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Fr. Müller II.
2)
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SchloHgaffe.
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Dortmunder Bier u
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empfiehlt
Forbacher Formziegeln, sowie gewöhnliche Dach
nauischen 175,70
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kommen werde, und sie, Marie, habe aus Barmherzigkeit nach inständigen Bitten Derselben das Kind im Kasten aufgehoben. Josef H. scheint auch diese Mtttbeilung mit wenig Glauben ausgenommen zu haben, aber er fragte nicht mehr und schritt, verzweifelnd nach einem Entschlüsse ringend, im Zimmer auf und ab. Als er wteoer aufsah, war Marie verschwunden. Er rief, keine Antwort. Er suchte sie im ganzen Hause, Marie war nirgends zu finden, sie war entflohen. Und nun entschloß sich der tiefgebeugte Mann zu einer That von wahrhaft catonischem Charakter. Er begab sich auf's Polizeicommissariat und erstattete die Anzeige. Er erzählte von dem entschlichen Funde, er berichtete, daß die Leiche mindestens Monate alt sei, er schilderte vas Benehmen seiner Tocbter und meldete ihre Flucht. Er könne nicht mit Bestimmtheit behaupten, ob seine Tochter die Kindesmörderin sei, aber wenn Marie ihr Kind vom Leben zum Tode gebracht habe, so begehre er, daß sie dem Gesetze verfalle. Es war Nachts 10 Uhr als Marie in das Vaterhaus zurückkehrte. Der Vater war noch auf, der tiefgebeugte Mann saß im Vorzimmer neben dem Kasten, der die Kindesletche enthalten hatte. Marie trat ein; der alte Mann fuhr beim Anblicke seiner Tochter auf, stürzte auf sie zu, packte ihre Hand und rief- „Du gehst mit mir auf die Polizei!" Marie schrie laut auf, es entstand, da jener sie nicht loslassen wollte, ein kurzes, fürchterliches Ringen zwischen Vater und Tochter, bis die letztere sich befreit hatte. Er stürzte ihr nach, aber jetzt ergriff das junge Wesen ein auf einem kleinen Tische liegendes großes Küchenmeffer und schnitt sich vo, den Augen des Vaters den Hals durch. Dem alten Mann verließen jetzt die Sinne, Marie sank in einem Strome von Blut zusammen. Die Unglückliche ist nicht todt, aber schwer verletzt. Sie wurde noch in der Nacht in das allgemeine Krankenhaus gebracht. Tags darauf wurde der Versuch unternommen, sie einem kurzen Verhör zu unterwerfen. Das Mädchen hat aber ein Geständniß, den Kindesmord verübt zu haben nicht abgelegt Die Vernehmung mußte nach sehr kurzer Zeit abgebrochen werden. Weitere Nachrichten thetlen mit, daß das Mädchen gestand, sie sei die Möroerin.
Montag den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung der verstorbenen L. Hörring Ww. verschiedene Möbel versteigert werden.
Gießen, den 15. Mai 1879. Großh. Ortsgericht Gießen.
Samstag den 31. Mat d. I-, Vormittags 10 Ubr, bet Gastwirth Winter zu Bingenheim in den Gemarkungen Echzell, Gettenau, Bingenheim, Blofeld, Leidhecken und Staden.
An demselben Tag, Nachmittags 2 Ubr, bei Gastwirch Vögler zu Berstadt in den Gemarkungen Utphe, Berstadt und Schwalheim. Mittwoch den 4. Juni d. I., Vormittags 11 Uhr tm Prinz Carl zu Hungen in den Gemarkungen Lich, Bilklar, Langsdorf, Hungen
Oberförfterei Rabenau Fstmtr Nadelftammbolz und
„ Nadelstangenholz meistbietend versteigert. Zusammenkunflsott ist der E'bschenhain am Hatnerhof
Jeikgebotenes.
3339' Ein solid gearbeiteter feuerfester Geldschrank steht zu verkaufen bei Ferd. Werner, Bau- u. Modellschlosser, Ludwigsstraße.
2884) Bei freier Lieferung in's Haus empfehle:
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Restauration zum Stern.
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Z Erbsenrelser
verkauft Th. Roloff, Wallthor.
V29 Ubr Morgens.
Keffelbach, am 13. Mat 1879.
Die Freiherrlich von Raber,auische Oberförsterei Rabenau.
Hoppe. (3342
und Inheiden.
Nidda, den 12. Mai 1879.
Großherzogltches Kretsbauamt Ridda.
Calman.(3343
Holzversteigmmo. Freitag den 23. Mai l. Z. werden in der Freiherrlich von Rabe-
Grasversteigerung an den Gräben und Böschungen der Staatsstraßen des Baubcjirks Nidda für das Jahr 1879.
Bekanntmachung.
Die diesjährige Grasnutzung von den Wieseckböschungen und den Böschungen am Stadtringgraben, sowie an Wegen soll
Montag den 19. Mar d. I.
verwerthet werden.
Zusammenkunft Nachmittags 4 Uhr am Neuenwegerthor.
Gießen, den 14. Mai 1879.
Großberzogl. Bürgermeisterei Gießen.
A. B r a m m. (334b
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 14. Mai. (Marktbericht.) Butter im Großen 1. Qual. X 0,95, 2. Qual. - «5 4, im Detail 1. Qual. X 1.20, 2. Qual X 1,10, Handkäse das Pfund — H. Ganze Erbsen stellten sich per 100 Kilo auf X 18—23, geschälte Erbsen X23—27, Speisebohnen 22-25, Linsen 23-29 X Kartoffeln X 8 Es kostete Ochscnfletsch per 65—70 H, Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 58—65 Hammelfleisch 50—65 H, Kalbfleisch 50—65 H, Schweinefleisch 60—70 H, Dörrfleisch — H, Schinken — ausqebetnt — H bis — X, Fleischwurst 70—80 H, Hausmacher Leberwurst, Preßkopf, Schwart- maqen, Zungenwurst 80—90 H, gewöhnliche Leber- und Blutwurst 55—60 Geflügel: Hahnen X 1,80—2.50, Hühner «X —, Enten <X -, Poularden X 6—7, Tauben 50 H Hechte 70—80 Karpfen 70—80 H, Sckleien H, Cabliau —^. Schellfische i/2 Kg. X 1, Salm das Pfv. X 2,SO. Eier das Hundert deutsche X 4, italienische X 5. Hcn- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner X 2 -3,50, (£tTD^ 8imbuiV,L 14- Mai. (Fruchtmarkt.) Notber Weizen X 18.45, Weißer Merzen X — Korn X 11.<>0, Gerste X 9.55, Hafer X 7.05, Erbsen X —, Kartoffeln X —• (Durchschnittspreis pro Malter.)
(3307
chkffeullilhe Bekanntmachung.
Friedrich Karl Birx v°a Grü-
ist durch Entschlich»"» Groß- brrchgl'ch-n H°f,-ri»ts der Prochnz Oberheffen wegen verschwenderischen Lebenswandels unter Euratel gestellt worden, was mit dem Ansügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß Rechtsgeschäs'e mit ihm nur unter Zustimmung s-in.-r (Kuratoren Adam Engel ||. und Christian Marsteller IV. von Glünmgen gültig eingegangen »erden können.
Lich, den 6. Mat 1879. Oroßherzogliches Landgericht Lich.
3354) Weyer. _________
Sa»stag de« VI. l. MtS.,
Vormittags H Uhr, -oll im alten Rathhaussaale das ^usweißen von Schullokalen, veranschlagt zu 547,42 JL, »ersteigert We®ie6en den 13. Mai 1879. Grostherzo,!. Bürgermeisterei Gießen. 3302) *. »ramm.
Weinflaschen Z. Kothenderger,
3167)Lindenplatz.
HefleuUllhe AußorderMg.
Konrad Weil Eheleute von Muschenheim haben in dem über ihr Vermögen eingeleiteten -Lchuldenwcsen ihren gerichtsbekannten Gläubigern beste ein Arrangement abgeschlosscn, besten E'nficht auf dem Actuariate der -unterzeichneten Gerichtsstelle gestattet jß. Ansprüche jeder Art an die Ge- memschuldner unv Einwendungen gegen dieses Arrangement sind innerhalb 4 Wochen von dem Datum dieser Verfügung an geltend zu wachen, andernfalls das Arrangement bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird.
Lich, den 7. Mai 1879. Großherzogliches Landgericht Ltch.
Weyer.(3357
Verkaufsanzeige.
Die zur Debitmasse der Gebrüder Kühler dahier gehörigen im Gartfeld gelegenen Immobilien sollen getheilt aus freier Hand verkauft werden, und zwar:
1) ein dreistöckiges Wohnhaus mit Hof- und Gartenraum und
2) die im Betrieb befindliche Dampfschneidemühle mit allen Maschinen, Sägen und sonstigen Geschästsuten- silien nebst einem großen theilweise bedeckten Holzplatz.
Preis und Zahlungsbedingungen sind bei den Herren Hofgerichtsadvokaten Baist und Dr. Gutfleisch, sowie bei dem Unterzeichneten zu erfahren.
Gießen, den 15. Mai 1879.
3353) M- Pilger, Massecurator.
Emil Fischbach..
3221) Eine uns entbehrliche gewordene Brückenwaage von 20 Ctr. Tragkraft verkaufen. Kauffmann K Co.
str.-.-nätieifonen an°kh°lt-n, etwa 40 Schritt- fdttoärtS In d-n Wald q-schl-ppt, hort schwer mißhlnd-l- und seiner au« 150 M. bestehenden Baarschaft beraubt. Die Thaterinnen wurden bisher * ™‘s ta( ,i„et Banarbeit in Frankfurt hatten auck Mainzer Gel-bäftsleut- K-bate «inaeleqt. Dieselben wurden nun dieser Tage von der bett. Frankfurter Behörde benach- ^cktiat Tal ihre Gebote zwar niedriger seien als diejenigen der Frankfurter Geschasizleute daß m?n aber trotzdem die Arbeit an Letztere, als Einheimiscke, übertragen wolle. Em solches Verfahren dürst- sich aü-nthalb-n zur Nachahmung -mPsehl-n
* ES dürfte wohl kaum eine öffentliche Angelegenheit in den letzten Jahren mebt in Aufschwung gerathen sein als das für den Nationalwohlst«nd o überaus wtcht^e Feuerlöschwesen^und diese erfreuliche Entwickelung ist wesentlich den freiwilligen Feuerwehren^mrt zu verdanken. Als im Jahre 1846 die erste freiwillige Feuerwehr zu Durlach m Badenvon Karl Metz gegründet wurde, dachte man kaum daran, daß man schon nach drei Jahrzehnten freiwilligen Institute, besonders in Süd- und Mitteldeutschland, nach Tausenden zahlen würde. Je mehr die Zahl dieser Lösch- und Rettungsvereine wuchs, desto mehr sEen sich dieselben in große Körperschaften zu vereinigen. So ^tsta^en die Lanves- und Provinct - Feuerwehrverbände, deren Deutschland und Deutsch-Oesterreich jetzt etwa 25 zahlt. D" 3Zor^ Fände aller dieser größeren Vereinigungen bilden den deutschen Fcuerwehraus)chuß. Derselbe toitb am 18. Mai in Erfurt (im Rheinischen Hof) sich zuscmimenfinden, um über verschißen, das Feuerlösch- und Rettungswesen betreffende Fragen in Berathung zu treten und auch die Stadt zu wählen, in welcher im Jahre 1880 der Deutsche Feuerwehrtag und die Loschrequisiten- Ausstellung Statt finden soll.
— Ungeheure Heiterkeit rief in der Sitzung des Reichstags vom 9. d. M. es hervor, als ein Abgeordneter erklärte, daß ihm bei der Auseinandersetzung des Abg. Stollberg vie Haare zu Berge ständen, ein Blick auf die Glatze des genannten Herrn zeigte deutlich, vaß sein Schreck, nicht so groß sein könne.
Eine erschütternde Begebenheit spielte sich am Mai in Wien ab. Der Hausbesitzer H. genoß bis dahin in seinem Heim ein ruhiges, glückliches Familienleben. Da fiel es ihm ein, eine Kassette, in der einige Gegenstände aufbewahrt waren, ru suchen. Er fand die Kaffette nicht, wohl aber bei seinem Forschen em umschnurtes Packet, das m einem Kasten lag. Als er dasselbe aufwickelte entdeckte er tn demselben eine halb vermoderte halb vertrocknete Kindesleiche. Während der zu Tode erschrockene Mann, ganz ^ ^or Entsetzen, Die Leiche in der Hand, dastand, öffnete sich die Thur und die 17iahrige Tochter Marie trat herein Sie sah Ihren Vater, sie sah die Leiche, aber die Sprache versagte ihr, keine Silbe drang über die bleichen Lippen. Der unglückliche Vater legte die Leiche wieder m den .Kasten nahm sein Kind bei der Hand, führte es in das Zimmer und begann em Verhör. Mar. war lange nicht fähig zu antworten, ein krampfhaftes Schluchzen erstickte ihre S"mme. Endlich nach lanaer Pause sprach sie in kurzen, unzusammcnhangenden Sätzen. Zuerst, sie wiffe nichts v»n dem todten Kinde, dann als der Vater dieser Aussage keinen Glauben oeizumeffen erklärte saate sie sie sei schuldig, aber nicht so entsetzlich wie der Vater es zu glauben scheine. ^«8 Äinb fei' nicht das ihrige, sondern das einer Freundin, deren Name nte über ihre Lippen
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