesnmrnt- mimsteriums, betreffend die Uebertragung des Eigenthums der auf Hetsi.chem Gebiet bekamen Strecke der Main-Weser-Bahn auf den preußischen Staat zusammentreten.

Aus dem Großherzogthum Hessen, 27. Januar. Nack, betn neuen Gesetzes-Entwürfe über die Bildung und Competenz des obersten Ver- waliungsgerlchies erfolgt dessen Zusammensetzung aus höheren Verwaltungs­

i Die Pestgefahr.

Nach der schnellen und energnchen Initiative, welche das Reich ergriffen, wendet sich die allgemeine Aufmerksamkeit den möglichen Gefahren tu, mit welchen uns der ferne Osten und eine Ausbreitung der verderbenbringenden Astrachan bedroht. Wenn wir gegenüber den beschönigenden Berichten, Welche die russischen Oifieiösen in die Welt sand'en und die russensreundliche Prefle Harm os weiierverbreitete, gleich nach Ausbruch bei Pest in Astrachan, in Folge unserer zuverlässtgen Verbindungen in der Lrge waren, unsere Leser recht ausführlich und wahrheitsgetreu von dem Stande und der Ausbreitung klV c^en, zu unterrichten, so glaubten wir dennoch uns aus­

schließlich auf diese thaksächlichen Mitthellungen beschränken zu muffen. Es mußte uns vor Allem daran gelegen sein, nicht unnöthtger Welse die Gemütder unserer Bevolkerui g aufzuregen und mit Gefahren zu beunruhigen, welche noch tn weiter Ferne zu fein schienen, wenngleich wir schon damals die Regierung zur Vorbereitung der energischsten Vorsichtsmaßregeln für verpachtet bteke-i. iDieo schien uns um so gebotener, je abweichender unsere verläßlicheren Mtt- theilungen, wie unsere Leser wissen, von den vfficiösen russischen wurden, je augenfcheinlicher erstere die eventuelle Gefahr immer drohender bezeichneten. Wie finden nunmehr auch ihre volle Bestätigung in den Vorbereitungen, welche unverzüglich das zweifelsohne gut unterrichtete deutsche Reichskaiuleramt ge- troffen hat und derentwegen, tote gemeldet, das deutsche Reichsges.mdpeitsamt den Gch- Negierungsrath Finkelnburg nach Wien gesendet hat. Wir erkennen Ik an' M derselbe, rote telegraphisch mitgetheilt, im Verein mit dem österreichischen Hofrath Schneider die umfassendsten Vorkehrungen g>gen die Ein- N^ppung der Pest in die roestnachbarlichen Bezirke des russ. Reiches vorbereitet.

bevorstehenden Verhandlungen eine Einigung über die Grundsätze für die Aufstellung eines Cordons und die Errichtung von Quarantänen Rußland gegenüber zu erwarten ist, so steht auch die fast totale Verkehrsabspecrung 8^9?. Wie ernstlich man sich dieser gebieterischen Nothwendig- feit hingiebt, beweist auch der Umstand, daß beide Grenzstaaten eine ärztliche ®om.nt((ton nach der Stätte des Unheils schicken und sie zur Sicherung ihrer

r aUcn Rechten einer diplomatischen Mission ausstaiten wollen. Als Vorläufer jener energisch und nun eifrig betriebenen Mißregeln, welche « und Deutschland unverweilt zur Abwendung der Gefahr ergreifen, dtent die Anordnung der österreichischen Nordbahn, vom 28. d. ab den bincten Serfebr jroff(f)en Wien und Warschau gänzlich einzustellen. .

finh und einseitige Maßregeln, das hat die Erfahrung gelehrt,

*cmmr 016 flar ^tne, weil sie nichts wirken und doch bedeutende Mittel in Anspruch nehmen und weil sie nach einer kurzen Zftt rügechcher Sicherheit das E-tsetzm in's Unangemessenste steigern, wenn sich ihre Erfolglosigkeit herausstellt. Daher ergiebt sich von selbst nur die gänzliche Absperrung als das unfehlbare M'ttel, und die Erfahrung bestät at dies. Schon der berühmte Hufeland und Dr. Lorinser haben, als die österreichische lbstoerwaltung durch einen mächtigen Cordon Europa vor der Pest des mau « energisch dafür ausgesprochen, d^ß nur strenge und

k nUn?r tooblein9eri*tete Quarantäne-Anstalten beim ^leberauf3 ^er ^stgkfahr Schutz und Hülfe bringen könne.