nehmen nach unterbleiben, weil die Großh. Hess, zweite Kammer dem Verkauf des hessischen «ntbeils an der Main Weser-Dabn an Pr.ußen nicht zugestimmt hat. Die beiden Secundar- bahnen würden nämlich, da der Direktion der Main-Weser-Bahn die Betriebsleitung wegen des Gemeinschaftßverhältnisies mit Hesien-Darmstadt nicht übertragen werden kann, je eine besondere Derwaltunq und besondere Betriebsmittel erfordern, wozu sich die preußische Regierung der bedeutenden Kosten halber nicht verstehen will. Die Bewohner der betreffenden Gegenden, die schon lange die Herstellung dieser Bahnen, zu denen die Projekte fertiggestellt sind, ersehnt haben, leben dadurch auf geraume Zeit die Erfüllung ibres Wuniches hinausgeschoben.
_ rtsin vereiteltes Bubenstücks Aus Oelsnitz bet Glauchau, den 5. November, wird uns geschrieben: Nm Abend des 4. November wurde in der Nähe ves hiestgen Bahnhofs der Versuch gemacht, den nach Stollberg abgehenden Abendzug in die Luft zu sprengen. Da lndeß der ^ug eine kurze Verspätung erlitt, that die Zündschnur schon vorher ihre Wirkung und brachte den unter eine Weiche gelegten Dynamit zur Entladung, ehe der Zug die gefährliche Stelle intet, 6. November. Man liest im „Echo des Siebengebirges": „Schon
vor längerer Zett tauchte der Plan auf, eine Eisenbahn bis auf die Spitze des Drachenfels zu bauen. Wenn wir nicht irren, waren es damals einige unternehmungslustige Schweizer, welche sich für diese Idee begeisterten. Die Sache machte natürlich viel von sich reden, aber es blieb bei den Worten. Neuerdings hat nun eine Kölner Gesellschaft das Projekt aufgcgriffen und scheint energisch an die Ausführung gehen zu wollen. Bereits sind Auftrage erthetlt, die «örhtgen Vermeffungen und Nivellirungcn auf verschiedenen Seiten des Berges vorzunehmen, um über die am zweckmäßigsten erscheinende Linie Aufklärung zu erlangen. Die Bahn soll gebaut werden nach dem System der Rigibahn; dieses System benutzt zwischen den gewöhnlichen Fahrschienen eine leiterartig gestaltete Zahnstange und zwischen den gewöhnlichen Loco- motivrädern ein Zahnrad, durch deffen Eingreifen in jene Zahnstange der Zug bergaufwärts bewegt wird. Das Bergabwärtsfahren erfolgt auf dem Rigi mit Hülfe von comprimrrter Luft und einer Schraubenbremfc, wodurch die Maschine jeden Augenblick gehemmt und mit Sicherheit festgestellt werden kann. Die Unternehmer hegen die feste Zuversicht, daß ihnen die Erlangung der Concession zum Bau der Drachenfelsbahn keine Schwierigkeiten be. reiten wird."
— Von getäuschten Einwanderern berichtet die „N.-Y. H.-Ztg.": Während der letzten Monate waren hier Schaaren von englischen Einwanderern eingetroffen und nach Texas weitergereist, um sich dort anzusiedeln. Kürzlich kehrte nun von dort ein gewisser David Mewha mit seiner Frau und seinen fünf Kindern nach hier zurück und berichtete den hiesigen Ein- wanderungsbehörden, daß die meisten mit ihm nach Texas gezogenen Einwanderer das Land wieder verlassen haben, da sie dort kein Fortkommen finden konnten. Der Betreffende sagte, daß er sowohl wie die Anderen durch W. G. Kingsbury, den Londoner Agenten deS „Euro- pean Land and Immigration Departement" der Glaveston, HarriSburg a. San Antonio tz. B. Co., zur Auswanderung nach Texas veranlaßt worden seien, da er ihnen vorzügliche« Ackerland versprochen, daß sie aber bei ihrer Ankunft an Ort und Stelle Land vorgefundcn, das sich zur Bebauung durchaus nicht eigne.
Frankfurt, 8. November. Ein merkwürdiger Glücksfall hat dieser Tage einen bier bekannten Geschäftsmann einer rheinischen Stabt betroffen. Widrige Vermögensverhältnisse hatten denselben gestern noch mit einem Betrag von über 1700 X in die hiesige Protestllste gebracht,
als er fast gleichzeitig die Entdeckung macht, daß der Haupttreffer der österreichischen 1860er Staatsloofe im Betrag von 300,OgO Gulden ihm zugefaüen war.
Wilhelmshaven. Im vergangenen Frühjahre wurde auf der kaiserlichen Werft hierselbst für die neuerbaute Hammerschmiede ein kolossaler Ambos gegossen; derselbe wiegt: 6OoO Ctr. und ist der zweitgrößte, der überhaupt existirt. Der Guß desselben erforderte bedeutende Vorkehrungen; cs mußten Schmelzöfen gebaut werden, um denselben an Ort und Stelle vornehmen zu können, da der Transport eines solch' coloffalen Stückes nicht möglich ist. Rach Erkalten des Ambosses, welches etwa drei Monate in Anspruch nahm, war eS eine schwierige Arbeit, denselben umzudrehen, also die untere Seite, die bei jedem Gusse stets am besten und härtesten wird, nach oben zu bringen. Letzteres wurde vor einigen Tagen ausgeführt, wobei sich, wie man der „E. Z" schreibt, herausstellte, daß der ganze Guß als sehr gelungen zu betrachten ist Eine weitere Aufgabe des leitenden Ingenieurs ist nun noch, den Ambos, der mit zwei Zapfen auf einem Holzgerüste ruht und etwa ein Meter höher hängt, wie das Fundament ist, auf letzteres hinabzulassen, eine Aufgabe, die gewiß keine leichte zu nennen ist. Der Hammer zu diesem coloffalen Ambosse wiegt 300 Ctr. und kann mit demselbe alle 2—3 Sekunden ein Schlag abgegeben werden, was natürlich in Wirklichkeit nicht geschieht, da nach jedem Niederfallen dieses wuchtigen Hammers eine Drehung des zu bearbeitenden Eisenstückes nothwendig ist.
fandet und Verkehr.
Frankfurt, 12. November. (Marktbericht ) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Ccntner X 2.50 — 3.90, Stroh X 2—2.60. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 0.90, 2! Qual X 0.80—00, im Detail 1 Qual. X 1.20—00, 2. Qual. X 1 10—00. Eier das Hundert deutsche X 6.70 bis 8.2®, ital. X 0.00. Ganze Erbsen das Pfb. 28—32 H, geschälte Erbsen 30—36 H, Bohnen 24—28 H, Linsen 34—50 H Weißkraut das Stück — 100 Stück 7—10 X, Rothkraut,
1 Stück 10 —20 Kohlrabi — H, Kohlkraut 8 10 H, Blumenkohl 1 Stück 30—6" H, Wirsing —H, Kartoffeln 100 Kilo X 6.5 - - 8, Zwiebeln 25 Bund — X. Merrettige 100 Stück 10 X, 1 Srück — Ochsenfleocy per Pfund 65 — 70 H, Rindfleisch 50—60 H, Kuh- fletjch 60—00 Kalbfleisch 48 — 55 Stier- und Farrenfleisch Hammelfleisch
45-65 H, Schweinefleisch 65—70 H, ein Hahn. X 0 90—1.20, ein Huhn X 1-1.30, eine Ente X 2 50, eine Gans ^4 — 8, eine Taube, 40—50 H, Aepfel 100 St. X —-
Limburg, 12. November. (Fruchtmarkt.) Rotber Weizen X 18.50, Weißer Weizen X 18.—, Korn X 13.—, Gerste X 10.80, Hafer, X 7.—, Erbsen X —, Kartoffeln X —. (Durchschnittspreis pro Malter.)
— sPostverbindung mit Ausstralien.) Durch die Dampfer der „Orient Line“ wird zwischen Plymouth und den australischen Hafenorten Avelaidc, Melbourne und Sidney eine in der Regel monatlich einmalige Verbindung unterhalten. Mit diesen Schiffen, deren Abgangs- zeiten indeß nicht im Voraus festgesetzt sind, können auch Briefsendungen, mit Ausschluß von Einschreibesendungen, nach Australien befördert werden, wenn dieselben die Bezeichnung „via Plymouth, by private ehip“ tragen. Das Porto für die dem Frankirungszwange unterliegenden Sendungen beträgt für Briefe 60 für je 15 Gramm, für Drucksachen und Maaren« proben 10 für je 50 Gramm, für Waarenproben jedoch mindestens 13 H.
Versteigerung
Holzschuhe
empfiehl
und
Darmstadt.
Hoflieferant.
100 6tr. Heu,
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empfehlen
6981)
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Pfd.
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Ctr. Grummet, Fuder Hafer,
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Geiste, Korn, Waizen,
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Halfkanaster . .
TZoort . . . .
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. 170 . 185 . 210 . 260 . 260 . 310
Pferde,
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Varinas O . . .
Maracaibo Kanaster Cuba Kanaster . . Curacao Kanaster .
circa
M
II
(7426
LouiS Lony.
lauf. Meter Klerderleisten, Stück Spucknäpfe aus email- lirtem Eisen, Rouleaux,
Desgl. mit einfachen Draperieen, Desgl. nebst Fenstervorhängen,
Die Tabaksteuer wurde erhöht von tfc.jauf 4*8 Pfg. per Pfd. Obige Preise enthalten eine vorläufige Erhöhung von nur IO Pfg. per Pfd.
Submission.
7407) Die Lieferung folgender, zur inneren Ausstattung des neuen Universitäts - Gebäudes erforderlichen Gegenstände, nämlich:
in unserem Büreau am Seltersthor, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen und können Skizzen und Lieferungsbedingungen im Büreau des neuen Universitätsgebäudes eingesehen werden.
Gießen, den 11. November 1879. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen.
Holzapfel.
pro Pfd.
80
90 „
110 „ HO „ HO „ 120 „ 130 „
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Damen und Mädchen etc.: eine Partie Tlldl" und Sommerstoffe in wirklich gediegener Waare (kein sog. Dam.-Tuch), zu Kleidern, Mänteln und Jacken sehr zu empfehlen, bedeutend unterm Preise um damit zu räumen.
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Mittwoch den 19. lfd. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in der Hosrailhe des Äatl Müller in Nwder-Ohmen, als zu desien Concmsmaffe gehörig versteigert werde :
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Das Neueste in Dammkragm, Zllanschellen, Partien, Vorstecker, Lavallieres, C’orxetten, Sc Mir® en etc« empfiehlt in ganz neuer Sendung zu billigen Preisen (6788 J. H. Fuhr, Sonnenstrahe 104.
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Gießen, den 12. November 1879. 7404) Bühner, Gerichtsvollzieher.
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Im akademischen Forstgarten find verkäuflich 3—10jährige Fichten, Eichen, Birken, Weißerlen, Ahorne, Eschen, Linden, Schwarzkiefern, See- kiefern, Lärchen, Eoonymus rc., größten- thcils verschulte Pflanzen, zusammen 5500 Stück. Kaufliebhaber wollen sich an den Gartenaufseher C. Dörmer wenden. (7369
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Kohlraben.
Grünberg, den 11. November 1879.
Der Maffeverwalter: 7400) Karl, Sparkifferechner. KrauiWr, !Ä“ 7220) I. Rothenberger, Lindenplatz.
7273) Alle Sorten Schulhefte sind zu haben bei
Eduard Spier, Asterweg.
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