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Stiftungsfest des Akademischen Gesang-BereinS. Doppel-Coneert.

(Fortsetzung des gestrigen Artikels )

Was nun zunächst die Aufführung des Mendelsfohn'schen Oratoriums Paulus am 25, Juli in der Stadtkirche betrifft, so ist zu bemerken, daß dieses musikalische Meisterstück zum ersten Male vollständig, unverkürzt hier zur Aufführung kommen wird. Das Werk steht uns in Bezug auf die Zeit seiner Entstehung und in Betreff der musikalischen Empfindung zu nahe, als daß man sich erlauben dürfte, daran viel zu kürzen, wie es leider vielfach geschieht. Die Chöre werben diesmal in einer Stärke auftreten, wie es wohl niemals zuvor in unserer Stadt der Fall war. Abgesehen, daß der Frauenchor durch auswärtige Kräfte, meist frühere Mitglieder des Vereins, namhaft verstärkt werden wird, ist der Männerchor durch die Freundlichkeit der Mitglieder des hiesigenSängerkranzes" undLtederkranzes" und deren Dirigenten bedeutend anqewachsen und verbessert und verspricht die Verschmelzung der Männerstimmen der drei Ver­eine einen sehr guten Erfolg. Das Orqelspiel ist in den Händen eines durch seine bedeuten­den Leistungen hier hinlänglich bekannten Meisters, des Herrn Lux aus Mainz, der auch in dem zweiten Concerte mitzuwirken die Freundlichkeit haben wird.

Unter den auswärtigen Solisten hat der Name be< Herrn HE °us Schwerin weit und breit, besonders aber in Gießen und grade als Vertreter der Rolle des Paulus (Baß) m dem Mendelssohn'schen Oratorium einen so guten K'ang, daß es Einsender.Vieser Zeilen für überflüssig bält, zu deffen Lob noch Weiteres htnzuzufügen. Fraulein Antonie Kufferath aus Brüssel welche die Sopranpartie singen wird, steht als Hanne in Haydns Jahreszeiten noch in frflchem und sehr gutem Andenken und wird unzweifelhaft zu den Loorbeeren, welche sie tm lekten Winter hier reichlich geerntet, neue hinzufügen. Zum ersten Mal dagegen tritt in Güßen diesmal auf der Tenorist Herr Max Achenbach, Hofopernsänger aus Weimar, Sohn des be­rühmten Düsseldorfer Malers Andreas Achenbach, ein Schüler Stockhausens, der bevor er es ru seiner bedeutenden jetzigen Stellung in der musikalischen Welt gebracht hatte, unter dem Namen Alvary auftrat und auch hierher reifte zum Besuche der Ausführung der Jahreszeiten im vorigen Winter, wobei ja bekanntlich außer Frl. Kufferath noch zwei andere Schüler Stock­hausens als Solisten auftraten. Die Altpartie wird von Fran Dr. Weiffenbach gesungen, für deren Freundlichkeit und Bereitwilligkeit wir besonders dankbar sind, und die mrt bekannter Meisterschaft ihre leider verhältnißmäßig kleine Rolle durchführen wird. (Forts, folgt.)

liegendes Heu vor Ausbruch des Gewitters unter schützendes Dach zu bringen. Noch hatten sie nicht Alles auf den Wagen gebracht, als das Unwetter losbrach. Die Leute flüchteten vor dem strömenden Regen in eine nahe liegende neue Scheune, wohin gleich darauf ein mit Mähen beschäftigt gewesener Arbeiter aus Beckum kam. Ein Blitzstrahl fuhr hernieder unterkrachen dem Donner", und die Trümmer der zusammengefallenen Scheune bargen sechs Leichen, alle waren vom zuckenden Strahle getroffen. Der Knecht und ein kleines Kind waren fortgeschleudert worden, fanden sicb aber unverletzt. Ebenso waren die Pferde weggeschleudert und eines ge- tödtet. Soeben brachte man hierhin die Leichen von fünf Personen aus hiesiger Gemeinde. Der Anblick der Getroffenen war entsetzlich, der Jammer und der Schmerz der Angehörigen machte einen ergreifenden Eindruck auf die Umstehenden.

Handel und Verkehr.

(Sieben 15 Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. X»,80 bis X 0,^2,, Hühnereier per Stück 5 Gänseeier, per Stück Enteneier, per -^tück 6 Käse, per Stück 49 H, Käsematte, per Stuck 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 H,

Krisen 1 Liter 25 H, Tauben, das Paar 70 H, Hühner, per Stück X 1-25, alte Halmen, per

Stück X 1, , junge Hahnen, per Stück 6090 Enten, per Stuck 1'^0, Kartoffeln, per

100 Kilo X 10. , Zwiebeln, per Centner 20, Milch per Liter 16 u. 18i

70 per Pfd., Kuh» und Rindfleisch 5660 Hammelfleisch 6070 H, Schweinefleisch 56-60 A Kalbfleisch 46 -50 H. Kirschen per Pfd. 11-14 $

Frankfurt, 14. Juli. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 39, Nr. 2 X 3/, Nr. 3 u 31 Nr. 4 X 27, Nr. 5 X 21. Roggenmehl % (Berliner Marke) 21.50, do I (Berliner Marke) X 19.5020, do. II (Berliner Marke) X 14.5015^50, Weizen effektiv Fsiger ab Bahnhof hier 22.50, ab unserer Umgegend X 250-2 >o. ftemoer st

nudtität X 2022.50, Roggen, ]e nach Quautat X 13.2515.75, Gerste X 16^50-17 50 Hafer 14-15, Kohlsamen X 27-28, Erbsen X 19-27, Wicken 1416 Linsen X 1736, Bohnen, weiße, X »9.50, Roggenkleie X '®cl6en,flcte' arobe und feine X. Rüböl, detail, X 62. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: Dringend offerirt:. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll- gewicht = 100 Kilo ) . ,

^rankfu rt 14. Juli. Der heutige Vtehmarkt war ziemlich gut befahren. Aiigetrleben waren ca .390 Ochsen, 250 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 3H0 Die Preise

M1. Dj,icn 1 Qual. M 66-68, 2. Qual. M. 60-64, Kuh« und Rinder 1. Qual. ^at63-64 2 Qual. 55-60. Kälber 1. Qual. M 54-56, 2. Qual. 48-50, Han'mel ^Qual > 60-62 2. Qual. X 50 -52 per 100 Psr. Schlachtgewicht. Sckweme das Pfund zu 54 __

Marburg

Ä XÄÄÄÄÄ WtLA! gölten' so"daß sich die Fcsttheilnehmer in der gehobensten Stimmung erst nach Btitter- nacht trennten. Moracns angesagte Turnsahrt aus die Altenburg

®\aße" ffi« bfaünftig Snb war aU hier wiederum allgemeine Fest-

mutzten nun vi-l-Ver-ine sich zum Au^uch^rüsttn ^"zz^E"g^der Ob»hesM?n^Ba^ 'ihrem^Entgegen- Lmen ^b-huss Stellung von ^trazügen Abends, dem F-ste°m,te gegenüber etwas zu hohe Bedingungen gestellt haben.

' D e r m i s ch t e s.

. Mnbe der Menschheit, der Diphtheritis, rücken die

Einem der deutscher A-rzte in Berlin, an ihrer Spitze der

A-rzt- naher auf den Leib. Di- M ch^isaufaab- ausgeschrieben iU-b-r das Wesen der berühmte Di. v. Langcnbcck, bat P p,clben sich ergebenden Folgen für di- Behandlung Diphtheritis und du aus bei: UnSdurch -inen Preis von 2000 JL belohnt,

dieser Krankheit. Die beste LosungI l S Di- Hauptbcdingung ist, daß wichtige

-inen Preis welchen die Kaiserin Augusta «ägeW£ ^9 8^ U)reI

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M Preises "folgt auf t,tm T9^(|^CT Ersatz für Baumrinde ) Für Lohgerber ist hier Braunschweig (Em «emncy ! v i AQnnoti. Courier" von unterrichteter

W©SbifTSnämli^ Prof. Knapp nach vieljähriger Arbeit gelungen, iseite berichtet wird. Es ist rmm 1 G Baumrinde dienen kann, p

,ch«niich-n Stoff darzustellen d ^D°« Verfahren mit diesem Stoff ist erprobt und in vielen Fallen noch bester ist 1 fcbirfiÄ mit diesem Stoffe. Die deutsche

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fK große Vortheil. davon kann.^ Bendergaffe 26, ein Raub,

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Männern, welche die Empfänger waren, überfall'en und ihm aber, obwohl Haus-

wurde. Ersetzte sich zur Wehre und chüe^um.Hülfe, föich- zu Theil. Di- Thäter

.genossen den Lärm vernahmen (^n si entflohen; einer derselben ließ eine

ließen Dm Mann, ^et ^es Viertels, er war jedoch

Mütze zurück. Man «tlfolg^ diesen ^ne". Der Briefbote, der nicht derart v-rl-tzt

Lald entkommen und floh nam derJteucn o m.Tt.nnk etncm Wundarzt übergeben

war, daß er nicht Rede stehen konnte wurde zum erster^ Verband einem £

unb alsdann in das Hospital gebrach^ E ,u ;encm «wecke) gemiethet hatten,

worin ocr Ueberfall geschah, erst vor Kurzem ( ) J gewesen sein Die Vereitelung des

Das Beil, womit sie ihr Opfer überfielen soll nagelneu gewesen^sein.^ ^ßen

Anschlages ist allein dadurch herbeigefuhr > QUc ^en Fahrpoft-Boten ge-

G-ldb-tr°g-n verseh-n-n Bot-n mit P^/unS-n nicht ^ab-r auf d-n F

rechnet hatten, der jede Bestellung einze n H s i 6 eine Speisewirthschaft fand aus diesem Grunde nicht statt. In d m ^dgeschoy oes^Thäter <G. Adlung), die erst aüarmirt wurde, ® ~ Besitzer des Hauses, Herrn Adlung,

werden dem Aussehen nach als ,'^oms & $ . . Seiten nicht im Mindesten

d-r -in- als I-hr solid b-kanni- Wt'thschaft b-tr-M^sind di-^B-id-n ^m-n d-r

bekannt gewesen; sie ^Etheten erst a 9 9 Karlsruhes Gefunden wurde noch

IfRtS

Montag den 28. Juli 1879,

VormltiastS U Uhr, ioll auf dem Oberförster-Etabltsfement Strupbach, eine R-mise, 30 Meier Lina, 5,3 breit, 4,4 hoch, Backhaus, 7 Mir. lang, 3,4 Mtr. breit, 3,4 Mtr. hoch, öffentlich an den Meistbietenden ..auf oen Abbruch verkauft werden.

Biedenkopf, 13. Juli 1879.

Der Kreisbaumeister: 4730) Trainer.__

Versteigerung.

Donnerstag den 17. Äuli,

Morgens 10 Uhr, sollen im Pfandlocal dahier 1 Klerder- schrank, 1 Küchenschrank, 3 Stühle, 1 Lampe und sonstige Gegenstände gegen baare Zahlung versteiaert werden.

Gießen, den 12. Juli 1879.

Der Pfandmeister: 4743) H orn.

Iieikgeöotenes.

4710) Ein Neufoundländer, schwarz von Farbe, gut dressirt, ist Mangel an Raum's halber, billig abzugeben. Näheres bei der Exped d Bltts. _______

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Jacob Jndcrthal,

Großmilhle bei Alten-Buseck.

Frifche Buttert ä Pfund 75 Pfennig, 4719) bn Julius Wallach.