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Lyndon 4 Octbr. Dem rnandalayer Berichterstatter der „Times of Jndia" zufolge Laben die Priester, Sterngucker und Wahrsager des Königs von Birma sich darüber geeinigt, daß das im Palast demnächst durch die Entbindung der Hauptkontgin Soo-pyeh-lat zu. erwartende Kino des Königs ein Knabe sein wird, und in Folge dieser Prophezeihung hat König Tbee Daw seinem künftigen Erben, dem nächsten „König der anfgchenden Sonne, Herrn des Weißen Etephanten, des goldenen Regenschirms u. s. to.", eine Wiege bauen lassen, welche nahe an »wei Lak Rupien, also 20-—24,00" L-, gekostet haben soll- Dee Weege ist aus Manjoholr aekertial welches innen und außen mit Gold überlegt ist. Ueberdtes ist das Bettchen äußerlich mit kostbaren Verzierungen geschmückt und mit Diamanten, Rubinen und anderen Edelsteinen bliekt Das Innere der Wiege besteht aus einem weichen Kiffen, mit grünem Sammt über- qogen und mit Stickereien reich besetzt. Statt von „einem Haufen alter Weiber- wird die Wiege durch einen sclbstthätigen mechanischen Apparat, der sich aufz ehen läßt und sodann mehrere Taae hintereinander zu gehen im Stande ist, in Schwingung gesetzt Diese Vorrichtung hat ein Italiener hergestellt; sie soll dem Könige Thec Baw große Belustigung gewahren. Dee Wieac hängt an goldenen Schnüren, welche auf einer eisernen Stange, zwölf Fuß vom Boden entkerne ruhen. Der erwartete Erbe soll, besonderer Bestimmung seenrs Vaters gemäß, nach enaliichem Muster erzogen werden. Durch Vermittlung einer Nonne ist denn auch im voraus für 5000 Rupien eine englische Kinderausstattung für denselben beschafft worden.
— Der Werth des Menschen wird oft erst nach seinem Tode erkannt. Eine Amerikanerin wiederholte ihrem Manne täglich, daß er nicht das Salz auf dem Brode werth sei. Als er jedoch bei einem Eisenbahnunfall um das Leben kam, reichte sie bet der Bahnverwaltung «ine Schadenersatzforderung in der Höhe von 5000 Dollars ein.
Handel und Verkehr.
«tieften. 14 October. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete -. Butter per Pfd. 1.05 bi8 AL 1 10 Hühnereier per Stück 6—7 H, Käse per Stück 5 8 H, Käsematte per ®tM 3 H Erbsen 1 Liter 18 Linsen 1 Liter 22 H, Tauben das Paar 50—60 H, Hühner per Stuck 50-75 ^ Hahnln per Stück JL 0.50- 0.80, Enten per Stück JL 1.60, Gänse ^ 3-4 Kartoffeln'per 100 Kilo JL 6-7. Zwiebeln per Eentner JL 5-6, Milch per Liter 16 und
18 Ochsenfleisch 70 H per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 52 —56 Kalbfleisch 50—54 Hammelfleisch 60—70 Schweinefleisch 60—64 H, Truthähnen per Stück 4 — 5 JL
Frankfurt, 13. Octbr. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 JL 40, Nr. 3 JL 34, Nr. 4 JL 30, Sßr 5 JL 24, Roggenmehl % I Berliner Marke) JL 24 50, do. I (Berliner Marke) JL 22.50—23 —, do. II (Berliner Marke) JL 17.5»—18.50. Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier JL 23.50—24,—, ab unserer Umgegend JL 22.50—22.75, do. fremder je nach Qualität JL 23—24.—, Roggen, je nach Qualität JL 16.50—18.50, Gerste JL 18 -20, Hafer JL 13.75—14, Kohlsamen JL 24—26 — Erbsen JL 19—27, Wicken JL 16—17, Linsen JL 20—40, Bohnen, weiße, JL 23—25, Nozgenkleie JL —, Weizenkleie, grobe und feine JL —, Rüböl, detail, JL 62. Stimmung animirt und rasch steigend. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo )
Frankfurt, 13. October. Der heutige Dtehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 260 Kühe und Rinder, 280 Kälber und 350 Hümmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 67—68, 2. Qual. JL 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. JL. 58—60, 2. Qual. JL 52—54, Kälber 1 Qual. JL 52—54, 2. Qual. 4X—50, Hümmel 1. Qual. JL 60-62, 2. Qual. JL 48 50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine js nach Qualität das Pfund —
SchiflTeberteilt. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd
W. Dietz in Gießen.
Newyork, 11. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Mosel, Eapt. H. A. F. Neynabcr, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. v. Mts. von Bremen und am 30. v Mts. von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen.
Newyork, 10. Oktbr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hannover, Eapt. R. Hoffmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. September von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten hier angckommen.__
Okffkntlilht Aufforderung.
Victor Runkel von Eckelshausen, jetzt mit unbekanntem Aufenthalt in Amerika, wird aufgefordert, das am 22 Dezember 1877 von seiner nun« mehr verstorbenen Mutter, der Wittwe des Großh. RevierförfterS Ludwig Runkel von Eckelsbausen, zuletzt wohndaft zu Gießen bei Gericht errichtete Testament, in welchem diese ihn enterbt hat, soaewiß
binnen 90 Tagen von beute an gerechnet, klagend anzn- sechten, widrigenfalls dasselbe als an« erkannt angesehen und vollstreckt werden wird.
Gießen, den 14. August 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. 5451) Langsdorfs.
Haferlieferung
für das Thierspital pro 1879/80.
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Gießen, den 13. October 18/9. Großherzogliches Ortsgencht Gießen. 6727) «üdektng.
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Die nach dem raschen Absätze der ersten Auflage dieses Merkchens nöthig gewordene 2. Auflage erscheint um einen Abschnitt (Abtheilung VIII., Kirchenangelegenheiten) vermehrt, und ferner ist Abtheilung X., Justizangelegenheiten, auf Grund der mit dem 1. October in Kraft getretenen Juftizgesetze, unter Berücksichtigung der hessischen Einführungsgesetze, neu bearbeitet worden. — Das Schriftchen ist durch Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, vom 18. März 1878 den Gemeindevorständen zur Anschaffung für die Fortbildungsschulen empfohlen.
Darmstadt, im October 1879.
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