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Nr. 3V2. Sonntag den 28. December

Kretzener "Anzeiger

AiM- art Amtsblatt fät ita Kms Gikßn.

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Schulstraße B. 18.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Morrtag-.

PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. piro Maaattnf -riirnimBMMB

«sg- Einladung zum Abonnement£?

auf den

Gießener Anzeiger.

DerGießener Anzeiger^^ erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, tncL der BeilageGießener Familienblätter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden.

Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Expedition abgeholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark ercl. Postgebühr.

Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im I. Quartal 1880 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten.

Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, um vollzählige Cremplare liefern zu können.Die Expedition.

Amtlicher Hheil. Bekanntmachung.

Betreffend: Die Eintheilung der Kaminfeger-Bezirke.

Es wird biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. Januar 1880 an auf die Dauer von zwei Jahren der I. Kaminfegerbezirk dem Kaminfeger Franz Nebl dcrhtec und der II. Kammfegerbezirk dem Kaminfeger Karl Iwesch dahier zugewtefen ist.

Der I. Bezirk besteht:

a) aus dem Theile der Stadt Gießen, welcher (von Frankfurt aus gerechnet) rechts der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegen ift, einschließlich der Gemarkung Schiff nberg; , -

b) aus den Orten Albach, Mendorf a. d. Lahn, Burkhardsfelden, Garber.leich, Großen - Linden, Hausen, Heuchelheim, Klein - Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Oppenrod, Steinbach und Watzenborn-Steinberg.

Der II. Bezirk umfaßt:

a) den links der Frankfurt-Marburger Straße gelegenen Thetl der Stadt Gießen, sowie

b) die Orte: Alten-Bus«ck, Annerod, Bersrod, Beuern, Daubrtngen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershaus n mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Trohe, Wieieck und Winnerod.

Gießen, den 18. December 1879. Großhcrzogliche Polizeiverwaltung Gießen.

Fres enius.

politischer Hl-ei l.

Deutschland.

». Darmstadt, 26. Decbr. Der zweiten Kammer der Stände gingen in den letzte:. Tagen von Seiten des G-oßh. Staalsministeriums zwei Ge« setzes-Entwürfe zur Ertheilung der verfaffungsmäßtgen Zustimmung zu, deren erster sich auf d-e Ausübung der Strafgerichtsbarkeit über dte vor dem 1. Januar 1872 penfiontrten und zur Disposition gestellten Militärärzte und M'litä'.beamten bezieht, wäbrend dr zveite dte am 13. Februar 1879 zwischen Hellen und Preußen abgeschlossine Vereinbarung wegen Regulirung der Mili­tärgericht sbark.it über die vor dem 1. Jan-.'ar 1872 in Pension getretenen, bezw. L la suite gestellten Großberioglich Hessischen Officiere betrifft. B"ide Gesetzes-Entwürfe wurden dem Gesetzgebungs-Ausschuß zur Berichterstattung überwiesen.

Darmstadt, 26. December. Wie derDa-mst. Ztg." aus London berichtet wirb, sollen die in England für das Prinzeß Alice-Denkmal gesam- mellen Siwmen dem endgültigen Beschluß zufolge größtenthetls als Aussteuer für das Hospital und dte Kronkenwärterinnenschule in Darmstadt verwendet werden, welche die verstorbene Prinzessin in'S Leben gerufen und für die sie stets ein großes und we'kthätiges Jntereffe dargelegt hat. Der Uebirschuß soll anderen ähnlichen Jnstttutionen zuflsißen, für welche die Prinzessin sich persönlich interessirl hatte. Im Darmstädter Hospital soll folgende Inschrift angebracht werden: Dies Hoip'tal nebst Schule für Krankenwärterinnen, weläe von Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin von Hessen, Prinzessin Alice von Großbritannien und Irland gegründet wurde, tst für alle Zeiten ausgestattet worden zum Gedächtniß an Ihre König!. Hoheit von Jenen in Großbritannien und Irland, Indien und den Colonien, welche ihren reinen und edlen Charakter und ihr Leben voll liebender Aufopferung kannten. Si monnmentum requiris circumspice. Obiit December 14. 1878.

Straßburg, 24. December. In der gestrigen Sitzung des Landes- ausschusies würbe der Antrag North und Genossen auf Wiederherstellung der municipalen Vertretung der Stadt Straßburg einstimmig angenommen. Set- tens des Staatssecreiärs Herzog wurde dabei, derElsaß Lothring. Ztg." zu­folge, die Erklärung abgegeben, daß die Regierung dem Anträge ihre volle Sympathie entgegenbringe und sich ihrerseits freuen werde, der E süllung des­selben näher Men zu können. Jndeß sei der Zeitpunkt dafür noch nicht so nahe gekommen wie dte Regierung mit den Antragstellern wünsche. Sie werde, sobald die Verhältnisse es gestatten, dte Leitung der Gemetnde-Ang?le« aenhetten Straßburg- gerne wieder in die Hände eines Gemetnederathes legen und da- Herannah-n des dafür geeigneten Zeitpunktes mit hoher Befriedigung begrüßen.

Oesterreich.

Wien, 24. Decbr. Meldung derPolit. Corresp." aus Konstanti­nopel vom 24. ds.: Der britische Botschafter Layard machte der Pforte drin­gende Vorstellungen wegen Verwirklichung der Reformen und Abschaffung der Sclaver-i in den der Türkei unterworfenen Gebieten.

Wien, 25. Decbr. TiePresse" läßt sich aus Bukarest melden, in Regierung, k eisen werde versichert, daß die rumänische Regierung in der Ange­legenheit des Eisenbahnankaufs nachgeben und eine diesbezügliche Note in den nächsten Tagen nach Berlin abgehen werde.

Arankreich.

Paris, 24. Decbr., Nachm. Heute Vormittag fand eine Unterredung zwischen Waddington und Cdallemel - Lacour statt. Letzterer hat zwar noch keine endgültige Antwort ertheilt, scheint jedoch aus Gesundheitsrücksichten nicht zur Thetlnahme an einer ministeriellen Combination geneigt zu sein., Freyct- net und einige andere Minister sind gegenwärtig bei Waddington versammelt behufs Besprechung der Situation.

Paris, 24. December, Abends. DieAgence Havas" läßt sich aus Konstantinopel melden: Ein mohamedanischer Priester wurde, weil er die Bibel in's Türkische übersitzt hatte, zum Tode verurthetlt. In Folge deffen richtete Layard an die Pforte eine Note mit der Erklärung, er werde seine Pässe fordern, wenn jener Pnester nicht binnen 3 Tagen auf freien Fuß gesetzt würde.

Paris, 25. Decbr. Die gestrige Ministerberathung bei Waddington dauerte bis 7i/2 Uhr; man erwartet eine Lösung unter Mitwirkung Freyct- net's, indcß bisher ist nichts entschieden.

England.

London, 24. December. Meldung desReuterlchen Bureaus" auS Jagdallak von- 24. ds.: Seit 48 Stunden tst eine starke Kanonade bei Kabul vernehu bar. General Gough steht nahe bei Lataband; man glaubt, er werde heute in K^bul ankommen.

(Wiederholt.) _ m w

Queenstown, 23. Decbr. Das SchiffMallowdale von Doffein" landete neun Leute von der Mannschaft des DampfersBorussia^, in Fahrt von Liverpool nach New-Orleans, den dieselben 330 Seemeilen südlich von Fayal (Azoren) am 2. Decbr. in Folge durch Sturm erhal-