Kobolde, Drachen u. s. w., stellten stch ein; mehrere Hexen wurden herbei- geschleppt, in aller Form zum Tode verurtheilt und unter tollen Geberden in grotesker Weise aus dem Scheiterhaufen verbrannt. Um den Spaß zu erhöhen, ließ man eine Hexe in den Wald entschlüpfen, und nun folgte eine Jagd bei Fackelschein, welche sehr heiter gewesen sein soll.___________________________________
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Correfpondenz - Bureau.
Berlin, 6. November. Die conservative Fraction berieth über den Gesetzentwurf, betr. die Verwendung der aus dem Ertrage der Reichssteuern zu überweisenden Geldsummen und beschloß, den Gesetzentwurf dahin zu amen« diren, daß auch ein Thetl der Grund- und Gebäudesteuer den Communalver- bänden überwiesen werde.
London, 6. Novbr. „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel: Da Musurus Pascha Salisbury die Ausführung der von England geforderten Reformen zugestchert hat, erhielt das nach Burla entsendete englische Geschwader Contreordre und wird in Malta bleiben. Die Pforte ist bereits mit der Berathung über demnächstige Ausführung der Reformen beschäftigt.
Pesth, 6. Novbr. Der „Pesther Lloyd" veröffentlicht ein von dem türkischen Generalconsul übersendetes Communiqus, worin Letzterer stch ermächtigt erklärt, die Nachricht, daß England ein Ultimatum an die Pforte gestellt und darin mit Absetzung des Sultans gedroht habe, in formeller Weise für unbegründet zu erklären. Die Pforte habe durch den britischen Botschafter weder eine Note noch ein Ultimatum erhalten. Die Beziehungen zwischen der Türket seien auch ferner ebenso freundschaftliche wie zuvor.
Wien, 6. November. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel : Der Ministerrath beschloß, dem Sultan zu rathen, die von England geforderte Durchführung der Reformen in Kleinasien sogleich anzuordnen, und gleichzeitig dieselben Reformen unverweilt in den europäischen Provinzen durchführen zu taffen. Em Cabtnetswechsel, mindestens der Rücktritt Said Paschas, ist wahrscheinlich. — Die Pforte ordnete die formelle Uebergabe des Dtftrictes Gusinje an Montenegro an. — Aus Bukarest wird der „Polit. Corresp." gemeldet: Die internationale technische Commission zur Regelung der Arab Tabia-Frage ist hier eingetroffen und beschäftigt sich mit Abfassung des Protokolls über ihre Entscheidung.
Straßburg, 6. Novbr. Der Großfürst Thronfolger von Rußland nebst Gemahlin und Gefolge traf heute Abend um 8y2 Uhr von Paris kommend hier ein und fuhr nach einem halbstündigen Aufenthalte im Bahnhose, wo ein Diner genommen wurde, über Appenweier nach Salzburg weiter.
Serajetva, 6. Novbr. Das Real-Gymnasium und das Militär- Knabenpenstonat sind heute durch den Herzog von Württemberg feierlich eröffnet worden. Die Volkshymne, wurde von den Zöglingen aller Confessionen gesungen. Anwesend waren die Spitzen der Militär- und Ctvilbehörden, die Stadtvertretung von Serajewo und die Geistlichkeit aller Confessionen. Die Lehrer und die Schuljugend brachten ein dreimaliges Hoch auf den Kaiser aus.
Konstantinopel, 6. Novbr. Midhat Pascha wurde beauftragt, die in Syrien ausgebrochenen Unruhen um jeden Preis zu unterdrücken.
Berlin, 7. Novbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die der „Breslauer Zeitung" entnommenen, von der „Nattonal-Zeitung" ergänzten Angaben über Vorgänge, welche anläßlich der Aeußerungen des Cultusministers in Esten in den höchsten Regterungskreisen statlgefundm haben sollen, stellen stch schon auf den ersten Blick als eine Sammlung verschiedener hier kolportirter Gerüchte dar. Ein Hinweis daraus wird genügen, um die Unglaubwürdtgkeit der erwähnten Nachrichten erkennen zu lasten._____________________
Warum?
(Eine sociale Betrachtung.)
Wie viel Unfriede und Unzufriedenheit, wie viel Haß und Neid, wie viel Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit, wie viel Selbstverblendung und Selbstbetrug sind nicht schon über die Menschen gekommen durch die irrthümliche Beantwortung einer einzigen kleinen Frage, die sich ihnen bei den Widerwärtigkeiten des Lebens bei der in der mannigiachsten Gestalt auftretenden Noth aufdrängte. Es ist die kleine, kurze Frage: Warum?
Wie schnell weiß der kleine Uebelthäter, wenn ihm von der wohlverdienten, aber schmerzhaften Handauflegung des Vaters oder Lehrers die Wange brennt, die Frage nach dem Warum? mit der Anklage eines Unschuldigen zu beantworten. Und wie oft wird, wenn die schleckten Nummern der Schulcensuren zu ebenso vielen Fragezeichen werden, das Warum? in der Ungerechtigkeit des Censors, in den übertriebenen Anforderungen der modernen Schule — kurz, in allem Anderen, nur nicht in dem kleinen Faulenzer selbst gesuckt.
Haben die guten Eltern sich und das arme verkannte Nesthäkchen glücklich über das eigentliche Warum? des gehabten Verdrusses hinweggetäuscht, da kommt am Sonntag der „Aelteste" nach Hanse, der bei einem Meister in der Lehre ist Ack Gott' da geht der Aerger von Neuem los; denn die Strenge des Meisters, die bösen Launen der Gesellen, der Geiz der. Frau Meisterin sind dem armen Burschen unerträglich geworden. Nur zu oft suchen auch hier die Eltern dem eigentlichen Warum? der Klagen nicht durch ruhiaes Ueberlegen auf die Spur zu kommen, sondern man vergißt der alten Wahrheit, baß Lehrjahre keine Herrenjahre sind, man vergißt, daß für die Strenge des Meisters in dem Leichtsinn des jungen Burschen, für die bösen Launen der Gesellen in dem Ungeschick, dem Vorwitz, der Widerspenstigkeit desselben, für die Klagen über den Geiz der Frau Meisterin in der Gewöhnung des Knaben an unvernünftige Ueberfüllung des Magens vielfach der wahre Grund, das eigentliche „Warum" liegt. — Das Thema, welches täglich am Brunnen unter Dienstmädchen verhandelt wird würde mit weniger herben oder wenigstens nicht mit einstimmigen Klagen über die Herrschaften discutirt werden, wenn die veiurtheilenden Klägerinnen nicht vorschnell immer „ganz natürlich" das Warum? der Klagen auf Seiten der Herrschaft suchen wollten.
Mit unterschlagenen Armen steht der Handwerksmeister am Fenster seiner Werkstatt; müssig läßt er seine Augen über die Straße hinuberschweifen Plötzlich rieht sich seine Stirn in finstere Falten unv sein Mund murmelt leise Verwünschungen - er sah ja eben drüben einen früheren, alten Kunden zum Nachbar gehen. In der eigenen Werkstatt ist's so leer und still geworden. Und wenn nun eine Stimme im Innern immer lauter und dringlicher fragt: Warum? — Ja, da sind es eben die schlechten Zeiten, das wetterwendische Publikum, die Mißgunst der Verhältnisse welche Fleiß Geschicklichkeit und Reellität (an denen e5 natürlich nicht gefehlt hat) nicht anerkennen und zur Geltung kommen lassen.
Haben wir in den angeführten Beispielen nur ganz bekannte Variationen von dem alten Klageliede der Menschen gehört, so wolle der freundliche Leser uns nun auch einmal in eins jener Arbeiterviertel der Großstadt folgen, welche abse-ts von der grotzen Straße dem Blicke des Menschenfreundes entzogen bleiben. Dort ist in vielen Arbeiterfamilien die Noth ein Gast, der oft genug in Gesellschaft von Erscheinungen welche gememiglich als die leicht erkläilichen, unabwendbaren Folgender bitttren Noth betrachtet werden und doch zum guten Tbeile deren Ursachen sind; also
™ J^bcrs c!nc fauche Antwort auf die Frage Warum? Dort sitzt noch in später Nachtstunde die arme Fabrikarbeitersfrau in der engen dunstigen Stube. Die Kinder liegen bereits eng zusammengedrängt in einer einzigen Bettstatt, nur notdürftig - bleckt von dünnen Betten mit schmutzigem, zerrissenem Jnlet. Und der Mann, der >
Vater, der Gatte? — Mit Seufzen wendet sich das vergrämte Antlitz der armen Frau ein Mal ums andere nach der Thür; aber der Vater bleibt noch immer aus. In der Schänke sucht er die Noth seines Hauses zu vergessen. Treibt ihn aber die beklagens- werthe Noth allein aus dem Hause, so daß er sich sogar aller Anhänglichkeit an die Seinen entschlägt? Das vermag wohl die Noth allein nicht zu lhun, sondern da ist noch ein anderes Warum? im Spiele, welches freilich von der armen Büßenden am wenigsten eingesehen oder zugestanden werden mag. Die wachsende Verrohung des Gemüths auf Seiten des Mannes ist gewiß in vielen Fällen die Hauptursache für den Herzenskummer der armen Verlassenen, — und doch muß das Heim, in welchem sie waltet, dem Manne eben nur so lange erträglich gewesen fein, als die Noth nicht mit eingezogen war, als die jungen Eheleute noch vom Taumel der Sinnlichkeit umfangen, auf den Raum, der sie täglich vereinte, wenig achteten. Da war aber vorn Anfänge an nicht Alles so, daß dieses Heim dem Manne hätte zur liebsten Erdenftätte werden können. Und war daran die arme Frau schuld?
Ihre Eltern waren auch nicht auf Rosen gebettet gewesen, denn sie hatten als Fabriksleute das Brod der Armuth geaessen. Sie hatten sich um datz emporwachsendc Mädchen nicht viel kümmern können; denn kamen sie Mittags und Abends nach Hause, so schrie noch eine ganze Schaar hungriger Mäuler ihnen entgegen. Die kleinen Geschwister zu warten, da sie selbst noch ein unverständiges Kind war, das war ihr tägliches Geschäft, und die Stunden der Schule waren dann die einzige Zeit, welche sie einmal fern von dem Kindergeschrei — mit ihresgleichen zusammen sein konnte. Daher hatte ihr auch die Schule nicht geben können, was das Haus ihr versagte, und das Herz war nicht stark geworden zu allem Guten, der Verstand nicht besonders hell von nützlichen Einsichten, als das Mädchen nur zur Konfirmation ging. Bei den engen Schranken, welche von Natur der Arbeit des weiblichen Geschlechts gezogen sind, standen dein jungen Mädchen nun zwei Wege offen, nämlich sich entweder in den Dienst einer Herrschaft zu vermiethen oder — in die Fabrik zu gehen. Die Eltern überredeten sie leicht zu Letzterem; denn hier, meinten sie, verdiene das Mädchen gleich baares Geld und „brauche sich von Niemand etwas sagen zu lassen." Und doch wäre es dem jungen Kinde so heilsam gewesen, die Zucht und den Geist einer ordentlichen Familie an sich und auf sich wirken zu lassen, um so heilsamer, als die bisherige Erziehung eine so mangelhafte war. Anstatt dessen bestimmten die Eltern selbst, was dec jugendliche Unverstand im Stillen längst gewünscht; sie gaben dem der schule nur erst entwachsenen Kinde eine Selbstständigkeit, welche ihm umso größere Gefahr bringen mußte, als dasselbe noch aller Eharacterfestigkeit entbehrte und nicht viel mehr als die schlimmen Eindrücke eines ungeordneten Familienlebens im Busen trug. Zwar blieb sie noch unter einem Dache mit ihren Eltern, deren Hausstand sie mit bestreiten mußte; aber bald fand sich täglich willkommene Gelegenheit, nach dem Feierabend von dieser oder jener leichtsinnigen Freundin gelockt, dem Hause zu entfliehen - und die Strümpfe blieben zu Hause ungestopft, die Kleider ungeflickt. In dem täglichen Umgänge mit Leuten, welche dem keimenden Triebe der Sinnlichkeit nichts als ein ödes Herz entgegen: zusetzen haben, in jenem lockeren Verkehr, der in den „Auflagen" junger Leute nur zu oft herrscht, hatte des Mädchens Gemüth das Schicksal eines Kupferstiches, den wir alle Tage mit bloßen Fingern anfassen; ihr Gemüth wurde durch das beständige Angreifen endlich auch abgegriffen. Der Leichtsinn hat eine treue Gefährtin in der Eitelkeit, und diese verschlang auch manchen Sparpfennig. Darum wurde in dem neuen Daheim, in das sie später als junge Frau einzog, manch kleiner Putz angebracht, der die letzten Sparpfennige verzehrte. Und doch fehlte dem Manne bald etwas in feinem Hauswesen, was ihn anheimelte; die Frau hatte nicht in einem geordneten Hauswesen gelernt, dem Manne das eigene Daheim so auszukleiden, daß er überall die geschickte und liebevolle Hand der Gattin sah, so daß er es nirgends unter gleichen Verhältnissen schöner finden konnte, als zu Hause. In einer ordentlichen Familie hätte das Mädchen für ihren künftigen Mutter- und Hausfrauenberuf lernen können, aus dem Kleinsten auch Nutzen zu ziehen und die Kinder zwar nickt darben zu lassen, aber sie auch nicht zur Unmäßigkeit, zu einem regellosen Essen und Trinken zu verleiten. Statt dessen suchte das schwache Mutterherz bei dem unbezähmbaren Appetit der Kinder das Schelten des Vaters zu beschwichtigen: „Die Kinder müssen sich doch satt essen". Sie selbst suchte die Entschädigung für ein stilles, geräuschloses Behagen in einem zeitweiligen, für ihre Verhältnisse zu kostspieligen Vergnügen Sie überschätzte den Nutzen des eigenen Verdienstes und unkundig, auch mit kargen Mitteln ein schmackhaftes Mahl zu bereiten, nahm sie wohl gar ihre Zuflucht zur Volksküche. Ein Haus ohne Herd — das ist ein frostiger Gedanke.
Muß man angesichts dieser traurigen Lebensgeschichte nicht unbedingt der Ansicht beipflichten, daß für die auf Handarbeit angewiesene Jugend der Dienst in einem wohlgeordneten Hauswesen die naturgemäßeste und segensreichste Vorschule für's Leben, die beste Vorbereitung für das Walten im eigenen Hause fein muß? In der namentlich unter Arbeitskreisen indufirieller Großstädte verbreiteten Abneigung gegen das Jndiensttreten der weiblichen Jugend liegt zum Theil die Antwort auf die Frage: Warum knüpft die Noth die Bande der Familie nicht fester, sondern lockert und löst sie und bringt dadurch ein größeres Hebel als die äußere Noth selbst?
Vermischtes.
-- (Weter-Prognose für November von Dr. Sofkaj Obgleich ich nicht mehr in der Lage bin, allmonatlich Wetter-Prognosen zu liefern, so halte ich es doch für meine Pflicht, in besonder- wichtigen Fällen rechtzeitig zu warnen, und eben jetzt sieht ein solcher bevor. Ich habe seit zwei Jahrzehnten oft darauf hingewiesen, daß und warum heftige atmosphärische Convulfionen einzutreten pflegen, wenn der Mond der Erve ungewöhnlich nahe tritt. Oft sind sie so furchtbar, wie jene vom 2*>. Mai 1872 in Böhmen und die meisten heurigen in Ungarn, Szegedin mit eingerechnet; die Mondnahe vom 16. October d. I. brachte aber da- eigentbüm- ltche Perigeal-Unwetter so complet, wie es nicht oft vorkommt, denn es fehlen weder Fröstr und vorzeitige Schneefälle, noch Wolkenbrüche, schwere Stürme, ja selbst Erdbeben. Am 14. November tritt der Mond der Erde ned) näher, und zwar in einer Stellung, wo er qerne auch vulkanische Ausbrüche verursacht; wir haben daher mehrere Tage vor und nach diesem Termin schlechtes Wetter zu erwarten. (Etwas Sehnliches, ob vielleicht wieder intensiv, ist um den 12. December d. I. in Aussicht gestellt.) Uebrigens kommen etwa vom 6. November ot nach einigen Niederschlägen kalte Tage, welche um den 1'. das sprichwörtlich bekannte Sl. MartinSwetter etnleiten dürften. Es fallen da nämlich viele Sternschnuppen und tritt gern Kälte mit Schnee oder Regen ein, was mit Unterbrechungen etwa bis zum 19. anhalten dürst', worauf die Kälte bis zum Ende des Monats nur langsam steigt, einiges Anziehen um den 23. und 27 ungerechnet. Nachtfröste sind bei heiterem Himmel vom 1. bis 7. und vom 20. bis 30. Regel. Die mittlere Temperatur ist in Prag 3,07 Reaumur und es fallen in 12,3 Tagen im Mittel 13,34"' Regen. Am wahrscheinlichsten geschieht dieses um den 1, 5 , 10., 14., 17., 23., 27.; meist sind die Niederschläge mehrtägig und werden oft von stärkeren Winden begleitet.
— (Mord.j Aus Limburg wird geschrieben: Am 25. October wurden in d»8 hiesig.' Landesgerichtsgesängntß zwei des Mordes dringend verdächtige Individuen aus Holzhausen ar. der Ulm im Kreise Wetzlar gebracht. Es sind Vater und Sohn, beide ihres Handwerks Stroh decker. Der Ermordete ist der allgemein geachtete Förster Schneider aus Holzhausen, welche: die Feldzüge von 1864—71 mitgemacht und eine Wittwe mit sieben Kindern hinterläßt. De: Ermordete hatte am 24. ds. als Zeuge vor dem Amtsgericht in Wetzlar gestanden und es ifi Grund vorhanden, anzunehmen, daß die Morbthat mit diesem Zeugniß im Zusammenhänge steht, wcßhalb sich denn auch brr Verdacht sofort auf die beiden Verhafteten lenkte. Die ichrecklichr That wurde am 19. d. M. Abends spät in der Nähe des Fleckens Leun verübt. Fuhrmann aus Leun, der an demselben Abend noch spät heimfuhr, hörte nämlich in der Nähe des Ortes ein klägliches Wimmern, .glaubte aber, Lahnfischer wollten ibn foppen, wie schon oft ge fchehen war. Als aber derselbe des anderen XkorgenS wieder an derselben Stelle vorbeifuhr, hielt er an, durchsuchte Die Gegend und fand den Förster Schneider tobt in einer Wasserlache, woraus er sofort bic Anzeige machte. (.Die beiden Verbafteten sind bereits wieder in Freiheit gelaßen worden.)
Ci «gesandt.
Bei der am 11. d. M. in Hungen abzuhaltenden Versammlung wegen Erbauung einer Secundärbahn von Station Mücke nach Friedberg möge m Erwägung gezogen werben, baß ein früheres Projekt, welches vor ca. 10 Jahren auftauchte, geprüft werben möchte. Dieses Project besprach eine Secundärbahn von Grünberg über Laubach, Freienseen, Schotten, Ulfa, Echzell nach Friedberg.
Da diese Linie von Sachverständigen für ausführbar erklärt wurde, liegt es unzweifelhaft im Interesse der Sache, den Ausgangspunkt an die Stadt Grünberg zu verlegen und zwei Städte mit Industrie mannigfacher Art, nämlich Freienseen und Schotten in die Linie Grünberg- Friedberg aufzunehmen.


