V er ein deutscher H ähmaschinenf abrikanten.
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Ein Wort zur Aufklärung an das deutsche Publikum.
Seit Jahren wirb seitens der amerikanischen Fabriken und Agenten ein Kamps gegen die deutsche Nähmaschinen-Industrie aefübrt früher Äffmtli* in Annsncen und Rerlaweri, in weichen sie deutsche F--br.cate als „werrhiose Nachahmungen", „nachgemacht-" Nähmaschinen bereichneten ieüt durck ihr. nän Haus zu Haus, in Stadt und Land herumreisenden Hausirer, welche, sich auf die .Echtheil" ihrer Fabrikate berufend die deutsche Rähmaichine üblrall herab würdigen, sie als aus sä-lechiem Materlai g.seitigt hmstellen und mitleidig die Achseln zucken, wenn ihnen von Eigenthümern deutscher Maicklnen aekaat daß sie mit dieser deutschen Maschine sehr zufrieden sind. ■Wfl,a,lncn ^>agt wird.
Der Verein den,scher Nahmaschtnensabrlkanten, welcher fast sämmtliche deutsche Fabriken zu seinen Mitgliedern zählt, hält -« für seine Vüickt über solchem Gebahren Front zu machen und das deutsche Publikum über den W-rih deutscher und sogenannter amerikanischer 9Zjhmaf*irPn
Vor 10 Jahren, als die deutsche Nähmaschinen-Production noch in ihren Anfängen war, hatten die amerikanischen, resp enalischen Kabrtken aN-rhi/a« «in leichtes Spiel und konnten durch ihre Producte leicht gegen die deutsche Nähma,ch,ne concurriren. Je mehr aber die deutsche Näbmalchtnen ^nhafh-k fiA aufraffte, je solider die deutschen Fabrikate wurden, desto schwieriger wurde der S-and der ausländischen Concurrenz. Wo die Qualität nicht mehr eonrurrtr-n konnte, mußte es nun die Reclame thun und so kam eS, daß das deutsche Nähmaschinen Fabrikat in seinem eigenen Vaterland- als mind-rm-rlhiVcAr.*, verschrieen war, während eS im Auslande schon längst als ebenbürtig und bester als da« amerikanische anerkannt wurde, 98 unD
Erst die neuen Verbefferungen, welche die deul,chen Nähmaschinen gegenüber den amerikantschen auswiesea, machten eine Lücke in dieses fi.nftliA «an der Concurrenz erzeugte Voruitheil, Die deutsche Nähmajchinen-Fabrikation steht, waS Construction, Solidität der Aussührung, saubere unb eracte ftirn™ betrifft, der amertkaniichen und englischen wett voraus; dies ist nicht nur ancikannt von Selten unparteiischer Fachprüfungen, sondern auch von ben gvinir.«,»» welche auf deutschen Nähmaschinen arbeiten. w ,un«n
Di- Händler, welche srüher au°,chli«ßl,ch amerikanische Nähmaschinen führten und die sich dabei gut standen, weil die Reclame für st- m0a-nia»r wurde, mußten nothgedrungen deutiche Fabrikate nebenbei führen und deren Vorzüge erkennend, ließe» st« sehr bald daS amerikanische rciv ena ikch- fallen und wenden sich setzt ausschließlich der deutschen Maschine zu, mit welcher sie vollkommen reussiien. W 8 '^e ®aDrltal
Um nun dieser empfindlich.,! Concurrenz entgegen zu treten, welche die deutschen Fabrikate machten, haben sich die Amerikaner entschlosten eigene Filialen zu errichten. Diese Filialen werden von Beamten geleitet und diese müsten selbstredend alles das verkauf-ii, was sie von ihrer Fabrik '.rhaU.a sei es gut oder schlecht, während der deutsche Händler jede Maschine, die er seitens seiner BezugSqu-lle erhält, controlliren und eventuell ,urückweck-n kann'
Hierin liegt schon eine wesentlich höhere Garantie sür daS Publikum, als es seitens der amerikanischen Concurrenz erhalten kann • der h,n?t*2 Nähmaschinen-Händler kaust wo er will und wo er bas Beste erhält, der Beamte der amerikanischen Compagnien muß das verkaufen was er »»«ehllrfe bekommt und muß im Fall der Unbiauchbaikett einer Maschine diese von seinen Mechanikern, welche diese Compagnien wohlweislich in ieder ar66er,n Rrnai. Mm, in Ordnung br.iigen lasten Daß dieses in Ordnung bringen aber nur Heilung, nicht aber exacte Neuschaffung sein kann, wird Jeder b-areiken der diese mechanischen Reparatur Werkstätten mit der Justtrwerkstatt einer deutschen Nähmaschinen Fabrik vergleicht. J 0 8 ' n' Oer
Aber auch im P eise concurriren deutsche Nähmaschinen mit den ausländischen Fabrikaten erfolgreich. Sie find billiaer alS feite« her henHA. Fabrikant producirt billiger als der amerikanische, er hat nicht die Regie eines so bedeutenden Verwaltungs-Apparates. Die amerikanischen ' Ire
'Lr°bucenten und Händler zugleich, unterhalten gegenwärtig selbst in kleinen Städten eigene Filialen, die ost nicht renttr n und welch von de7 o öst-r n Maschine mkt bezchllm Spesen, die derart.ge Geschäfte erheischen, muß s-ibstc-b-ndberKäufer -iu-7 amerikanischen
Billiger und bester als die amerikanische, sollte man meinen, könnte es ter deutschen Nähmaschine nicht schwer werden in Ihrem snnfpri™h, nur als erzeugt, sondern auch als zu Hause zu gelten in des Wortes bester Deutung. W *9tem ’Bater,anbe n(#
Und doch ist dem nicht so; noch immer werden große Mengen auslch bischer Maschinen in Deutschland verkauft, wandern Millionen Mark über ha« TOeet, um später mitwiiken zu helfen, das vaterländische Fabrikat herabzuwürdigen und Reclame für das ausländische zu machen. Dieser Reclame will genannter Verein durch obige Ausklärung entgegen treten. 1 meuame wm
Deutschlands Nähmaschinen-Fabriken Produciren jetzt pro Anno 400,000 Nähmaschinen und beschäftigen über 8000 Arbeite. Amer ka legt auf deutiche Nahmaschinen einen Wmhzoll von 40 Procent, die arn-nkanffche Nähmaschine kostet kaum 2 Pr°c-nt Einzangszoll in Deutschland' Amerika verschließt mit si ne" hohen Werthzoll der deutschen Nähmaschinen-Fabrikatto» sein Absatzgebiet vollständig, während wir es uns ruhig gefallen l-ff-n muffen, daß die amerikanische Ueberp.vdnc'ion ben dentschen Markt überschwemmt. 9 8 8 'au 11 laOen
.. * • Nähmaschine Amerika als Absatzgebiet verschlossen ist, sollte eS feder Deutsche als eine
patriotische Pfltcht betrachten, nur Erzeugnisse seines Vaterlandes zu kaufen, und die „echte deutsche Näh uaschme", den ost nur ben Worten nach „amerikanischen , vorziehm, zumal wenn er, wie vier, nur tm Vortveil und eine billigere und bessere Maschine erhält.
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