seinen Schutz nehmen, auf daß uns noch viele Jahre die
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— Auch der hiesige Kriegerverein ließ es sich nickt nehmen, die Kaiser!. Majestäten zum hohen Jubeltage zu beglückwünschen. Die Adresse desielben lautet: Allerdurchlauchtigster Allergroßmächtigster Kaiser! Allergnädigster Kaiser und Herr! Wenn in diesen festlichen Tagen sich alle Kreise des deutschen Volkes beeilen Ew. Majestät die herzlichsten Glückwünsche und die Versicherungen, der Treue und Ergebenheit zu Füßen zu legen, so darf eine Vereinigung von Männern nicht fehlen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dahin zu wirken, daß in unserem Volke die Liebe zu seinem hohen Kaiserhaus unwandelbar erhalten bleibe.
Anlegung einer Straße zwischen Gartfeld und Asterweg.
Verlegung des linken Lahnufers zwischen dem Ober- und Unterwehr.
Den städtischen Pflanzgarten betreffend.
Die Abholzung eines Streifen Waldes im Heegstrauch.
Die Ueberlaffung eines Schießplatzes an die Schützengesellschaft.
Die Straßenbeleuchtung.
Kostendecreturen.
Bürgschaftsleistungen.
Gesuch des Schneidermeisters Weiner um Bauerlaubniß.
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3918) Mit n Nachtrag zr stlischen Verbai ttmber v. I-, » lere Berichtig» Zerkehr mit en mthält, zur Ei
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und Frauentugenden voranleuchten.
Gott schütze, Gott segne Eure Majestäten jetzt und immerdar!
In unverbrüchlicher Treue verharrt Eurer Majestät allerunterthänigster, allergehorsamster Vorstand des Krtegervereins Gießen.
Gießen, 10. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag den 12. Juni 1879, Nachmittags 4 Uhr:
1. Die Erbauung eines Schulhauses für die höhere Mädchenschule.
2. Herstellungsarbeiten an dem städtischen Hause in der Weidgaffe.
3. Gesuch des Otto Mögenburg um Erlaubniß zur Herstellung eine Einfriedigung.
Telegraphische Depeschen.
Wagner's telegr. Torrespondeur-Bureau.
Berlin, 9. Juni. Se. Maj. der Kaiser hatte eine gute Nacht und promenirt seit gestern im Zimmer.
Berlin, 9. Juni. Reichstag. Die Tagesordnung beginnt mit Wahlprüfungsberichten. Die Wahl des Grafen Plessen (4. Wahlkreis Mecklenburg-Schwerin) wird dem Anträge der Commission gemäß beanstandet. Die Wahl v. Arnswaldt's wird gleichfalls beanstandet, die Wahl Lorette's an die Commission zurückverwiesen. — Es folgt nunmehr die erste Lesung der Novelle zur Gewerbeordnung.
Ackermann ist im Großen und Ganzen mit den Bestimmungen der Vorlage einverstanden und befürwortet deren Verweisung an die Commission. Richter (Hagen) wendet sich gegen die Vorlage, insbesondere gegen den geforderten Nachweis des Bedürfnisses für Gastwirthschaften. Minister Hofmann bestreitet gegenüber den Ausführungen Richter's, daß die Vorlage von einem reactionären Principe ausgehe und rechtfertigt die Forderung des Bedürfnißnachweises für Gastwirthschaften unter Hinweis auf die Zunahme der Schankwirthschaften und der Trunksucht. Windthorst erklärt sich gegen Branntwein-Consum überhaupt, will aber den Polizeibehörden allein den Befund über das Vorhandensein des Bedürfnisses nicht anheimgegeben wissen, da er besorgt, die Polizeibehörden würden sich vielfach von Nebenrücksichten leiten lassen. Redner verlangt, daß man den Polizeibehörden die Gemeindebehörden substituire, befürwortet übrigens Verweisung an die Commission, v. Kleist-Retzow befürwortet die Vorlage aus dem Gesichtspunkte der öffentlichen Moral und des allgemeinen Wohles überhaupt. Braun (Glogau) führt gegen die Vorlage aus, daß für die Bedürfnißfrage kein gerechter Maßstab gegeben sei, mithin lediglich Willkür walten werde. Lasker spricht gegen die Vorlage und plaidirt für hohe Besteuerung der Schankwirthschaften. — Die Vorlage wird zur Commissionsberathung verwiesen. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr.
Rom, 9. Juni. Der Papst ernannte den Cardinal Hergenröther zum Archivar des heiligen Stuhles. — Der Ausbruch des Aetna ist als beendet zu betrachten; es steigt nur noch Rauch auf.
Berlin, 9. Juni. Die von der „Nat.-Ztg." am 5. Juni nach einem schottischen Blatte reproducirte Angabe, als hätten bereits 1873 oder überhaupt vor dem letzten Kriege Abmachungen der drei Kaisermächte über die orientalischen Verhältnifle stattgefunden, ist dem „Reichs-Anz." zufolge nichts als eine vorwandlose Erfindung. Deutschland war vor dem Congreß an keiner Abmachung über die Zukunft des Orients und an keiner Verhandlung bethei- ligt, welche nicht publici juris wäre.
— Von autoritativer Seite wird der Nachricht von der beabsichtigten Verlobung des Fürsten von Bulgarien mit der Prinzessin Jusiupoff auf das Bestimmteste widersprochen.
— Fürst Bismarck wird heute Abend 6 Uhr hier erwartet.
Catania, 9. Juni. Der Ausbruch des Aetna hat fast gänzlich aufgehört, desgl. auch die Lavaströmung; es sind keine Erdstöße verfpürbar, nur schwaches Getöse; vom Hauptkrater steigt noch Rauch auf.
London, 9. Juni. Die Königin verlieh dem Prinzen von Battenberg, Fürsten von Bulgarien, das Großkreuz des Bath-Ordens.
Petersburg, 9. Juni. Großfürst Alexis Alexandrowitsch ist gestern Nachmittag von Zarskoje-Selo nach Berlin abgereist. — In dem Krankheitszustande der Großfürstin Maria Paulowna dauert der günstige Verlauf fort; Temperatur 36i/z, Puls 60.
— Der „Regierungsbote" meldet, die Hinrichtung des Staatsverbrechers Solowjeff werde heute Morgen um 10 Uhr aus dem Smolensky- Felde vollzogen.
Konstantinopel, 9. Juni. Die hiesige „Agence Havas" will fol- gende Meldung erhalten haben: Der russische Consul in Serajewo weigere sich, das Exequatur Oesterreichs nachzusuchen, indem er ausführe, Bosnien bilde einen Theil des ottomanischen Reiches; Oesterreich bestehe aber auf Einholung des Exequatur. — Die Pforte sendet Truppen nach Macedonien an die rumelische Grenze.
Frankfurt a. M., 9. Juni. Anläßlich des Goldenen Hochzeitsfestes Ihrer Maj. des Kaisers und der Kaiserin bleiben am Mittwoch, den 11. Juni, die Börse und die Localitäten der Effecten-Societät geschlosien.
Berlin, 9. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." ist in der Lage, den Wortlaut der von dem deutschen General-Consul im Namen der deutschen Regierung dem Khedive am 18. Mai überreichten Protestnote, wie folgt, mitzutheilen: Die kaiserliche Regierung erblickt in dem Dekret vom 22. April, durch welches einseitig unter Aufhebung bestehender und anerkannter Rechte seitens der egyptischen Regierung die Regelung der Schuldverhältntffe bestimmt wird, eine offene und directe Verletzung der mit der Justizreform übernommenen internationalen Verpflichtungen und muß dem Dekrete jede rechtsverbindliche Wirkung bezüglich der Competenz der gemischten Gerichtshöfe und der Rechte der Reichs- angehörigen absprechen. Sie macht den Vicekönig für alle Consequenzen seines rechtswidrigen Verfahrens verantwortlich.
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 6. Juni, wonach die Wahlen zur Ernennung des zweiten Drittheils der Bezirksvertretungen und der zweiten Hälfte der Kreisvertretungen von Elsaß-Loth- ringen am 21. und 22. d. stattfinden.
— Die „Nordd. Allg. Ztg.", indem sie auf ihre frühere Besprechung des Vereinsfreikartenwesens auf den Bahnen des deutschen Eisenbahn-Vereins zurückkommt, beziffert die Zahl der ausgegebenen Karten nach genauer Information auf 2745, wovon 450 itn Besitze von Personen sich befänden, die
Morgenblätler an die Meldung der „Augsburger Allg. Ztg." aus Natal vom 25. April von der gewaltsamen Vernichtung der Berliner Missions-Station Saaron durch Mannschaften des englischen Obersten Warren und von den Mißhandlungen des deutschen Missionärs Brune geknüpft hatten, ist die „Nordd. Allg. Ztg." nach eingezogener Information in der Lage, mitzutheilen, daß das Auswärtige Amt von jenen Vorgängen directe Kenntniß erhielt und nicht säumte, dieselben aus diplomatischem Wege bei der englischen Regierung zur Sprache zu bringen. Die bezüglichen Erörterungen seien noch im Gange.
England.
London, 7. Juni. Die Taucher, die in der vergangenen Woche an der „Pommerania" und dem „Großen Kurfürsten" thätig waren, besichtigten letzteren gestern abermals und sanden seine Lage unverändert. Sie überzeugten sich, daß die obwaltenden Hindernisse vermittelst Leutner's System sämmtlich überwindbar seien und nahmen ein genaues Maß des Riffes, welcher entweder durch einen luftgefüllten Ballon oder durch eine Eisenplatte verstopft werden soll. Die Taucher hoffen die Postbeutel und den Geldvorrath der „Pommerania" binnen wenigen Tagen in Sicherheit zu bringen, die Gesammtladung aber in wenigen Wochen. Innerhalb eines Monats soll der „Große Kurfürst" sicher in seichtem Waffer liegen.
Lokales.
Gießen, 10. Juni. Die Glückwunsch-Adresse der Stadt Gießen, welche von sämmt- lichen Herren des Stadtvorstandes unterzeichnet, heute nach Berlin abgegangen ist, hat folgenven Wortlaut: Allerdurchlauchtigster Großmächtigster Kaiser! Allerdurchlauchtigste Kaiserin! Allergnädigstes Herrscher-Paar! An dem festlichen Tage, der Millionen von Herzen zu dem inbrünstigen Dankgebet gegen den Allmächtigen vereint für die Gnade, die er dem erhabenen Herrscher-Paare des deutschen Reichs durch die 50jährige Wiederkehr der feierlichen Stunde, in welcher es den Bund für das Leben schloß, hat zu Theil werden lasten, wollen Ew. Ew. Kaiserlichen Majestäten gestatten, daß auch die Stadt Gießen den Gefühlen der innigsten Theil- nahme an diesem die ganze deutsche Nation beglückenden Ereigniß erfurchtsvollen Ausdruck verleihe und den Wunsch und die Hoffnung ausspreche, daß Ew. Ew. Majestäten noch lange Jahre in ungetrübter Gesundheit miteinander vereint sein mögen.
Geruhen Ew. Ew. Majestäten zugleich huldvollst davon Kenntniß zu nehmen, daß^der ehrerbietigst unterzeichnete Stadtvorstand zur dauernden Erinnerung an diesen Ehrentag des allgeliebten Herrscherpaares des deutschen Volkes eine Stiftung zu Gunsten dahier wohnender bedürftiger Ehepaare, welche ihr goldenes Ehejubiläum erleben, beschlossen hat.
In allertiefster Ebrfurcht verharrt Ew. Ew. Kaiserlichen Majestäten allerunterthänigster Stadtvorstand der Stadt Gießen im Großherzogthum Heffen. (Folgen die Unterschriften.)
4. Desgleichen des Kaufmanns Karl Wenzel.
5. Gesuch des Johannes Luh um Bauerlaubniß.
Gesuch des Privatmanns Louis Kauf um Verlegung eines städtischen Grabens.
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nicht Eisenbahnsachmänner seien, sondern ganz andere Lebensstellungen einnehmen. Der größte Theil der letzterwähnten Karten entfalle auf nichtdeutsche Eisen bahnen; aber auch für Eisenbahnfachmänner selbst sei über das sachliche Maß hinausgegangen.
Wien, 9. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Philippopel: Aus die Vorstellungen der Pforte wegen der Anstellung von lauter Bulgaren antwortete Aleko Pascha mit dem Bedauern, daß er nur in den Kreisen bulgarischer Intelligenz für die leitenden Posten geeignete Personen gefunden habe. Bei der Besetzung von Verwaltungsposten werde er gern auch Mohamedaner berücksichtigen. — Dieselbe Corresondenz meldet aus Konstantinopel: Der britische Botschafter Layard beschwerte sich bei dem Sultan über die Verzögerung des Exequaturberats sür den britischen General-Consul Wilson in Kleinasien.
Berlin, 9. Juni. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, sowie der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind Abends 7 Uhr 45 Min. von Potsdam hier eingetroffen. Fürst Bismarck ist um 6 Uhr Abends hier angekommen.
Catania, 9. Juni. In Folge der Erhebung der Municipalsteuer sind in Calatabiana Unruhen ansgebrochen, wobei das Municipal-Archiv verbrannt und mehrere Soldaten und Bürger getödtet wurden. Es sind bereits Truppen dahin abgegangen.
Versailles, 9. Juni. Die Deputirtenkammer ertheilte nach langer Discussion mit 306 gegen 195 Stimmen die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung Coffagnac's.
Petersburg, 9. Juni. Das Todesurtheil gegen Solowjeff wurde heute Vormittag 10 Uhr auf dem Smolensky Felde mittelst Stranges vollstreckt. Der Platz war mit Militär besetzt, in der Umgebung unzählige Volks- maffen angesammelt. Der Delinquent benahm sich ruhig und wies geistlichen Zuspruch ab. Die Ruhe wurde durch keinerlei Zwischenfall gestört.
Wien, 10. Juni. Gestern fand die konstituirende Generalversammlung des Donauvereins statt, an welcher die Vertreter der großen Städte, hervorragender Corporationen und bedeutender Verkehrsanstalten Oesterreich-Ungarns theilnahmen. Zweck des Vereins ist, auf Beschleunigung der Schiffbarmachung der ganzen Donau hinzuwirken.
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Stuttgart, 3. Juni. (Die 25jährige Wirksamkeit der Lebensversicherungs- und Erfparnißbank in Stuttgart.) Heute am 3. Juni sind eS 25 Jahre, daß diese Bank ihre erste Police ausgcfertigt hat. Nur mit aller Genugthuung können die Banktheilhaber auf die Geschäftsergebnisse dieses ersten Vterteljahrhunberts zurückbltcken. Diese im Jahre 1854 von patriotischen Männern gegründete Gegensettigkeitsanstalt hat sich allseitig bewährt, ihre Garantiemittel haben eine absolute Sicherheit erreicht, die während 25 Jahren constaut erzielten hoben Uebericküffe ermöglichten die niedrigsten Nettoprämien und dabet konnten noch die statutarischen Bestimmungen — ohne Beeinträchtigung dieser beiden Hauptvorzüge und unter Erhaltung der soliden Grundlage des ganzen Instituts — ihre stetige Vervollkommnung im liberalen und Humanitären Geiste finden. Die Bank hat ihr anfänglich enges, beinahe partikulares Geschäfts- gefeia -u einem deutschen erweitert und selbst über die Grenzen Deutschlands hinaus, namentlich in der Schweiz, genießt sie großes Vertrauen.
lieber den Gang und Stand der Bank, wie sich derselbe während der abgelaufenen Periode von 25 Jahren gestaltet, können wir folgende Daten mittheilen:
Es gingen 53.498 Anträge ein mit JC. 215,025,680. — Versicherungssumme, und wurden für 42,420 Personen die Policen ausgcfertigt mit Jü 182,433,580. — Der derzeitige Versicherungsstand umfaßt 31,481 Personen mit Jü 144,421,550. — An Prämien wurden vereinnahmt ca. 42 Millionen Mark, für Sterbefälle dagegen ausbezahlt »AL 12,459,875. — Überschüsse wurden erzielt 12,130,162 und an die Lebensversicherten konnten im Durchschnitt 37,6o/o der Prämie als Dividende vertheilt werden. Die Fonds der Dersicheruugs- branche erreichten pr. Ende 1878 die Summe von JL 26,857,163. — Die Derwaltungskosten stellen sich im Durchschnitt auf 5,41°/o der Jahres-Einnahme.
Wir dürfen dem Institute zu diesen ungewöhnlichen Erfolgen gratuliren und können ihm nur die gleichmäßige fernere Entwicklung seiner Wirksamkeit wünschen, durch welche es unter seine Mitglieder so reichen Segen auszustreuen vermocht hat.
Möge der Allgüttge Ew. Majestät und Allcrhöchstderen Gemahlin auch ferner in Schutz nehmen, auf daß uns noch viele Jahre die erhabensten Beispiele deutscher Mannes-
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