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Telegraphische Depeschen.
Wagner'- telegr. Torrespondenj. Bureau.
Berli«, 23. März. Bet dem gestrigen Empfang der sächsischen Reickstaas-Abaeordnelen drückte der König von Sachsen seine Genugthuung aus über die Bemühungen des Reichskanzlers zum Besten auch des sächsischen Handels und der sächsischen gnbuftrte.
_ Die Nordd. Äüg. Zrg." meldet: Durch Eabinetsordre vom 22. d. „theilte der Kaiser dem von der Commission ausgestellten Statut der Wil. delmsspende seine Genehmigung.
DeterSbura, 23. März. Das gestrige Festmahl ter deutschen Co» [»nie 4u Ehr.n des G.burt» tag.« des Kaisers Wilhelm verlies in gewohnter glänzender und feierlicher Weise. D'n ersten Tonst brachte, wie h»kömmlich, d« deutsche Böigster General e. Sckwe.mtz aus d'n rusfi.chen Kaiser aus. Der Toast des Botschafters, welcher bittet von der zu Ehren des Kaisers im Wintervalais stattgehabten Frsttasel IN die Festversammlung sich begeben b.itle lautete: Je länger ich das ehrenvolle Ami verwalte, als dessen Träger ich auch heute in Ihrer Mute erscheine, um fo mebt roädjR meine ut den erhabenen Monarchen dieses großen Reiches. Ich wünschte, daß
Ztußland.
Petersburg. Der .Deutschen Zeitung" wird geschrieben: Seit einigenTagen ist in den Korridoren aller Gerichtsgebäude Rußlands folgende Kundmachung angeschlagen : „Der Einjährig - Freiwillige, Jnsanterist Leo Hertchnew Deutsch, der Priesterssohn Jakow Stefanowitsch und der Eoelmann Iwan Buchanowskij werden beschuldigt, an dem Ehrenbürger von Od-ffa Goripewitsch und dem General Mesenzew Morde verübt und sich an der Verbreitung der verbrecherischen Propaganda beteiligt zu haben- Im B-tretungs- f<lIlC PeterSbmra, 22. März. Es heißt, daß die Absicht bestände, behufs Verbintung d.r transkaspischen Gegenden mit dem gesammten T-legraphenneb Rußlands ein Telegraphenkabel zwischen Baku unb Krasnowodsk zu °"senken, ,um Zweck der nothwendigen Forschungen wurden Telegraphentechniker dort- hin abgesendet.
Afrika.
ft atro , 22. März. Das Ministerium hat sich unter dem Präsidium les Erbprinzen definitiv constituirt. Das Innere hat mit der interimistischen Leitung ves Justizministeriums Riaz Pascha, das Aeußere Zulficar Pascha, ben Krieg Reschied Pascha übernommen. Die anderen Ministerten haben nicht gewechselt.
lCiftetffia§ den Vorwurf der „Culturkämpserei" betrifft, worauf sich „sofort" »nicht wenige" ses f;nt) jm Ganzen nur elf) gelegt haben sollen, so weiß man ,a aus ewigen eoncreten Men was von gewisser Seite mit diesem Wort bezeichnet M werden pflegt. Wenn her ^cdulinsvector seiner Instruction und dem Gesetz entsprechend, daraus halt, daß
ZE ttlSt nicht durch Gottesdienst oder Confirmandenstunde gestott w."d so mnmn das manche Leute Culturkampf. Und wenn er bah« fo«* baO« aeseklichen Bestimmungen über den Lehrplan und bte Vorschriften über bie U^t^nchts- roeife auck wirklich befolgt werden, so nennt man das f)crumreitcn auf dem Steckenpferde des Normallehrplans und der Methode-. Solche Norgeleten verdienen feint Widerleg ung ——
übetlaffen. Der Minister schließt mit den Worten, daß er die verleumderischen Verdächtigungen, deren Gegenstand er gewesen, verachte. (Beifall tm Centium.) Die Kama er lehnt die 6nquete mit 318 gegen 77 Stimmen ab.
Knglaud.
London. Der Dampfer „Balmoral Castle" ist am iS. b. in Ma- deira mit Nachrichten vorn Cop etngetroffen, die bis zum 2^ gebt, ^n«6' reichen. Die Nachricht von dem großen Zulu-Angriff, den Oberst Pearson am" 13. ftebr. zurückgeschlagen h iben sollte, erweist stch als eine müßige Er- finbuna Bebrohliche SBeroegurgen waren Seitens bet Zulus nicht unternom« L wvrben bagelen wuchs bte Beiorguch vor einem Ausstand ber Basutos unb einer Ueberschwemmung bes Transvaal Laubes mit seinblichen stammen. Der Oranfe-Freistaat hat es abg lehnt, bie (Snglinb.t zu unterstützen, falls biefe nicht eine zweite schwerere Nieberlage etleiben sollten. Auch bet Eintritt onFre'wkMg-n in bas englische Heer ist »erbaten »otben. Die B°er« °on Transvaal verhalten sich nach wie vor so ablehnend als tnbg t*, ebmc^l sie
Bünbniß mit ben Zulus von bet Hand weisen. Sie kaufen Waffen unb Munition tn großer Menge, unb es heißt, baß sie, wenn England ihre Unabhängigkeit nicht wieder verstelle, abermals „trekken", b. h. auswand-rn «ur° ben Die beutschen Ansieblungen nStblich vom Pongolb-Flnß ftnb durch e,""te.'“S ars-'“"«..» e.B
gegenüber hervor, das auf Cßpern bestehende Reglerungssyst m verdiene keineswegs ben Namen einer Zwangsarbeit. Die Kosten für _ben Hafenbau in «amagufta trage Englanb. Der Hafen werbe 14 große Schiffe aufnehmen können. Er hoffe, baß ber Berliner Vertrag bte Erhaltung des Friedens tm Orient sichern werde. Die Beschleunigung des Hafenbaues |ei habet unnßtbig. Das Abkommen in Betreff bet Kronlänbeteien «erde demnächst v-rthril wer- ben. — Unterhaus. Stanhope künbtgte an, et werbe ben nächsten Dienstag einen Gesetzentwurf embrtngen, «eichet bie Regierung zur Aufnahme einer Anleihe für Jnbien ermächtigen soll. Northcote erwiderte Dodion, die Pforie schulve auf den vo'jährig-n und diesjährigen Februar-Coupon ber Anleihe von 1855 noch 106 204 Pf». Sterl. Der letzte Äugust-Coupon s« voll bezahlt. Der Khebive hätte 81.000 Psd. Sterl. bezahlen sollen. Et habe dies aber mcht gethan. Da nun wenig Hoffnung auf baldige Zahlung vorhanden sei, habe England Frankreich aufgefarbert, vertragsmäßig die Hälfte zu zahlen. @r glaube, baß ber Khed.ve bte Zinsen für die suezeanal-Amen bezahlt habe. Das Budget werde am 13. April etnzebracht weroeit.
— Die meisten Morgenblätter feiern ben Geburtstag bes ben scheu Raiiet^ mit sympathischen Artikeln. „Times" schreibt: Der Kaiser folgte auf dem erhabenen Platz, auf welchen ihn ba« ®«i<H H,e- £u^ b™ nationalen Impulse unb handelte, wie es einem »aifer gebührt Das Unheil beb deutschen Lölkes könne nur lauten: Der Kaiser vollsuhrte ein ebenso großes Werk, wie sein berühmtester Ahnherr.
b Das Colonialamt veröffentlicht ben auf ben Krieg mit ben Zulus bezüglichen Schriftwechsel: In einet D-pesche vom 9 Febr. ersucht General Chelmsford ben Kriegsminister, ihn unverzüglich ersetzen »u laffen. Str Partie Frere billigt bas Gesuch unb spricht ben Wunsch aus, bet Nachfolger Ihelmssotd's möge fähig sein, auch ihn (Frere) als ®eneralgou .erneurju erLen. Eine D-pesche bes M nisters Hicks-Beach vom 19. März tadelt bte Politik Ftere's bezüglich ber Zulus; bie Regierung habe indeß bei ber gegenwärtigen Krisis bemfelben ihr Vertrauen nicht entziehen wollen. Eine Depesche desselben Ministers vom 20. b. erklärt, bie Regierung «erbe zur geiignden Zeit selbst bie griebenöbebtngungen sestsetz-n, fet hbeffen nicht geneigt , bie Anneetton zu sanctioniren ober eine anbere Einmischung in bie aus di« Zulus bezügliche Angelegenheit zu gestatten, als bie Sicherheit bet Colo- nien erheische.
Für Sjegedin »
JjT Un«na5oV,»H £' sLn ’m Inb^nm S.bur.^ag. nn>.e.« Kais..« ?,VX Ä K- ^2°°Ärch ein. (lein, Sammlung an Rauer» ».6«.».
tag JL 3.20. Summa 147 0
um weitere Gaben bittet dringend de« »leßener Anzeiger«.
meine «etebtfamtit in gleicher Weise zunähme, um hisset Verehrung voll tnbet Ausdruck zu geben und ich wünschte, daß meine Stimme laut genug wäre, um auch draußen von Jenen vernommen zu werden, bie sich vermessen, an ber Freundschaft zu rütteln, welche den Kaiser, dessen Wohl ich jetzt, aus- zubrmgen die Ehre habe, mir dem Umerigen verbindet. Jene würden kann einsehen, daß ihr Beginnen ein vergebliches und daß diese Freundschaft fo fest ist wie immer, ja. fester als je! Seine Majestät der Saiser Alexander lebe hoch! Diesem begeistert aufgenommene» Toaste folgte dann eine ebenso begeistert aufgenommene Festrede auf Kaiser Wilhelm, ferner Toaste auf den Kronprinzen, den Fürsten Bismrrck ben Marschall Molrke unb bas beutsche Heer.
DaS Schulwesen in Hessen vor dem Nichterstuhl der „Deutschen Neichspost".
Der Attikelschreiber behauptet ^un^die Inspektoren seien im Grunde eine ganz unwirksame Institution, sie seien zu abhängig von den Kreisrathen, um eme ersprießliche Wirksamkeit entfalten zu können Dem widerspricht un, aar Die Kreisräthe hüten sich, den Jnsvectoren m technischen Anselegenhetten drem iu reden, die Jnspectoreu aber können die administrative Machisulle per Krelsrathe nicht entbehren. Wollte man Kreisamt und Kreisschulamt trennen, äwel lelbststandige Behörden daraus machen, so würde g rade dadurch die Stellung der Inspektoren eine unwirksame werden. Und eine derartige Trennung wäre am allerwenigsten m einer ^eit be^^eiiaeftaltuna möglich. Auch die ankeren Mitglieder der Commission werden in teckmschen Dingen dem Jnspector, der bureb eigene^€060^9611 obwaltenden Verhältnissen unterrichtet ist, das entscheidende Wort lassen. Dte Kommission b deutet also keinen Nachtheil, wohl aber einen bedeutenden Vorthul sowohl für die finanziell stark beteiligten Gemeinden, als auch besonders für deMehrer der einer collegialischen Behörde gegenüber viel mehr gegen Ungerechtigkeit und Willkür geschützt ist, als gegenüber einem alleinstehenden und nach icder Seite hin uuabhängigen Snfpedor Der Haupttadel der „Neichspost" trifft übrigens mcht das Amt an sich, sondern die Art wie es besetzt wurde. Wie war das aber anders zu machen. Nur Theologen will die „Reichspost" selbst nicht. Wen sonst? Etwa Gymnasial- und Reallehrer? Man frage doch im ganzen Lande umher wie viele bereit sind, aus dem höheren Schuldienst auszutreten, um eine Jnspectorstelle zu übernehmen, abgesehen davon daß wohl die wenigsten geeignet wären.
Von den theologischen Schulinspectoren ist bereits wieder einer m das Pfarr- nmt mrürfaetrcten. Somit bleibt Niemand mehr übrig als der Volksschullehrer Und bie Besten ^uuter ihnen eignen sich auch ganz vortrefflich zu dem Amte. Es lstkein Mißgriff, es ist im Gegentheil ein großes Verdienst der Regierung, daß sic dem b'sh r oft geflissentlich niedergehaltenen Stand der Lehrer einmal nne Ausstcht eröffnet, des Strebens werthes Ziel gesteckt, daß sie ihm die Möglichkeit gegeben h^, durch tüchtiae Leistungen weiter zu kommen. Das kann nur zur Hebung des ganzen Standes bienen Und wer die Schuld an den Frictionen mit den Geistlichen tragt, das ist denn dvch voch s-hr stMUch Di- >ichspost" sagt: „W-r woUte M barubet «unbern, baß ein Mann von academischer Bildung, der tn semern eigentlichen Amte volle Selbstständigkeit hat es schwer erträgt, in einem Nebenamte abhängig zu sein von einem Manne dem er sich überlegen glaubt, unb Befehle auszufuhren, bte dem Interesse seines geistlichen Amtes vielleicht schnurstracks zuwiderlaufen? ^^e merkwürdige Begründung! Weil ich mich einem Beamten, der einen Befehl zu ^nba ubeilegen nlaubc und aus keinem anderen Grunde, werde ich allenfalls mcht gehorchen. Hat man etwas Aehnliches schon einmal von academisch gebildeten Real- Semlnar- lehrern gehört, die seminaristisch gebildeten Dlrectoren unterstehen.
Anschauung vieler Geistlichen sein sollte, so würden wir eine solche Niedrigkeit des Standpunktts nicht blos der Schule, sondern auch der Geistlichen wegen, ausrichtig bebauenr der Schulinspector Anordnungen trifft die
Äffe des geistlichen Amtes zuwiderlaufen, so sind wir d.e letzten, bte dem GMUchen diese Kollision ber Pflichten zumuthen. Wenn ihm sein ^ebenamt Ja- vflichttingen auferlegcn sollte, die den Geboten seines geistlichen 91^^_ro'^rjtmten fo muß er eben den Vorsitz im Schulvorstande niederlegen; dagegen gibt s keinen Ausweg.
° In Wirklichkeit sind die Verhältnisse indeß nicht so ^b^^m, wie sie die «Reichs- noft" vielleicht mit Rücksicht auf einen vereinzelten Fall, darzustellen beliebt. In der Mehrzahl der uns befannten Fällen leben die Geistlichen und die SchuUns^ «nffpr (Pintrorbt ia wir kennen einige Fälle, wo der seminaristische Schulinspector dem Gastlichen i^ Streitigkeiten mit untergebenen Lehrern sehr ersprießliche Dienste ge-
Theater.
im Anfänge bet Saison wurde da» reizende Lustspiel von Benedlx:
ct)CT «in Lusrsoief und zwar in allen Rollen sehr gut gegeben. 66 f.tau.r"1IIFm rh..,L io fch..ch- b-fuch. • *H‘ »» aufafTorbentltcb aefiel I — Dieses Stück wird nun auf vielfache, en die Direktion gerichtete Ä7Ä gegeben und wollen wir diese Vorstellung auf das Wärmste -mpfeblen, umfom.br aie ^/älberti ben »er8an een en 6onntag ««„.reu muh.., »eit b« Saal an eine Gesellschaft kontraktlich vergeben war.
SehiflTsberieht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschrn Aotzd ^ewvttk ‘"z®1®«» (P-e hanSatlantitten Telegraph.) Der P-stbarnpfer Ober 6a»t. £ Seift, uom Norboen.fchen Lloyb in Bremen, weicher am 9. Mar» «on «mn b am 11 März von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgen- woh y hier angefommen
1828) Fl ftOT&firn Gei «er Gheleu halb i4 Tage Mbttücksicht
Aßen, den Scohhtrzogl- z. P. d. D.
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Kirdberg
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iui dir ßieferun ichivkllen von E Neichenschwellet gooien:
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Vom Lieskrungsbedi rLrtriebs- unb d selbst zur Einsn Preise von 75 selben bezogen
Cassel.de
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Betreffend: gafft in
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1891) W, flflffe im ßrt rialwegvonde her, vom 25. zum Brnuha Fuhrwerk zu lm Ort auf Wochen gesp
Lastsuhren irollen bte kirchen bis z Tansenburg, Lhauffee dur ließen sabrri rrste Abfahrt uach der
Annerod, Troßherzogl.
Lokales.
ffiiefien, 24. März. Kaisers Geburtstag wurde am Samstag tn allen Schichten der Bevölkerung aufs Beste gefeiert. Außer in den schon tn letzter Nummer oujge^lter* Realen wurde auch im^ Hötel Kühne ein solennes Festesten abgehalten, wahrend auf dem Le nzsthen sich eine aroße Anzahl Bürger und Beamten zur würdigen Feier des hohen Tage« f gür bab militir »ar,n tb.it« in brr Rairme, ih.ii« in «.richi.b.n.n So.alitit« btT 6,ai‘ ^CSUntt6B?b.aLa^Vbuar"^r .in burchnöht» Mann «hW to.id,.r --zb,d^«b«.W.g °»'-^/L''',a7t'.?äfti^Nnrb^».m. w.ich. läßt, daß wir heute den vierten Frühlingstag haben.
d ' L Heute Morgen traf Meister Langbein, oer Storch, hier em und nahm sein «bsteige- quarii-r «^™^»ur™ »or .in« Wirtbicbaf. auf b.m R.ich.ntzmb d.. träftig. M«d in 6Ce1e^t'..n“°bb,.»d ^6,n^8.9;9mm.n?n* «i&taiion murb.n 28 2i.« al, nicht ohne Taufe confiscirt. ,, "


