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erhebung der Steuern bis Ende April, wurde in dritter Lesung angenommen und die Ermächtigung zur Begebung von 100 M ll. fl Goldrente e'th ilt. Während der Debatte erklärte der Handelemmister, die Regierung habe, seitdem das Ministerium wieder definitiv const'tuirt sei, die Verhandlungen mit Serbien wegen Abschlusses des Handelsvertrages ausgenommen und hoffe auf günstige Resultate derselben.
Wien, 24. März. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel: Die britische FUtte soll Ordre erhalten haben, bis Anfang Mai in der Besika-Bai zu verbleiben, um die vollständige Räumung des Balkans durch die Ruffen abzuwarten. Der Ministerratb berieth Mahregeln gegen die weitere Entwerthung der Kaimes. Das rusfische Hauptquartier ist von Varna nach Odeffa obgegangen. Totleben wird fich angeblich am 26. d. einsch ffen.
Paris, 24. März. Beim Empfange des Personals der Cultusver- waltung erklärte der Minister des Innern und Cultus: Die Regierung habe tiefe Achtung vor den unverjährbaren Rechten des Gemifsms und werde der Religion und der Gewiffenssreiheit die gebührende Rücksicht erweisen lasten. Die Regierung verlange aber, daß stets das Gesetz beobachtet und die Reckte des Staats unversehrt aufrechterhalten werden. Sie wolle die formelle Ausführung des Concordats, nachdem manche Bestimmungen deffelben vielleicht zuweilen unbeachtet geblieben seien, auf die man aber wieder zurückkom- mm muffe.
London, 24. März, Abends. Der Vicekönig von Indien meldet: General Browne concentrirt Truppen bei Jellalabad, General Roberts in der Richtung von Peiwar und Alikhed. Roberts beginnt den Weg bis Shutur- gardan passirbar machen zu lassen. In Kandahar herrscht Ruhe. Die Engländer räumten Khelatigilzai, indem sie die Stadt einem befreundeten Häuptling übergaben. ______________________________
Uebrlgen läßt sich die Stimmung des hiesigen Marktes als eine recht feste bezeichnen und notlren wir als Schluß - Course:
Mehl Nr. 1 X 39, Nr. 2 37, Nr. 3 X 31, Nr. 4 X 27, Nr. 5 X 21.
Noggenmchl o/, (Berliner Marke) X 21 50, do. I (Berliner Marke) X 19.50—20, do. II (Berliner Marke) X 14.50—15 50. Weizen, effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 20 50, ab unserer Umgegend «X 20.25, do. fremder je nach Qualität X 19.50—21.50, Roggen, je nach Qualität X 13 50—15.50, Gerste X 17-18.50, Hafer X 12.75—14.25, Kohlsamen X 27—29, Erbsen X 19—27, Wicken X 14-16, Linsen X 17—36, Bohnen, weiße, X 18-20, Noggenkleie X 10—10.50, Weizenkleie, grobe und feine X 8—9, Rüböl, detail, X 68. Stimmung —. (Die Preise verstehen sich sämmtltch per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Frankfurt, 24 März. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca. 370 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 190 Kälber und 180 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 63—65, 2. Qual. X 60—62, Kühe 1. Qual. X 55 bis 60, 2. Qual. X 42—45, Kälber 1. Qual. X 62—64, 2. Qual. 52—54, Hämmel i. Qual. X 60—63, 2. Qual. X 56 - 60 per 100 Pfund Fleischgewicht. Schweine das Pfund 54
Die neue Postordnung vom 8. d. M. zerfällt in die vier Abschnitte: Postsendungen, Estafettensendungen, Personenbeförderung mittelst der Posten und Extrapost- und Courterbeförderung — mit zusammen 66 Paragraphen. Das Meistgewicht eines Briefes beträgt 250g, einer Drucksache 1kg, einer Warenprobe 250g, eines Packeis 50kg. Auch ist noch nachträglich zu bemerken, daß die vor einiger Zeit versuchsweise und unter Vorbehalt des Widerrufs getroffene Bestimmung, wonach für die unter Band versandten Cataloge, Preislisten und sonstigen Drucksachen, wenn denselben Stoffproben oder Zeugmuster beigefügt find, die Drucksachentaxe berechnet werden darf, aufgehoben wird und darnach Drucksachen mit Mustern der Taxe für Waarenproben unterliegen. Ferner sind die an Empfänger nach Gasthöfen und Herbergen gerichteten Briefe und gewöhnlichen Packete, welche den Empfängern nicht haben zugestellt werden können, bereits nach Verlauf eines Monats durch die Briefträger, beziehentlich Packetbesteller, wieder einzufordern und als unbestellbar zu behandeln. Endlich ist besonders zu beachten, daß die Verwendung der aus gestempelten Briefumschlägen, Postkarten und Streifbändern ausgeschnittenen Francostempel zur Frankirung von Postsendungen unzulässig ist, wogegen verdorbene gestempelte Briefumschläge, welche noch nicht mit dem Entwerthungsstempel versehen sind, bet den Postanstalten gegen Freimarken von gleichen Werthbeträgen umgetauscht werden. Ein Umtausch in den Händen des Publikum« unbrauchbar gewordener Streifbänder sowie Postkarten-Formulare findet nicht statt.
Lokale-.
Gießen, 25. März Im Laufe des gestrigen Tages wurde mit der Milchvisitatton durch die Schutzmannschaft fortgefahren und im Ganzen 70 Ltr. mit Beschlag belegt. Don diesen 70 stammten 40 aus Gießen.
— Aus der BiSmarckstraße mußte gestern ein schwer Bekneipter per Karren nach dem In esthaus verbracht werden.
Handel und Verkehr.
Gießen, 25. März. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 80 bis 85 H, Hühnereier, per Stück 5^,2 Stück 9 Gänseeter, per Stück V« Enteneier, per Stück 5 Köse, per Stück 4—8 H, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 19 H, Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, daS Paar 80 Hühner, per Stück X 1.40, Halmen, per Stück X 150, Enten, per Stück X 2.10 Kartoffeln, per 100 Kilo X 6—7.- , Zwiebeln,
per Ctr. X 10—10.50. Ocksenfleisch 70 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 58-60 H, Kalbfleisch 50—56 H, Hammelfleisch 60-70
Frankfurt, 24. März. (Fruchtberlcht.) Das Geschäft trägt beute dieselbe un- steundliche Physiognomie wie die Witterung. Noch immer kann von einer stehenden Tendenz die Rede nicht sein, so lange wir nicht von den auswärtigen Börsen einen Impuls bekommen. Auch heute reducirten sich die Umsätze bis zur nöthigsten Deckung des Consumbedarfs. Im
Unterm 16 und 17. d. M. hat das General-Postamt die Ausführungs-Verfügungen zu dem Weltpostvertrage betreffs des Austausches von Briefen mit Werthangabe und mit Postanweisungen erlassen. Betreffs der zuerst erwähnten Briefe gelten für Verschluß und äußere Beschaffenheit dieselben Bestimmungen, wie für den inneren deutschen Verkehr. Zwischen den einzelnen zur Frankirung verwandten Freimarken muß ein Zwischenraum gelassen werde», und sie dürfen nicht über die Vorder- und Rückseite des Umschlages hinweg befestigt werden. Die Aufschrift der Werthbriefe nach solchen Ländern, in welchen die Kenntniß der deutschen Sprache nicht wohl vorausgesetzt werden kann, also z. B. nach Italien, Portugal, den Co- loniem re., sind thunlichst französisch abzufaffen. In allen Fällen empfiehlt es sich, bei der Aufschrift lateinische Schriftzeichen anzuwenven. Die Absender der Werthbriefe in Deutschland haben den Inhalt derselben in Markwährung anzugeben. Den Briefen darf weder gemünzte» noch ungemünzteS Gold oder Silber beigepackt sein. Die Werthbriefe unterliegen dem Frankirungszwange.
Für Szegedin
gingen weiter ein: StbSq. K. X 3. Daniel Keil X 5. Carl Schwan X 20. Geh-Rath Seitz X 5. Prok. D. K. X 2. Th. X 2. PH. Str. X 2. Balth. Lenz X 5. T. P. X 2. gerb. Burk X 30. M. H. X 3. Ä. X 12. Summa X 91.
Um weitere Gaben bittet dringend
Die Expedition deS Gießener Anzeigers.
Guts-Verpachtung
in der
Oberförsterei Schiffenberg.
Freitag den 4. n. M. toll zu Schiffenberg, Vormittags präcis 11 Uhr beginnend, das den II. Gutsverband bildende Parcellengut der Gemarkung Schiffenberg, unter Beibehaltung der seitherigen Looseintheilung, für eine weitere Reihe von 9 Jahren öffentlich Verpachtet werden.
Gießen, am 25. März 1879.
Großb. Oberförsterei Schtffenberg.
Georgi. (1948
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den 31. März 1879, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Brauhof nachverzetchnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz:
Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen.
Buchen 58 165 55 4760
Eichen 78 199 108 1930
Nadel 12 15 49,5 3150
B. Bau-, Werk- und Nutzholz
97 Eichen-Stämme mit 20,63 Festm.,
78 Fichten- „ , 27,73 „
3 Hainbuchen- „ „ —,M „
87 Eichen-Stangen „ 5,96 „
120 Hainbuchen-,, » 120 „
749 Fichten- „ „ 31,28 „
Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Lich an der 6. Schneise.
Gießen, am 25. März 1879. Großherzogl- Bürgermeisterei Gießen. 1947) A. Bramm.
Gesucht
für einen Gewerbeschüler einfache Wohnung mit Kost. Offerten mit Preisangabe an Lehrer Hug, Asterweg (Handwerker- iÄule). (1851
Allgemeiner Anzeiger.
1946) Bekanntmachung.
Das Communal-Steuer-Register der Gemeinde Gießen liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde offen.
Gießen, den 21. März 1879.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm.
1) Maurerarbeit mit
2) Steinhauerarbeit
3) Zimmerarbeit
4) Dachdeckerarbeit
5) Schreinerarbett
6) Schlofserarbett
7) Glaserarbeit
8) Weißbinderarbeit
9) Stuccaturarbett
10) Spenglerarbeit
11) Pflasterarbett
12) Tapeztererarbeit
Termin hierzu ist auf
Material, im Betrag von . desgl. desgl. desgl. desgl. desgl. desgl. desgl. desgl. desgl. desgl.
bedmgungen mit Zeichnungen liegen in gedachtem Bureaulokal, von dem 24. März an, zur Einsicht bereit.
Gegen Einsendung von 1 können an auswärtige Uebernehmer bezügliche Auszüge aus dem Vorantchlig eingeschickt werden.
Friedberg, den 18. März 1879.
Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg.
Reuß.
d-sgl.
Montag den 31. März, Vormittags 11 Uhr, festgesetzt im Bureau Großh. KrewbanamlS Friedberg. Die bezüglichen Offerten müssen schriftlich, portofrei und veisiegelt mit der Aufschrift: „Submission für die Abbruchsarbeiten an dem Amtsgerichtsgebäude zu Friedberg" und „Submission für die.....arbeit an dem Neubau des Amtsgerichts-
gebäudes zu Friedberg" etngeretcht werden. Die Auf- oder Abgebote sollen nur in Procenten angegeben werden. Der Kostenanschlag und die Submtssions-
Submission.
1809) Zum Abbruch und) Neubau eines Gebäudes für das Amtsgericht zu Friedberg sollen im Wege der Submission folgende Arbeiten vergeben werden:
Abbruchs-Arbeiten, im Betrag von
Für den Neubau:
. 1600
14623,70
JL
2373,—
6881,05
2566,80
5851,60
3554 30
2016,52
5584,50
1060,—
445,—
450,—
400—
H
Grossherz, technische Hochschule zu Darmstadt.
Beginn der Vorlesungen des Sommer-Semesters 28. April.
Anmeldungen bis zum 24. April. Programme gratis vom Secretariat Die Direction.
1932) Dr. Schäffer.
HolzoerfleMrung
in der
Fürstl. Oberförsterei Lieh.
Im Mönchwald (bet Burkhardsfelden) sollen versteigert werden:
Montag den 31. März
Scheith Prügelh. Stockh. ReiSH.
Raummeter Wellen Buchen 11 18 11 6380
Eichen — 109 36 2860
Nadelholz — 178 92 9220
Dienstag den 1. April
51 Etcheustämme von 15—44 Ctm. Durchmesser und 7 — 20 Mir. Länge mit 12,09 Cbm.,
81 Fichtenstämme von 15 —30 Ctm. Durchmesser und 3—12 Mtr. Länge mit 32,43 Cbm. Inhalt, 10 E chen- und
136 Nadelholz-Stangen.
Zusammenkunft jedesmal
Morgens 10 Uhr
aus dem Schlag r eg.
Lich, den 24 März 1879. 1934) Wtmme nauer, Forstrath.
Montag den 31. März u. die folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags 2 Uhr an, werden im Laden des Hermann Gericke im Hause des Herrn Julius Bach am Seltersweg dahier eine Partie Herren- und Knabenanzüge, Schlafröcke, Tücher zu Winter- und Sommeranzügen, Sammet, Futterzeuge, Shirting, Hemden u. Hemdeneinsätze, Kragen, Manschetten, Shlipse, Hosenträger, Knöpfe und dahin einschlagende Artikel, ein Standspiegel, ein Schreibpult, eine electrische Schelleneinrichtung und sonstiges Ladenmobiliar öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.
Gießen, den 24. März 1879.
1927) M Pilger, Massecurator.
Jeifgeöotenes.
1940) Ein Wohnhaus mit Laden in bester Lage der Stadt, mit oder ohne Hinterbau mit Feuerung, steht preiswürdig zu verkaufen oder zu vermiethen.
Näheres in der Exped d. Bl.


