ff +
großen +
luilienwohnunz *- Küche, Keller L?44- 1941)
b r
*8eu +
r
tden
r ZU vermiethcn. » Menplatj, ’fltö in meinem • Mai anbtrwdt uft Weidig. »immer zu nev- ier Restauration
5 zu vermieden, lotzgasse imilienlogis per
ohnung zu Der; lag, Meimeg. Zimmer zu oer= msttaste B. 65. rpachtcn. romenadehaus.
Inzchen. lkidkr. lockmacher i b" izeroth.
InintimutßS’ fottiuilaft
x tx^tn^utd)§nv - Frvhnhächr
mnet^Vbd) ver-
uce« =
kheinhessen wünscht
in VerbmdM : nach Bedarf von ch liefern wurde. Mt R-IE L « WeW- *
5ÄW8Chi’ I nen aller e wtroin t«W «■
idlinger,
AHM >ett 26 ,
S«", [oiiwr1 Mast Her sw \Tortr^e’
*fn h '■
Rr. 73.
Donnerstag, de-i 27. Marz
1879.
Wchener AWiger
A«|tigk- lü AmisbM fit Le« Kreis Gieße«.
. 1 , „ t wsnn " a Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn'
«2rtiH*n6burMUl } «chulstr-ß« B. 18. Erschemt täglich mit Ausnahme des Montags. Durch di- P°st bezogen vierteljährlich 2 Mar, -0 Pj.
—
verhindern.
Z
Million Menschen bedroht, 4) Alles dies unfern blühenden Handel schädigen und somit abermals große Beruftkreise wirthschastlich herunterdrücken wird. Nein, meine Herren, solche Zollpolitik kann ich nach meiner Ueberzeugung nicht unterstützen, und werden Sie dies auch bei genauer Ueberlegung nicht wünschen. Kämen jetzt derartige Zollgesetze zu Stande, so würden Sie Ihrem nächsten Abgeordneten den dringenden Wunsch aussprechen, für deren Abschaffung zu wirken."
London. In Plymouth kam Donnerstag in später Abendstunde der Dampfer „Balmoral Castle" vom Cap der guten Hoffnung, welches er am 25. Februar verlassen hatte, an. Die Wittwe des bei Jsandula gefallenen Capttäns Shepstone und andere an Bord des Dampfers befindliche Paffa- giere erklärten, Jedermann in der Colonie sei der Ansicht, daß Lord Chelmsford allein verantwortlich für die Niederlage bei Jsandula sei, und daß, falls er nicht abberufen werde, es nutzlos wäre, Verstärkungen nach dem Cap zu senden. Es wird dem General der Vorwurf gemacht, daß er die Warnungen der alten holländischen Colonisten gänzlich unbeachtet ließ. Bei Jsandula fiel den Zulus die englische Kriegskaffe mit 20 000 Psd. Sterl. in die Hände. Lord Chelmsford soll seit der Katastrophe um 20 Jahre gealtert sein.
Ueber den Stand der Angelegenheiten in Transvaal liegen in den neuesten Capblätteru höchst widersprechende Berichte vor. Der „Argus" sagt, es sei das Schlimmste zu besorgen und die Haltung der Boers lähme dos Vorgehen der britischen Commandeure gegen die Zulus. Der „Standard" dagegen besorgt keine Feindseligkeiten Seitens der Boers. Es hieß, Oberst Rowlands hätte sich mit allen Streitkräften, die er zusammenbringeu konnte, nach Prätoria begeben, aber dies erweist sich als unrichtig. Der Oberst bat sich allein nach Prätoria begeben, um das Commando über die dort bereits stationirten Truppen zu übernehmen. Daraus scheint nicht hervorzugehen, daß die Regierung große Besorgnisse hegt. Die localen Fretwilltgencorps sind beträchtlich verstärkt worden, und sehr allgemein herrscht die Meinung, daß es bei der Zusammenkunft der Boers beim Reden sein Bewenden haben wird. Ihre hervorragendsten Führer Joubert, Kongert, Pretvrius und Badestein haben emphatisch gegen den Widerstand gegen die britische Regierung protestirt, und außer diesen Männern besitzen die Boers feine Führer, denen zu folgen sie bereit wären. Die Eingeborenen sind indeß sehr unruhig, aber dies ist die natürliche Folge von dem, was sie für einen Erfolg Cetewayo's halten. — Die Regierung des Freistaates hat dem Abgesandten des Generalgouverneurs mit- getheilt, daß es unconstituttonell sein würde, irgend welch« Bürger zum Bei-
braut werden, nicht aufgeben zu wollen.
Das egyptische Ministerium ist nach vielen Schwierigkeiten con- stituirt worden. Nur die wichtigsten Portefeuilles, des Innern, dts Krieges und der auswärtigen Angelegenheiten sind neu vergeben worden. Der Khedive hat sich seinen Einfluß gewahrt, da der Prinz' Thronfolger Ministerpräsident geworden ist.
Der Geburtstag des Deutschen Kaisers hat wieder einmal in reichstem Maße bekundet, wie allerorts durch die trüben Wolken religiöser, socialer und wirthschastlicher Verbitteiung doch eine Leuchte dem Volke geblieben ist, der begeisterte Hinblick auf seinen Kaiser, auf die starke und vertrauensvolle Führerrolle, welche eine gütige Vorsehung der Weisheit des Alters und der Energie des Herrschers von Deutschland anvertraut bat. Eine Anzahl deutscher Fürsten hat dem Kaiser persönlich gratulirt. Fast unzählbar find die Glückwünsche von fern und nah. Besonders innig waren die Gratulationen des Czaren, des Kaiseis Franz Joseph, des Kronprinzen Rudolf und der Königin Victoria. Doß der Kaiser sich von dem Unfall fast völlig erholt hat, bewies am besten die eiristwdige Dauer der Audienz, welche er dem General Chanzy, dem einstigen „Führer der Loire-Armee", gewährte.
Wie im Plenum des Reichstages bei jedem Anlaß eine Beleuchtung der Steuer- und Wirthschastspolitik des Reichskanzleis sich hervor- drängte, so ist man außerhalb des Parlaments in Versammlungen und Vereinen , in Korporationen und Behörden nicht müßig gewesen, die Frage nach allen Seiten hin zu discutiren. In Hunderten von Petitionen liegt dem Reichstage das Resultat dieser Thätgkeit vor. Tie Prüfung derselben hat noch gute Wege. So interessant e nzelne Eingaben fein mögen, das Urtheil des Reichstages wird schließlich lauten: Die vorliegenden Petitionen sind durch die gefaßten Beschlüste des Reichstages für erledigt erklärt.
Man berichtet wieder einmal von neuen Verhandlungen mit der römischen Curie. Angeblich soll es sich um eine Einführung der im Elsaß bestehenden General-Vicariate handeln; indeffen verlauten so viele Projecte, daß dadurch die Glaubwürdigkeit der einzelnen nicht gerade erhöht wird.
Für die englische Regierung sckeint sich in den letzten Tagen die Gefahr, in einen dritten Krieg, nämlich in einen Krieg mit Birma, noch gleichzeitig mit den anderen beiden gegen die Zulas und gegen die Afghanen, vermindert zu haben. In Afghanistan steht es dagegen anscheinend für England nicht zum besten.
Die ostrumelische Frage giebt zu Besorgniffen Anlaß, da das bulgarische Element ziemlich stark national ausgeprägt ist und den Anschluß an Bulgarien wünscht. Vorläufig wird man die Verwirklichung einer solchen Union vielleicht durch eine gemischte Okkupation des unruhigen Landes
Deutschland.
Darmstadt, 24. März. Inhaltlich eines Ausschreibens Großherzogl. Ober-ConsistonumS vom 14. d. M. (Nr. 6) soll auch im lausenden Jahre mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs der Ertrag der Collecte, welche am Sonntag Palrnarum in den evangelischen Kirchen $or und Nachmittags zu erheben ist, zur Unterstützung derjenigen hülssbedürftigen inländischen evang'l'schen Gemeinden verwendet werden, welche an Orten mit überwiegender katholischer Bevölkerung bestehen. Die Pfarrämter werden beauftragt, ihren Gemeinden am Sonntag Judica mit dieser Bestimmung der Palmarums-Collecte bekannt zu machen und dieselbe der christlichen Liebe ange- legentliLst zu empfehlen.
Berlin, 24. März. In Reichstagkreisen circuliren Zuschriften von Vorständen landwirthschaftlicher Vereine, welche dazu auffordern, kräftigst für die Zollpolitik des Fürsten Bismarck einzutreten. Einzelne Abgeordnete haben diese Briese durch kleine gedruckte Broschüren beantwortet. Uns liegt ein solches Schnstchen des Abg. Karsten aus Kiel vor, deffen Schluß wie folgt lautet: „Endlich möchte ich noch die Frage an Sie richten, ob Sie die Einführung von Nahrungsmittel-Zöllen und von hohen Industrie- und Finanzzöllen wirklich im Inter»sie der Gesammtbevölkermig des deutschen Reiches halten können, wenn Sie bedenken, doß 1) jene Zölle alle Preise steigern muffen, also auch die Preise der Jndustrieproducte wegen der Arbeitslöhne, folglich die Exportfähigkeit der Industriellen geschwächt wird, 2) Millionen uon Menschen, welche das Reich doch nicht entbehren kann, das Heer, die Beomien, Geistliche und Lehrer, Aerzte u. s. w. nichts producirrn, wodurch sie die Mehrkosten ihres Lebensunterhaltes auf Andere abwälzen können, weshalb die Productrenden, also auch die Landwirthe, eine höhere Besteuerung, um Jene zu unterhalten, aufbringen müsien, 3) übermäßig hohe Zölle, wie solche dem Vernehmen nach für Tabak beabsichtigt werden, die Existenz von einer halben
ßnglaud.
London, 22. März. Aus den heute veröffentlichten Schriftstücken über den Zmukrieg geht hervor, daß die Regierung Sir Bärtle Frere's Kriegsgründe als unzureichend befunden hat, sowie daß Sir Bärtle Frere sowohl, wie Lord Chelmsford um ihre Entlassung eingekommen find. Die Erklärungen der Regierung ihren beiden höchsten Beamten am Cap gegenüber sind höflich, aber en,schieden; doch wird sie Sir Bärtle Frere in Anerkennung seiner bisherigen Verdienste im Amte belasten und diese Entscheidung im Laufe der nächst.« Woche öffentlich begründen. Chelmsford dagegen dürfte seinem Wunsche entsprechend abberufen werden. — Außer der „Times" widmen auch „Daily Telegraph' und „Standard" dem Deutschen Kaiser warme Leitartikel
In Rumänien herrscht Ministerkrisis. Vorläufig ist der Plan, ein Fusions-Ministerium zu bilden, gescheitert. Auch in den türkisch-griechischen Grenzdistricten ist nicht ales, wie es fein soll oder wie es die friedliebenden Großmächte haben wollten. Der Südosten Europas scheint seinen alten Ehrentitel eines „Hexenkessels", in welchem Tränke des Unfriedens ge-
zu seinem G-burtstag.
London, 24. Mär,, Abends. Unterhaus. Dllke kündigt an, daß er dem von ihm beantragten Tadelsvotum wegen des Zulukrieges noch die Erklärung hinzusüge, das HauS bedauere, daß Sir Bärtle Frere trotz des ihm erteilten Tadels noch im Amte sei. — Schatzkanzler Northcote erklärr, dre Osterferien würden vom 8. bis 17. April dauern. — Oberhaus. LanSdowne ändert seinen Antrag auf ein Tadelsvotum wegen des Zulukrieges in ähnlicher Weise ob wie Dilke im Unterhaus. Der Staatssekretär für Indien, Cran- brook, erklärt, die Regierung werde in diesem Falle direct die Verwerfung des Antrages Vorschlägen. Salisbury erwidert auf eine Anfrage Strathe- den's: Die britische Flotte fei ans dem Marmara-Meer zurückgezogen, weil die Rusten Südrumelien verlosten hätten, somit das fernere Verweilen der Flotte daselbst unnöthig sei. Rußland habe in dieser Beziehung die Bestimmungen des Berliner Vertrages erfüllt, und sei kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß es nicht auf diesem Wege fortfahren werde.
Im Laufe der Debatte über die Interpellation Dilke's, betr. Cypern, rechtfertigt Unterstaatssecretär Bourke die Besetzung der Insel. Redner glaubt, daß die fremden Reaierungen nichts gegen die ei,Msche Gerichtsbarkeit daselbst einzuwenden hätten. ~ Die Insel werde einen stiM^Waffenplatz und schönen Hafen ohne erhebliche Kosten bieten. Harcouru^^DJames bezweifeln, vaß die ausländischen Regierungen damit etnverstandeHDm'n, daß ihre Unterthanen unter dem britischen Gesetz stehen. Northcote findet es begreiflich, daß jene Regierungen ihre Unterthanen im türkischen Reiche durch Consnlatsgerichte schützen wollten; die dafür sprechenden Gründe fielen jedoch weg, sobald die betr. Gebiete unter britischer Herrschaft ständen. Die Pforte habe bei Ueber- gabe d«r Verwaltung Cyperns an England die an andere Nationen eingeräumten Reckte nicht referoirt.
Kiua,f


