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07/09/1879 Zweites Blatt
 
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Sonntag den 7. September

Zweites Blatt

1879

Kr. 208

Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS»

Schulstraße B. 18.

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und

7. Ersetzte Kreisunterstützungen

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2687,51 M.

Summe der Ausgabe 31502, JU

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8.

9.

10.

19.

20.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohr^

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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b. liquidirte Ausstände

c. Vorlagen . . -

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Rubr.- Nr-

1.

3.

4.

6.

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haltene Conserenz von Mitgliedern der österreichischen Verfaffungspartei nahm einstimmig eine Resolution an, welche er für nothwendig erklärt, sowohl die staatsrechtlichen Grundlagen des Reiches, wie dessen culturelle und freiheitliche Institutionen aufrecht zu erhalten und die Ordnung im Staatshaushalt durch Sparsamkeit in allen Verwaltungszwetgen, hauptsächlich durch möglichste Ver­minderung des Militärbudgets, hei betzuführen.

Kaiser Alexander von Rußland ist zur Abhaltung von Manö- vern in Warschau eingetroffen und dort im Namen des deutschen Kaisers durch den General-Feldmarschall v. Manteuffel feierlich begrüßt worden. Auf der Reise dorthin inspicirte er offenbar nicht ohne besondere Abstcht in Dünaburg die neugcbildcte freiwillige Feuerwehr, deren Mitglieder von der deutschfeindlichen russischen Preffe kurz vorher wegen ihrer angeblichen Hinnei­gung zu Deutschland des Landesverraths beschuldigt worden. waren, und wünschte dem jungen Institut den besten Erfolg. Der Großfürst-Thron- folger ist, nachdem er Schweden verkästen, zum Besuch des dänischen Hofes nach Kopenhagen gereist.

Der Krieg der Engländer mit den Zulukaffern scheint wirklich seinem Ende nahe zu sein. Der nach der Heimath zurückgekehrte frühere Obercom- mistar im Capland, Lord Chelmsford, hat sich wenigstens dahin geäußert, daß der Krieg so gut wie vorüber sei; auch spricht der gegenwärtige Oberbefehls­haber Wolseley Hoffnung auf einen baldigen Frieden aus.

In Frankreich bewegt der Kamps mit dem Klerikaltsmus nach wie vor die Gemücher aus's Lebhafteste. Die Regierung hat sich zwar in den Erwartungen, die sie von den Generalräthen hegte, einigermaßen getäuschr ge­sehen, da sich 31 derselben gegen, nur 28 für den Artikel 7 des Ferry'schen Gesetzentwurfs über den Universitäts-Unterricht aussprachen. Trotzdem scheint sie sich durch diesen Mißerfolg nicht etnschüchtern lasten zu wollen. Gambetta verlangt in seinem Preßorgane jetzt nur um so entschiedener eine energische

Besoldungen

Diäten und Gebühren Botenlohn und Verkündigungskosten . . . . Für Bureaubedürfniste und Geräthschasten. . Kreisunterstützungen.........

Für den Lesezirkel der Lehrer-Conferenzen . . Für Formularien und Buchbinderkosten . . . Zuschuß in andere Kassen.......

Beihülfen an Angehörige der Reserve . . - Zinsvergütungen..........

Uneinbringliche Ausstände Auszuleihende Kapitalien

Unser Kaiser, der sich fortwährend des besten Wohlseins erfreut, iras mit dem Kaiser von Rußland am 3. d. in Alexandrows an der russischen Grenze zusammen und reiste am 4. d. von da nach Königsberg zu den Ma-

Jn dem Fußleiden des Kronprinzen ist eine erhebliche Besterung eingetreten, jo daß derselbe den Brigadeübungen in Potsdam zu Pferde bei­wohnen konnte. Die Kronprinzessin hat sich zu einem längeren Kur­aufenthalt nach Bad Ctlly in Steiermark begeben.

Einen höchst betrübenden Eindruck machten die Verhandlungen der in Berlin stattgehabten evangelisch-lutherischen Conferenz (sog. August- Conferenz). Die Mitglieder derselben ergingen sich in den schärfsten Angriffen aus die Falsche Schulreform, die staatliche Aufsicht über die Schulen u. s. w. Der Geist, der auf ihr herrschte, wird am Treffendsten durch das Wort ihres Vorsitzenden, des bekannten Zeloten Weinhold von Cammtn, gekennzeichnet: Gott segne die Reactton!

Am 30. August fand aus der Insel Sylt die feierliche Eröffnung des directen deutsch-norwegischen Kabels durch den General-Postmeister Dr. Stephan statt, welcher bei dieser Gelegenheit vom Kaiser Wilhelm durch einen telegraphischen Glückwunsch zu seiner rastlosen Thättgkeit erfreut wurde.

In Oesterreich harrt die Kanzlerkrisis noch ihrer definitiven Lösung. Man glaubt tndeß, daß der Kaiser die Entscheidung bald nach seiner Rückkehr von den Manöver» bei Prag und Bruck, zu denen er sich in Begleitung des Kronprinzen Rudolf begeben treffen werde. Als Nachfolger des Grasen Andraffy der sich übrigens bereit erklärt hat, die Geschäfte so lange weiter zu führen, bis einige mit dem Berliner Vertrag zusammenhängende schwebende Fragen erledigt seien, betrachtet man fast allgemein den bisherigen Botschafter iu Rom Baron Haymerle. Eine aus Anlaß der neuen politischen Lage abge-

Prozeßkosten..............

Zurückzuempfangende Beihülfen von Reservisten . . .

Agio Gewinn..............

Ausstände aus vorhergehenden Jahren

Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren . . -

Summe der Einnahme

Ausgabe.

9071,88

2397,94

2,60 172,51

1918,53

300,32 22,

930 440,

46

,22 16200,

Abschluß

Gesammtsumme der Einnahme .

Ciunahme.

Beiträge der Gemeinden und Gemarkungen . . Gebühren.............

Strafen Kapitalzinsen

II. Dem Fond zur Gewährung von Beihülfen an Reservisten re.

Gießen, den 10. Mai 1878.

Der Kreiskaffe-Rechner: Grüneberg.

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Regiments Nr. 116.

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Polizeiliche Bekanntmachung.

Die bestehende Vorschrift, wonach die Garten- und Feldbesitzer die neuen Schößlinge ihrer Hecken, insofern letztere nicht an Wiesen grenzen, im Laufe des Monats September wiederholt zu beschneiden oder zurückzubinden haben, wird hiermit zur Nachachtung in Erinnerung gebracht.

Gießen, den 4. September 1879. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen.

Fresenius.

Rubr.- Nr. 22. 23. 24. 25. 26.

29.

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31.

32.

33.

34.

37.

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Brauerei Lefchhorv,

Abends

8 Uhr,

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Auszug

aus der von Großherzoglicher Ober-Rechnungs-Kammer abgeschlossenen Rechnung der Kreiskafse des Kreises Gießen für 1877.

Revidirt, ohne daß sich für den vorstehenden Abschluß einer Veränderung ergeben hat.

Darmstadt, den 6. August 1879. Großherzogliche Ober-Rechnungs-Kammer.

I E. d. D.:

Backs, Ober-Rechnungsrath.

In Gemäßheit des Art. 43 der Kreisordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 4. September 1879. Der Vorsitzende des Kreisausschuffes deö Kreises Gießen.

Dr. Boekmann.

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zusammen wie oben 3234,81 M

dieser besteht:

a. in baarem Vorrath

b. in liquidirten Ausständen ....

c. in Vorlagen zusammen wie oben Davon gehören an:

I. Der Kreiskaffe.

a. baar 2687,51 «M.

b. liquidirte Ausstände .,

c. Vorlagen,

Ausgabe verglichen bleibt Ueberschuß

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