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Vermischtes.

Daubringen, 21.

k'lchen Schuld wurden nunmehr amtlich aufgefordert, Delegirte aum »wecke tet Ausführung des finanziellen Arrangements zu wählen.

v Telegraphische Depeschen.

Wagner'S telegr. Correspondenz Bureau.

Berlin, 24. Novbr. Von einer Einladung an den Prinzen Wilhelm dem Georgsseste in Petersburg beizu.vohnen, ist in hiesigen bestunternchleten Kreisen nichts bekannt.

Der König und die Königin von Dänemark treffen am Freitag zum Besuche des Hofes hier ein. ö

Berlin, 24. Novbr. Die Eisenbahn-Commission des Abgeordneten­hauses Hai den Vertrag, betr. den Ankauf der Hannover-Altenbekener Bahn, E gegen 8 Stimmen angenommen; gegen die Annahme stimmten die Mitglieder des Centrums und der Fortschrittspartei.

Madrid, 24. Novbr. Die Erzherzogin Marie Christine und ihre Mutter, die auf allen Stationen vom Publikum enthusiastisch begrüßt wurden, trafen heute früh auf dem Nordbahnhof hier ein; der König und seine Schwe- kmlx ®ini|hr' ble Spltzm der Behörden, Hof Würdenträger und andere Notabt itäten waren zum Empfange anwesend. Die Erzherzoginnen begaben sich mrt dem König und seinen Schwestern nach Schloß Pardo, von wo leü- tere nach Madrid zurückkehrten. 9

Pari», 24. Novbr. Den hiesigen Zeitungen zufolge hat in Folge dringender Bitten des Präsidenten G,eoy der Minister des Innern Lepöre fein Eutlasiungsgesuch, welches er nach der Enthebung Gents von d'-m Gou' vementspostcn von Martinique eingereicht gatte, wieder zurückgezogen Prt- vattelegramme melden von einer Schlacht bei Jquique, in welcher die veibün- delen Peruaner und Bolivianer vo-e den Chtlenen besiegt worden seien die peruanische KorvettePiicomayo" sei genommen. ' '

. , 24-. Abends. In der Sitzung des Gemeinderaths

beantragte Allard, eine Adresse an die Kammer zu richten, worin di- Abbe­rufung, des belgischen Gesandten beim Vattkan gefordert wird: auf Vorschlag des Bürgermeisters wurde der Antrag an cm- Commission verwiesen U

Lokales. ~

2o. November. Bon Großh. Mmisterinm traf gestern Mittaa bereit« die G nehm,gung zur Benutzung des Hofg-nchtsg-bäudez als S-uch-nla aretb ein nutzt wer^Änn^,

finfÄtaS" ? töeftufct auf die Aussagen verschiedener Aerzte bezeichneten sie das Hofgenchtsgebaude, wie wir tn unserer gestrigen Notiz schon fnn hpmpX;«Jra a9 für die Stadt g-faürbringend, Anstatt 7bh7lteu»' 81- baffn f-rtf-r ?rtk?errt\$l}l8irnu!,ler vUin lch^unige Anberaumung einer weiteren Sitzuna bei N-dp ^e?o^"bten, welche dann auch aus heute Nachm rtag 3 Uhr anberaumt wurde

Ä Hosgenchtsgebäude, am Brandplatz stehend, wo ivöch ntUch ^.-.^.^o^^arktoerkehr stattsindet, daß in ber Wabe bk flro6e Äaferne ea? J1.!*.bem Brand Soldaten einexercirt werden und die Aula mit ihren ^-'tbiaen^ck.???^!,lft ,Dobl begreiflich, daß di- anwohnenden HauSbesitz u für zwÄäß^hältem^" Cmer ®inrid,tunS °°rzubeugen, welche sieich,

,lnrn wir »ergangen- Woche m,tth-ilt-n, daß -in schwino-Ind-r Baa-enbursch-

!*n" ^r,KnM®^ermc,|ier ouf «"und eines Papi-,Wisches um 12 JL betrogen hatte stet welche g-pnmp^L°n" m 'K m @*roinbd ^ntin' ®'-6ma °s 10 U»5« 4, -nttp.-ch^Ün7'uraltz'e°nstS°N''''^''^" a>Ü Bi* bem ®e''S

Die Enthüllung des MetzdenkmalS.

braditen bn* h- be§ Tki<n Vormitwg7d7/Regcn m Sttömcn stoß brachten doch dre Bahnzuge aus den drei Provinzen des Landes eine stattliche Anzahl von Freunden, Verehrern und Gesinnungsgenossen des im Jahre 1874 plötzlich oer- ftörbntcn Reichs- und Landtags-Abgeordneten August Metz, dessen Denkmal aeffiftel aus frerwlllrgen Beitragen aus dem ganzen Hessenlande, am gestrigen Taae' enthüllt

b°s Verewigten eingefunben Auch ^zahl?eich?MitaIied^er ^VtoeitenÄme^bre Stande, darunter Präsident Kugler, nahmen an der Feier Theitz Nachdem bie hinter bem ^brhüllten Denkmal ausgestellte Kapelle des Leibgarderegimentes das Gebet" in- tornrl hatte trug ein aus Mitgliedern des Mozartvereins der Liedertafel und der zusammengesetzter Chor das Kreutzer'sche Lied ^Dir mocht ich diese Lieder weihen" vor.

Nachdem die letzten Töne des Liedes verklungen, hielt der Vorsitzende des .-Vnr- versam°mlung:^^Rc*t3anro>lt Dr. Osann, etwa folgende Ansprache an bie^Fest-

Jndem wir bereit stehen, dieses Denkmal zu entbüllen cmrpif,,, Mmliche Gefühle des Schmerzes und der Trauer, wenn wir an dm iäb-n des verehrten Freundes denken, ebenso der Entbehrung die wir bei einem38?"0 e,rMren wußten; es muß nothwendig aber auch Fr'eude in uns aufst-ig-n Fr-M,-des­halb, weil der Mann, den wir im Begriffe sind, in diesem Denkmal hnm>,mx schon bei Lebzelten ^ie Liebe und Anhänglichkeit eines großen Thellks des hessischen Volkes gefunden hat. Diese Lieb- und Anhänglichkeit hat sich schließlich bemäbrt i st- sich m so reichem Maße geäußert bat in den Beiträgen, durch welches möalich wurde, dieses Denkmal zu errichten. Dasselbe ist gegründet aus Seilräaen 9 *

auch aus den übrigen Thcilen Deutschlands wurde dazu beig-traa^n 5?bak lange Znt gekostet bis es an das Tageslicht getreten ist, denn °Din« wil?M-it! haben, und ich denke, bie Weile wird ihre Früchte getragen haben, $B-C

Ansicht ift einig in bem Punkte, daß wir nicht blos ein würdiges Denkmal "sondern nuch em ästhetisch schönes Andenken des verstorbenen August Metz der Stadt Darm stadt übergeben können. Die Ungunst der Witterung gestattet nicht ,, ®a,rm' des Verewigten nochmals zu schiLern; es liegt so nahf an all?Einzelh-sten7?e^ innern aber -IN großer Th-Il der Anwesenden ift Zeuge gewesen des Lebens und der KSmpse du der Verewigte durchgesührt gat. Sie wissen, was er uns war 1 D-u«chl°nd war und was er Hessen war. Es waren trübe Zeiten in denen m dos Licht vorangetragen hat, und es ist ihm geglückt, damit die Babn >u hr-aLJ rl,b § mernde, träumende G-müther aufzuwecken und zu begeistem für 3ba§ o?n6,' Vaterland. Es war keine Kleinigkeit, aber er verzweifelte nicht an b?r Ä Rutsch- getrosten Muth-s voran und riß bie Schläfrigen imt. Es ist fein-m L^be^d-sch 9d"9 aewefen, daß s-ln Ziel erreicht wurde: die Einheit Deutschlands wrb »J k freiheitlichen Entwickelung Er hat es erleben dürfen haö SiirA0?%?nH11* ber Deutschland sich selbst erobert wurde. Er hat mitgearbeitetBbarai? Heerscharen eng-r-n Vaterland- die Selbstständigkeit des Einzttnen und der G-m-siU>-n"n°d rr^ porationen auf -inen Höhepunkt gebracht wurde, um welchen unä anb re neiden. Er hat nicht blos jene Seiten erlebt er hat sie öe;

SBerbienft daß er in ächt nationalem Sinne die Leuchte vorangetragen hat^°B-'? f<m solchen Vergangenheit lag -s nah-, daß, als dieser Mann sta?b dst -ch/e auHnX ihm gehört ein Denkmal, und zwar in her Detfentiirfifpit ' 1 _c, auftauchte,

danken der Stadt Darmstadt, daß sie in so W.r

gestanden hat; wir danken Allen, welche mit Rath und That betreff euer Fl wir das Denkmal haben errichten können. Möge es, roenn e5 entbüHt mnerung, em Andenken an den Verstorbenen sein; mög7 esauchden>ünaeren^. uns fein em Vorbild, tn dem sie aus dem Gewühle bei ßeben§ hernua hn?9-E ru^er, der Freiheit im Auge behalten und, sich loslösend von den täglichen^Arb^^^le Z'el mit zu erkämpfen sich bestreben sollen. ragtichen Arbeiten, dasselbe

Nunmehr fiel die Hülle und beim Anblick des herrlichen Denkmnts v Versammelten in laute Beifallsrufe aus. Herr Dr Osann bemerkt bra^n b,c NamenMetz" sei das deutsche Vaterland enge verbunden unh^hrn t deutschen Vaterlande, für das Metz geftritten, sei ein bretracheS An*b ? fronen, Findig stimmte die Festversammlung ein und bie Musik intonirte die Nati^n^^^^^' Hleraus übergab tm Namen d.s Comitös Herr Bankier WoIf § fehl hnS ^mnc; in Eigenthum und Schutz der Stadt mit ttwa folgendesWorten:^ ®cnfmal Wenn wir mit hoher Befriedigung auf das Denkmnl f"

V'erÄ*C sich soeben vor unseren Augen vollzogen hat zienit"es">^ss^

donkborer Anerkennung Derer zu gebenkcn, bie es geschaffen - in erste/-ini- » f,?V Künstler, b-n-n bie Ausführung anoertraut gewesen unb" welche bre Auf»»?. Bct.ben W-'s- g->°st haben, bi- ihnen zur höchsten Ehre gereicht. Unseren Dank b-bi.öm^°'

«SK? I

Manne, aus dessen Künstlerhanb der blldmrstch7Uchmuck'be^ bem

druck zu verleiben, den Niemand zu v"g1en Lermaa b^bn ,U"bb"* Milden Aus- i ®a6 bcm Künstler, der den Lebenden nie gesehen, bi?s in solcher W«ff- g-Iun°g-n' das

' November. Am verflossenen Freitag Abend wurde ein Mr;e£ von ber Arbeit hcimkehrendes Mädchen in Dem Hangelstein von einem Manne auf ffhnnbitrkft »ifr an?efaU(n D-rs-tb- schleppt- -s, um Wn t-uslisch-n Z ZfttaÄ Schritte in den Wald hinein und stopfte ihm, um es zum Schweigen zu brinacn d'en^Mn^d ebenfalls ^°/^ntucke zu. Die Unglückliche wurde erst von drei Männern aus Lollar welche ebenfalls auf dem Heimwege waren und durch das jämmerliche Schreien um ßilfc aus den Klauen ihres Peinigers befreit. um yerbeteilten,

®cr Held, eine bekannte Persönlichkeit von hier, dessen bisheriger Lebenswandel ein gaiij unbefleckter fein soll, wird hoffentlich diesmal feiner verdienten Strafe nicht entgehen $ Homburg v. d. H., 21. November. Die heute Nachmittag um llhr Amtsgerichtsrath Wilhelmi in den Gartensaal des Hotel Fritz anberaumte ÄL,}, &nn Besprechung der Frage wegen Weiterbaues der Frankfurt-Homburger Bahn über Frübrichsdor? Usingen an die Lahn war so stark besucht, daß die später Kommend?» keinen Platz find n konnten Vertreten waren sehr zahlreich Die interessieren Nachbarorte namentlich ftribhr^ahA0?"* k Wehrheim. Usingen hatte brieflich seine Zustimmung zu allen verhandelten ftranen^ .cJ xUnb d° cs ibm nur darauf ankomme, überhaupt eine Bahn zu bekommet fte?!

die Versammlung und gab bnfclben bekannt, bafi ber L t Z eorbt i/t Abgeorbnetenbause in bie EisenbahnrCommtssion gewählt worden bereit sei J

s-r-m Slr-b^zu'^b-^sH fTäMto- I r« b°E «« L &ÄÄ

«-re äää jässä projectirten Lime über Usingen-Weilburg empfehle sich jetzt, nachdem bie Verhältnisse ganz

ift es, wodurch er sich ein besonderes Verdienst erworben har linier <^nnp t

Platz «-wahrt h°b-n ; -Mich ber Stabt Darmstadt, bi: bas®UnernAmen '

?n rorbeniö untnitügt Hot und d-r-n V-rtrcl-r wir hier in uaftter Mitt? im Nam-N ber etabt das Denkmal zu übernehmen stbr her ,

s-b- -ch denn hiermit im Namen d-s Com.täs Uno alles D-r^ d?r» b?ren Ä ^m7'" wirken -s entstanden ist, dieses Werk. Möge sie ö

roiUtominene Zierde, als einen künstlerisch vollendeten Swmnck tl!lc

3eid);n patriotischen G-ll'tes, als ein Zeichen d-7 J "

Mvetb'enren Bürger, an einen Patrioten, dessen ganzes Wesen beseelt mir BMenbec fiteae 3u unferm großen deutschen Laterlande, zugleich aber^auch Don ti ,n,r Anhänglichkeit an das Hessenland und die Stadt Darmstadt die m nn 7r ^ter geboren, doch seine Vaterstadt genannt werden muß als die Statt? {»mp? <nv »nt^ Sch°st°ns. m,d Strebens von seiner frühen Kindoll bis an^ fin SnVS & in Ehren'halten wolll für knb1ük/"^E' b6 f Denkmal ann-hmen unbÄ

Herr Beigeordnettr Hickler erwiderte:

nr= Versammlung! Wenn mir der ehrenvolle Auftrag aeworben ift

al§ Vertreter der Residenz Darmstadt das zur bleibenden Ermnemna an

Mttbürg-rs, Land- und R-ichslagsabgeordneten August Men öon m ')?nmn,U^n,'llnt®<,,.nnun8b9enoifcn au§ dankoarer Verehrung -rrfcht-te Denk,M 0w6eti g-m-insam-n Vaterlandes diese Ehre um so hoher schätzen ^Es^ kann -b^ bi±Xn/JUfSarbIm' baä Wirken und Str-b-n dieses hochb gabttn Ma nes an dieser Stelle zu schildern und h-rvorzuh-ben, zumal der geehrte ®otrebner

fnbJ±* uns Kunde von der hervorragenden Stellung," welchk d-rsi be n^ner p^nUche Hingabe d°° ^r?chiung' §^D-nkmal?^5möglicht,^''miOW-Ä Dank bei der U-b-rnahm- des Denkmals d-o patriotischen G-M-s bewußt sind ch welckem dasselbe errichtet und nun übergeben worden ist Nickt blas ein rhifeL-pe' $em fonlidiet Erinnerung soll d.ese/Bild uns fein, Än es soll auck uns^7.n?5: Nachkommen stets mahnen an den Ernst der Pflichten welche^^stdem öckt ®?.ah""e A'0r11 bnf Pnl^land, gegen Kaiser und N-?ch oblnqem. Zn diff-m Schne ß- och ^slXmmm"8'ene6Ten ,ulr bno Denkmal an, in diesem Sinne wertes dff Ctabt j!"b Bewohner den Ipateren Geschlechtern erhalten und bewachen b

Der Sangerchor trug Otto sDas treue deutsche ySen" vor ein fSerr a ; nUfr °Ppe,^eAm brachte den Manen des Verblichenen ein Hoch aus und mU ein/m passenden Jnstrnmentalstück schloß die öffentliche Feier. P V ° mit Cl,iem ift nta m C Beschreibung des Denkmals dürfte hier ihre Stelle finden Dasselbe ist als Brunnen-Monumelit ausgefuhrt; dem Zweck des Brunnens entsorickt hf hnfft- krelsformig dem Sockelbau vorgelegte Schale^ in welche Rd) St au e n L owenrach en ergießt. In der Mitte des breiten Sockels erhebt ficb das febrnnfp Postament, welches an seiner Vorderfläche die Weiheinschrift zeiat- anfe

"Dem Kämpfer für Deutschlands Einheit, für Recht und Freiheit

August Metz v

. r, 3 , errichtet 1879",

."^E^ches die Colossalbüste von Metz in etwa ein und einbalbfachcr Lehfns-,,iiki- tragt. Der Sockel bot Raum genug, um neben dem Postamente zwei Genien anbrmaen m^en,QberhCn Vner d-e Fackel des Fortschritts hoch e.npor^ält mäTrenb be? andere Metz den Lorbeerkranz des Ruhmes reicht. Ein Epheukran, mit ZmH 1?. f*[ingt b.e Stufen des Denkmals. Die Büste, fomr bie @eitenftaunn9 unh MlDnÄtant,t<,:"en bet H""b »es Herrn Profeffor König während bi rfr tektonische ßoinpontion von yerrn Professor Marx herrührt- y arc9u

. Zum Aufbau bes Denkmals wurde grauer Syenit vom Felsenmeere imh h.,nfr,v St!lVe^erIbw ^Lau§ lcm Heppenheimer Wald verwandt. ^Die Steinmetzarb-it ift

^ich m Heppenheim, der Bronceguß von Pelarao3 in tut Lh unb das Eifengitter von Schlofsermeister Möser in Darmstadt. 9 ° 9art