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SlemtlcH

nach Maaß unter Garantie des Gutpassens liefert zu billigen Preisen (2965

__________H. Rnbfamen.

4591) Schöne große Ä n a- nas-Erdbeeren täglich frisch gebrochen.

SelterSberg E. 37.

Lokales.

Gießen, 10. Juli. Die auf Sonntag den 13. dss. Mts. vorgesehene Regatta zu Bad Nauheim kann, wie uns von kompetenter Seite mitgetheilt wird, nicht' abgehalten werben. Als Hauptgrund ist der nachträgliche Rücktritt des Mannheimer Ruder-Vereins zu betrachten, gegen welchen die hiesige Ruder-Gesellschaft mit ihrem 4 riems inrigged Raceboot selbst Äuch gegen Seniormannschaften fahren wollte. Die Offenbacher Ruder-Gesellschaft, sowie der Offenbacher Ruder-Verein hatten in anerkennenswerther Weise ihre Mitwirkung zugesagt, ebenso der Mainzer Ruder-Club mit seinem 4ruderigen deutschen GiggLudwig IV/' für welchen jedock trotz aller Bemühungen keine paffende Concurrenz zu finden war. Mit einer Verlegung der Regatta auf einen späteren Termin konnte die Großherzogliche Curcommission zu Bad Nauheim sich nicht einverstanden erklären, ebensowenig konnten jene Vereine, welche ihre Betheiligung per 13. er. zugesagt hatten hiermit einverstanden sein, da deren Kräfte durch mehrere im Laufe res Monats August stattfindende Regattas anderweit zu sehr in Anspruch genommen sind.

Drr Oberheff. Obst- und Gartenbau-Verein, als Zweig-Verein des Rheinischen Gartenbau-Vereins, unter dem Präsidium Sr. Erlaucht des Herrn Grafen von Laubach, ver­anstaltet vom 6. bis 9. September in den Räumen des Wenzel'schen Gartens eine Ausstellung von Pflanzen, Obst und Gemüse. Als Preise sind Geldbeträge sowie ehrende Anerkennungen vorgesehen; außerdem wird der besten Leistung die goldene Vereinsmcdaille (Werth 120 .X) zugesprochen. Das Preisrichteramt wird anerkannt tüchtigen Fachleuten zuertheilt und hoffen wir, daß denselben durch zahlreiche Sendungen aus dem Gebiete der Flora eine recht mühsame Arbeit hinsichtlich der Prüfung des Besten bescheert werde. Anmeldeformulare, sowie Prospekte find von Herrn Kammerrath Weber zu Laubach, sowie Herrn Kunstgärtner Deines in Gießen zu beziehen.__________________________________________________________________

Vermischtes.

Mainz, 7. Juli. Unglücksfall. Am Samstag Abend schloß ein löjähriges Mädchen die Ladenthüre des in der Jakobsbergerstraße befindlichen Cigarrenladens. Zur größeren Sicherheit wollte daffelbe ein großes eisernes Aushängeschild zwischen Thür und Theke stemmen, glitt dabei aus und das Schild fiel dem Mädchen auf die Luftröhre, so daß es zwischen Thür und Schild gepreßt wurde und erstickte. Eine Keilerei, bei welcher erklecklich Blut floß, fand in verflossener Nacht von der Rosengaffe nach der Sackgasse zwischen Handarbeitern statt. Es wurde mit Messern gestochen, eine Rase abgeschnitten und mehrere andere Verwundungen verübt. Den Anlaß soll eine Frauensperson gegeben haben. Auch wurden schließlich Ver­haftungen vorgenommen.

Triberg, 7. Juli. Wie ein Augenzeuge mittheilt, hat es gestern auf den Höhen Lei Schönwald geschneit; gewiß eine seltene Naturerscheinung bei dieser vorgerückten Jahreszeit.

Worms, 6. Juli. Die Firma Doerr & Reinhart ließ heute die erwachsenen männ­lichen Arbeiter ihrer Fabrik, über 300 Personen, mittelst Extrazuges nach Offenback befördern, um daselbst die Landes-Gewerbeausstellung zu besichtigen. (W. Z.)

Professor Reuleaux hat seinem ersten geflügelten Worte: Billig und schlecht! ein zweites nachfliegen lassen, das an die Handwerker gerichtet ist. Es lautet: Mehr Werk­stätten, weniger Schaufenster! Es soll nicht alles Kaufmann werden.

Nürnberg, 1. Juli. In einer gestern stattgehabten Versammlung hiesiger Bierwirthe, zu der sich über hundert Theilnehmer eingefunden hatten, wurde nach vemNürnb. Corresp." beschlossen, die hiesigen Bierbrauer aufzufordern, den Bierpreis zu ermäßigen, wivrigenfalls die Bierwirthe den Bezug einstellen würden. Es wurde constatrrt, daß 7 auswärtige Brauer unter entsprechenden Garantien sich anheischig gemacht haben, den hiesigen Bierwirthen Bier in jeder Quantität ju 16 per Hectoliter franco in's Haus zu liefern. Ein gleicher Preis wird nun auch von den hiesigen Bierbrauern verlangt, wogegen die Wirthe den Schankprcis auf 22 per Liter festsetzen wollen. Das mit der Ueberbringung dieser Forderung an die Herren Bierbrauer betraute Comite wurde zugleich beauftragt, die in der Versammlung nicht erschienenen Bierwirthe zum Anschluß einzeln einzuladen. Verschiedene Wirthe haben bereits den Schankpreis über die Straße auf 22 herabgesetzt.

London, 4. Juli. Der Haupstadt lächelt heute Morgen ein wenig Sonnenschein, - das ist das einzig Erfreuliche, was wir vom Wetter zu berichten haben. Gestern Nachmittag war der Nebel so stark, daß eine Zeitlang Gas gebraucht werden mußte. Den ganzen Vor­mittag hindurch regnete es stark. In Dublin war starker Sturm. Eine Brücke über den Äire bei Kirkstall ward fortgerissen Aus Stalybridge wird gemeldet, daß eine der Straßen vollständig mit kleinen Würmern bedeckt war, die offenbar durch einen Wirbelwind verschlagen

w°rden waren, denn viele von ihnen hingen an den Mauern der Häusern. In Lancashire und m Derbyshire ist durch Sturmw-tt-r großer Schaden angerichtet worden. Viele Lämmer sind durch Kalte umgekommen. In Schottland sind ganze Felder überfluthet worden. Gestern wurde hier em Mordproceß zu End- geführt, der viel von sich hat reden machen. <^n e nem H°u/e "»"Euston Square man cot wenigen Wochen das Skelett eines Frauenzimmers n einem Kohlenkeller gefunden und daraufhin eine Magd, di- früh-r in s-n-m Hause gedient hatte und in deren Besitz man verschiedene Kostbarkeiten der Verstorbenen fand, des Mordes geklagt. t®i'|,16c Eltern von den Geschworenen fürnicht schuldig" erklärt worden

So bat es denn ganz den Amchein, als ob den vielen Fällen nicht aufgeklärter Mordthatcn cm neuer hmzuzufugen sei. Em anderer Schreckensproceß, bei dem es sich um ein- in Rich mond zerstückelt gefundene Frau Thomas handelt, findet dort heute Abend oder morgen seine Erledigung. ö ,tul

__ n, Am Samstag den 21. Juni wurde im Kattegat das der Kovenbaaem Newcastler Dampfschiffs Gesellschaft gehörende neue Dampfschiff Konstantin von dem englischen Dampfer Joseph m den Grund gebohrt. Ein Augenzeuge berichter darüber: Um 101/, Ubr

bte Passagiere beim Frühstückstische saßen, kam der Capitän plötzlich aus dem Ausauck ae' fturit unfe mtt dem Rufe.-Hier geschieht eine Collision, welches Unglück, folgt mir!" svrana er aufs Deck, ihm nach die Passagiere. Im selben Augenblick erfolgte der Zusammenstoß. Der englische Dampfer muß mit dem Nebel gekommen sein. Die beiden Schiffe hielten Curs gegeneinander, und erst im letzten Augenblicke bekamen sie einander in Sicht. Der Dampfer Joseph brach mit dem Bug direct in die Steuerbordseite des Konstantin hinein. Bei dem gewaltigen Stoße war es, als ob im Innern des Schiffes Alles zusammenbräcke. Aus Der Oeffnung an der Seite des Konstantin wälzten sich Schafe, Schweine, Tonnen und Fastaaen in einem Wirrsal, während das Wasser hereinstürzte. Der Joseph wurde durch den Zusammen­stoß zuruckgetrieben und schwenkte herum, so daß sein Steven unter einem ziemlich spitzen Winkel mit dem Steven des Konstantin zu liegen kam. Bald darauf explodirte die Maschine des Konstantin, der Schornstein wurde hoch in die Luft geschleudert, eine dichte Dampfsäuls stieg auswärts und im selben Augenblick versank das Schiff. Die ganze Katastrophe dauerte sechs bis sieben Minuten. Inzwischen hatten mehrere Matrosen, Passagiere u. s. w. sich an ©orb des Joseph gerettet. Die Stelle, wo der Konstantin gesunken war, glich einem chaotischen Ladeplätze, wo Thiere, Butterfässer, Tonnen und Schiffskisten, umgekehrte Bote und abgelösle Schiffstheile durcheinander lagen. In diesem Chaos befanden sich auch die ^uruckaebliebenm von der Mannschaft und den Passagieren des Konstantin. Am Bord des Joseph, dessen eigene Mannschaft vollauf beschäftigt war, die aus Steinkohlen bestehende Vorderladuna über Boro 8" werfen, um den Bug des Schiffes so viel zu heben, daß die Oeffnung in demselben über die Wasserlinie kam, brachten inzwischen diejenigen, welche sich vom Konstantin gerettet hatten, einige Bote in See, um den übrigen Schiffbrüchigen zu Hülfe zu kommen. Es gelang auch nach und nach, die letzteren aufzufischen, einzelne allerdings in einem ziemlich traurigen Zustande. M't Ausnahme eines Heizers wurden alle gerettet. Da das Wetter und die See ruhig waren konnte der Dampfer Joseph seine Reise bald fortsetzen. Das Hornvieh, von welchem 350 Stück sich an Bord befanden, war gebunden und ging daher mit dem Schiffe unter; die Schafe und Schweine dagegen waren lose und eine Menge davon wurde durch die Oeffnung an der Seite des Konstantin hinausgedrängt. Sie schwammen zwischen dem übrigen Wrack umher, kämpfend um ihr Leben und suchend, sich auf den rollenden Fastagen zu retten. In ihrer Angst bissen die Schweine nach den Menschen, welche in ihrer Nähe aufkamen. Noch 24 Stunden nach dem Unfälle sind lebende Schweine an dem Orte der Katastrophe aufgefischt worden.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 9. Juli. (Marktbericht.) Butter im Großen 1. Qual. <X0,90, 2. Qual 80 H das Pfd., im Detail 1. Qual. <X 1.1015, 2. Qual. «X 1-1.10. Handkäse das Pfund 4550 Eier das Hundert deutsche <X 4., italienische <X 5 20. Es kostete Ochsenflenw per Pfd. 65-70 4, Kuhfleisch 60 H, Rindfleisch 50 H, Hammelfleisch 50 bis 65 H, Kalbfleisch 5055 H, Schweinefleisch 6570 Dörrfleisch H, Hahnen JL i.60-80, Hühner <X, Enten <X 4-5, Tauben 4055 H, Gänse 56. Holz je nachdem geschnitten <X 1.4060. Steinkohlen der Zentner 80-85 Gas-Coaks M 1.15. Tannäpfel per Hectoliter 85 Lohkuchen das Tausend «X 10. Heu- und Strohmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität per Gentner <X 2.20-3 30, Stroh <X 22.60

Limburg, 9. Juli. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 18.20, Weißer Weizen eX 18, Korn -X 11,20. Gerste <X 9.10, Hafer <X 7.25, Erbsen «X, Kartoffeln «X (Durchschnittspreis pro Malter.)

Bekanntmachung.

Sonnabend den 9. d. Mts.,

Vormittags 10 Uhr, sollen im Büreou der unterzeichneten Garnison - Verwaltung (Nahrungs- Lerg 163,3) die an der hiesigen Zeug- Haus-Caserne pro 1879 aufgenommenen größeren Bau-Reparaturen, und zwar:

Mauerarbeiten incl. Mate- rialien, veranschl. zu 1390,

Neudielungsarbeiten incl. Ma­terialien, veranschl. zu 6286,

'.Anstreicherarbeiten incL Ma­terialien, veranschl. zu 536,80

Pflasterarbeiten incl. Mate­rialien, veranschl. zu 765,

im Wege der öffentlichen Submission -vergeben werden, wozu Unternehmungs­lustige eingeladen werden.

Bedingungen und Anschläge liegen in dem oben benannten Büreau in den Dienststunden zur Einsicht offen und muffen von den Offerenten vor Abgabe ihrer Offerten unterschrieben werden.

Gießen, den 9. Juli 1879. (4616

Großh. Garnison-Verwaltung.

Montag den 14. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhaussaale ver­

steigert werden:

Die Lieferung von Cement- röhren, veranschl. zu 61,20 die Lieferung von Cement,

veranschl. zu 56, Mauerarbeit, 1727,04

Steinhauerarbeit, 1594,40

Dachdeckerarbeit, 18,

Schlossrarbeit 111,50

Pflästererarbeit, 6541,34

die Räumung des Stadtrtng-

graöens, veranschl. zu 240,

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

4-585) A. Bramm.

Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung.

4622) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes ront 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Keiintniß gebracht, daß Herr Johann Anton Waldschmidt zu Wetzlar unterm heutigen Tage mit dem BraunkohlenbergwerkeDavid" in der Gemarkung Villtngen, Kreises Gießen, mit einem Felde von 1845600Quadratmetern beltehen worden ist.' Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bet Vermeivung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen ben Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsriffes bet der Bergmetsteret Gießen Jedem gestattet.

Darmstadt, den 19. Juni 1879.

Großherzogliche Obere Bergbehörde. Jaup.

-_________________ Tecklenburg.

Bekanntmachung.

4^,29, das Fürstliche Haus Solms-Braunfels und die Firma Frredrrch Krupp zu Essen in Bezug auf die der Letzteren ver- liehene Eisen- und Manganerz-GrubeHumboldt" in den Fluren 5, 6, 7 unb 15 der Gemarkung Holzheim, Kreises Gießen, eine Feldestheilung tu der Weise verabredet haben, daß das Grubenfeld der GrubeGrüninger Weg" in Flur 7 der Gemarkung Holzheim aus dem Grubenfelde der Grube Humboldt" ausgeschieden und der Solms - Braunfels'schen Standesherr- schaft abgetreten worden ist, so wird dies unter Bezugnahme auf die Artikel 58, 59 und 63 des Berg - Gefetzes unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Einsicht der betreffenden Urkunden auf unserem Bureau innerhalb 3 Monaten Jedem gestattet ist und eventuell Einsprüche Dritter gegen diese Feldestheilung innerhalb genannter Frist bet dem zuständigen Gericht geltend zu machen sind.

Darmstadt, den 27. Juni 1879.

Grohherfogliche Obere Bergbehörde.

Jaup.

_________________________________________Tecklenburg. _____

Generalversammlung des landwirth.

Vezirkvererns Gieften zu Hungen.

. 4594) Anmeldungen zum Mittagessen bei obiger Versamm­lung am 12. Juli wolle man geff. bis Freitag den 11. Juli, Abends, an mich gelangen lassen. Achtungsvoll

C. W. Jockel,

Solmfer Hof.

Bekanntmachung.

4615) Die Grassamenerndte im Gießener Stadtwald für das laufende Jahr soll

Dienstag den 15. Juli 1878,

Vormittags 11 Uhr, im Bürgermeisterei - Büreau dahier öffentlich versteigert werd-n.

Gießen, den 9. Juli 1879. Großherzogi. Bürgermeisterei Gießen.

A- Bramm.

Montag den^!4?Äügust,

Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des Herrn Wernhard Dietz I. in der Sonnenstraße dahier drei Sopha, Tische, Spiegel, Stühle, Schränke, Kuchengeräthe und sonstige Hausmobilien öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.

Die zu versteigernden Gegenstände können am Versteigerungstag Morgens von 10 bis 12 Uhr angesehen werden.

Gießen, den 10. Juli 1879.

In Auftrag: 4618) M. P i l g e r.

Aeikgeöotenes.

4607) Ein an der Hauptstraße belegenes Haus mit großen Räumlichkeiten, in welchem eine frequente Wirthschaft betrieben wird, und das sich auch zu jedem anderen Geschäfte eignet, ist zu verkaufen.

Näheres bei der Exped. d. Bl.

Wasclib litten, asclikörbe u. aschklammern

empfiehlt billigst

4499) UI. Weissbäcker.