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Vergeht das Jüttern der hungernden Vögel nicht!

Vermischte-.

[$B»m strengen Winters Die schärfste Kälte soll in der Nacht zum jüngsten Dienstag ,ruf der Siegeshöhe bei Liegnitz konstatirt worden sein. Wie dasLtegnltzer Stadtblatt" erfährt, sollen dort die Thermometer um 3 Uhr Nachts 32« R-, auf der Hezerwtese 310 R. gezeigt haben. Auf der Jauerstraße zu Ltegnitz wurde früh Morgens ein junges Reh ganz erstarrt aufgefunden, Vas Thier vermochte kaum mehr zu entfliehen, sondern wurde aufgegrtffen und in einen warmen Stall gebracht. Bei Landeshut sind viele Vögel auf Flur und Feld erfroren. Im Walde zwischen Loslau und Rybnik (Oderschlefien), wurde eine aus Männern, Weibern und Kindern bestehende, elf Köpfe starke Ztgeunerbande, am fast erloschene» 'Feuer sitzend, erfroren aufgefunden. Das Leben war aus Allen entflohen. Die Leichen wurden am Montag in Loslau etngebracht. Gleichwohl hält bezüglich der Strenge und des zeitigen Eintritts der diesjährige Winter keinen Vergleich aus mit derjenigen seiner strengsten Vorgänger im vorigen Jahrhundert. Da began«, wie wir aus den Aufzeichnungen der BerlinerPreußt- fchen Gesellschaft der Wissenschaften" entnehmen, der Winter des Jahres 1708 schon am 2. October mit einer solchen Heftigkeit, daß die alten Obstbäume und Weinstöcke in Berlin und in der Mark eingingen. Der SptrituS im Thermometer fiel am 8. Januar 1709 auf 90 Grad Fahrenheit, waS gleichbedeutend mit 55 Grad Reaurnur sein würde, wenn nicht, wie anzu- mehmen, Die Kältegrade damals auf einer anderen Skala beruhten. Anno 1716 stieg die Kälte sogar auf 107 Grad, und 1729 waren zu Ende März noch die Straßen-(Aieh-)Brunnen Berlin-

minoer grimmig rrar oer Lvinlcr 'j/.n aus: wo Grab Fahrenheit tn der Nacht zum 25. Ja nuar. Es wird sogar berichtet, daß der Wein bei Ertheilung des Abendmahls im Kelche ge fror (?). Dies Alles war nur ein Kinderspiel gegen das Wütben des gestrengen Herrn von 1739 bis 1740; seine Herrschaft währte von Michaeli bis zum Juli; noch am 13. Juli hatten unsere guten Voreltern von Frost und Reif zu leiden, und 102 Grad Fahrenheit waren, nach den Mesiungen obiger Gesellschaft, an der Tadesordnung. In den gewöhnlichen Thermometern fiel der Spiritus bis in die Kugel und zersprengte die Instrumente; beim Läuten vernahm man durch die stark verdichtete Luft nur einen dumpfen Glockenton; Wassertropfen und der aus einer Höhe von 2>' Fuß ausgeworfene Speichel froren zu Eis.

Die Erdrinde war in der Umgegend von Lebus dermaßen gehärtet, daß man die tobten nicht bestatten konnte, während der fette Boden der Altmark oft Spalten von mehreren Fuß in der Breite aufzeigte. Das Vieh ging noch Anfangs Mai, ohne einzubrechen, auf dem Eise; bei Prenzlau waren die Bäche und Gräben bis auf den Grund ausgefroren; die Eisdecke der Elbe hatte noch im März eine Stärke von 2 Ellen, und zwischen Spandau nnd Potsdam be­nutzte man im April die Eisdecke als Passage, während zu derselben Zett in Berlin die Straßen mit hohem Eise belegt waren. Erfroren doch noch am 10. Juni einem Bauer aus Salzwedel, der bei einem nächtlichen Ritte nach dem Dorfe Bergen betrunken vom Pferde gefallen war' in jener Juninacht Hände und Füße! Furchtbar litten unsere heimischen kleinen Vögel, während die Störche, wieder umkehrend, nach wärmeren Ländern zogen. Damals konnte man erst gege» Ende August zur dürftigen Ernte schreiten; daS Fuder Heu, sonst 1 Tblr. im Preise, stieg bis auf 20 Thlr., und die Lebensbedürfnisie erreichten eine bis dahin nicht gekannte Höhe. Gott schütze uns vor der Wiederkehr solcher Winter!

Besitzer zu veranlagten, dass gestreut werd,'. Dte^Mnfä! io zahlreich gewesen, daß sie fast nicht aufzuzählen sind.

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DerAceisausschutz ^p"chen sei, weil der rm die fragliche Arbeit luB »kannte mit Rück- aui Art. 48, II, 2 bet

Für Landwirthe ist die Deutsche Allgemeine Zeitung für Landwirthschast, Garten­bau und Forstwesen, verbunden mit der BeilageZeitschrift für Viehhaltung und Milchwirthschaft", redigirt von Dr. von Klenze, Molkerei-Consulent für das Königreich Bayern, unentbehrlich. Es ist die reichhaltigste und billigste Zeitung für den Land- wirth, welche sowohl dem Körner- und Futterbau, wie auch der Viehhaltung und Milchwirthschaft gleiche Aufmerksamkeit widmet und zur höchstmöglichen Ausnutzung des Bodens, wie auch des Viehstalles die zweckentsprechendste Anleitung gibt. Die­selbe erscheint im Verlage von G- L. Daube & Co. in Frankfurt a. M- und nimmt jede Postanstalt Bestellungen zu Eine Mark für das Vierteljahr an.

Für dieVolksküche" gingen ferner bei uns ein: Gg. NenzellO^., Pfarrer Dr. Haupt 5 JL, Gesammelt beim Abendessen 71 Ertrag für eine Fastenbretzel ll'jfc 73 H, I. Lenz 3 X, M. S. 10 Jl.,B^i einer Hochzeitsfeier gesammelt 77 JL Rau, Wieseck 3 Jl. Summa 120 JL 44 mit den in Nr. 292 quittirten 1799 Ji. 75 $ nunmehr 1920 X 19 H. Herr R- Göbel spendete für die Volksküche 25 Pfd. $et§. Allen freundlichen Gebern Dank sagend, nehmen wir weitere Gaben gerne entgegen.

FürOberschlesien" gingen bei uns ein: M P. 5 Jt, I. Lenz 3 .3t, Kreisgerichtsrath Zierenberg 10 <M., W. M. 3 JL, S- Bock & Co. 20 JL, Gesammelt bei Ändr. Weid'g 3 Jt. Wir bitten Angesichts der in Oberschlesien herrschenden furchtbaren Noth um recht zahlreiche Gaben-

DieVolksküche", in welcher heute Bohnensuppe gespeist wurde, theilte 688 Por- ttone« aus. Hiervon wurden 280 verkauft, die übrigen 408 erhielten, Kinder, Arme und Hand- Perksburschen.

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Öetbung her Frage be- .«fie Srüfcmauer etfot- ttschribungbikser Frage unb ben Umfang der : der Finanzen za ent tung des atlegnten Ar- ber Rechisftage handle, Dichtung der Stellung ttscheidung einer Seite: , sondern nur dem

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?n als unheilbar nichch | niMtnU unb nicht von aber ba? J?rtiiamt bie her weiteren Lerhanb- statl dieselbe selbst zu w der MMtzenPtr: oabHnteresstde-Ms wordm seien, baß diese msendung her Seien der ch gegen ben fisealischa oerrreien hatte:

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Main Weser-Bahn.

8181) Die Ausführung von Stollen und Schachten zur Entwässerung des Bahndammes nördlich der Station Lang-Göns soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Bedingungen sind auf dem Bureau des Stationsvorstehers zu Lang-Göns einzusehen und daselbst Offerten- Formul are zu erhalten. Die Offerten sind bis zum Submissions-Termine, Samstag, den 27. Deeem ber er., Vormittags 10 Uhr, Lei der unterzeichneten Betriebs-Jnspection portofrei und versiegelt und mit Ler Aufschrift:Submission auf Herstellung von Stolle« und Schachten* versehen, einzureichen.

Frankfurt a. M., den 16. December 1879.

Königliche Betriebs Inspektion.____________

MerheWe Eisenbahnen.

816$ Mit dem 1- k. MtS. gelangt der Nachtrag IV. zu dem TarifheftDeutsche Eisenbahr-Berbände, VecbandS-Gütcrtarif, Thcil I" zur Einsührung.

Derselbe enthält Zusatzbeftimmungea zu <§ 47 und S 53 des Betriebs Reglements und Aenderungcn rc. der allgemeinen Tarif- Vorschriften nebst Güter-Classificatirn- Ver- ikaufspreis » A vro Gx emplar.

Gießen, den 12- Dezember 1879.

Grotzherzoglrche Dircßko«.___

Bekanntmachung.

Nächst«« Freitag «nd di« fei- gende» Tage,

Zedesmal Nachmittags von 18 Uhr, werden im städtische« Holzmagaziu

Ehristbäumchen

zu de« Preise von 10, 20 40 u«d BO H ausgegeben.

Gießen, den 17. December 1879. Großherzszl. Bürgermeisterei Gießen. B17S) A- Bramm.________

Sberhesßschk Eisenbahnen.

Nächste« Freitag de» 1*. d Wttl.,

Nachmittags 1 Uhr,

werden auf de« B chnbof Groß-Buseck ^tne arößere Anzahl alte ausrangtrte

Bahnschweüen öffmtlich meistbietend versteigert. Die Bedingungen weiden im Termin be­kannt gegeben werden.

Gießen, den 16. December 1879. Die Magazinsverwaltung.

SILS) Günther.

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Die seit langen Jahren betriebene Restauration auf dem Teichhause zu Bad-Rauheim soll auf dem Submtssionswege anderweit verpachtet werden. Die Anerbietungen sind längstens bis Montag, den 29. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit der AufschriftRestaurationS-Verpachtung betreffend" versehen, bet unterzeichneter Behörde etnzureichen, ihre Eröffnung findet tn Gegenwart der anwesenden Submittenten statt. Später etnlaufende Anerbteteu finden keine Berücksichtigung. Die Bedingungen können von jetzt ab auf unserer Geschäftsstube eingesehen werden.

Bad-Rauheim, den 15. December 1879.

Großherzogliche Badedirection Bad-Nauheim.

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