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tMeflen wiederholt aufzutretcn, wie wir dies schon früher gethan. Aber der nunmehr offenkundigen Thatsache gegenüber, können und dürfen wir nicht schweigen.
Daher richten wir das ernste Mahnwort an alle deutschen Frauen:
Führen Sre diesen geschmacklosen, unschönen Hutputz nicht wieder ein, und helfen Sie nickt baut daß durch diese Nachahmung der französischen Mode wiederum eine große Anzahl nükltcher und schöner Geschöpfe der Eitelkeit der Menschen geopfert werden. Denn nur durch c>bre Mithülfe kann vtesem geschmacklosen Unsinn, dieser Modethorheit gründlich gesteuert werden, wenn Sie einmüthig dieselbe verdammen und Ihren Putzmacherinnen verbieten, Vogelbälge als LerUerunq für Ihre neuen Winterhüte zn verwenden. Ein Anfang zum Guten ist ja schon „macht denn wie wir erfuhren, beklagen sich viele Putzmacherinnen darüber, daß ihre Vogel- ialgtoaare nicht gern gekauft werde, da darüber fch°n diel g-schrt-b-n worden fei.
Die Frau ist die Hüterin der guten Sette unb sollte dafür sorgen, daß sie sich dieser Loben herrlichen Aufgabe nicht entfremde, daß das edle Dichterwort:
* y Willst Du genau erfahren was sich ziemet,
So frage nur bei edlen Frauen an: Denn ihnen ist am Meisten d'ran gelegen, Daß alles wohl sich zieme, was geschieht.
mckt zur Unwahrheit und die Achtung vor der deutschen Fruu nicht vermindert werde.
Darum helfen Sie alle an Ihrem Theile mit, daß diese barbarische, dem Zartgefühl der Frauen hohnsprechende Mode nicht wieder in Aufnahme komme; wenn Sie ernstlich wollen, so werden Sie sehen 'es geht gewiß. Gtebt es doch so vieles Andere, was verwendet werden könnte, ist doch unsere erfindungsreiche Zeit nicht arm an „Neuheiten", welche Sie bester kleiden werden, als die Bälge gemordeter Vögel.
Seien Sie in diesem Grundsatz einig, dann wird selbst die allmächtige Mode sich Ihrem Willen fügen." Pr Schäfer.
Irischdücker in Gießen.
Sonntag, den 30. November. Ludwig Kroneberg, Neustadt. Karl Plank, Wolkengastc. Gustav Eger, Lindenplatz.
Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde juGießen.
Gottesdienst:
Sonntag den 30. November. (1. Advent.) Morgens: Pfarrer Schlosser. — (Feier des heiligen Abendmahles.) Nachmittags: Gymnasiallehrer Stamm.
Vor- und Nachmittags wird eine Eollecte für unsere Kirche erhoben.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 30. November bis 6. December besorgt Pfarrverwalter Schöner.
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Holzversteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den I. Dezember, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem Dtstrict Waldshute nachverzetchnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz:
Scheich. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. 'Nadel 4 422,4 122 5900
3. Bau-, Werk- und Nutzholz: 168 Fichlenstämme mit 72 Festm., darunter Stämme bis zu 37 cm Durchmesser,
1033 Fichtenstangen mit l5,49 Festm. und darunter 600 Fichten Bohnenstangen.
Die Zusammenkunst ist mif der Mauffee nach Lich an der 3. Schneise. Gießen, den 25. November 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 7689)____A. Bramm.
"Arbeitsversteigerung. Montag den 1. Dezember er., Nachmittags 2 Uhr, -werden von unterfertigter Bürgermeisterei, die zur Herstellung eines Brunnens erforderlichen Arbeiten öffentlich in Accord vergeben, als: 1) Brunnengraberarbeit,
veranschl. zu «M. 166,50 2) Abfuhr des Bodens,
veranschl. zu «X 19,78 3) Brechen, Fahren und Setzen von 30 Cbmtr. Steinen,
veranschl. zu 81,— 4) Lieferung eines Brunnenrahmens mit Platten, veranschl. zu JL 29,10 5) Lieferung einer hölzernen Pumpe, veranschl. zu Jl. 81,— Ruttershausen, am 21. Nov. 1879. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen.


