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Lemütbsflimmunq und heißen ..Affektdüfte". Diese gehen nicht so leicht in die Kleider über wie der ^eelenruhcduft, sind aber um so leichter an den Personen selbst wahrzunehmen, besonders PintTrn ‘ ftänat ä. B. ein Kind zu weinen oder zu lachen an, so kann eine Nase, welche IN die %iaer'i(?c Schule gegangen ist. den Affekt sofort riechen und von dem Seelenruhcduft kebr toDbl'u-'icridteiben. Am leichtesten riecht man ihn am Halse der betreffenden Person. Der iinfi.fibut* 'kann sich bis lum „Angstdunst" steigern und ist bei der Todesangst am deutlichsten ÄÜ w» >«> Äöt»,r =in«n bc|»nbmn..»n8flM" «uSbünfht. MS Duft-
organe bezeichnet Jäger die Haare Je länger diese sind, desto Mer toirfen sie. Daher ub das icböne Geschleckt einen solchen Reiz aus; ob derselbe auch auf den Chrgnon übergeht, bleibt vtelle ckt späterer Entdeckung vorbehalten. Ebenso sind Männer mit langem oder lockigem Haare Dön größerer Anziehungskraft auf die Frauen, als solche mit schttchtem Haare Dre Kurzgeschorenen werden wenig Glück in der Liebe haben, die Glatzkopfe schon gar keins. Aus dieser wichtigen Rolle, welche die Kopfbedeckung spielt, erklärt sich, weßhalb man sich von besonders oeltebten Personen gern die Haare als Andenken aufhebt, wennschon hier die Einrede gestattet wäre, daß die Loslösung irgend eines anderen körperlichen Destandtheil« von einem theuerm Anaeböriaen, bestönders im lebenden Zustande, doch sein Bedenkliches haben wurde. Aber Jager empfiehlt ein noch probateres Mittel, um sich den Seelenduft emes anderen Ich aufzubewahren: olS Duftorgane strömen zwar die Haare den Duft aus, aber sie halten ihn nicht fest, man thut daher am besten, sich lieber ein mit Haarduft getränktes Netz auszubi ten. — Je nachdem man von einem anderen Menschen Lustduft oder Unlustduft einathmet, erscheint er Einem sympathisch oder unsympathisch Auch auf das Verhättniß zwischen Mann.und Frau wendet Jäger seiner Dufttheorie an. Wenn man seiner Lehre Glauben schenken will so Ware daraus sogar eine neue Acra für die Gesrmdheitsverhältniffe der Menschheit zu erhoffen. Demnach ist der schlimmste Feind der Letzteren, der übelriechende Unluststoff, und das Mittel sich ,von diesem zu befreien, soll namentlich eine zweckentsprechende Kleidung bieten, welche die Ausdunstung des Unluststoffes durch Haut und Lunaen befördert. Jedes Holzgewebe, wie Leinen und Baumwolle, vermindert das Maß der Ausdünstung, daher kann eine nur aus Thierwollstoffen bestehende Kleidung nicht dringend genug empfohlen werden. Ein solche hat Jäger mit practischem Erfolge nicht nur in seiner eigenen Familie bereits eingefuhrt, sondern es hat dieses Beispiel auch schon
in weiteren Kreisen, und sogar im Auslande, wie in ver Schweiz, Oesterreich und Rußlands Nachahmung gefunden. Im Allgemeinen enthält diese Dufttheorie manches Wahre und Ent- wicklnngsfähige, aber auf seiner Jagd nach Entdeckung der Seele dürfte sich dieser Jäger denn doch auf der falschen Fährte befinden und wird im Reviere dieser Forschung wohl nur die Bedeutung eines „Sonntagsjägers" für sich in Anspruch nehmen dürfen.
SehifTeberleht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd (t. SS. Dietz in Gießen.
Newyork, AR. Oktober. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Lapt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. d. Mts. von Bremen und am 7. v Mts. von Southampton abgegange» war, ist heute 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 18. October. lMarktbericht.s Der heutige Heu- und Strohmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centn» 2—3.30, altes Heu JL. —, Stroh 2—2.50. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. JL 0.90—00, 2. Qual. JL 0.80, im Detail 1. Qual. JL 1.25—30, 2. Qual. 1.10—15. Eier das Hundert deutsche 6, italienische JL 7.60. Ganze Erbsen 100 Kilo JL 20—26, geschälte Erbsen 27—33 Bohnen 20—27 H, Linsen 32—46 H. Weißkraut das Stück 10 100 Stück 7—8 JL, Rothkraut,
1 Stück 15—20H Kohlrabi — Kohlkraut 6-8 H, Blumenkohl 1 Stück 30—60 H, gBirflng — Kartoffeln 100 Kilo JL —, Zwiebeln 25 Bund — JL. Metrettige 25 Stück — j(,, 1 Stück — H, Retttge 25 Stück JL 0.—, 1 Stück — H. Ochsensteliky per Pfund 65 — 70,$, Rindfleisch 50,$, Kuhfletsch 60 H, Kalbfleisch 48 — 55 Stier- und Farrenfleisch -- H, Hammelfleisch 50 — 65 Schweinefleisch 65—70 ein Hahn JL 0.90—1.20, ein Huhn «X 0.80—1.20, eine Ente JL. 2.50, eine Gans JL 4—6, eine Taube, — H, Aepfel zum Keltern JL 5—5.50
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und diverse andere Fisehsorten ein.
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Seltersweg
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franco zugesandt.
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Gkffkntliche Aufforderung.
6701) Dem unbekannt wo? abwesenden Heinrich Graf aus Vtl- ltngen wird aufgegeben, sich binnen neunzig Tagen über den Antritt der Erbschaft der verstorbenen Maria, geb. Ester, Wittwe des Kasper Graf II. von Villinqen, zu erklären widrigenfalls Verzicht unterstellt und die Masse den hierzu berechtigten Mit- «rben überlassen wird.
Hungen, den 1. Oktober 1879. Großhherzogl Amtsgericht Hungen.
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Die zur Herstellung von Subsellien nnd eines Katheders für das neue Universitätsgebäude dahier erforderlichen Schreiner- u. Weißbinderarbeiten, erstere zu 2205 JL, letztere zu 244 Jl. 50 H veranschlagt, sollen auf dem Submissionsweg in Accord gegeben werden.
Offerten hierauf sind, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, längstens bis Freitag den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, in unserem Büreau abzugeben und können Bedingungen, Voranschlag und eine Mustersubsellie im Büreau des neuen Universitäts- aebäudes eingesehen werden.
Gießen, den 18. October 1879. Großherzogltches Kreisbauamt Gießen. 6869) Holzapfel._________
Versteigerungen.
Donnerstag den 23. Oktober,
Nachmittags 2 Uhr, und die folgenden Tage fall in der Wilhelmsstraße im Vorderhause der Balser'schen Stiftung:
ein Schreibtisch, ein Ausziehtisch, Con- solen-Spiegel, Sophas, Bettwerk, eine vollständige Kücheneinrichtung, feines Porzellan und verschiedenes Hausge- räthe
meistbietend versteigert werden.
Gietzen, den 17. Oktober 1879.
I A.:
6853)_____Müller._________
Montag den 1. December,
Vormittags 10 Uhr, sollen aus dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Heinrich Weber
Flur. Mr/
II./137V10 682 Grabgarten in den mittelsten Schießgärten,
II./1378/io 394 daselbst meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 20. Oktober 1879. Großherzoglichcs Ortsgericht.
6874) Müller.
Ieikgeöolenes.
6890) Veste Sorten gebrochene Aepfel, sowie vorzüglichen Birm Honig, empfiehlt
K. Lyncker, Schiffcnberg. Bestellungen im Hotel Einhorn.
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