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bet Wirth Leib am Philosophenwald.

Der Großh. Wirsenwärter Müller zu Alten-Buseck ist bereit auf Ver­langen die Wiesenloose vor der Ver­steigerung vorzuzeigen oder nähere Aus­kunft darüber zu geben.

Gießen, den 4. September 1879. Großherzogi. Obersörsterei Gießen.

Bekanntmachung.

5823) Nächsten Sonnabend den 13. September sollen im Tonnen- schuppm am Rodberg (Weg von Gießen nach Wißmar hinter der Main-Weser- Bahn) ca. 50 Tausend Liter Abtritts­dünger in Loosen zu ü 2 Tausend Liter öffentlich an den Meistbietenden gegen Bürgschaft mit 2 monatl. Zahlungs- ausstande verkauft werden.

Gießen, den 7. September 1879.

Ferd. Broel.

Schlaf-Divan, noch gut erhalten, zu kaufen gesucht (5705 I. Rotheuberger, Lindenplatz.

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des Morgens um 10 Uhr, -ei Wirth Lenz daselbst, und

3) in der Gemarkung Gießen

36 Hektaren

an demselben Tage,

des Nachmittags um 2 Uhr,

Blumen - Versteigerung.

Unterzeichneter läßt, um Transport­kosten zu sparen, Mittwoch, Mit­tag 2 Uhr, seinen großen Vorrath von nur «userwählten Zimmerpflanzen, einzeln oder in kleinen Parthien, im Ausstcllungslokal öffentlich an den Meistbietenden versteigern und ladet verehrtes Publikum hierzu ergebenst ein 5822) I. Rose.

In der Samstag-Nacht wurde vor dem Neuenweger Thore ein Bürschchen, welche- mit tzem Ausmachen von Laternen beginne« wollte, vom Laternenpfahl herunter geholt; das Wer« gnügen wird wohl etwas theuer werden.

Gestern erkrankte plötzlich ein Arbeiter von Beuern und stürzte in der Bahnhofsstraße »usammer. Derselbe wurde in die Klinik verbracht und constatirten die Aerzte, daß derselbe an leidet. Ein Transport in seine Heimath konnte nicht vorgenommen werden, weil stets bewustlos ist.

Ein Act der Rohheit (oder Rachsucht), wie er sich kaum denken läßt, wurde in der Nacht vom 6. bis 7. d. Mtß. an der Chausiee von hier nach Steinbach verübt. Der Pflaster­meister Joh. Balser hatte vor seinem Steinbruch und Arbeiterhause ein Stück Land mit Obstbäumcken bepflanzt und erfreute sich bereits der zweiten Ernte. Diese sämmtlichen Bäumchen isechszebn Stück) wurden in genannter Nacht mit einem Messer zur Hälfte durchgeschnitten und dann umgedreht. Nur rin Nuß- und ein Lindenbäumchen waren dem Messer des Helden zu stark. __________________________

S. Katzenstein,

Holzhandlung.

NB. Bei Bestellungen pr. Stadtpost wird Porto vergütet.

Vermischtes.

Mayen, 1. Septbr. In verschiedenen Zeitungen wird über die Unzulänglichkeit bezw. das Verblassen hektographischer Schriftstücke geklagt. Heute geht der3». Ztg." aus einer benachbarten Bürgermeisterei ein ganz verblaßtes Schriftstück (Polizeiliche Bekanntmachung), zu welches von einem Gemeindevorsteher an die Bürgermeisterei zurückgesandt worden. Unter dem­selben befand sich folgender amtliche Vermerk:Dieses ist die Bekanntmachung vom Hauen der Hecken und Baumasten an den Wegen, die Luft hat im Publikationskasten die Tinte ge­fressen. Bekannt gemacht. Der Gemeindevorsteher T "

Maulkörbe mit beweglichem Unterkiefer ist die neueste Erscheinung in der Hundewelt. Eine Chemnitzer Firma ist die Erfinderin, sie hat sich darauf ein Patent für da« ganze Deutsche Reich ertheilen lassen und auch bereits in Berlin zahlreiche Verkaufsstellen errichtet. Die Maul­körbe sind so construirt, daß der untere Thetl derselben sich bewegt, sobald der Hund daS Maul öffnet, ohne jedoch das letztere bloßzulegen. So kann der Hund bequem athmen, gähnen, bet großer Anstrengung die Zunge heraushängen lassen, ja sogar fressen, wenn etwas hingehalten wird; er kann jedoch nicht beißen und nicht stehlen, da er nichts selbständig angreifen kann. Das Loos des armen, in seiner persönlichen Freiheit Beschränkten wird also dadurch wesentlich erleichtert, während er doch zugleich verhindert ist, seiner Mitwelt lästiger als bisher zu fallen, und haben die Herren Hunde mithin dem Erfinder dankbar zu sein.

Kassel, 4. September. Heute Morgen gegen 6 Uhr ereignete sich in einer Brauerei auf dem Kratzenberge ein gräßlicher Vorfall. Der zu Ostern eingetretene, 14 Jahre alte Bier-

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Grummetgens- Berstei gern ng.

Das Grummetgras der cameral-fis- calischen Wiesen in den Gemarkungen Alten-Buseck, Wieseck und Gießen soll versteuert werden:

1) in der Gemarkung Alten-Buseck von 7 Hektaren

Mittwoch den 10. Septbr.,

oes Morgens um 9 Uhr, Lei Wirth Krämer daselbst.

2) in der Gemarkung Wieseck von

41 Hektaren

Donnerstag den 11. Septbr.,

Die Mineralwasser Handlung von Julius Wallach in Gießen empfiehlt alle Sorten Mineralwasser in stets frischen Füllungen. (2864

Donnerstag den 11. Septbr., Nachmittags 2 Uhr,

werden im Saale der Restauration B r a m m in der Neustadt dahier wegen Wegzugs von hier eine Partie hochfeine Wintermäntel für Damen und unerwachsene Mädchen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.

Gießen, den 6. September 1879.

I. A-: M. Pilger. 5789

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 6. Septbr. iMarktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner JL 22.60, altes Heu «X 3.50. Stroh JC. 1.602. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. JL 0.90, 2. Qual. 80 X int Detail 1. Qual. JL 1.50, 2. Qual. JL 1.10 Eier das Hundert deutsche italienische JL. Ochsenflencp per Pfund 65 70 H, Rindfleisch 50 Kuhfleisch

5860 H, Kalbfleisch 4855 H, Stier- und Farrenfleisch Hammelfleisch 50 bis 65 H, Schweinefleisch 5570 H, ein Huhn, lebend, ^0.701, geschlachtet JL 1.201.60 ein Hahn, lebend, JL 1 1.20, geschlachtet 1.502., Ente, lebend, JC. 1.2050, geschlachtet JL. 1.702.3®, Gans, lebend, JL. 33.50, geschlachtet 46.50, Taube, lebend,

H. Kartoffeln 100 Kilo 5- 6.. Blumenkohl 1 Stück 3060 Wirsing

812 H, Rothkraut 20-30 Weißkraut, erste Sorte, 100 Stück 915 «X, zweite

Sorte Kohlrabi 46 Rothkraut 1530 Gurken 100 Stück JL 12., Artischoken Ganze Erbsen 100 Kilo JL 18.5026, geschälte Erbsen 2531

Bohnen 2024 Linsen 2640 H. Holz je nachdem geschnitten JL 1.4560 der Ctr.

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Dienstag den 9. September,

Nachmittags 2 Uhr, wird im Hause des Pumpenmachers Phi­lipp Weber im Gartfeld dahier eine Dampfmaschine mit Zugehör öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.

Gießen, den 3. September 1879.

Ullrich L5 Weber in Liquidation.

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brauerlehrling, der Sohn eine- hiesigen Eisenbahnbeamten, wurde, während die anderen Brauerei- bediensteten zum Kaffeetrinken gegangen waren, von einer Drehsäule der Dampfmaschine, jeden­falls durch eigne Unvorsichtigkeit, an den Kleidern erfaßt und so lange herumgeschleudert, bis in Folge seines gräßlichen Geschreies die Mitarbeiter herbeistürzten und ihn aus seiner schreck­lichen Lage befreiten. Bei dem Herumschnellen war das linke Bein gegen einen dritten Gegen­stand eingeklemmt gewesen, so daß der Fuß förmlich zerquetscht und das Bein unterhalb der Kniescheibe buchstäblich durchgeschleift wurde. Der unglückliche junge Mann wurde in's Land­krankenhaus gebracht.

(Eine Schlange.) Zu Ende der Saison hat sich im Bad Elster noch eine ergötzende Scene abaespielt. Aus einer Zelle, in welcher eine Dame ein Moorbad nahm, erscholl plötzlich ein ängstliches Gekreisch und die Glocke wurde stürmisch in Bewegung gesetzt. Große Aufregung l Das Personal lief zusammen und zwei Bademägde orangen muthig in die Zelle ein. Da stand die Dame, von einer dichten Moorkruste überzogen, außerhalb des Bades, zeigte zitternd in das Bassin und rief: Eine Schlange, eine Schlange! Das war zu viel für den Muth der Bademägde, sie citirten den Bademeister, eine wahre Hünengestalt, herbei, der sich vor keiner Schlange der Welt fürchtet. Er tauchte den entblößten Arm in die dicke Flüssigkeit, und was zog er heraus? einen Zopf! Hoffentlich wird dieser tragische Fall den Damen zur Warnung dienen, daß sie hübsch ihre Zöpfe feststecken, bevor sie in's Bad steigen.

Versteigerungen.

Dienstag den S. September,

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe der Christian Dörr Erben noch­mals versteigert werden, als: Flur. Mtr.

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Gießen, den 4. September 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

Grummetgrss - Versteigerung.

Dienstag den 9. September,

Morgens 8</z Uhr anfangend, soll das Grummetgras von den Wiesen der Herren:

Johann Heinrich Busch Erben, Heinrich Becker.

Karl Löber Wittwe,

Gg Chr. Spruck Erben,

Heinrich Adami, und von den meinigen, versteigert werden.

Anfang am Neuenweger Thor. Gießen, am 5. September 1879.

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