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Großherzogliche Prüfungs - Commission für einjährig Freiwillige.
Der Vorsitzende:
S p a m e r.
d) Specielle Gegenstände der Discussion:
I. Die vorteilhafteste Vereinigung des Schwärmens und Ableger- machens., Referent: Pfarrer Köhler von Heidelbach.
2. Referat über die neuesten Erfindungen auf apistischem Gebiet und ihre Bedeutung für die practtsche Bienenzucht. Ref.: Pfarrer Deichert von Groß-Buseck.
Wahl des nächstjährigen Versammlungsortes.
Statutenmäßige Wahl des Vorstandes.
Prämiirung.
Für den Vorstand des Zweigvereins:
K. Schlitt, Viceprästdent.
W. Lehr, Schloßgärtner, Stbriftsübrer.
Nachmittags 2 Uhr gemeinschaftliches Mittagessen. Verloosung des Alsfelder Zweigvereins.
Die Vorbereitung zu beiden Versammlungen übernimmt der Vorstand des Alsfelder Zwetgvereins.
Am 16. Juli, Vormittags 8—10 Uhr, Besichtigung der Ausstellung und Vornahme praktischer Demonstrationen an Stöcken mit lebenden Völkern.
Die Verhandlungen, von 10 Uhr an beginnend:
a) Einleitende Berichterstattung des Vorsitzenden des Haupt-Vereins, b) Rechnungsablage,
c) Wahl der Commission für Prämiirung (die Kosten für Prämiirung übernimmt der Hauptveretn), Alsfeld und Gießen, den 13. Juni 1879.
Zu pos. b. wird noch besonders darauf hirgewiesen, daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf.
In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 1 1
zu den Beschlüssen der Tarifcommission, indem er den Tarif nach den Ergebnissen der zweiten Lesung und das Tartfgesetz nach dem Antrag Franckenstein mit nur zwei Aenderungen, die den Anfangstermin für den Getreidezoll, sowie die Erleichterungen des Transitverkehrs mit Getreide und Holz, betrafen, guthieß. In Folge dessen gehen die Verhandlungen des Reichstages rasch ihrem Abschluß entgegen. Mittlerweile bat die Retchsregierung die in zweiter Lesung vom Reichstage angenommenen Etngangszölle auf Material- und Specerei-, Conditorwaaren und andere Consumtibilien, sowie auf Petroleum und Tabak vorläufig schon eingeführt.
Die durch den Rücktritt der Minister Hobrecht, Falk und Friedenthal veranlaßte Mtnisterkiisis kann als definitiv erledigt gelten. Die Ernennung des bisherigen Unterstaatssecretärs im Ministerium des Innern, Bitter, zum Ftnanzminister ist schon durch den „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht worden, und daß die Ernennung des bisherigen Oberpräsidenten von Schlesien, v. Pu tk am er, zum Cultusminister, sowie die deS zweiten Vice- präsidmtcn des Reichstags, Dr. Lucius, zum Landwirthschaftsminister sofort nach Schluß des Reichstags amtlich bekannt gemacht werden wird, unterliegt keinem Zweifel mehr.
Was speciell den Rücktritt des Cultusminister- betrifft, so bestätigt es sich, daß derselbe in absolut keinem Zusammenhang mit einer Schwenkung der
Für den Vorstand des Hauplveretns: Deichert.
Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten- heitszeugniß beizulegen.
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anl. 2 zur Ersak-Ord. — Theil der Wehr-Ord. vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) Aufschluß.
Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt wettere Bekanntmachung.
Eine specielle Ladung erfolgt nicht. ”
Darmstadt, den 7. Juli 1879.
Unser Kaiser setzt die Kur in Ems mit günstigem Erfolge fort.
Die Energie, mit welcher die auswärtigen Angelegenheiten des Deutschen Reiches geleitet werden, hat neuerdings wieder ein befriedigendes Resultat erzielt: die rumänische Regierung hat wegen widerrechtlicher Verhaftung dreier deutschen Matrosen durch den Hafencapitän von Sulina nicht blos den Betreffenden 3000 Franken Entschädigung zahlen, sondern auch den Capttän vor ein Kriegsgericht stellen müssen.
Programm für die XVIII. Wandrrmrsammlung des Merhefsischen BienenMchtervereins ju Altenburg bei Alsfeld sm 16. Juli 1879 im Anschluß an die Jahresverfammlung des Alsfelder Zweigvereins.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Herbst 1879.
Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Herbst lfd. Jahres stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung
spätestens bis zum 1. August 1879
bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen.
Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speciellen das Folgende bemerkt:
1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großher- zogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen.
3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird.
Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen:
a) Geburts-Z eugniß;
b) Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen;
c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist-
d) einen selbstgeschriebenen Lebenslauf.
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©er Reichstag hat die Berathung des Tarifs beendigt. Nachdem die aus Conservattven und Cenlrums-Mitgliedern bestehende Mehrheit der Tarifcomwtssivn sich über die Höhe der hauptsächlichsten Finanzzölle verständigt und über die sog. constiturionellen und föderativen Garantien durch Annahme des modificirten Antrags Franckenstein sich dahin geeinigt hatte, daß derjenige Ertrag der Zölle und der Tabakssteucr, welcher die Summe von it 130 Mill. Mk. in einem Jahre übersteige, den einzelnen Bundesstaaten nach
Maßgabe der Bevölkerung, womit sie zu den Matrtcularbeiträgen herange« ■ »ogen werden, zu überweisen sei, erfolgte die Entscheidung des Reichstags
über die betr. Zölle vcrhältnißmäßig rasch und mit großer Majorität: der Kaffeezoll wurde z. B. mit 174 gegen 97, der Petroleumzoll mit 171 gegen 92 Stimmen angenommen. Am 6. Juli nahm der Bundesrath Stellung
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160. Zweites Blatt. Sonntag den 13. Juli 1879.
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