srr. 162
1879
RedaetiBnsbureaur l Ä, rÄ r _
SxpedittsnSbureairr J Schulstraße B. 18.
von Elsaß - Lothringen für das Etats-
Gießen, am 14. Juli 1879.
Großherzogliches Kretsamt Gießen. Dr. Boekmann.
| werden 20-30 Mitglieder vom linken Flügel der National-Liberalen aus- treten. (Gerade das Umgekehrte ist mittlerweile eingetreten. Völk und seine Freunde haben am Samstag ihren Austritt aus der Fraction erklärt. D. Red) 2h"en werden andere folgen, die zwar politisch gemäßigter, aber wirthschafllich ebenso entschieden sreihändlerisch sind, der Rest wird unter Bennigsen vereinigt blelben. Sollte auch morgen noch ein Compromtß zusammengeletmt werden, so lst es doch mit der politischen Bedeutung der Partei für geraume Zett vorbei.
Zum Glück ist die Fraction und der Liberalismus nicht identisch. Letzterer ist so naturwüchsig und berechtigt tm neuen Deutschland, daß er immer wieder auferstehen und bestehen wird, was auch Fracttonen und ihre Führer nicht ohne eigene Schuld erleiden mögen. Wir sagen: nicht ohne eigene Schuld, denn je mehr man auch das gewaltthättge und rücksichtslose Vorgehen verurteilen mag, so ist doch nicht zu verkennen, daß diesem energischen Realpolitiker gegenüber mit sehr wenig Geschick und Kenntniß der wirklichen Zustände opertrt worden ist. Belächelte doch im Februar d. Js. Lasker noch den Gedanken an die Möglichkeit der Einführung von Getreidezöllen als einen ganz phantastischen. Und heute sind nicht die Getretdezölle der Regierungsvorlage, sondern die doppelten vom Reichstage angenommen.
Ueber die Ursachen des politischen Machtverfalls der national-liberalen
jahr 1879/80. £ 5 Juki'1879^ Bänderungen des Retchshaushalls-Etats und des Landeshaushatts - Etats
Zur inneren Lage
2be V1?“/ %aWenbe unterm 11. Juli geschrieben. Wenn das-
BorenSeiuu f£: ' 9'aub,en Uit lg un'eln Lesern n.cht
hnnß^Sen®tbiC m°t0en »“ ^de gehende Session des Reichstags mit einem vollständigen Siege der Schutzzöllner und einer Entente cordiaJe -wischen Regierung, Conservativen und Centrum schließt, liegen die Verhältnifl/ in der Nation al-liberalen Partei recht verwirrt unb unklar. Das ursprünglich volüifcke Kratt o^nicki ?C wirthjchaftlichen Fragen die Patteiais ttne . nicht trennten, hat nickt Stich geyalten, und gerade das »Äfe mmi in bem Anträge Franckenstein finden wollle C ai®' btrenen sollte, um die Partei wenigstens politisch xu tuen, scheint bestimmt zu sein, die Partei zu sprengen. Denn nachdem Ben- Ä ft Ä ?Cn Antrag Franckenstein als eine «Ä"aber»®S Wt des Reiches ausgesprochen, daß es ihm mit demselben unmöaUchL tirb^n%rftnHCn C ^"nnzzölle zu stimmen, griffen die Schutzzöllner
in der Fraction unter Führung von Völk und Schauß diesen Standvunkt in euer Weise an, daß die frethändlertsche Linke unter Forckenbeck, Lasker Rickert Bamberger rc. erklärte, ausscheiden zu wollen, wenn nicht Völk revocire oder seinerseits austrete. Wenn letztere-, wie zu erwarten steht, sicht geschieht, so
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_______Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Betreffend: Die Zinsen von Besoldungscapitalien. Gießen, am 12. Juli 1879.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die evangelischen und katholischen Kirchenvorstände
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6tn Exemplar dieses Ausschreibens ist an den Rechn7r abzugeben.
----------------------------Dr. Boekmann.
Mittwoch den 16. Juli KiWer Anzeiger _______________Meige- »O Amtsblatt für bea Kreis Gießen.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
n t t tt” d»e Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Unter Bezugnahme auf unser Ausschretben vom 18. Mai v. __ Unreiner sy?r hä f
»"chbE ein solcher erst bei der vorjährigen Anbauerhebung stattgefunden hat.Nickt euvderttck ettcUn, " ' QUf Seite 1 des Formulars A,
Jrrthumeru, w,e sie bei den vorjährigen Aufstellungen vorgekommen, auf Folgende? besonders ^ufmett am iUI $eimctbun9 Con Fehlern und
«->»«Ä?ta8“”»te--ta»-»-» stäche für Sommerfrucht, Formular B aber für Winterfrucht an und innaefehrt n l r!nen ^'ntrag, der m A fehlte, oder Formular A gab die Anbau- Fvrmularien A und B b. h. richtige Uebertragung aus Formular A in die bezügliche„^Nten"^es°^o?n^ selben Fruchtart in be.den
Aufstellung der Uebersicht der Anbaufläche. 6 des Formulars B ist daher Erforderniß für die richtige
Nach II. 1. der „Bestimmungen" soll eine Ermittelung der Ernteerträae für alle ftrfiAtp für m ar c CT-< £ n n
nommen werden, und zwar ist dies nicht nur für die Haupt-, sondern auch bte Stebenfr..** " dle Anbauflache festgestcllt wird, vorge-
Ernte an Kornern, Samen rc., sondern auch an Stroh, Heu, Bag rc au verstehn b ,be und nicht nur für die
bei -mzelnen Früchten rc. zwar die Größe der Anbaufläche, aber tL Ertrag angegeben worden u.ck rwar" ttaten *" ma"*en Gemarkungen
fruchtaiten, sondern auch noch in höherem Maße bei Nebenfruchtarten. Was die auf mit nnh edr t b f Auslassungen nicht nur beiHaupt- futtermengen betrat, so sind diese in Formular B unter I a. (Getrkide und Hülstn Eel n der ""gebauten Flächen geernteten Grünversehens statt „zusammen also, mit Einfluß der zu Samengewinn benützten Flächen"- Äamm.» »üd b"enK°pf in Folge eines Druck-
Mit elnzutragen. — Nicht selten ist zwar der Körnerert?a"g'angeg7ben"w"ordeu,^“a&V feblt'der°Krtrn^de^e^7^ be.r Grünfutterflächen" heißen mufc ferner die Einträge nur in den wenigsten Fällen vollständig. Meistens war uämltch entweder nur eto örTrn ® ® 8 k (8Iad)$S' "nd Hanf waren angegeben. Auch hatte sich die Aufnahme bei Hanf und Flachs mitunter auf die Angabe beickränk d.b “L Samen oder nur ein Ertrag an Bast daß (außer etwa der geernteten Samenmenge) das Gewicht b“r Ernte an Bast Stenael rc in v. M ,e' Z obcl Hanf gehechelt rc. worden sei, ohne worden wäre. Erfordern,ß für die richttqe Ausstellunad?r Ueberiicktder vrn^rn^n^ia. 7 «usprechenden Spalten des Formulars B eingetragen ""d- Sollte sich -rgeben, daß aus irgend einen, Grunde auf de!1ngebauttn Flache kein ®.tnte"tr“9 «"gegeben
Bemerkung zu erläutern. — Endlich sind mebrfack tranbnr. npl/;hu rag erzielt wurde, so ist dies in jebem einzelnen Falle burch eine
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