Dienstag den 23. December
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Erscheint täglich mit Ausnahme des MontkgK.
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Einkommensteuer pro 1880 die Herren
und zu Ersatzmitgliedern die Herren
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anzuzeigen, das* lebenden Litho- ei eine
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lenten auf der fahren, welche regelmässig
erwählt hat.
Gießen, am 19. December 1879.
PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
W Morgens
gegenwärtiger Session sei nicht beabsichtigt und schon mit Rücksicht aus die Geschäftsordnung n:d)t thunlich. Das Bedürfmß des Erlasses einer Wege-Ordnung werde von der Regier ng lebhaftest anerkannt. Der Minister hebt hervor, es seien schon dreimal Entwürfe. \er Wege-Lrdnung oorgelegt worden jedoch regelmäßig gescheitert, weil das Ha uv bin Erlaß einer Landgememde-Ordnuv^ als notwendige Voraussetzung erachtete. Diese Erwägung habe auch ihre erheb!' ,♦ Berechtigung und sie habe die Regierung veranlaßt, vorerst für Schleswig-Holsteiu . Specialgesetz vorzulegen. Die jetzt vorliegenden Verwaltungs-Organisationsgesetze werden den Boden für eme Regelung dieser Materie vorbereiten. Es empfehle sich die Erörterung der in Rede stehenden Angelegenheit bis zur ersten Berathung jener Gesetze aujzusckicben. Die Regierung sei indeß bereit, die gesetzgeberischen Arbeiten wieder aüfzunehmen und die Wege- Ordnung alsbald vorzulegen, im Falle nicht in kurzer Zeit die Landgemeinde-Ordnung eingebracht werden könnte. Eine Besprechung findet yicht statt- Nach Erledigung unerheblicher Petitionen vertagt sich das Haus bis zu ' Januar.
Berlin, 20. December. Bei den Majestäten findet heute Nachmittag ein größeres Diner statt, wozu das Präsidium und mehrere Mitglieder deS Abgeordnetenhauses, bie Minister Graf zu Stolberg, v. Puttkamer, Hofmann, Maybach und Bitter, der frühere Minister Dr. F-iedenthal und mehrere Generale gelad'N sind-
München, 20. December. Abgeordnetenkammer. Die Minister des Innern und der Justiz bringen den Entwurf eims Disctpltnargesetzes für die richterlichen Beamten ein. Die Vorlage wegen provijorischer Steuererhebung pro 1880 wird ohne Discuffion einstimmig angenommen. Bei dem Etat der Staatsfchuld erklärt Frankenburger die geschehene Verwendung dn Kriegsentschädigung für gerechtfertigt und bezeichnet die Finanzlage als ungünstig, aber nicht bedenklich. Der Fmanzmintster führt aus: an den Jrrthümern, die in früheren Ftnanzperioden vorgekommen, sei die frühere Finanzverwaltung schuldlos. Der bayerische Credtt dürfe nicht dazu verleiten, das Deficit durch Anlehen zu decken. — Nach Ueberweisung des Disciplinar-Gesctzentwurfes an den achten Ausschuß wird die nächste Sitzung auf den 7. Januar festgesetzt.
IlrauKreich.
Paris, 20. Decbr. In der heutigen Sitzung -des Senats richtete der Senator Parts (von der Rechten) eine Anfrage an die Regierung über dir Berathurg des Muntcipalraths von Parts vom 17. ds., betr. die Streichung der Budgetposten für die Culte, und verlangte dieH^üng des Minister- des Innern über die Gesetzlichkeit dieser Berathung hören. Der Minister erwiderte, er werde dem Gesetze von Seiten des Municipalraths sowohl wie Anderer Achtung verschaffen und fügte hinzu, der Municipalrath von Paris hatte Unrecht, über seine Befugnisse hinauszugehen. Er (der Minister) habe eine Verfügung erlaffen, wodurch der betr. Beschluß des Municipalraths annullirt werde. ... ,oo
Paris, 20. December. Der Senat verwarf nut 241 gegen 129 Stimmen das Amendement Batbie, welches die WiederKe'ftellung der Gehälter der Erzbischöfe und Bischöfe bezweckte und nahm das B oget im Ganzen mit den Budgetposten an, wie die Kammer der Deputirten sie beschloffen hat. Waddington verlas hierauf ein Decret, welches die Session der Kammern schließt.
Italien.
Rom, 16. Decbr. Der strenge Winter bedrängt auch hier den ärmr" ren ThUl der Bevölkerung sehr stark. Zwar ist die Kälte, selbst In Nord cutten, mit der in Deutschland und Frankreich nicht zu vergleichen aber dafür ist das sonnige Land auch weniger auf Schnee und Eis ger chtet, und man sieht viel Noth in den großen, vermuthlich noch mehr in en kleinen
Bekanntmachung. '
Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Provinztalausschuß der Provinz Oberheffen zu Mitgliedern der Landes«Commission für die
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Keutfchlano.
Darmstadt, 20. Decbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäctgst geruht: ä ,
Am 4. Tecbr. den provisorischen Reallehrer, Dr. August Nies in Mainz, zum Lehrer an der Realschule daselbst; Q . .,x
an demselben Tage den provisorischen Gymnasiallehrer Dr. Leopold Kornmesser zu Darmstadt zum Lehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium b^el6fln demselben Tage den provisorischen Gymnasial- und Reallehrer Friedrich Becker zu Worms zum Lehrer an dem Gymnasium und der Real- schul« £“ielg fc(e xrov,soUschen Reallehrer Hermann Jäger, Dr. Karl Kemmer und Dr. Ludwlg Schaum zu Bingen zu Lehrern an der Real- schule daselbst,D^^^ fcen Gerichts - Accesflstcn Dr. Friedrich Keller aus Mainz zum Notar mit dem Amtssitze zu Alzey;
an demselben Tage den Steueraufseher Johann Heinrich Schön hals zu Mainz zum Psandmeister bei der Ober-Einnehmeret Mainz — zu ernennen.
Aus dem Steife Büdingen, 19. Decbr. Der Gedanke an die Erbauung einer Eisenbahn der Nedber entlang scheint 'ach und nach an Rea- lität gewinnen zu sollen. Mir großem Effer hat die Bevölkerung des N>dder> ,Haies di- in der Sache zunächst durch den Vorgang des ^'d°rn Ortenb-rger Eomttös gegebene Anregung ergriffen. Handel und Wandel des «"tleren Vogelsbergs, wie die Wetterau mit den angrenzenden Setlenthälern hat Frankfurt ^zum Ziele, und die leichte Erreichbarkeit dieses Platzes au direktem Wege, welch« dadurch erreicht würde, ist für die uiateriellc Wohlfahrt der angrenzenden Lai destheile von größter Wichtigkeit. Es steht außer Zweifel, daß durch das Zustandekommen der projccttrten Strecke Gedern.Altenstadt- Vnbel mit Einmündung in die Matn-Weserbahn nicht blos eine große Reche von Mühlen und größeren Orten mit reicher Productton an Obst tre te and Vieh, bet welchen das in Rede stehende Ziel durch Benutzung der Ober- hessischen Bahn nicht erreicht, wegen des zu großen Umwegs über Gelnhausen auch nicht angestrebt weiden kann, unmittelbar in den Verkehr hereingezogen, sondern daß auch der Querdurchschnitt des Vogelsbergs mtt feem Städtchen Ortenbeig an seinem Beginn, sammt den beträchtlichen Besitzthumern von Gütern und Waldungen des Großh. Hauses und mehrerer S^ndesherrschasten sSlolberg-Gedcrn, Stolberg-Roßla-Ortenberg und Dsenburg-Biist-tn) nur aus o®(gi Wege mit Erfolg zugär glich gemacht würde, deS belangreiche» Effen- Hüttenwerks zu Hirzenhain gar nicht zu gedenken. Garantie genug für die Rentabilität der Strrcke. Angeregt durch das Bestreben b-s Gomltös zu Ortenberg Gedern für Errichtung einer Bahn von Gedern nach Stockheim und ™ daran fand sich am 7. d. Mts. In Altenstadt eine großer« An-
iabl von Männern zusammen, die hier ein Comitö zum ®^e6.ber.J*n9e= lecenfjeit eingesetzt hat, dessen Bemühungen aus die baldthunlichste H"^""g der vrosectirten, jedeusalls sehr leicht zu erbauenden Bahnstrecke ®ebern- Stockheim-Altenstad.-V'lbel gerichtet sein sollen. Wir wünschen den durchaus augemoffenen Bestre^.ngen^beste^Ersolg.3ntcrpcaation Min^be,
ÄSnneVobc bearünbct bieInterpellation mit der Dringlichkeit einer Regelung eiMÄ’Ä«närt die Vorlage e?ner Wege-Ordnung m
—_— ---— - - H^ßen, am 20. December 1879.
Betreffend: Die Laudgestüts-Austalt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1880.
• Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Sie haben binnen 8 Tagen zu berichten, wie viele Scheine Sie im Jahr 1880 für zum Bedecken zu bringenden Stuten- bedürfen werden.
Dr. Boekmann. _______-_________________ .
Rechtsanwalt Dornseiff zu Gießen, Bürgermeister Jacobi zur Rodheim, „ Zimmer zu Villingen,
Jacob Wießler zu Butzbach,
Jost Korell zu Schwabenrod,
Großherzogliche Provinzial - Direction Oberheffen.
Dr. Boekmann. ___
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