Ausgabe 
9.8.1879
 
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Samstag den 9. August 187».

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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

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Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Nedactionsbureanr ( Schulstraße L. 18.

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Programm der CnthMungsseier des Landes-Denkmals ;u Darmstadt am 18. August 1879.

IX. Der Divisionspfarrer spricht ein kurzes Gebet.

X. Ansprache des Präsidenten des Central-Comitä's

XL Auf das mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Groß­herzogs gegebene Zeichen fällt die Verhüllung des Denkmals unter Leitung des Künstlers August Herzig. In diesem Augenblicke beginnen die Glocken zu läuten, cs werden 101 Kanonenschüsse abgefeuert und die Festversammlung singt, unter Begleitung der Musik, dieWacht am Rhein".

XII. Ein Mitglied des Comite's übergiebt mit kurzer Ansprache das Denkmal den Vertretern der Stadt Darmstadt.

XIII. Erwiederung des Großherzoglichen Ober-Bürgermeisters mit Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und seine Königliche Hoheit den Großherzog.

XIV. Die Festversammlung singt eine Strophe des Liedes:Nun danket

I. Morgens Reveille der Militär-Musik-Capellen.

1L Um 9 Uhr Gottesdienst in den Kirchen, mit Rücksicht auf die Be­deutung des Tags, insbesondere zum Gedächtniß der Gebliebenen.

III. Vormittags 10 Uhr versammeln sich die Theilnehmer an dem Felt- zuge auf dem Marktplatz resp. in dem Rathhaus.

Der Fest zu g ordnet sich unter Leitung des Festcomitäs und besonderer Festordner. r T

IV. Die zur Feier der Enthüllung eingeladenen Personen versammeln sich Vormittags halb 11 Uhr auf dem Paradeplatz und nehmen dort, unter Führung von Mitgliedern des Fest-Comit6s die für sie bestimmten Plätze ein.

V. Um 11 Uhr setzt sich der Festzug, dessin Ordnung im Einzelnen vom Fest-Comit6 bestimmt wird, in Bewegung und begiebt sich von dem Marktplatz durch die Ludwigsstraße, obere Elisabethenstraße, die Wilhelminenstraße, die obere Rheinstraße, auf den Paradeplatz, woselbst er unter Leitung der Festordner Ausstellung nimmt.

Während des Zuges läuten die Glocken.

VI. Gleichzeitig mit dem Festzug nimmt die Großherzoglrche (25.) Di­vision resp. Deputionen der einzelnen Regimenter Aufstellung auf dem Pa- radeplotz, nach der von Großherzoglicher Division getroffen werdenden An- DTbntiy0fL Der Präsident des Central-Comtt6's mit dem geschäftsführenden Ausschuß geleitet Seine Königliche Hoheit den Großherzog, sowie die Prinzen und Prinzessinnen des Hauses auf die hierfür erbaute Estrade.

Bei dem Erscheinen der Herrschaften auf dem Paradeplatz lauten die Glocken und spielen die Musiken.

VIII. Wenn die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften auf der Estrade Platz genommen haben, beginnt ein noch zu bestimmender Gesangsvortrag der vereinigten Gesangsveretne.__

alle Gott."

XV. Die Großherzogliche Division defilirt vor Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog und dem Denkmal.

XVI. Der Festzug begiebt sich an der Estrade der Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften und an dem Denkmal vorüber auf den Marktplatz, wo er sich auflöst.

XVII. Der Präsident des Comit^s und die Mitglieder des Ausschusses geleiten Seine Königliche Hoheit den Großherzog, sowie die Prinzen und Prin­zessinnen des Hauses zurück.

Hiermit schließt die Feier der Enthüllung. ~

XVIII. Nachmitttgs 2 Uhr findet Fest-Diner in dem Saalbau statt.

XIX. Abends bei eingetretener Dunkelheit wird das Denkmal beleuchtet werden.

XX. Abends gesellige Vereinigung der Festgenoffen in der: verschiedenen öffentlichen Lokalen, woselbst Concerte veranstaltet werden.

verschiedene Wohlthätigkeitszwecke 17. Im Auslande wurden in Veranlaffung der Hochzeitsfeier 5 milde Stiftungen in's Leben gerufen. Unter den Stif­tungen für Krankenpflege weisen 13 ein Kapital von 461,861 <X auf; unter denen für Altersversorgung und Jnvaltdenunterstützung 7 ein Kapital von 643,300 Jt., zwei Stiftungen für Taubstummenpflege repräsenttren ein Kapital von 350,000 .x, sieben Stiftungen für Waisenpflege ein Kapital von 136,000 «X Die auswärtigen Stiftungen sind in Petersburg, Montreux, Moskau, Reval und London gemacht worden.

Die durch das Gesetz vom 17. Juli eingeführten, am 1. Jan. d. Zs. in Kraft getretenen Aenderungen der Reichsgewerb^-Ordnung scheinen in ge­werblichen Kreisen immer noch nicht die Beachtung gefunden zu haben, die sie in der Lhat verdienen. Die Gesellen und Gehülfen scheinen es z. B. »och nicht gebührend zu beachten, daß diejenigen Gründe, aus denen sie von rhren Arbeitgebern ohne Innehaltung der gesetzlichen 14tägigen Kundlgungsfrist^ent-^

Deutschland.

Berlin. Während die officielle Zusammenstellung der bei Gelegenheit hfT Feier t>eT Goldenen Hochzeit des Kaiserpaares gemachten Stiftungen b S letzt noch in der Vorbereitung begriffen ist, liegt in der -.Soc-Corre p. bereits eine derartige Zusammenstellung vor. Aus ihrer Uebersicht ergibt sich , daß dieselben, soweit die Beträge bestimmt angegeben sind, eine Gesammtsumme non 2 628 315 «X repräsenttren. Die Hauptzwecke, für welche die Stiftungen fcpnrnnhft wurden waren: für Krankenpflege 16, für Altersversorgung und jnvaltdenunterstützung 8, für invalide Militärs 5, für Bltndenpflege 2, für Taubstummenpflege 3, Freistellen in Asylen 10, für Waisenpflege 10, für windererüebuna und -Pflege 4, für Beamtenhülfe 8, Herbergen zur Hennath 2, an" Stipendien^ für Lernende an Btldungsanstalten 5, für Beschenkungen an 51ubdlhochzeitspaare 3, für die Hebung und Kräftigung^es^Handwerks^fm

An die Herren Bürgermeister- Beigeordneten und Mitgtieder des Gemeinderaths

der Städte und Gemeinden des Großherzogthums.

Denkmal soll Montag den 18. August ds. Js.,

ober her Einwohner, welche sich an dem Festzuge be.hüligen wollen, Thellnahme an b» E.llhull^gs^ewr ergebenst Herrn Buchhändler

G °^r" die O'rdnÜ7/dis'FeAges «erden die auf dem Marktplatz zu Darmstadt fungirenden Fest-Ordner jede gewünschie Auskunft ereilen. Darmstadt, den 14. Juli 1879. Das Central - Comite zur Errichtung eines Landes-Denkmals.

Der Präsident:

Bruno, Fürst zu Isenburg und Büdingen.